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UMFRAGE: Jeder Dritte lehnt Folter nicht grundsätzlich ab

Klingenstädter

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UMFRAGE


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Jeder Dritte lehnt Folter nicht grundsätzlich ab</span>



Jeder Dritte befürwortet Folter von Gefangenen, wenn dadurch das Leben Unschuldiger gerettet werden kann. Das hat eine aktuelle Umfrage der BBC ergeben.



Berlin - Die britische BBC befragte 27.000 Menschen in 25 Ländern über die Akzeptanz von Foltermethoden: Am stärksten ausgeprägt ist die Zustimmung für Foltermethoden in Israel. 43 Prozent der Befragten sind der Ansicht, ein gewisser Grad von Gewalt bei Gefangenen sei legitim, wenn dadurch Informationen erlangt werden können, die möglicherweise das Leben Unschuldiger retten.



Allerdings zieht sich ein starker Riss durch die verschiedenen religiösen Lager in Israel. Die Mehrheit der Juden (53 Prozent) spricht sich für die Anwendung von Folter aus, während die Muslime des Landes mit überwältigender Mehrheit dagegen sind. In Italien ist die Zustimmung für Folter am geringsten, dort sprachen sich nur 14 Prozent der Befragten dafür aus, Gefangenen Informationen mit Gewalt zu entlocken.



In Deutschland befürworten nach der Umfrage 21 Prozent der Menschen Folter, 71 Prozent lehnen sie kategorisch ab. In den USA finden rund 36 Prozent der Befragten Folter unter gewissen Umständen akzeptabel, etwa 58 Prozent sind jedoch nicht bereit, Zugeständnisse bei den Menschenrechten zu machen.



"Die meisten Länder haben Abkommen zugestimmt, die es ihnen untersagen, Gefangene zu foltern. Welche Position kommt Ihrer Meinung näher?", hatte das Meinungsforschungsinstitut Globescan im Auftrag der BBC gefragt.



"Terroristen sind eine solch extreme Bedrohung, dass es Regierungen jetzt erlaubt sein sollte, einen gewissen Grad von Folter zu erlauben, wenn dadurch Informationen gesammelt werden können, die das Leben Unschuldiger retten", war eine Antwortmöglichkeit. "Klare Abmachungen gegen Folter sollten beibehalten werden, da jede Art von Folter unmoralisch ist und internationale Menschenrechte schwächt", war Antwort Nummer zwei.



"Die vorherrschende Meinung in der Welt ist, dass der Terrorismus keine Rechtfertigung dafür ist, die Abkommen gegen Folter zu lockern", sagte Steven Kull vom Program on International Policy Attitudes (PIPA). Sein Institut hatte die Umfrage unterstützt. Alle teilnehmenden Länder gehören zu den Unterzeichnern der Genfer Konvention, in der Folter grundsätzlich geächtet wird.



Allerdings machen die Ergebnisse der BBC-Umfrage auch deutlich, dass Menschen, die im täglichen Leben häufiger mit Gewalt konfrontiert werden, etwa im Nahen Osten, zu Gunsten vermeintlich höherer Sicherheit eher bereit sind, Einschränkungen bei den Menschenrechten hinzunehmen.



jto







Quelle: spiegel.de
 
krass, die quoten der israelis und amerikaner... ob man das durch den ausspruch "gebrannte kinder" noch rechtfertigen kann? gott sei dank liegen "wir" am hinteren ende der befürworter!
 
guckt mal auf die quoten von russland und indien.
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richtig, indien ist mir ehrlich gesagt als erstes aufgefallen, weil es so heraussticht.

45%, die keine ahnung haben?

was den zuspruch angeht, möchte ich fast gar nicht üvon den "üblichen verdächtigen" reden, aber irgendwie findet man sie ja schon wieder.
 
Wenn Folter in sog. "Ausnahmefällen" erlaubt wäre, dann hieße das, dass wir die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte aufgegeben hätten, und damit das, was an unserer westlichen Kultur am Besten ist. Mit welchem Recht sollte ich mich dann noch über Islamisten, Diktatoren, etc. aufregen?

Die Menschenrechte müssen absolut gelten, oder sie gelten gar nicht. Und wenn sie gar nicht gelten, dann ist alles egal!
 
Die jenigen die vielleicht mal zu "Ausnahmefällen" werden sind dann die ersten die nach Schutz rufen.



Und wer bestimmt was Ausnahmefälle sind? Wird dies dann erst danach entschieden?



Mit der Entschuldigung: "Oh, tut uns leid sie haben nix damit zu tun"!
 
aber mal angenommen, du hast hier einen entführer sitzen, der 2 kinder entführt hat. und du weißt 100%ig, das wenn du ihn "folterst" , egal wie jetzt, das du diese dann lebend finden würdest, was is dann ? menschenrechte hin oder her.. da wäre man auch in einem zwiespalt..
 
aber mal angenommen, du hast hier einen entführer sitzen, der 2 kinder entführt hat. und du weißt 100%ig, das wenn du ihn "folterst" , egal wie jetzt, das du diese dann lebend finden würdest, was is dann ? menschenrechte hin oder her.. da wäre man auch in einem zwiespalt..




Ja das war doch in Frankfurt bei diesem Bankerkind so, nur da ging es "nur" um Androhung von Folter. Also ganz ehrlich bei sowas würde ich mich auch schwer tuen an die Menschenrechte zu denken und das Kind verrecken zu lassen....
 
Die als Entführung von Jakob von Metzler bekannte Straftat bezeichnet die Kindesentführung des am * 17. April 1991 geborenen und am 27. September 2002 von seinem Entführer Magnus Gäfgen ermordeten Sohnes des deutschen Bankiers Friedrich von Metzler.

Der 11-jährige Junge wurde am 27. September 2002 auf dem Heimweg von der Schule in der Nähe seines Elternhauses in Frankfurt-Sachsenhausen von dem Jura-Studenten Magnus Gäfgen entführt und kurz danach ermordet.

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen, da der stellvertretende Frankfurter Polizeipräsident Wolfgang Daschner im Zuge der Ermittlungen Gäfgen im Verhör, in der Hoffnung den Jungen noch lebend zu finden, durch den Kriminaloberkommissar Ortwin Ennigkeit - unter Androhung unmittelbaren Zwanges - zu einer Aussage nötigen ließ. Aufgrund der Zwangsandrohung erklärte sich Gäfgen dann bereit die Fahnder zum Leichnam Jakob von Metzlers zu führen.



(wikipedia.de)



zum artikel zum Daschner prozess:

http://de.wikipedia.org/wiki/Daschner-Prozesshttp://de.wikipedia.org/wiki/Daschner-Prozess
 
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