FCK hat in Hohenecken keine Lust auf Spannung FUSSBALL
Zweite Mannschaft der „Roten Teufel" stellt beim TuS die Weichen früh auf Finaleinzug - Rund 500 Zuschauer Es war das erste Pflichtspiel-Lokalderby zwischen dem TuS Hohenecken und der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern seit 1990. Und es kamen rund 500 Zuschauer zum Halbfinale im Fußball-Verbandspokal. Richtige Derby-Stimmung wollte gestern Abend aber trotzdem nicht aufkommen.
„Schuld" daran waren die „Roten Teufel". Weil sie den Hoheneckern nach nur drei Minuten mit dem 0:1 schon den Wind aus den Segeln nahmen. Und weil sie in der Phase, in der die Gastgeber noch drauf und dran waren, den Ausgleich zu erzielen, das 0:2 und das 0:3 nachlegten. „Wir haben für unsere Verhältnisse losgelegt wie die Feuerwehr. Aber der Gegner hat uns eiskalt ausgekontert", sagte TuS-Trainer Matthias Reh zur aus Sicht seiner Mannschaft so unglücklich verlaufenen Anfangsphase. Nichtsdestotrotz hätte Hohenecken zurück ins Spiel kommen können. Wenn Bujar Gashi in der 54. Minute den Ausgleich erzielt hätte. Ein Zufallsprodukt nach einer FCK-Fehlerkette ließ den Offensivmann plötzlich frei vor Keeper Luis Robles auftauchen. Doch Gashi zögerte dermaßen lange, bis sich der Gästeschlussmann den Ball einfach mal schnappte. „So eine Chance bekommt man nur einmal", haderte Reh nach dem Match.
Damit war die vernichtende Phase des Spiels für den TuS Hohenecken eingeläutet. Denn nur sechs Minuten später stand es nicht 1:1 - sondern 0:3. Und das Ding war gegessen. Alle drei Tore hatte Christian Henel blitzsauber vorbereitet. Kein Wunder also, dass der noch für die U19-Mannschaft spielberechtigte Linksfuß am Ende strahlte. „Es ist super gelaufen, die Mannschaft hat sehr gut gespielt", sah sich der 19-Jährige als Mosaikstein in einem funktionierenden Kollektiv.
Lob gab"s für Henel auch vom „FCK-Nachwuchschef" Uwe Stöver („wenn er die Dinge weiter so angeht wie zurzeit, versprechen wir uns von ihm noch eine Menge") und Trainer Alois Schwartz („es freut mich sehr, dass ein junger Spieler drei Tore vorbereitet hat"). Und Alexander Nazarov, der bei seinen zwei Toren prächtig von Henel in Szene gesetzt wurde, dankte für die „schöne Vorarbeit".
Nachdem der FCK II das vierte Tor erzielt hatte, kam Hohenecken wenigstens noch zum Ehrentreffer. Das verbuchte Matthias Reh als „positiven Gesichtspunkt" des Abends: „Es freut mich, dass die Mannschaft nach 0:4 noch versucht, was zu bewegen." Zudem war der TuS-Coach zufrieden mit der „stattlichen Zuschauerzahl". Und betonte, dass sich der Schmerz über das Ausscheiden in Grenzen hält: „Wir waren froh, dass wir überhaupt im Halbfinale gestanden haben. Das war unser größter Vereinserfolg im Pokal, soweit ich zurückdenken kann."
Die FCK-Spieler genossen es, mal wieder als Sieger vom Platz zu gehen. In der Regionalliga hat das in der laufenden Saison bekanntlich noch nicht geklappt. „Ich denke, wir haben uns wieder gut verkauft. Es ist unser Ziel, den Pokal zu holen", sagte Innenverteidiger Sandro Rösner. Im Endspiel am 1. Mai bekommt es der FCK II im Ludwigshafener Südweststadion mit dem Oberligisten Wormatia Worms zu tun, der im anderen Halbfinale gestern Abend den FSV Mainz 05 II mit 2:0 bezwang. „Nach den nicht immer ganz glücklichen Spielen in der Runde ist es schön, mit der Mannschaft im Finale zu stehen - da waren wir die letzten zwei Jahre nicht mehr", sagte Stöver. Und ergänzte: „Den Pokal würden wir nach zehn Jahren gerne mal wieder gewinnen." (ffg/pkn) Sport
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