Es ist schon erstaunlich, dass die GDL gerade dabei ist einen Sympathiewettbewerb gegen die Deutsche Bahn zu verlieren. Gegen die DB, die eigentlich niemand wirklich mag.
Schell hatte desöfteren schon Probleme sich selbst zu koordinieren und nun sollen sich seine beiden Vizes koordinieren, das alles mit der Sprecherin der GDL abklären und noch darauf achten, was Schell aus der Kur am Telefon erzählt? Ich glaube, das könnte schief gehen
Dabei hatte man wirklich gute Voraussetzungen: miese Gehälter (1400 netto für einen Familienvater halte ich für richtig mies; Reallohnverluste), ein ausgeprägtes Konfliktpotential (rollen keine Züge, merkt man das mehr oder weniger sofort) und einen unbeliebten Gegner.
Über die 31% kann man streiten, aber man geht nunmal mit Maximalforderungen in Verhandlungen. Das man aber dann nicht in der Lage ist, die Angebote der Bahn als das zu kommunizieren, was sie sind (Zeitschinderei und unakzeptabel) und sich in der Öffentlichkeit zum Deppen macht, weil der eine Vize nicht weiß, was der andere macht, das ist wirklich abenteuerlich schlecht.
So verliert der in meinen Augen absolut legitime Anspruch auf Streik ganz schnell an Unterstützung in der Öffentlichkeit. Und das weiß die Bahn.