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Tiere essen - Meet your meat

stiller

Well-Known Member
Jonny postete hier gestern ein Video von PETA, dass gelöscht wurde, da es doch recht harte Bilder enthält. Wer es sehen möchte, sollte einfach mal nach "Meet your meat" oder "Lern dein Essen kennen" googlen.



Grundsätzlich ist das Thema Fleisch auf dem Teller oder eben nicht gar kein so uninteressantes Thema. Gerade in einem Forum für Fußballfans. Wie wäre das für euch, wenn es im Stadion Tofu-Wurst gäbe? Geht überhaupt ein Stadionbesuch ohne Schweinesteak oder Rinderwurst? Habt ihr Erfahrungen mit vegetarischen oder gar veganen Rezepten, eine Zeit lang bewusst ohne Fleisch gelebt oder macht ihr es generell?



Oder habt ihr "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer gelesen, ein Buch, nach dessen Lektüre nicht wenige Menschen ihre Ernährung von 100 auf 0 was den Fleischkonsum angeht, heruntergefahren haben?



Bin gespannt, was bei dem Thema rumkommt.
 
Etwas sarkastisch gesagt: Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg...

Also ich bin ehrlich: Ich ess gerne Fleisch und ich steh auch dazu. Es hat auch in meinen Augen nur sehr bedingt etwas mit Fleisch Essen zu tun, sondern sollte man sich generell hinterfragen wo die Lebensmittel herkommen. Denn das Ei kommt nunmal auch nicht aus dem Pappkarton, sondern aus der Henne und auch da gibt es unterschiedlichste Formen der Tierhaltung.

Und noch etwas überspitzt aber durchaus ernst: Ich weiß nicht, ob sich eine Kuh im Mastbetrieb schlechter fühlt, wie ein Salat im Gewächshaus. Die Frage wird wohl auch kaum jemand wirklich beantworten können...

Es gibt ja durchaus Tofo-Zeug, welches wie Wurst aussieht und nach Wurst schmeckt, nur wenn ich kein Fleisch esse, dann muss ich mir auch nicht vorgaukeln welches zu Essen, dann kann ich gleich in den Apfel beißen....
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Was Tofuschnitzel oder auch so Bezeichnungen wie veganer Truthahn angeht, da bin ich bei dir, das ist echt lächerlich. Wobei ich neulich zum ersten Mal aus Interesse wirklich mit Tofu gekocht habe und das okay war. Nichts, was ich täglich essen wollte und nichts, was mir den Geschmack von Fleisch ersetzen könnte, das esse ich dann doch sehr gerne, aber okay.



Was die Herkunft der Lebensmittel angeht, da wächst in mir das Biobewusstsein auch immer mehr. Bio-Eier kosten ja auf den Monat hochgerechnet auch nicht viel mehr als normale Eier, dafür sitzt das gute Gewissen mit am Tisch. Biofleisch schmeckt einfach besser, kostet natürlich auch entsprechend und geht, leider, nicht allzu oft. Aber durchaus etwas, auf das man zumindest beim Wochenendedinner setzen sollte.
 
Es gibt ja durchaus Tofo-Zeug, welches wie Wurst aussieht und nach Wurst schmeckt, nur wenn ich kein Fleisch esse, dann muss ich mir auch nicht vorgaukeln welches zu Essen, dann kann ich gleich in den Apfel beißen....
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Wenn du dir einen runterholst denkst du doch auch nicht an Äpfell, denn hier vergleichst du selbige mit Birnen.

Wer aus moralischen Gründen kein Fleisch ist sollte aus irgendeinem Grund nichts essen was so ähnlich schmeckt. Aha. Und warum nicht?
 
Ganz schwierig. Ich würde gerne nur tolles Bio-Fleisch kaufen. Wie die Tiere gemästet werden und vor allem wie unnatürlich diese Tiere am Ende sind (diese HÄhnchen...alter, sonne riesen Bürste sind einfach nicht normal wie man sie heute ausm Regal holt - bei Hähnchen wie bei Frauen
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) ist auf jeden Fall abschreckend. Für mich sinds weniger tiermoralische Motive (das is schon schlimm, nicht, dass ich missverstanden werden, aber für mich nicht priorität, is leider so) sondern die Tatsache, dass das was am Ende rauskommt unnatürlich und behandelt ist und ich sowas nicht gerne in mich reinstopfe. Vielleicht kommt das mit dem Alter, aber ich mag künstlichen Kram nicht und versuche das so gering wie möglich zu halten.

Also: liebend gerne mehr bezahlen und dafür gescheite Qualität an Fleisch, wo ich und das tote Tier gleichermaßen froh mit sind. Kann ich aber nicht. Das Angebot ist gar nicht vorhanden. Billigfleisch ist einfach zu geil. Nich nur das normale Fleisch, es muss sogar das superbillige sein. Warum sollten die Läden ihre Schränke dann mit was anderem füllen? Bei den Eiern hat das ja gut funktioniert. Viele Leute haben von sich aus nach Bio-Eiern gefragt und man sieht sie jetzt überall. Ich denke beim Fleisch ist das ein andres Preiskaliber und das wollen die Leute nicht. Schade eigentlich.

Ansonsten: da wir keine Kohlenhydrate essen, wäre fleischlos für uns ziemlich problematisch. Wir essen superviel Fleisch und Fisch, so gut wie jeden Tag. Sehr ursprüngliche Ernährung. In der Steinzeit gabs auch nur Viech oder Beeren - kein Kartoffelauflauf
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Und noch etwas überspitzt aber durchaus ernst: Ich weiß nicht, ob sich eine Kuh im Mastbetrieb schlechter fühlt, wie ein Salat im Gewächshaus.


Die Frage, ob man Fleisch essen sollte oder nicht ist nichts anderes als eine philosophische Frage. Nehmen wir mal an, die Haltung der Tiere wäre geregelt und eine Frage über die man nicht reden müsste. Darf man dann trotzdem Fleisch essen, haben Tiere eine Seele? Wenn man diese Frage bejaht wäre das allerdings nicht das Ende der Überlegungen sondern der Anfang, da die nächste Frage sein müßte: Haben Pflanzen eine Seele? Können Pflanzen Schmerzen verspüren? Ist dies schlichtweg unmöglich, ist es unwahrscheinlich oder ist es einfach nur eine Sache, über die man noch nicht nachgedacht hat? Ich denke, jeder muß für sich selbst entscheiden wo er die Grenze zwischen "Essen" und "nicht Essen" legen möchte.
 
Es geht in meinen Augen nicht nur darum, wie die Tiere zu Lebzeiten gehalten werden, sondern auch darum wie sie zu Tode gekommen sind. Wer einmal in einem Schlachthof gewesen ist (ich musste einmal, das war genug...) und gesehen bzw. gehört hat, welche Todesangst diejenigen Viecher aushalten müssen, die gleich getötet werden, der denkt künftig anders (oder ist total abgebrüht...). Und ich meine das nicht nur vom "empathischen" Stadnpunkt aus gesehen, sondern durchaus auch vom gesundheitlichen. Durch diese Angst, die diese Tiere ausstehen müssen (und sie wissen was sie erwartet, blöd sind sie nicht), werden massenweise Hormone ins Fleisch gebracht, die man dann mitisst. Man isst quasi die Angst der Tiere mit.



Ich für meinen Teil hab mich dazu entschlossen (schon etwas länger), kein Fleisch mehr zu essen, bei dem ein industrielles Töten stattgefunden hat (zumindest soweit ich weiß, manchmal wird man ja auch nicht unbedingt aufgeklärt). Ich bin mir sicher, dass ich mir damit einen Gefallen tue und meinem Gewissen tut es auch gut.



Was ich allerdings nicht mag, ist ein "militantes" Verhalten einiger Vegetarier, die den Fleischessern ihren Geschmack verderben wollen. Ich geh auch nicht hin und sag anderen, was sie essen sollen. Das ist in meinen Augen auch eine Form von Toleranz.




Wenn du dir einen runterholst denkst du doch auch nicht an Äpfell, denn hier vergleichst du selbige mit Birnen.
Wer aus moralischen Gründen kein Fleisch ist sollte aus irgendeinem Grund nichts essen was so ähnlich schmeckt. Aha. Und warum nicht?


Ich glaube, du hast redcity's Aussage nicht verstanden.
 
Wenn man diese Frage bejaht wäre das allerdings nicht das Ende der Überlegungen sondern der Anfang, da die nächste Frage sein müßte: Haben Pflanzen eine Seele?
Muss man? Ich find nicht. Analog: Ich bring 50% meines recyclebaren Mülls zur Wiederverwertung. Da ich es aber nicht mit 100% mache ist doch trotzdem nicht automatisch die Aktion wirkungslos.

Und was die Aussage "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg" angeht, bin ich mir sicher dein Essen immer was zu essen kriegt. Auch wenn man von dem Essen auch 10 Menschen vegetarisch hätte ernähren können...
 
Wer aus moralischen Gründen kein Fleisch ist sollte aus irgendeinem Grund nichts essen was so ähnlich schmeckt. Aha. Und warum nicht?
Für mich nicht vorstellbar. Klar, bei jemand anderem mag das anders aussehen aber ich wüsste nicht, warum ich aus moralischen Gründen darauf verzichten sollte. Natürlich gibt es Tiere die ich nicht Essen würde, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann und weil ich vielleicht mit dieser Gattung Tier besondere Erlebnisse in Verbindung bringe - ich ess kein Hase und auch kein Pferd und auch keine Schlange - aber ich habe weder bei der Kuh, noch beim Schwein irgendwelche moralischen Anwandlungen, dass ich nicht zubeißen würde. Von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, warum es ein Tofuschnitzel geben soll, welches dem Konsumenten vorgaukelt, dass es Fleisch ist. Käme ja auch keinen auf die Idee ne Karrotte aus nem Schwein zu basteln...




Ganz schwierig. Ich würde gerne nur tolles Bio-Fleisch kaufen. Wie die Tiere gemästet werden und vor allem wie unnatürlich diese Tiere am Ende sind (diese HÄhnchen...alter, sonne riesen Bürste sind einfach nicht normal wie man sie heute ausm Regal holt - bei Hähnchen wie bei Frauen
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) ist auf jeden Fall abschreckend. Für mich sinds weniger tiermoralische Motive (das is schon schlimm, nicht, dass ich missverstanden werden, aber für mich nicht priorität, is leider so) sondern die Tatsache, dass das was am Ende rauskommt unnatürlich und behandelt ist und ich sowas nicht gerne in mich reinstopfe. Vielleicht kommt das mit dem Alter, aber ich mag künstlichen Kram nicht und versuche das so gering wie möglich zu halten.
Naja so alt biste ja jetzt auch nicht aber ich sehe es ähnlich. Ist ja nicht nur beim Fleisch so, auch beispielweise beim Käse, wo man schon mit Kunstkäse arbeitet, was ich befremdlich finde...


Also: liebend gerne mehr bezahlen und dafür gescheite Qualität an Fleisch, wo ich und das tote Tier gleichermaßen froh mit sind. Kann ich aber nicht. Das Angebot ist gar nicht vorhanden. Billigfleisch ist einfach zu geil. Nich nur das normale Fleisch, es muss sogar das superbillige sein. Warum sollten die Läden ihre Schränke dann mit was anderem füllen? Bei den Eiern hat das ja gut funktioniert. Viele Leute haben von sich aus nach Bio-Eiern gefragt und man sieht sie jetzt überall. Ich denke beim Fleisch ist das ein andres Preiskaliber und das wollen die Leute nicht. Schade eigentlich.
Es macht halt die Masse. Ich mein fürs Wochenende mal 10 Bio-Eier holen oder jeden Tag 200g Fleisch holen ist dann doch ein gewaltiger Unterschied. Und der Sprung beim Fleisch zwischen konventionell und Bio ist eben doch deutlichst spürbar.




Ansonsten: da wir keine Kohlenhydrate essen, wäre fleischlos für uns ziemlich problematisch. Wir essen superviel Fleisch und Fisch, so gut wie jeden Tag. Sehr ursprüngliche Ernährung. In der Steinzeit gabs auch nur Viech oder Beeren - kein Kartoffelauflauf
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Gar nicht mal ungesund und traditionsbedingt.
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@andreas

Naja wobei es doch eigentlich eine philsophische Frage sein muss, denn die Alternative besteht ja, in dem man Biofleisch isst. Da kann man ja nicht wirklich sagen, dass die Kuh ne arme Sau ist, die steht ja nicht ununterbrochen auf 3m² sondern kann sich durchaus bewegen und hat Freiraum...
 
ich hab mal nen bericht gesehen über nen bauern ich glaub in schwaben irgendwo, der ist rinderbauer und hat seine tiere so artgerecht wie möglich gehalten und geschlachtet. die tiere leben auf ner wiese im freien und sie leben in der herde. die werden wenn sie "schlachtreif" sind, nicht mim auto ins schlachthaus gefahren (wasn aufruhr!) sondern auf der wiese mittendrin (ok, jetzt wirds ein bisschen kritisch mit der tierliebe, sehr zart besaitete ab jetzt weglesen) mit nem bolzenschussdingens geschossen und dann in nem mobilen ausblute-van (schwer zu beschreiben) dort "weiterbearbeitet" bis man sie zum metzger bringen kann. weiß leider den namen nicht mehr. fand das aber überaus interessant.



ich hab überhaupt nix gegen vegetariere, ist ja auch quatsch. (es sei denn sie sind waldhöfer vegetarier
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). ich würde für mich selbst aber nie aus moralischen gründen kein fleisch essen. menschen sind tiere und tiere essen oft eben auch fleisch - und son raubtier hat keine moralischen bedenken wenns ein anderes reisst. nur der mensch ist son bisschen komisch evolutioniert
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was das tofuschnitzel und die tofuwurst angeht: wenn man lange auf etwas verzichtet und dann etwas findet was ähnlich schmeckt, dann versucht man das, logisch. wie schon gesagt: wir essen ja keine kohlenhydrate. keine KH heißt keine kartoffeln, keinen reis, kein brot keine nudeln. das schränkt schon ein. und irgendwann vermisst man was und sucht nach alternativen. hab vieles ausprobiert. und ich sach euch eines: es schmeckt ALLES ******e
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genauso wie tofuwurst keine richtige salami ist. deswegen ess ichs lieber gar nicht und hab den schönen kartoffelgeschmackt wenigstens noch echt in erinnerung anstatt nen schlechten ersatz. hab die leute nie verstanden, die sich aus leinsamen und wat weiß ich n knäckebrot zimmern und dann sagen: "HMMMM schmeckt wie richtiges wasa" wo jeder normale mensch mit erhaltenen geschmacksknospen sich denkt: "BÄ, schmeckt wie Trill!" Ging mir in meiner jungendlichen Vegetarierzeit genauso mit Tofu-Landjägern. Krieg ich jetzt noch Gänsehaut bei dem Gedanken
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Also ich bin ehrlich: Ich ess gerne Fleisch und ich steh auch dazu. Es hat auch in meinen Augen nur sehr bedingt etwas mit Fleisch Essen zu tun, sondern sollte man sich generell hinterfragen wo die Lebensmittel herkommen. Denn das Ei kommt nunmal auch nicht aus dem Pappkarton, sondern aus der Henne und auch da gibt es unterschiedlichste Formen der Tierhaltung.


Den Aspekt finde ich sehr wichtig und möchte ihn besonders herausgreifen.



Ich esse auch gerne Fleisch - möchte auch nicht darauf verzichten. Ich möchte mir deswegen auch von niemandem ein schlechtes Gewissen machen lassen. Nicht allein aufgrund der Tatsache, dass ich Fleisch esse.

Die Thematik "Wo kommt mein Essen her" würde ich persönlich losgelöst von der Thematik "Fleisch" betrachten. Denn wie redcity schon sagte, stellt sich diese Frage auch bei einem Hühnerei. Da esse ich persönlich jetzt nur noch Bio-Eier. Sind zwar teurer, aber auch tiergerechter Haltung und schmecken auch noch besser
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Meine Familie kauft viel beim örtlichen Metzger, der sein Fleisch vom örtlichen Schlächter bekommt. Hab den betroffenen Hof auch schon gesehen und weiß, dass dort pfleglich mit Tieren umgegangen wird. Aber allzuoft kriegt man eben nicht das, was man kochen möchte, frisch. Und dann, das geb ich offen zu, greif ich lieber in die Tiefkühltheke.



Tofu schmeckt mir persönlich gar nicht - ist aber Geschmacksach, saht de Aff un beißt in die Sääf.



Möchte aber noch persönklich anfügen, dass die Frage "Bio oder nicht" mir viel zu oft mit der Frage "Fleisch oder nicht" kombiniert wird. Ob diese Moralkeule der Weisheit letzter Schluss ist, bezweifle ich mal.
 
Für mich nicht vorstellbar. Klar, bei jemand anderem mag das anders aussehen aber ich wüsste nicht, warum ich aus moralischen Gründen darauf verzichten sollte. Natürlich gibt es Tiere die ich nicht Essen würde, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann und weil ich vielleicht mit dieser Gattung Tier besondere Erlebnisse in Verbindung bringe - ich ess kein Hase und auch kein Pferd und auch keine Schlange - aber ich habe weder bei der Kuh, noch beim Schwein irgendwelche moralischen Anwandlungen, dass ich nicht zubeißen würde. Von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, warum es ein Tofuschnitzel geben soll, welches dem Konsumenten vorgaukelt, dass es Fleisch ist. Käme ja auch keinen auf die Idee ne Karrotte aus nem Schwein zu basteln...
Für mich kommt es drauf an keine Tiere zu essen. Nach was meine nicht-tierische Nahrung jetzt schmeckt tut doch da gar nix zur Sache.

Jemand der Schokolade, die nach Menschenfleisch schmeckt, isst, ist doch deshalb auch kein Kannibale!

Generell versteh ich das ganze eh eher als Methode das Tofu in seiner Zubereitungsmethode im Küchenalltag einzuordnen, wie z.B. Schnitzel in die Pfanne zum Braten, Würstchen kann man auch kalt essen, etc. Ich esse die besseren Produkte ganz gern, Fleisch schmeckt allerdings komplett anders, da wird also auch keine "Produktfälschung" betrieben...
 
Muss man? Ich find nicht. Analog: Ich bring 50% meines recyclebaren Mülls zur Wiederverwertung. Da ich es aber nicht mit 100% mache ist doch trotzdem nicht automatisch die Aktion wirkungslos.
Und was die Aussage "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg" angeht, bin ich mir sicher dein Essen immer was zu essen kriegt. Auch wenn man von dem Essen auch 10 Menschen vegetarisch hätte ernähren können...


Dann dürftest du ja aber auch keinen Käse essen, für 1kg Käse braucht es glaube ich zwischen 5 und 15 Litern Milch, das ist im Grunde auch weggeworfen. Ob mein Essen andere Menschen ernähren könnte ist eine höchst hypothetische Frage. Sicherlich gilt das lokal aber es wird kaum machbar sein, die in Deutschland für Weidewirtschaft benötigten Fläschen in Acker umzuwandeln und dann den Salatkopf nach Afrika zu schicken...

Klar lokal gilt das sicherlich aber global löst das nicht unbedingt das Problem. Man muss ja nicht unbedingt das Angus-Rind aus Argentinien einkaufen, das Kobe-Rind wird vermutlich eh unter Absatzproblemen "leiden", man kann sich ja durchaus auf heimische Produkte konzentrieren. Gilt nicht nur für Tiere, muss ja auch kein San Pellegrino Wasser sein, wenn Gerolsteiner um die Ecke liegt.



Recycling ist ein schlechtes Beispiel, denn Deutschland verwaltet sich damit noch zu Tode, ohne einen Nutzen daraus zu ziehen...



Zu deinem letzten Beitrag: Ich will dir das ja gar nicht madig machen, du kannst vegetarisch leben, du kannst vegan leben das ist mir Schnuppe, ich muss ja nicht mit dir Essen... Genauso wenig musst du mit mir Essen gehen, von daher muss es auch mir überlassen sein ob ich jetzt Schwein oder Rind oder Griesbrei esse...
 
Weiß nicht, ob man das an dem Begriff Seele festmachen sollte... Es geht ja weniger um's Essen und Töten an sich, sondern um das grausame, kurze Dasein vor dem Tod, das unsere Gier nach reichlich billigem Fleisch sehr vielen Rindern, Schweinen, Hühnern beschert.

Ein Schwein, das sich zeitlebens sauwohl gefühlt hat, um das man sich mit Liebe und Respekt gekümmert hat und dessen Körper man dann (wiederum mit Liebe und Respekt) eines Tages zu einer Delikatesse verarbeitet, könnte ich mir guten Gewissens schmecken lassen. Fleisch aus Massentierhaltung versuche ich zu meiden, bin aber leider nicht immer konsequent. Insofern bin ich auch für solche Diskussionen dankbar, da man dann und wann daran erinnert werden sollte, woher das Essen auf dem Tisch, der Strom aus der Steckdose, der handgeknüpfte Teppich oder das Gimmick im Überraschungsei eigentlich kommen.
 
wie schon gesagt: wir essen ja keine kohlenhydrate. keine KH heißt keine kartoffeln, keinen reis, kein brot keine nudeln. das schränkt schon ein. und irgendwann vermisst man was und sucht nach alternativen. hab vieles ausprobiert. und ich sach euch eines: es schmeckt ALLES ******e
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genauso wie tofuwurst keine richtige salami ist. deswegen ess ichs lieber gar nicht und hab den schönen kartoffelgeschmackt wenigstens noch echt in erinnerung anstatt nen schlechten ersatz. hab die leute nie verstanden, die sich aus leinsamen und wat weiß ich n knäckebrot zimmern und dann sagen: "HMMMM schmeckt wie richtiges wasa" wo jeder normale mensch mit erhaltenen geschmacksknospen sich denkt: "BÄ, schmeckt wie Trill!" Ging mir in meiner jungendlichen Vegetarierzeit genauso mit Tofu-Landjägern. Krieg ich jetzt noch Gänsehaut bei dem Gedanken
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Ich frage mich gerade, ob das für mich nicht sogar schwerer wäre als kein Fleisch zu essen. Ne Kante Brot zur Suppe, Nudeln, Reis als super Beilage. Ich mein, klar, ich esse auch gerne und oft Salat und das auch mal mit Huhn oder Fisch, aber da hab ich eher das Gefühl, es fehlt was, als wenn ich nen Kartoffelauflauf mit Salat oder ne Suppe mit Brot esse. Krass eigentlich.
 
Ein Schwein, das sich zeitlebens sauwohl gefühlt hat, um das man sich mit Liebe und Respekt gekümmert hat und dessen Körper man dann (wiederum mit Liebe und Respekt) eines Tages zu einer Delikatesse verarbeitet, könnte ich mir guten Gewissens schmecken lassen.


Stellen wir uns doch mal unvoreingenommen vor, morgen würden technisch hoffnungslose überlegene Außerirdische auf der Erde landen deren größte Delikatesse Menschenfleisch wäre. Wenn sie Dich (mit liebe und Repekt) zu Blutwurst verarbeiten würden, würdest Du dies Gerecht finden vor dem Hintergrund, daß Du bislang (was ich hoffe) ein schönes Leben gehabt hast?
 
Dann dürftest du ja aber auch keinen Käse essen, für 1kg Käse braucht es glaube ich zwischen 5 und 15 Litern Milch, das ist im Grunde auch weggeworfen.Recycling ist ein schlechtes Beispiel, denn Deutschland verwaltet sich damit noch zu Tode, ohne einen Nutzen daraus zu ziehen...
Kann sein dass es nicht das beste Beispiel ist. Ich wollte einfach nur klarstellen das es in Ordnung ist eine gute Sache zu unterstützen auch wenn man nicht 100% seines Lebens darauf ausrichtet. Klar ich ess Käse, und selbst wenn ich es nicht machen würde, würde manch einer mir doch wegen meiner Lederschuhe Inkonsequenz vorwerfen und dann in seine Wurst beißen. Ich fühl mich aber dabei nicht irgendwie ertappt dabei eine Lüge zu leben.
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Ob mein Essen andere Menschen ernähren könnte ist eine höchst hypothetische Frage. Sicherlich gilt das lokal aber es wird kaum machbar sein, die in Deutschland für Weidewirtschaft benötigten Fläschen in Acker umzuwandeln und dann den Salatkopf nach Afrika zu schicken...
Logistisch geb ich dir sicher recht, wobei ich bei importiertem Fleisch wie z.B. in den Ramen Nudeln Rindgeschmack vom Asia Markt befürchte dass dort wirklich die Horrorszenarien von fussballfeldgroßen Regenwaldabholzungen dahinterstecken. Die Zusammenhänge sind da, auch wenn es in einer hochentwickelten Industrienation wie Deutschland alles besser geregelt ist.

Allerdings verurteile ich gerade in einem Industrieland wie unserem dass doch allzugerne die Augen verschloßen werden vor so Filmchen wie Jonny gepostet hatte. Das Fleisch liegt in goldener Folie bei Aldi und steht für den Konsumenten in keinerlei Zusammenhang mit einer Kuh. Einem Eskimo würde ich sicher nie den Walfang verbieten, aber der Zusammenhang wie ein Tier zu Nahrung wird wurde hierzulands doch reichlich wegzensiert. Der Konsument konsumiert halt besser wenn sein Gewissen nicht belastet wird. Hab mir den Film übrigens nicht angeschaut, denn an mich is er ja nicht gerichtet.
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Wer hat ihn gesehn?
 
Stellen wir uns doch mal unvoreingenommen vor, morgen würden technisch hoffnungslose überlegene Außerirdische auf der Erde landen deren größte Delikatesse Menschenfleisch wäre. Wenn sie Dich (mit liebe und Repekt) zu Blutwurst verarbeiten würden, würdest Du dies Gerecht finden vor dem Hintergrund, daß Du bislang (was ich hoffe) ein schönes Leben gehabt hast?


Bitte nicht zu Blutwurst - und bitte keine Außerirdischen. Aber wenn mich schon jemand oder etwas tötet, dann fände ich den Gedanken, sozusagen noch einmal nützlich sein zu können, gar nicht so verkehrt. Gibt bestimmt gutes Karma
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Hat einer von Euch mal "Das Restaurant am Ende des Universums" von Douglas Adams ("Per Anhalter durch die Galaxis") gelesen? Der beste Abschnitt in diesem Buch ist derjenige, in dem ein sprechendes Tier zum Tisch kommt welches sich selbst als Hauptspeise des Abends vorstellt. Bedenken werden mit den Argumenten zerstreut, daß es extra für diesen Zweck gezüchtet wurde sowie eine humaner Tod gewährleistet ist ("Ich gehe mich dann mal in der Küche erschießen").
 
Daran musste ich auch gerade denken. Bezeichnenderweise verdirbt es den Restaurantbesuchern gerade damit den Appetit, dass es unbedingt verzehrt werden möchte...
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Hat einer von Euch mal "Das Restaurant am Ende des Universums" von Douglas Adams ("Per Anhalter durch die Galaxis") gelesen? Der beste Abschnitt in diesem Buch ist derjenige, in dem ein sprechendes Tier zum Tisch kommt welches sich selbst als Hauptspeise des Abends vorstellt. Bedenken werden mit den Argumenten zerstreut, daß es extra für diesen Zweck gezüchtet wurde sowie eine humaner Tod gewährleistet ist ("Ich gehe mich dann mal in der Küche erschießen").
Kommt auch krass in der TV-Serie, is sicher auch auf youtube. Wobei mir auch schon Leute erzählt haben sie mögen es nicht im Restaurant den Fisch oder Hummer kennenzulernen den sie in 'ner halben Stunde verspeisen wollen...
 
Da ihr gerade das Thema Tierhaltung anspricht. Da ich ja jetzt seit einigen Wochen hier in Asien bin, kann ich euch sagen, dass es hier schon manchmal krass abgeht. Also auch mit lebenden Tieren. Da die Chinesen ja alles an Getier essen was bei drei nicht auf dem Baum ist, gehen die hier auch sehr locker damit um. Das man hier sich seinen Fisch aussucht den man verzehren will, ist eigentlich nichts neues. Aber als wir das letzte Mal mit Chinesen essen waren, sollte ich das Huhn aussuchen das auf den Tisch kommt. Das war dann schon krass.

Sich in den Hinterhof zu stellen und den Scharfrichter zu spielen ist nicht gerade so mein Ding. Bei Fischen habe ich da kein Problem. Aber bei den Huehnern war das was anderes.

Auch fahren hier Abends immer die Schweinetransporter nach Shanghai. Ich kann euch sagen, da ist jede Sau bei uns ne gluekliche Sau wenn sie in den Schlachthof gefahren wird. Hier werden die Viecher regelrecht gestapelt.

Aber was willst du hier machen. Die kennen es nicht anders und ein Umdenken wuerde Ewigkeiten dauern.

Ich persoenlich esse gerne Fleisch und moechte auch nicht darauf verzichten. Ich muss es aber auch nicht jeden Tag haben.

Dann sehe ich es wie viele hier. Weniger ist mehr. Wenn ich in Deutschland bin, hole ich mein Fleisch auch nur beim Metzger. Da ist die Qualitaet einfach besser. Man weiss wo das Vieh herkommt und ist wahrscheinlich nicht so mit Hormonen vollgepumpt wie die abgepackte ware im Discountladen.

Es ist schon traurig wenn man ein Stueck Fleisch in die Pfanne legt und dies sich gleich mal um die Haelfte reduziert da das ganze Wasser aus dem Fleisch geht. Meist wird es dann noch trocken, auch wenn du dich noch so sehr bemuehst zu retten was zu retten ist.

Auch vermisse ich die Huehnereier von meinem Nachbarn. Da wusste ich naemlich was die zu futtern kriegten und wie die gehalten werden. Da schmeckt man dann wieder das Ei.
 
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