Also da kann ich DeTobi nicht ganz zustimmen. Die Guerilla-Marketing Kampagne von TEST gehoert auch genau so klassifiziert und abgestraft. Immer druff
Wie man sieht ueberlegen sich nicht nur wir rechtliche Schritte, die erhebliche Konsequenzen haben koennen.
Ich bekomm einen Agress *argghhhh* weil ich weiss: ein Geschmaeckle bleibt
Schachern um die Sicherheit
Streit zwischen WM-OK und Stiftung Warentest hält an
Getreu dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung hat das zuletzt in die Defensive geratene deutsche Organisationskomitee (OK) der Fußball-WM die Stiftung Warentest heftig attackiert. "Die Stiftung Warentest muss ihr Urteil revidieren", erklärte der 1. OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main.
Das OK fordert damit eine Rücknahme der Kritik an der Sicherheit der WM-Stadien und will diese Auffassung bei der Sitzung des Bundestags-Sportausschusses am Mittwoch in Berlin vertreten.
Die Stiftung Warentest hatte in einer am Dienstag vergangener Woche veröffentlichten Studie den vier WM-Stadien in Berlin, Leipzig, Gelsenkirchen und Kaiserslautern zum Teil erhebliche Mängel beim Staudruck in Paniksituationen, bei den Evakuierungsmöglichkeiten und beim Brandschutz attestiert.
Das OK wirft der Verbraucherschutz-Organisation vor, dass sein Vorgehen oberflächlich, fahrlässig und unverantwortlich gewesen sei. "Wir fordern die Stiftung Warentest auf, die vier Roten Karten für die Stadien Kaiserslautern, Gelsenkirchen, Berlin und Leipzig zurückzunehmen.
Durch dieses Fehlurteil wurde im In- und Ausland ein Bild von den Arenen gezeichnet, welches in keiner Weise den hohen Sicherheits-Standards entspricht", sagte Schmidt. In ausländischen Medien war von "Bruchbuden statt Schmuckkästchen" im Zusammenhang mit den WM-Stadien die Rede.
Keinen Grund zur Rücknahme obwohl sich die Betreiber der Stadien in Leipzig und Gelsenkirchen weiter rechtliche Schritte gegen die Stftung Warentest vorbehalten, beharren die Tester auf ihrer Kritik. "Wir stehen weiter zu unserer Studie. Es bleibt bei den Urteilen. Dass wir sie zurücknehmen sollen, haben wir mit Erstaunen gehört", erklärte Sprecherin Heike van Laak in einer ersten Reaktion. Sie verwies darauf, dass keine Gründe für eine Rücknahme genannt wurden.
Laak räumte aber auch ein, dass die Stiftung Warentest das Echo auf die Studie unterschätzt habe: "Beim nächsten Mal würden wir die Einladung sicher neutraler gestalten und später verschicken. " Van Laak sagte zudem, dass es "nicht darum ging, Deutschland schlecht zu machen. Wir wollten auf Mängel hinweisen, die bis zur WM noch zu beheben sind".
Die deutschen WM-Organisatoren hatten in den letzten Tagen intensive Beratungen mit den Stadion-Betreibern abgehalten. "Wir halten die gesamte Studie der Stiftung Warentest für fraglich, da sie weder die Komplexität des Themas Sicherheit noch die Gesamtzusammenhänge oder dahinter liegende Konzepte berücksichtigt. Es ist unsachlich, in diesem sensiblen Bereich Ergebnisse isoliert zu betrachten, ohne den Kontext zu kennen oder die individuellen Gegebenheiten vor Ort zu würdigen", meinte Schmidt.
Die von der Stiftung Warentest aufgeführten Mängel hält das OK für subjektiv, weil andere Experten zu anderen Ergebnissen gekommen seien. Zudem sei die Vorgehensweise der Tester nicht korrekt und nicht transparent gewesen, so die Kritik der WM-Macher.
"Wir haben ein absolut reines Gewissen, weil mit größter Sorgfalt und Akribie alles nur Menschenmögliche für die Sicherheit getan wurde. Weder das OK noch die Stadionbetreiber verschließen sich konstruktiven Hinweisen zur Verbesserung des Standards, nehmen Informationen ernst, wenn es um die Sicherheit der Zuschauer geht. Ein konstruktives Miteinander aber hat nicht stattgefunden vor allem nicht in der Gesamtbewertung", erklärte Schmidt.
Die WM-Organisatoren werden in ihrer Ansicht von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Weltverband FIFA unterstützt. "Die Studie war eine Grätsche von hinten. Wir wurden davon sehr überrascht, weil wir uns ja selbst die Stadien mehrfach angesehen haben. Die FIFA, für die die Sicherheit ganz oben steht, ist sehr zufrieden mit den den Vorbereitungen der Organisatoren", sagte FIFA-Turniermanager Jim Brown.
Quelle:
www.zdf.de