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Tiefensee sieht Ostdeutschland im Vorteil

Palatinator

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Es ist soweit. Endlich haben die ostdeutschen Bundesländer mal die Nase vorn. Jedenfalls was den Zustand des Straßennetzes angeht. Und so soll in den nächsten Jahren mehr Geld nach Westdeutschland fließen.



Der Westen hat es "bitter nötig"

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will laut einem Zeitungsbericht neue Schwerpunkte beim Straßenbau setzen. Mehr als 50 Prozent der Gelder sollen nun in den Erhalt von Straßen fließen, sagte der Minister der "Stuttgarter Zeitung". "Davon profitiert der Westen ganz besonders, und das ist bitter nötig", sagte Tiefensee. In den kommenden fünf Jahren werde der Bund zehn Milliarden Euro in den Ausbau und Erhalt des westdeutschen Straßennetzes stecken.

Vorsprung der neuen Bundesländer bei der Infrastruktur

Tiefensee sieht eine Benachteiligung der Westländer, die durch den Aufbau Ost entstanden sei. "Auch wenn der Mauerfall schon eine Weile her ist, muss man die Menschen im Westen daran erinnern, dass Diktatur und Planwirtschaft in der DDR zu erheblichen Defiziten bei der Infrastruktur geführt haben", sagte er laut "Spiegel online". Diese sei aber Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung. "Weil später investiert wurde, sieht es im Osten natürlich jetzt zum Teil besser aus. Das ist gelebte deutsche Einheit."



Schöne Straßen, keine Arbeit

Der Arbeitsmarkt sieht in Ostdeutschland jedoch weiterhin düster aus. Die Arbeitslosigkeit ist in einigen Regionen mit die höchste in der Europäischen Union. Nach einer in Brüssel vom EU-Statistikamt Eurostat veröffentlichten Übersicht für das Jahr 2005 gehören Regionen wie Halle, Mecklenburg-Vorpommern und Leipzig zu den zehn schwächsten in Europa - ebenso wie die französischen Übersee-Gebiete La Réunion und Guadeloupe. Danach haben acht deutsche Regionen eine Arbeitslosenquote, die mit mindestens 18 Prozent doppelt so hoch ist wie die im EU-Schnitt. Deutschland stellt damit mehr als ein Drittel der Regionen mit dem schlechtesten Arbeitsangebot in Europa.



Region Halle hat höchste Arbeitslosenquote

Allerdings zeigen die Zahlen im Detail deutliche Unterschiede. La Réunion als EU-Schlusslicht hat gut 30 Prozent Arbeitslose. In der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre ist sogar mehr als jeder Zweite ohne Lohn und Brot. Bei dem deutschen Schlusslicht, der Region Halle, liegt die allgemeine Arbeitslosenquote bei 22,3 Prozent und die Jugendarbeitslosigkeit bei 27,6 Prozent. Zu den EU-Regionen mit der geringsten Arbeitslosigkeit gehören unter anderem das westenglische Herefordshire (2,6 Prozent) und Salzburg in Österreich (3,2 Prozent).
 
Da wird mal wieder versucht alles schön zu reden.

Ich war mal in der "Region Halle" und kam mir vor wie in nem Schlingensief Film.
 
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