Titelverteidiger entzaubert und gestürzt
FUSSBALL: U19 des FCK verliert Verbandspokalfinale gegen SV Gonsenheim nach Verlängerung 1:2
(zkk/ülg). Der Titelverteidiger ist gestürzt: 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung verlor Bundesligist 1. FC Kaiserslautern gestern Abend das U19-Verbandspokalfinale gegen den SV Gonsenheim. Der Verbandsligist steht im DFB-Pokal, hat sich diese Sensation tapfer erarbeitet!
„Die Niederlage war verdient. Ich will keine Ausreden suchen. Meine Mannschaft war bemüht, hat es aber nicht verdient“, gestand FCK-Trainer Gunther Metz nach der Niederlage. Sie wurde von Lucas Ring nach einem Fehler des ansonsten herausragend haltenden Jan-Ole Sievers in der 102. Minute besiegelt.Verbandssportlehrer Heinz-Günter Schlösser kennt sein Revier. „Das wird nicht einfach für den FCK, Gonsenheim ist als Mannschaft sehr stark“, orakelte Schlösser vor dem Anpfiff. Und der Verbandsligist bestätigte ihn mit einer Top-Leistung über 120 Minuten. Gut ausgebildet, taktisch auf der Höhe und hoch motiviert zeigte sich der Verbandsliga-Meister mit dem Bundesliga-Vierten auf Augenhöhe. Der Zwei-Klassenunterschied existierte nur auf dem Papier. Spielerisch enttäuschten die Lauterer gestern Abend sehr.
Gonsenheim hatte nicht nur ein leichtes Chancenplus, sondern auch die klareren Möglichkeiten. Nach einer ersten Lauterer Chance – einen Schuss Leon Bell Bells kratzte Lukas Harden von der Linie (3.) – musste der SVG eigentlich führen. Doch Jannik Kern, der mit Nicolas Tasch eine prima Doppelspitze bildete, traf in der 12. Minute völlig frei vor FCK-Torwart Jan-Ole Sievers nicht.
In der 32. Minute eilte Sievers weit aus seinem Reich, klärte gegen Tasch, Kern verfehlte mit dem Nachschuss das verwaiste Tor. Drei Minuten vor der Pause rettete Sievers per Kopf vor Tasch, parierte nach Kyeres Foul an Tasch einen klasse Freistoß Matzons.
Das FCK-Spiel lahmte, weil aus dem Mittelfeld einfach zu wenig kam. Manfred Osei-Kwado, Profi in spe, wurde vom SVG durch geschicktes Doppeln aus dem Spiel genommen, Bell Bell kam nicht durch. Spielerisch war das fade Lauterer Einfachkost. Verdient die Führung der Gonsenheimer durch Andreas Klapper nach Stiens-Fehler (53.). Der Verbandsligist konterte gefährlich, Kern scheiterte in der 68. Minute an Sievers, verfehlte das Ziel in der Schlussminute knapp.
In die Verlängerung rettet sich der Favorit mit seiner Brechstangentaktik: Bernard Kyere, der klasse Innenverteidiger, ein Modellathlet, ging in die Spitze und ebnete dem Ausgleich durch Jan Just die Bahn (80).
In der Verlängerung schienen die Gonsenheimer dem Kräfteaufwand Tribut zollen zu müssen. Der FCK war konditionell überlegen, aber kopflos. SVG-Torwart Benjamin Krause schied mit Fingerbruch aus (83.), Silvester Nawrot ersetzte ihn hervorragend, Herausragend Marc Beck als Säule der Abwehr. Und dann traf Ring nach Klapper-Freistoß.
So spielten sie
SV Gonsenheim: Krause (83. Nawrot) - Jonas Hofmann, Beck, May, Harden - Klapper (71. Popp), Matzon (117. Schweig), Schweig (84. Klapper), Nagase (46. Ring, 106. Nagase) - Tasch (60. Quint Vila, 111. Kern), Kern (90. + 1 Tasch)
1. FC Kaiserslautern: Sievers - Just (90. + 7 Becker), Hartlieb, Kyere, Stiens (67. Bräuning) - Johannes Hofmann, Bajric - Bräuning (64. Gil Rodriguez), Osei-Kwadwo, Bell Bell - Luft (70. Rauth)
Tore: 1:0 Klapper (53.), 1:1 Just (80.), 2:1 Ring (102.) - Gelbe Karten: Schweig - Bräuning, Hartlieb, Kyere, Osei-Kwadwo - Beste Spieler: Klapper, Tasch, Kern - Kyere - Zuschauer: 550 - Schiedsrichter: Kunz (Winterbach).
Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 106
Datum Donnerstag, den 8. Mai 2014