Trainer Henke spürt: In Lauterns Lager wächst der Druck auf Blank & Co.
Michael Henke ist keiner, der bei Erfolg schnell abhebt. Und schon gar nicht der Typ Trainer, der gleich dazwischen haut, wenn seine Spieler versagen. Daran ändert auch ein 1:5, eine Demontage des 1. FCK im eigenen Stadion nichts.
--------------------------------------------------------------------------------
Marcelo Pletsch, Lucien Mettomo, Stefan Blank oder . . ? Die Frage, wer die Sündenböcke für die Schlappe gegen Bremen waren, beantwortete Henke mit gewohnt diplomatischer Souveränität: "Jeder Einzelne muss sich hinterfragen, wie er gespielt hat. Es kann keiner kommen und sagen, dass er mit seiner Leistung zufrieden war."
Für den Trainer war ein kollektiver Blackout Ursache für die erste große Ernüchterung in der neuen Saison. Was den entscheidenden Unterschied zur Vergangenheit ausmacht, sagt Stefan Blank: "Im Vorjahr hätten wir uns nach so einer Niederlage in der Kabine noch zerfleischt."
Selbstkritik statt Selbstzerstörung. Hier ist der 1. FCK sicherlich einen gewaltigen Schritt vorangekommen, auf dem richtigen Weg.
Unverändert sind die gravierenden Schwächen in der Defensive. Trotz eines anderen Torwarts (Jürgen Macho anstelle von Thomas Ernst), trotz eines neuen Deckungsorganisators (Marcelo Pletsch für Ingo Hertzsch). Zwölf in vier Spielen, mehr Gegentore hat bislang kein anderer Bundesligist zugelassen. Blank räumt Versäumnisse ein: "Wir hinten sind die Hauptverantwortlichen, dass Gegentore verhindert werden." Der Linksverteidiger, im Winter noch von Ex-Trainer Kurt Jara als Nachfolger für Bill Tchato aus Aachen geholt, erlebte am Samstag seinen schwärzesten Tag als "Roter Teufel". Wie in den drei Ligaspielen zuvor, unterliefen dem 28-Jährigen auch gegen Bremen wieder Fehler, die Gegentore verursachten.
Besonders ärgerlich für Blank & Co.: Wenn's klingelt im Kasten des 1. FCK diese Saison, dann regelmäßig doppelt. Schalke genügten fünf Minuten, um ein 0:1 in ein 2:1 zu drehen. Duisburg brauchte sogar nur vier Minuten, um aus einem 1:3 zumindest vorübergehend ein 3:3 zu machen. Köln kam nach einem 0:2 innerhalb von nur zehn Minuten zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Und Bremen reichten zwei Minuten, um von 1:0 uneinholbar auf 3:0 davon zu ziehen.
Ob Henke für Bielefeld Konsequenzen zieht? Ingo Hertzsch, Thomas Riedl oder Timo Wenzel - dem Trainer ist nicht entgangen, dass "diejenigen nahe dran sind", die auf eine neue Chance warten.
Quelle: www.kicker.de
Michael Henke ist keiner, der bei Erfolg schnell abhebt. Und schon gar nicht der Typ Trainer, der gleich dazwischen haut, wenn seine Spieler versagen. Daran ändert auch ein 1:5, eine Demontage des 1. FCK im eigenen Stadion nichts.
--------------------------------------------------------------------------------
Marcelo Pletsch, Lucien Mettomo, Stefan Blank oder . . ? Die Frage, wer die Sündenböcke für die Schlappe gegen Bremen waren, beantwortete Henke mit gewohnt diplomatischer Souveränität: "Jeder Einzelne muss sich hinterfragen, wie er gespielt hat. Es kann keiner kommen und sagen, dass er mit seiner Leistung zufrieden war."
Für den Trainer war ein kollektiver Blackout Ursache für die erste große Ernüchterung in der neuen Saison. Was den entscheidenden Unterschied zur Vergangenheit ausmacht, sagt Stefan Blank: "Im Vorjahr hätten wir uns nach so einer Niederlage in der Kabine noch zerfleischt."
Selbstkritik statt Selbstzerstörung. Hier ist der 1. FCK sicherlich einen gewaltigen Schritt vorangekommen, auf dem richtigen Weg.
Unverändert sind die gravierenden Schwächen in der Defensive. Trotz eines anderen Torwarts (Jürgen Macho anstelle von Thomas Ernst), trotz eines neuen Deckungsorganisators (Marcelo Pletsch für Ingo Hertzsch). Zwölf in vier Spielen, mehr Gegentore hat bislang kein anderer Bundesligist zugelassen. Blank räumt Versäumnisse ein: "Wir hinten sind die Hauptverantwortlichen, dass Gegentore verhindert werden." Der Linksverteidiger, im Winter noch von Ex-Trainer Kurt Jara als Nachfolger für Bill Tchato aus Aachen geholt, erlebte am Samstag seinen schwärzesten Tag als "Roter Teufel". Wie in den drei Ligaspielen zuvor, unterliefen dem 28-Jährigen auch gegen Bremen wieder Fehler, die Gegentore verursachten.
Besonders ärgerlich für Blank & Co.: Wenn's klingelt im Kasten des 1. FCK diese Saison, dann regelmäßig doppelt. Schalke genügten fünf Minuten, um ein 0:1 in ein 2:1 zu drehen. Duisburg brauchte sogar nur vier Minuten, um aus einem 1:3 zumindest vorübergehend ein 3:3 zu machen. Köln kam nach einem 0:2 innerhalb von nur zehn Minuten zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Und Bremen reichten zwei Minuten, um von 1:0 uneinholbar auf 3:0 davon zu ziehen.
Ob Henke für Bielefeld Konsequenzen zieht? Ingo Hertzsch, Thomas Riedl oder Timo Wenzel - dem Trainer ist nicht entgangen, dass "diejenigen nahe dran sind", die auf eine neue Chance warten.
Quelle: www.kicker.de