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Studenten stürmen Abgeordnetenhaus
Die Proteste gegen Missstände an Schulen und Hochschulen haben heute in Rheinland-Pfalz ihren Höhepunkt erreicht. Tausende Schüler und Studenten zogen durch die Mainzer Innenstadt. Dutzende Demonstranten waren auch in das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtags eingedrungen.
Mitarbeiter der Landtagsfraktionen berichteten, die rund 100 Demonstranten skandierten Parolen, beschmierten Wände und warfen Klopapierrollen durch die Halle. Zudem seien Bilder einer Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls beschmiert worden. Eine dazu ausgestellte DDR-Schreibmaschine sei geklaut worden. Landtagssprecher Dieter Lang sagte: "Das sieht aus wie nach einer kleinen Schlacht." Er gehe davon aus, dass Landtagspräsident Joachim Mertes Strafanzeige stellen werde. In dem Abgeordnetenhaus haben die Parlamentarier und ihre Fraktionen Büros und Sitzungsräume.
Zuvor waren mehrere tausend Studenten und Schüler durch die Mainzer Innenstadt gezogen. Die Polizei sprach von rund 3.000, die Organisatoren von 5.000 Demonstranten. Sie trugen Plakate mit den Aufschriften "Elite-Unis sind ungeil", "Reiche Eltern für alle" und "Bildung ist unser Kapital". Auch in Trier, Koblenz, Landau und Worms fanden Demonstrationen statt.
Studierende wollten Hörsäle blockieren
In Landau hatten die Studierenden am Morgen versucht zwei Hörsäle von außen zu verriegeln, um so den Betrieb von Vorlesungen zu stören. Nach Angaben der GEW-Hochschulgruppe wurden sie gezwungen, die Türen wieder zu öffnen, weil sie den Studenten den Zutritt nicht verwehren dürften. Ihnen seien auch Klagen angedroht worden - "von Nötigung bis Hausfriedensbruch", hieß es. Eine Sprecherin der Hochschule wollte dies nicht bestätigen.
Ahnen sieht Forderungen bereits erfüllt
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) äußerte Verständnis für die Demonstrationen. Allerdings seien viele der Forderungen in Rheinland-Pfalz bereits erfüllt. So habe die Landesregierung keine Studiengebühren eingeführt und wolle dies auch nicht tun, sagte Ahnen. Auch die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur werde nur auf Wunsch und in Verbindung mit einem Ganztagsschulkonzept umgesetzt.
Bachelor- und Masterstudiengänge in der Kritik
Die Studierenden kritisieren unter anderem, dass es durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge kaum noch Zeit für vertiefende Studien gebe, zumal der Bachelor-Abschluss nach sechs Semestern statt wie in anderen EU-Ländern nach acht Semestern abgelegt werden müsse.
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=4971058/11as9iz/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=4971058/11as9iz/index.html
Die Proteste gegen Missstände an Schulen und Hochschulen haben heute in Rheinland-Pfalz ihren Höhepunkt erreicht. Tausende Schüler und Studenten zogen durch die Mainzer Innenstadt. Dutzende Demonstranten waren auch in das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtags eingedrungen.
Mitarbeiter der Landtagsfraktionen berichteten, die rund 100 Demonstranten skandierten Parolen, beschmierten Wände und warfen Klopapierrollen durch die Halle. Zudem seien Bilder einer Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls beschmiert worden. Eine dazu ausgestellte DDR-Schreibmaschine sei geklaut worden. Landtagssprecher Dieter Lang sagte: "Das sieht aus wie nach einer kleinen Schlacht." Er gehe davon aus, dass Landtagspräsident Joachim Mertes Strafanzeige stellen werde. In dem Abgeordnetenhaus haben die Parlamentarier und ihre Fraktionen Büros und Sitzungsräume.
Zuvor waren mehrere tausend Studenten und Schüler durch die Mainzer Innenstadt gezogen. Die Polizei sprach von rund 3.000, die Organisatoren von 5.000 Demonstranten. Sie trugen Plakate mit den Aufschriften "Elite-Unis sind ungeil", "Reiche Eltern für alle" und "Bildung ist unser Kapital". Auch in Trier, Koblenz, Landau und Worms fanden Demonstrationen statt.
Studierende wollten Hörsäle blockieren
In Landau hatten die Studierenden am Morgen versucht zwei Hörsäle von außen zu verriegeln, um so den Betrieb von Vorlesungen zu stören. Nach Angaben der GEW-Hochschulgruppe wurden sie gezwungen, die Türen wieder zu öffnen, weil sie den Studenten den Zutritt nicht verwehren dürften. Ihnen seien auch Klagen angedroht worden - "von Nötigung bis Hausfriedensbruch", hieß es. Eine Sprecherin der Hochschule wollte dies nicht bestätigen.
Ahnen sieht Forderungen bereits erfüllt
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) äußerte Verständnis für die Demonstrationen. Allerdings seien viele der Forderungen in Rheinland-Pfalz bereits erfüllt. So habe die Landesregierung keine Studiengebühren eingeführt und wolle dies auch nicht tun, sagte Ahnen. Auch die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur werde nur auf Wunsch und in Verbindung mit einem Ganztagsschulkonzept umgesetzt.
Bachelor- und Masterstudiengänge in der Kritik
Die Studierenden kritisieren unter anderem, dass es durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge kaum noch Zeit für vertiefende Studien gebe, zumal der Bachelor-Abschluss nach sechs Semestern statt wie in anderen EU-Ländern nach acht Semestern abgelegt werden müsse.
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=4971058/11as9iz/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=4971058/11as9iz/index.html