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Stoiber, Komplize der Mullahs

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Stoiber, der Komplize der Mullahs



Arno Widmann



Edmund Stoiber ist Bayerns Ministerpräsident. Das ist ein großes Glück. Vielleicht nicht für Bayern. Aber ganz sicher für den Rest der Republik, den er ja auch hatte regieren wollen. Als die Passauer Neue Presse ihn dieser Tage fragte "Wie beurteilen Sie die gewalttätigen Ausschreitungen in der islamischen Welt wegen der Mohammed-Karikaturen", hat er nicht etwa darauf hingewiesen, dass es sich gerade nicht um die spontane Empörung von sich in ihren tiefsten religiösen Gefühlen angegriffenen Muslimen handelt, sondern um eine in aufwändiger Kleinarbeit mediengerecht angezettelte, sorgfältig orchestrierte Hetze. Nein. Edmund Stoiber widmete dem Geschehen zwei Sätze "Eines ist klar: Jede Gewalt und Radikalisierung ist absolut inakzeptabel." Danach kommt ein "Aber". Das führt in einer atemraubenden Suada zu dem Schluss: "Wir nehmen einfach so hin, dass christliche Symbole Gegenstand von Spott und Hohn sind. Hier zu Lande ist die Verletzung von religiösen Symbolen nur dann strafbar, wenn dadurch der öffentliche Friede gestört wird, also wenn es einen Aufruhr gibt. Da muss man nachdenken, ob man den Paragrafen 166 des Strafgesetzbuchs nicht schärfer fassen sollte."



Die Meinungsfreiheit zählt Edmund Stoiber offensichtlich nicht zu den demokratischen Werten, die er gegen totalitäre Ideologien zu verteidigen gedenkt. Im Gegenteil: Bei ihrer Bekämpfung macht er freudig gemeinsame Sache mit den Mullahs. Er ist sich einig mit ihnen: Wer den Glauben kritisiert, wer ihn verspottet, der gehört nicht angehört, sondern bestraft und aus dem Verkehr gezogen. Stoiber ist der Komplize der Mullahs.



Wir müssen uns klar darüber sein: Für die Demokratie in der Bundesrepublik ist Bayerns Ministerpräsident Stoiber eine größere Bedrohung als der Terrorismus. Wer Stoiber, der ja noch nichts wirklich Gefährliches gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung unternommen hat, glaubt damit verteidigen zu können, es handele sich um einen einmaligen Ausrutscher, der lese in demselben Interview seine Antwort auf die Frage, ob er inzwischen den Film "Tal der Wölfe - Irak" schon gesehen habe. Sie lautet: "Ich kenne den Inhalt sehr genau." Er hat ihn also nicht gesehen. Er hatte ihn verbieten wollen, ohne ihn gesehen zu haben. Diesmal geht er deutlich weiter. Er sagt: "Wenn die türkische Öffentlichkeit begeistert ist, wenn türkische Spitzenpolitiker diesen Film loben, dann muss ich ganz ehrlich sagen: Wenn das die Realität der Türkei heute ist, dann passt die Türkei schon deshalb nicht in die EU."



Das ist nun der komplette Wahnsinn. Ginge es auf dieser Welt vernünftig zu, wären nach diesen Sätzen zwei kompakte Herren vor den bayerischen Ministerpräsidenten getreten, hätten ihm einen weißen Kittel um den Leib gebunden und ihn - freundlich begütigend auf ihn einredend - aus dem Verkehr gezogen. Wie kann ein verantwortlicher Politiker in einem Atemzug erklären, er habe einen Film nicht gesehen, aber wer an ihm Gutes fände, der habe in seinem Club nichts verloren?



Stoiber sagt nichts anderes als: Ich habe es nicht gesehen, aber ich sehe es so. Das ist schon wegen seiner Offenheit verrückt. Die unterscheidet sich nicht wesentlich von der Selbstgewissheit, mit der fanatische Mullahs genau zu wissen behaupten, was Allah möchte. Die Beziehungen zur Türkei, einem von Deutschlands wichtigsten Partnern, abhängig zu machen von einem Film, den nicht etwa die türkische Regierung gedreht hat, sondern ein Stoiber bisher ganz unbekannter Regisseur, ist schon absurd genug. Wer das tut, dazu aber noch erklärt, er habe den Film nicht gesehen, gehört unter Beobachtung.



Aber es geht nicht nur um unsere Auseinandersetzung mit dem Islam, um unser Verhältnis zur Türkei und zu den in Deutschland lebenden Türken. Die Selbstsicherheit, die Selbstverständlichkeit, mit denen der bayerische Ministerpräsident davon ausgeht, dass er um Entscheidungen zu treffen, um ein Urteil zu fällen, sich nicht mit der Lage vertraut machen, sich kein eigenes Bild machen muss, die erschrecken zutiefst. Hier spricht die Arroganz der Macht, die erklärt: Was ich sage, gilt. Ganz gleichgültig, ob es zutrifft oder nicht. Selbst die Frage danach, ob es zutrifft, erübrigt sich. Stoiber - das ist die Botschaft dieser Erklärungen - hat Recht, weil er Recht hat. Er weiß, was richtig und was falsch ist, weil er es weiß. So reden Despoten. So sollte ein demokratischer Politiker nicht reden. So sollte eine Partei, so sollten die Wähler nicht mit sich reden lassen.

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Interessanter Artikel.

Was bin ich froh, dass dieser Kelch an uns vorbei gegangen ist und der Kerl in Nord-Österreich "dummbabbelt"!
 
Interessanter Artikel.
Was bin ich froh, dass dieser Kelch an uns vorbei gegangen ist und der Kerl in Nord-Österreich "dummbabbelt"!
Es hat schon mal ein Österreicher bei uns dummgebabbelt, und es ging sehr schlecht aus. Holzauge, sei wachsam!
 
Heftig. Ich sage es immer wieder, was ich hier niht in einem öffentlichen Forum sagen will.

Ich drücke es mal verharmlost aus: Stoiber ist kein Politiker sondern ein Diktator!

Kööen wir froh sein, daß er nur Bayern unter sich hat
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Naja, immerhin isser schon 70, das kann auch teilweise was mit Altersdemenz zu tun haben, ich sag nur "Wenn sie vom Hauptbahnhof in München in 10 Min, ohne dass sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten sie praktisch im Hauptbahnhof in München ihren Flug...."



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ich sag nur "Wenn sie vom Hauptbahnhof in München in 10 Min, ohne dass sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten sie praktisch im Hauptbahnhof in München ihren Flug...."


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oh ja, das war geil, naja man wird halt älter....
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Stoiber, der Komplize der Mullahs


Arno Widmann



Edmund Stoiber ist Bayerns Ministerpräsident. Das ist ein großes Glück. Vielleicht nicht für Bayern. Aber ganz sicher für den Rest der Republik, den er ja auch hatte regieren wollen. Als die Passauer Neue Presse ihn dieser Tage fragte "Wie beurteilen Sie die gewalttätigen Ausschreitungen in der islamischen Welt wegen der Mohammed-Karikaturen", hat er nicht etwa darauf hingewiesen, dass es sich gerade nicht um die spontane Empörung von sich in ihren tiefsten religiösen Gefühlen angegriffenen Muslimen handelt, sondern um eine in aufwändiger Kleinarbeit mediengerecht angezettelte, sorgfältig orchestrierte Hetze. Nein. Edmund Stoiber widmete dem Geschehen zwei Sätze "Eines ist klar: Jede Gewalt und Radikalisierung ist absolut inakzeptabel." Danach kommt ein "Aber". Das führt in einer atemraubenden Suada zu dem Schluss: "Wir nehmen einfach so hin, dass christliche Symbole Gegenstand von Spott und Hohn sind. Hier zu Lande ist die Verletzung von religiösen Symbolen nur dann strafbar, wenn dadurch der öffentliche Friede gestört wird, also wenn es einen Aufruhr gibt. Da muss man nachdenken, ob man den Paragrafen 166 des Strafgesetzbuchs nicht schärfer fassen sollte."



Die Meinungsfreiheit zählt Edmund Stoiber offensichtlich nicht zu den demokratischen Werten, die er gegen totalitäre Ideologien zu verteidigen gedenkt. Im Gegenteil: Bei ihrer Bekämpfung macht er freudig gemeinsame Sache mit den Mullahs. Er ist sich einig mit ihnen: Wer den Glauben kritisiert, wer ihn verspottet, der gehört nicht angehört, sondern bestraft und aus dem Verkehr gezogen. Stoiber ist der Komplize der Mullahs.



Wir müssen uns klar darüber sein: Für die Demokratie in der Bundesrepublik ist Bayerns Ministerpräsident Stoiber eine größere Bedrohung als der Terrorismus. Wer Stoiber, der ja noch nichts wirklich Gefährliches gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung unternommen hat, glaubt damit verteidigen zu können, es handele sich um einen einmaligen Ausrutscher, der lese in demselben Interview seine Antwort auf die Frage, ob er inzwischen den Film "Tal der Wölfe - Irak" schon gesehen habe. Sie lautet: "Ich kenne den Inhalt sehr genau." Er hat ihn also nicht gesehen. Er hatte ihn verbieten wollen, ohne ihn gesehen zu haben. Diesmal geht er deutlich weiter. Er sagt: "Wenn die türkische Öffentlichkeit begeistert ist, wenn türkische Spitzenpolitiker diesen Film loben, dann muss ich ganz ehrlich sagen: Wenn das die Realität der Türkei heute ist, dann passt die Türkei schon deshalb nicht in die EU."



Das ist nun der komplette Wahnsinn. Ginge es auf dieser Welt vernünftig zu, wären nach diesen Sätzen zwei kompakte Herren vor den bayerischen Ministerpräsidenten getreten, hätten ihm einen weißen Kittel um den Leib gebunden und ihn - freundlich begütigend auf ihn einredend - aus dem Verkehr gezogen. Wie kann ein verantwortlicher Politiker in einem Atemzug erklären, er habe einen Film nicht gesehen, aber wer an ihm Gutes fände, der habe in seinem Club nichts verloren?



Stoiber sagt nichts anderes als: Ich habe es nicht gesehen, aber ich sehe es so. Das ist schon wegen seiner Offenheit verrückt. Die unterscheidet sich nicht wesentlich von der Selbstgewissheit, mit der fanatische Mullahs genau zu wissen behaupten, was Allah möchte. Die Beziehungen zur Türkei, einem von Deutschlands wichtigsten Partnern, abhängig zu machen von einem Film, den nicht etwa die türkische Regierung gedreht hat, sondern ein Stoiber bisher ganz unbekannter Regisseur, ist schon absurd genug. Wer das tut, dazu aber noch erklärt, er habe den Film nicht gesehen, gehört unter Beobachtung.



Aber es geht nicht nur um unsere Auseinandersetzung mit dem Islam, um unser Verhältnis zur Türkei und zu den in Deutschland lebenden Türken. Die Selbstsicherheit, die Selbstverständlichkeit, mit denen der bayerische Ministerpräsident davon ausgeht, dass er um Entscheidungen zu treffen, um ein Urteil zu fällen, sich nicht mit der Lage vertraut machen, sich kein eigenes Bild machen muss, die erschrecken zutiefst. Hier spricht die Arroganz der Macht, die erklärt: Was ich sage, gilt. Ganz gleichgültig, ob es zutrifft oder nicht. Selbst die Frage danach, ob es zutrifft, erübrigt sich. Stoiber - das ist die Botschaft dieser Erklärungen - hat Recht, weil er Recht hat. Er weiß, was richtig und was falsch ist, weil er es weiß. So reden Despoten. So sollte ein demokratischer Politiker nicht reden. So sollte eine Partei, so sollten die Wähler nicht mit sich reden lassen.

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Sorry alter, aber was für eine sozialistische propaganda !!!



Mit Stoiber würde es Deutschland um einiges besser gehen als jetzt! Warum ist den in der BRD jeder Arbeitslos? Weil die Sozialdemokraten das Land komplett den Bach hinunter gewirtschaftet haben! Bayern hingegen geht es wesentlich besser ! Wählt ihr nur Linke und WASG.



STOIBER FÜR DEUTSCHLAND!
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Sorry.
 
Wie schön, dass es uns unter Kohl so viel besser ging...
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Ein schöner artikel aus der zeit aber leider was sag ich zum glück veraltet...



Schröders Fiasko

-Der Bluff-Kanzler ist längst entlarvt-



Unser aller Bundeskanzler Schröder blickt - konzedieren wir ihm einen Hauch von Selbstkritik - nach gerade einmal 1100 Tagen auf die sicherlich schlechteste Bilanz eines Bundeskanzlers seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland zurück.



Im folgenden geht es nicht nur um kritische Bemerkungen zur ersten rot-grünen Koalition - Kritik kann jeder üben -, vielmehr geht es um Alternativen - Alternativen, die längst vorliegen, die zu nutzen jedoch im Sinne der Wahrung der Macht den Parteien nicht opportun scheint.



Was hatte uns Bundes-Gerhard 1998, nachdem er seine Widersacher Scharping und Lafontaine abgeschüttelt hatte, nicht alles versprochen:



Mehr Arbeitsplätze:

Daran, die Zahl der Arbeitslosen unter 3,5 Millionen zu bringen, wollte er sich messen lassen. Bei Nicht-Erreichen dieses Zieles, so tönte er damals vollmundig, habe seine Regierung auch nicht verdient, weiter zu regieren.

Nun denn, damit wäre das Problem ja eigentlich schon gelöst, wenn Schröder sich tatsächlich an seinen eigenen Worten messen ließe und es ihm und seiner politischen Meuchelschar denn wirklich um Verantwortung und Wahrheit ginge.



Ein Sofort-Programm für 100.000 Arbeitsplätze für Jugendliche:

Nun, hierzu hat Schröder durch verschiedene Gesetze nur noch kontraproduktiv gearbeitet. Großunternehmen haben ihre Ausbildungsplätze für Jugendliche radikal zurückgefahren - inklusive der öffentlich-(un)rechtlichen Arbeitgeber. Lehrlinge wurden eigentlich per se nur noch von Klein- und Mittelständischen Unternehmen eingestellt, bis Schröder im Zusammenspiel mit Riester, Müller und Eichel es zunehmend mehr Unternehmern verleidet hat, überhaupt noch Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Ob Scheinselbständigkeit, 630-DM-Jobs, Erweiterung des Kündigungsschutzgesetzes oder die zunehmend ausufernden Lohnnebenkosten - Unternehmer sind, um zu überleben, schier gezwungen, die manpower auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und auf Verschlankung, Automatisierung, Internet, Outsourcing zu setzen, statt das Risiko der Bereitstellung neuer Arbeitsplätze einzugehen.



Aufbau Ost als Chefsache:

Diesen Punkt könnte man auch als „Treppenwitz“ abtun. So sank der Wohnungsbau nach fertiggestellten Wohnungen in Deutschland von 501.000 (1998) um exakt 40 % und liegt damit noch unter dem Wert von 1991.

Der Diebstahl von Immobilien, Agrarflächen und Unternehmen durch die Kohl-Regierung - als Staatshehlerei bezeichnet [1] - wurde unter Schröder fortgesetzt. Nur wenigen Unternehmen gelang es mit Hilfe von milliardenschweren Subventionen (JenOptik - insgesamt fast 4 Milliarden DM), sich über Wasser zu halten oder einen respektablen Neuanfang zu starten. Hätte man diese Milliarden statt in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und wenige Großkonzerne in den Aufbau von Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMUs) investiert, hätte dies nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaft rund 30 mal mehr Arbeitsplätze zu retten vermocht oder neu geschaffen. Statt dessen blutete der Osten Deutschlands unter Schröder noch nachhaltiger aus, als unter seinem Vorgänger; wer unter den Qualifizierten in den neuen Bundesländern die Möglichkeit dazu hatte, siedelte in den Westen um oder verdingte sich als Ein-Mann-Unternehmer für eine westliche Firma - sofern dem nicht wiederum das Scheinselbständigengesetz entgegenstand.



Deutschland als Ideenfabrik:

Innerhalb von fünf Jahren sollte Deutschland zu einem Zentrum moderner Industrie hochgepäppelt und als Think-Tank für Bildung, Forschung und Wissenschaft entwickelt werden. Dazu, Großer Häuptling, wäre eine (seit 30 Jahren versprochene) Bildungsreform, eine wirkliche Schul- und Universitätsreform notwendig gewesen. Davon ist Schröders Buhlmann heute weiter entfernt als Kohls Rüttgers. Wer als Hochqualifizierter die Möglichkeit hat, geht in die USA, um sich dort in Lehre und Forschung freier bewegen zu können und eventuell den Nobelpreis zu holen, was Deutschlands Forschern offensichtlich nur im Ausland zu gelingen scheint.



Bekämpfung der Kriminalität:

Unser Land ist mittlerweile zu einer Hochburg der italienischen, der russischen und mehrerer osteuropäischen Mafias geworden. Mit Ausnahme der Kleinkriminalität - Handtaschen- und Kaufhausdiebstählen - hat die Kriminalität in nahezu allen Bereichen zugenommen - sozialbedingt insbesondere in den neuen Bundesländern und Norddeutschland sowie Berlin. Dies, obwohl Innenminister Schily - vor 25 Jahren als RAF-Verteidiger noch völlig undenkbar - inzwischen ein knorriges Law-and-Order-Profil zeigt, gegen das der kantige Kanther geradezu dilettantisch wirkte.



Aufbruch in der Frauenpolitik:

Hiermit hat sich Schröder vor allem die Stimmen der Frauen gesichert - na ja, im Vergleich zu Kohl, Scharping oder Lafontaine...!

Nur, was haben Schröders „Aktionsprogramme“ - „Frau und Beruf“ sowie eine eigenständige Alterssicherung - tatsächlich gebracht? Frauen gelten seither für jeden wirtschaftlich scharf kalkulierenden Unternehmer mehr denn je als unsichere Kantonisten, denen man einen männlichen Bewerber doch immer noch vorzieht. Aber zumindest hat es Schröder reichlich weibliche Wählerstimmen gesichert.



Mehr Steuergerechtigkeit:

Dieser ehedem lauteste Pfiff im Wahlprogramm Schröders und der SPD wird im Regierungslager nur noch schamvoll verschwiegen; der Holzmann-Retter Schröder mutierte zum Kanzler der Bosse, während der Mittelstand, Freiberufler und Selbständige vor einem Desaster stehen. Immerhin hat sich in drei Jahren Schröder’scher Regierung die Fremdkapitalquote der Mittelständler von 69 % auf 76 % verschlimmert und die Zahl der Konkurse rapide erhöht - ca. 30.000 im Jahr 2001. Was Wachstum, öffentliche Investitionen, die Bautätigkeit und die Überlebensdauer neugegründeter Firmen (sie sank von 4,9 Jahren auf mittlerweile 3,7 Jahre und die Zahl der Neuanmeldungen sink gefährlich auf das Niveau der Abmeldungen) dramatisch verschlechtert.



Gesundheit muß wieder bezahlbar werden:

Über die Glücklosigkeit, mit der erst Andrea Fischer und nun Ulla Schmidt operieren, muß nicht lange diskutiert werden. Daß die Deutschen offensichtlich immer kränker - mutloser, psycho-somatisch schwächer und arbeitsunwilliger . werden, zeigen nicht nur die überproportional gestiegenen Ärzte- und Krankenhausbesuche, sondern ein seit Schröders Regierungsantritt um 11,3 % gestiegener Arzneimittelverbrauch - der stärkste Anstieg innerhalb von zwei Jahren seit Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung! Daß die Apothekenumsätze in den neuen Ländern mit 5,6 Milliarden DM prozentual zur Bevölkerung sogar rund doppelt soviel gestiegen ist, wirft ein bezeichnendes Licht auf die sich zuspitzende Situation in den neuen Bundesländern. Unter dem besonderen Aspekt der zweimal gestiegenen Zuzahlungen müßte dies eigentlich gerade sozial-demokratische Politiker alarmieren. Schröder hingegen alarmiert gar nichts.



Für mehr soziale Gerechtigkeit wollte er eintreten, Kohls Fehler bei Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall korrigieren. Müßig, o.g. noch weitere Ausführungen hinzuzusetzen.

Der Wahlschwindler Schröder bleibt sich treu:



In der Opposition noch vollmundig für ein Gesetz zur Regelung des Finanzberater-Marktes in den Ring gestiegen - nach der Wahl: Fehlanzeige;

vor der Wahl 1998: Zu Unrecht enteignete Betriebe und Immobilien müssen restituiert werden. Nach der Wahl: Kohls Staatshehlerei bleibt bestehen;



Im Wahlkampf: Die Zwangsmitgliedschaft in IHKs und HwKs muß überprüft werden. Nach dem Wahlsieg: Retrograde Amnesie - wahrscheinlich altersbedingt.

Versteht Schröder und sein buntes „Dream“-Team von Steuern und Wirtschaft wirklich nichts, oder ist er noch opportunistischer als sein Vorgänger?



Nein, Schröder hat auf ganzer Linie versagt. Das süße Gift des Sozialstaats - die direkten Sozialleistungen in Deutschland erreichten im Jahr 2000 1,192 Billionen DM ! - führte beileibe weder zu mehr Gerechtigkeit, noch zu höherer Kaufkraft und Wachstum bzw. einer Festigung der deutschen Wirtschaft. Statt dessen hält die Bundesrepublik auch zum Ende 2001 die rote Laterne in Europa - ohne die geringste Aussicht auf Besserung. Wenn Schröder nicht müde wird, die Erhöhung des Kindergeldes als Leistung seiner Amtszeit zu artikulieren, so ist dies eine mehr als traurige Bilanz. Von der 90 Milliarden DM schweren Steuerreform profitieren insbesondere große Kapitalgesellschaften. Da diese Entlastung jedoch sich erst 2003 bzw. 2005 auswirken soll, wiegen die zwischenzeitlich gestiegenen Belastungen durch die Ökosteuer bzw., ab 2002, die weiter angehobene Tabak- und Versicherungssteuer bedeutend mehr, als die Aussicht späterer Steuerentlastungen. Was sollen Familien ein um 80 DM pro Monat angehobenes Kindergeld nützen, wenn große Firmen und Konzerne Arbeitsplätze abbauen, die Inflation bei ca. 2 % stagniert und die zwischenzeitlich angehobenen Steuern gerade die sozial Schwächsten am härtesten trifft?
 
Naja, CSU halt...
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Bei CDU kann man ja noch diskutieren, aber was in den letzten Jahren an Geschwätz aus Bayern kam, geht echt nicht.



Und Rückschlüsse von Bayern auf Deutschland zu ziehen, ist auch nicht sehr realistisch.

Weil Bayern nicht Deutschland ist. Da hats vielleicht 4 bis 5 Großstädte, der Rest ist Dorf (überspitzt formuliert).
 
Schröders Fiasko-Der Bluff-Kanzler ist längst entlarvt ....


schön, und warum wurde er dann 2002 wieder gewählt wenn er soooo schlecht war?



Immerhin hat er damit begonnen endlich mal neue Reformen einzuführen, auch wenn er dafür dann abgestraft wurde, weil sich die Leute nicht mit Einschnitten abfinden wollen, auch wenn sie zwingend notwendig sind.



Zu Stoiber sag ich mal gar nix, der geht einfach überhaupt nicht...
 
Zur Zeit ist es einfach vrdammt schwer irgendeine Partei zu wählen bzw sich für eine Partei zu entscheiden.

Derzeit würde ich weder CDU/CSU noch SPD wählen. Und FDP ist mir einfach zu chaotisch und WASG lol davon sprech ich gar nicht erst.

Tja, und was bleibt da noch übrig? Kleine unbekannte Parteien, rechte Parteien und die grünen.

Also nicht grade viel Auswahl.



Und solange der Stoiber und die Merkel noch da oben rumtanzen wähle ich keine CDU/CSU.



Genauso sieht's mit der SPD aus.

Zur Zeit viel zu viel Chaos.

Mal sehen wo uns diese "Frau" hinführt :/
 
schön, und warum wurde er dann 2002 wieder gewählt wenn er soooo schlecht war?


Immerhin hat er damit begonnen endlich mal neue Reformen einzuführen, auch wenn er dafür dann abgestraft wurde, weil sich die Leute nicht mit Einschnitten abfinden wollen, auch wenn sie zwingend notwendig sind.



Zu Stoiber sag ich mal gar nix, der geht einfach überhaupt nicht...


@soccergirl:

Hahahaha, warum wurde dann wieder gewählt? WARUM wurde Bush wieder gewählt? Bestimmt weil auch so spitze ist, wa? Weil ich muss es leider sagen, dass deutsche volk sich bländen läßt von Irakkrieg, Flutkatastrophe etc. Weil er so super war hat er ja auch früher das handtuch geschmiesen und wurde nicht wieder gewählt. ich persönlich mag die merkel auch nicht, mal sehen ob die große koalaition was reißt! Wollen wir es alle hoffen das es deutschland endlich besser geht! wer das macht SPD, CDU/CSU, FDP ist mir ganz egal!
 
Sorry alter, aber was für eine sozialistische propaganda !!!


Mit Stoiber würde es Deutschland um einiges besser gehen als jetzt! Warum ist den in der BRD jeder Arbeitslos? Weil die Sozialdemokraten das Land komplett den Bach hinunter gewirtschaftet haben! Bayern hingegen geht es wesentlich besser ! Wählt ihr nur Linke und WASG.



STOIBER FÜR DEUTSCHLAND!
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Sorry.
Das ist weder eine sozialistische Propaganda noch ein Wahlaufruf für Linke sondern lediglich ein kritischer Artikel.
 
...sondern lediglich ein kritischer Artikel...


...der in sehr polemischer Natur kritisiert. Hat was von Michael Moore.

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, ich halte Stoiber auch für überflüssig und habe drei Kreuzchen gemacht, als er nicht Kanzler wurde (hier im Norden haben vielleicht 25% Stoiber gewählt).



Dieser Artikel hat aber schon etwas hetzerisches (mir fällt ehrlich gesagt leider kein besseres Wort ein, sorry). Das Stoiber sehr weit rechts steht und eine grundkonservative Meinung hat, ist allen bewußt, aber in diesem Artikel wird ihm schon arg ein Strick gedreht.
 
...der in sehr polemischer Natur kritisiert. Hat was von Michael Moore.
Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, ich halte Stoiber auch für überflüssig und habe drei Kreuzchen gemacht, als er nicht Kanzler wurde (hier im Norden haben vielleicht 25% Stoiber gewählt).



Dieser Artikel hat aber schon etwas hetzerisches (mir fällt ehrlich gesagt leider kein besseres Wort ein, sorry). Das Stoiber sehr weit rechts steht und eine grundkonservative Meinung hat, ist allen bewußt, aber in diesem Artikel wird ihm schon arg ein Strick gedreht.


ganau das ! dachte schon ich wäre der einzige der das so sieht ...
 
Naja, immerhin isser schon 70, das kann auch teilweise was mit Altersdemenz zu tun haben, ich sag nur "Wenn sie vom Hauptbahnhof in München in 10 Min, ohne dass sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten sie praktisch im Hauptbahnhof in München ihren Flug...."


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ODER: "Wer ein Trio vorne hat, wie ääähhhhh Ronaldo und äähhh Ronaldinho und äh und undäh Roberto Carlos......."
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naja berliner zeitung, "liberal kritisch"? naja wohl eher rot !!!!!



Berlin ist ja auch geil, SPD und PDS als landesregierung (was nix mit der zeitung zu tun hat ....)



gruß
 
naja berliner zeitung, "liberal kritisch"? naja wohl eher rot !!!!!


Berlin ist ja auch geil, SPD und PDS als landesregierung (was nix mit der zeitung zu tun hat ....)



gruß


Also ich lese die mehr oder minder regelmäßig und kann Deine Beurteilung nicht teilen.
 
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