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USA wollen Gerichtsgebäude in Guantanamo bauen
Das US-Verteidigungsministerium will im Kongress etwa 115 Millionen Dollar (rund 84 Millionen Euro) für den Bau eines Gerichts im US-Gefangenenlager Guantanamo beantragen. Dort solle dann gegen mutmaßliche Mitglieder des Al-Kaida-Netzwerks und der Taliban verhandelt werden, sagte ein Sprecher des Ministeriums.
Der Plan sehe den Bau eines Gebäudekomplexes vor, in dem zwei große Verhandlungssäle und eine Hochsicherheitszone sowie Wohnungen für Personal, Essensräume, ein Medienzentrum und andere Räumlichkeiten untergebracht werden sollen. Das Ministerium werde die Anfrage wahrscheinlich in der kommenden Woche einreichen, sagte Sprecher Chito Peppler. Die Gelder sollten noch in diesem Jahr bewilligt werden, damit die Prozesse am 1. Juli beginnen könnten.
US-Präsident George W. Bush hat in diesem Jahr ein Gesetz zur Schaffung eines Systems von Militär-Kommissionen unterzeichnet, um gegen Terrorverdächtige verhandeln zu können. Dem Präsidenten zufolge dient das Gesetz auch dazu, die Verantwortlichen für die Anschläge vom 11. September 2001 vor Gericht zu stellen.
<strong>Amnesty International: "Gerechtigkeit zweiter Klasse"</strong>
Vertreter des Verteidigungsministeriums hatten zuvor erklärt, die Regierung werde wohl zwischen 60 und 80 der Insassen von Guantanamo vor Gericht stellen. Insgesamt sitzen in dem Gefangenenlager rund 430 Menschen ein. Die USA sind international massiv kritisiert worden, weil sie viele der Häftlinge ohne Anklage seit mehr als vier Jahren festhalten. Amnesty International bezeichnete die Baupläne des US-Verteidigungsministeriums als "permanente Huldigung an sein gescheitertes Experiment in Gerechtigkeit zweiter Klasse."
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6108186_REF1,00.htmlhttp://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6108186_REF1,00.html
Das US-Verteidigungsministerium will im Kongress etwa 115 Millionen Dollar (rund 84 Millionen Euro) für den Bau eines Gerichts im US-Gefangenenlager Guantanamo beantragen. Dort solle dann gegen mutmaßliche Mitglieder des Al-Kaida-Netzwerks und der Taliban verhandelt werden, sagte ein Sprecher des Ministeriums.
Der Plan sehe den Bau eines Gebäudekomplexes vor, in dem zwei große Verhandlungssäle und eine Hochsicherheitszone sowie Wohnungen für Personal, Essensräume, ein Medienzentrum und andere Räumlichkeiten untergebracht werden sollen. Das Ministerium werde die Anfrage wahrscheinlich in der kommenden Woche einreichen, sagte Sprecher Chito Peppler. Die Gelder sollten noch in diesem Jahr bewilligt werden, damit die Prozesse am 1. Juli beginnen könnten.
US-Präsident George W. Bush hat in diesem Jahr ein Gesetz zur Schaffung eines Systems von Militär-Kommissionen unterzeichnet, um gegen Terrorverdächtige verhandeln zu können. Dem Präsidenten zufolge dient das Gesetz auch dazu, die Verantwortlichen für die Anschläge vom 11. September 2001 vor Gericht zu stellen.
<strong>Amnesty International: "Gerechtigkeit zweiter Klasse"</strong>
Vertreter des Verteidigungsministeriums hatten zuvor erklärt, die Regierung werde wohl zwischen 60 und 80 der Insassen von Guantanamo vor Gericht stellen. Insgesamt sitzen in dem Gefangenenlager rund 430 Menschen ein. Die USA sind international massiv kritisiert worden, weil sie viele der Häftlinge ohne Anklage seit mehr als vier Jahren festhalten. Amnesty International bezeichnete die Baupläne des US-Verteidigungsministeriums als "permanente Huldigung an sein gescheitertes Experiment in Gerechtigkeit zweiter Klasse."
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6108186_REF1,00.htmlhttp://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6108186_REF1,00.html