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Überschwemmungen in Mosambik

Klingenstädter

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Überschwemmungen in Mosambik - Kinder in Notunterkünften brauchen Hilfe



<span>UNICEF stellt Nahrung, sauberes Wasser und Zelte bereit</span>



16.02.07 - UNICEF befürchtet eine weitere Verschärfung der Situation der Bevölkerung in den Überschwemmungsgebieten in Mosambik. Die Zahl der Obdachlosen entlang des Sambesi-Flusses stieg bereits auf über 86.000 Menschen. UNICEF warnt vor dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera und schwerem Durchfall in den überfüllten Notunterkünften. Insbesondere Kinder, die bereits durch chronische Mangelernährung geschwächt sind, sind hierdurch bedroht. In den Lagern werden dringend Nahrung, Hygieneartikel, Wasseraufbereitungsanlagen, Kanister und Tabletten zur Wasserreinigung sowie Plastikplanen und Zelte benötigt. Eine zusätzliche Gefahr sind Landminen aus dem Bürgerkrieg, die durch die Wassermassen aus ihren markierten Gebieten geschwemmt wurden.



UNICEF brachte bereits Materialien zur Wasseraufbereitung und Wasserkanister für 50.000 Menschen sowie Zelte und Moskitonetze in die besonders betroffene Provinz Sofala. Gestern trafen insgesamt 17 Tonnen hoch proteinhaltiger Zusatznahrung in Beira, Chimoio, Tete und Quelimane ein. UNICEF-Teams organisieren in enger Zusammenar-beit mit den lokalen Behörden, lokalen und internationalen Hilfsorganisationen Aufklärungsaktionen zur Vorbeugung von Cholera und anderen Krankheiten sowie vor der Minengefahr. In den Aufnahmelagern werden auch Notschulen eingerichtet. UNICEF stellte bisher 33 Großzelte sowie Schulutensilien für 30.000 Kinder zur Verfügung.



Schätzungsweise 285.000 Menschen entlang des Sambesi-Flusses sind durch die Wassermassen bedroht. Die Überschwemmungen in Mosambik sind die schwersten seit der großen Flutkatastrophe von vor sieben Jahren. Damals starben über 500 Menschen und Hunderttausende wurden obdachlos. Seither hat sich der Katastrophenschutz auch durch die internationale Unterstützung verbessert. Trotzdem treffen die Überschwemmungen wieder die ärmsten Menschen besonders hart. Die Flutgebiete zählen zu den am schlimmsten von der AIDS-Epidemie betroffenen Regionen mit einem sehr hohen Anteil von Waisenkindern.



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Bank für Sozialwirtschaft Köln



BLZ 370 205 00



Stichwort: Mosambik





Quelle: unicef
 
Nach dem Regen kam der Sturm

Als Wirbelstum "Favio" vor dem Wochenende mit bis zu 240 Kilometern in der Stunde über Mosambik hinwegraste, war das südostafrikanische Land schon von starken Regenfällen überflutet. Tausende Menschen sind obdachlos.



Johannesburg - Am schlimmsten traf "Favio" den bei Touristen beliebten Ort Vilankulo rund 800 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Maputo. Dort habe der Wirbelsturm eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und tausende von Häusern, mehrere Schulen, Kliniken und Arznei- und Lebensmittellager zerstört, sagte Dieter Krebs von der Welthungerhilfe. Bis Sonntag wurden mindestens zehn Tote und rund 100 Verletzte gezählt.



Das wahre Ausmaß der Verwüstung werde sich erst zeigen, wenn Hilfskräfte auch entlegenere Gebiete erreicht hätten, die der Zyklon auf seinem Weg ins Landesinnere heimsuchte, fügte Krebs hinzu. Viele Straßen sind wegen umgestürzter Bäume unpassierbar. Mindestens 30 000 Menschen sollen obdachlos geworden sein.



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Wegen ungewöhnlich heftiger und langanhaltender Regenfälle auch in den westlichen Nachbarländern Mosambiks standen schon vor "Favio" weite Teile des Landes unter Wasser, vor allem entlang dem mächtigen Sambesi-Fluss. Dort wurden in den vergangenen zwei Wochen mindestens 120 000 Menschen evakuiert und in Notunterkünfte gebracht. 30 Mosambikaner ertranken.



Der Katastrophenschutz Mosambiks geht nach Auskunft von Kennern bisher mit der äußerst angespannten Lage kompetent um. Während die Behörden bei der letzten großen Flut vor fünf Jahren vollkommen versagten - damals kamen weit über 800 Menschen ums Leben -, soll das mosambikanische "Desaster Management Institut" diesmal ausgezeichnete Arbeit leisten. Der seit 2004 regierende mosambikanische Präsident Armando Guebuza hat das einst berüchtigte Institut personell umgekrempelt und statt mit korrupten Politikern mit effektiven Technokraten besetzt. Die Kommandozentrale in Caia, wenige Kilometer nordöstlich von Vilankulo, versorgt demnach Hilfskräfte mit Satellitenaufnahmen, die von einem generatorengetriebenen Computer heruntergeladen werden.



Regierung ruft keinen Notstand aus



Die Regierung will den nationalen Notstand nicht ausrufen. Bislang werde man mit der Lage noch selbst und ohne großangelegte internationale Hilfskampagne fertig, teilte Institutsdirektor Paulo Zucula mit. Hilfsorganisationen hatten wiederholt die Ausrufung des Notstandes aufgefordert - wohl auch, um selbst zu großen Spendenkampagnen aufrufen zu können.



Auch ohne formalen Notstand stellte die Europäische Kommission am Sonntag zwei Millionen Euro bereit, um die Versorgung mit Wasser, Medikamenten und Notunterkünften sicherzustellen. Zudem soll ein im Kongo stationiertes Flugzeug Hilfsgüter des Roten Kreuzes und der Vereinten Nationen nach Mosambik fliegen. Die Kommission hatte schon vergangene Woche zwei Millionen für die Flutopfer bereitgestellt, Deutschland hatte mehr als eine halben Million Euro angekündigt. Südafrika erklärte am Wochenende, es werde mit Hubschraubern sowie Sachleistungen wie Wasseraufbereitungsanlagen und Zelten helfen.



Die Lage in Mosamik könnte sich noch zu einer wirklichen Katastrophe verschlimmern: Für den heutigen Montag wird ein weiterer Wirbelsturm erwartet. J. Dieterich



www.fr-aktuell.de



New Orleans interessiert jeden...

Vilankulo niemanden...

Gut nun ist das Ausmaß kleiner, aber dennoch. Es ist schon traurig, wie über Afrika berichtet wird.
 
New Orleans interessiert jeden...

Vilankulo niemanden...

Gut nun ist das Ausmaß kleiner, aber dennoch. Es ist schon traurig, wie über Afrika berichtet wird.




Das gleiche hab ich letzte Woche nach einem Bericht über Guatemala (oder wars Honduras) auch gedacht...

Scheiß verlogene Medienwelt!
 
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