Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

War gestern jemand im WM-Globus? (Henke Interview)

  • Ersteller Ersteller Guest
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
G

Guest

Guest
der titel sagt eigentlich alles, aber nochmal:



war gestern, mittwoch der 1.6., jemand im wm-globus zum gespräch mit henke? würde mich mal interessieren was er so gesprochen hat.
 
"Mythos Betzenberg ist die Vorgabe"



Gestern Abend im WM-Globus: Marcel Reif und Michael Henke sprechen über Fußball und den FCK





Beide gelten als Intellektuelle ihrer Zunft. Der eine stammt aus Kaiserslautern, der andere kommt neu in die Stadt. Marcel Reif, hochdekorierter Fußballreporter, und Michael Henke, ab Juli Trainer des FCK, diskutierten gestern Abend im WM-Globus. Natürlich über Fußball. Und natürlich über den FCK.



Der alte Lauterer und der neue Lauterer stellten sich im bis auf den letzten Platz besetzten Globus den Fragen der Moderatoren Moritz Müller-Wirth und Christoph Siemens, beides Redakteure der „Zeit". Reif wuchs in Kaiserslautern auf, spielte von der D- bis zur A-Jugend beim FCK, kennt somit Stadt und Verein. Der Fußballreporter hatte zwei Ratschläge, was ein neuer Trainer hier beachten muss: „Das Grab von Fritz Walter besuchen und es vermeiden, zu viel Distanz zu den Menschen zu halten." Die Fans auf dem Betzenberg wollten Fußball mit Herz sehen, ein Trainer, der dies grundlegend ändern wolle, bekomme Schwierigkeiten.



Henke stammt aus Westfalen und war neuneinhalb Jahre Co-Trainer bei Borussia Dortmund. „Den BVB und den FCK verbindet keine große Liebe, aber es gibt große Parallelen", sagte der neue FCK-Trainer. Seine Erinnerungen als Co-Trainer von Gastmannschaften auf dem Betzenberg fasste er so zusammen: Ordner, die dem Mannschaftsbus grimmige Blicke zuwerfen, ein Gerald Ehrmann, der sich drohend im Kabinengang aufbaut, und ein brodelndes Stadion, in dem jederzeit in der 93. Minute noch ein Spiel kippen kann. Und Reif ergänzte: „Der Betzenberg ist die Burg, die über die Stadt bestimmt. Von dem Schrecken der Burg ist aber nicht mehr viel übrig geblieben."



Wenn die Burg so viel Schrecken eingebüßt hat, warum kommt Henke dann auf den Betzenberg? „Mir war immer klar, wenn ich mal Cheftrainer werde, dann bei einem Traditionsverein", sagt er. Dazu zählt er Mannschaften wie Dortmund, Nürnberg oder eben Kaiserslautern. Mannschaften, die ein großes Fanpotenzial haben. Die Fans des FCK spürten genau, ob ein Spieler auf dem Rasen alles gibt. Henke legt Wert auf diesen „Fußball mit Herz auf Spieler, die Herzblut investieren, auf eine Mannschaft, deren Charakter stimmt, die kämpft und rackert". Das sei beim FCK mit seiner Tradition besonders wichtig. „Der Mythos Betzenberg ist die klare Vorgabe für mich. Ich denke, dass dies meine Arbeit erleichtert", sagte der neue sportliche Chef auf dem Betzenberg.



Über seine Arbeit macht sich Henke keine Illusionen. Es sei wenig Geld da, um eine Mannschaft aufzubauen, große Sprünge seien diesbezüglich sicher nicht möglich. Aber der FCK habe ein richtig gutes Trainingszentrum und bald ein tolles Stadion. „Diese Bedingungen sind wirklich nicht schlecht", betonte Henke. Auf dieser Grundlage sei professionelles Arbeiten möglich und lasse sich etwas bewegen.



Quelle: DIE RHEINPFALZ
 
vielen dank für den artikel @ ph

hab zwar auch die rheinpfalz, bin aber heute gar nicht zum lesen gekommen
default_icon_rolleyes.gif




zum artikel: viel geschreibe, wenig konkretes.

aber das mit dem geld sieht er schonmal sehr realistisch und fein, dass er auch das nachwuchszentrum erwähnt. das lässt mich hoffen, dass in zukunft mehr ama's den weg zu den pro's finden.
 
Der FCK - eine Angelegenheit des Herzens

FUSSBALL: Trainer und Journalisten im WM-Globus in Kaiserslautern gemeinsam auf der Bühne



KAISERSLAUTERN (cka). Die Beziehungen zwischen Fußball-Trainern und Journalisten sind facettenreich. Hass-Liebe verbindet wohl am ehesten beide Seiten. Normalerweise kreuzen sich die Wege bei Pressekonferenzen, rund ums Stadion und man telefoniert viel. Gemeinsam einem Publikum präsentiert haben sich in dieser Woche im Kaiserslauterer WM-Globus am Dienstagabend Rundfunk-Reporterin Sabine Töpperwien und Waldhof-Kulttrainer Klaus Schlappner sowie am Mittwochabend Premiere-Aushängeschild Marcel Reif und der für Klaus Toppmöller eingesprungene neue FCK-Coach Michael Henke.





Thema Nummer eins im Herzen der Kugel war natürlich der FCK. Ob er die Lauterer in ihrer momentanen Verfassung überhaupt übernommen hätte, wurde der Un-Ruheständler Klaus Schlappner gefragt. Seine Antwort: „Ich hasse die Profittis. Ich mag Profis. Das sind meine Freunde, egal von welcher Nationalität." Weil er immer gerne schwierige Sachen gemacht habe, wäre der FCK rein theoretisch wohl ein Fall für „Schlappi", wie der 65-Jährige anklingen ließ. „Ein Trainer, in dem Stadion, mit den Fans, der braucht in der Kirche keine Kerze anzünden", machte Schlappner den Globus-Besuchern Mut, warnte aber auch gleichzeitig. „Ich hätte nicht gedacht, dass man einen Amboss zerstückeln kann ...", erinnerte der Erfolgstrainer der tollen Waldhof-Jahre in der Fußball-Bundesliga an den Zerfall des regionalen Rivalen, der heute in der Oberliga-Baden-Württemberg gegen den VfR Mannheim und SV Sandhausen seine Derbies austrägt.





Den Neuanfang mit dem FCK wird aber nicht der kauzig-kluge Klaus Schlappner in Angriff nehmen, sondern der im Trainer-Geschäft unverbrauchte Michael Henke. Für ihn seien als mögliche Kandidaten nur Vereine mit Tradition in Frage gekommen, erzählte der 48-Jährige, der in Marcel Reif ein Lauterer Urgestein zur Seite hatte. Der Journalist trug von der D- bis zur A-Jugend das Trikot der „Roten Teufel". Als Kind stand er in der Westkurve „als sie noch eine Kurve war".





In der von zwei „Zeit"-Journalisten moderierten Runde kam Reif die Rolle des Ratgebers zu. Glückwünsche und viele Ratschläge werden Henke seit Bekanntwerden seines Einstiegs in die Bundesliga zuteil. Zu den besten zählen sicher die des Fernseh-Reporters, der Respekt als wichtigste Grundlage in der Zusammenarbeit zwischen Medien und Trainern sowie Fußballern ansieht. Er empfehle Henke, das Grab Fritz Walters, dessen letztes Spiel er gesehen habe, zu besuchen. Außerdem sei wichtig, „nicht zuviel Distanz zu den Menschen zu haben". „Wer hier in der Stadt mit dem FCK nichts zu tun hat - ein bedauerliches Einzelschicksal", meinte Reif, Sohn einer deutschstämmigen Mutter und eines jüdischen Vaters. Reif verbrachte seine Kindheit in Warschau und kam als Jugendlicher über Israel mit der Familie nach Deutschland - nachzulesen in seiner sehr schönen Biographie „Marcel Reif. Aus spitzem Winkel. Fußballreporter aus Leidenschaft."





Sein letzter Besuch auf dem Betzenberg ist noch nicht so lange her. Das 1:3 gegen den FC Bayern München sei sehr enttäuschend gewesen ... Postwendend kamen aus allen Richtungen entrüstete Zwischenrufe: „0:4!" „Ich hab"s verdrängt", meinte Reif, der wie kein Zweiter die Befindlichkeiten der Lauterer Fan-Gemeinde kennt und auf den Punkt bringen kann. „Die Menschen wollen hier Fußball mit Herz sehen. Wenn man sich so wehrlos auf den Rücken legt wie gegen die Bayern dann tut das richtig, richtig weh."





Michael Henke ist als Fan von Traditons-Vereinen wie Nürnberg, Berlin, Mönchengladbach oder Kaiserslautern sensibilisiert für das Thema. Er mag es, wenn eine ganze Stadt mitfiebert. Für dumm dürfe der Fan nicht verkauft werden, meinte er. „Fans haben ein sehr gutes Gespür dafür, was abgeht in einem Verein." Vorgenommen hat er sich in Kaiserslautern, „den Mythos als Vorlage zu nutzen".





Mit Mannschaften wie den Bayern könne der FCK sich in den kommenden Jahren nicht messen, relativierte Reif, der in der Bundesliga eine Tendenz zur Drei-Klassen-Gesellschaft spürt. Bei den Bayern werde eben ein Star-Ensemble mit Nationalspielern zu einer funktionierenden Einheit geformt. In einem Fußball-Verein wie dem FCK brauche man auch noch die „zweite Ebene". Soll heißen, Werte wie mannschaftliche Geschlossenheit und die Bereitschaft, sich voll reinzuhängen. Das werde honoriert.





Seine Probleme hat Reif mit der Schwarz-Weiß-Malerei. „Wenn"s nicht läuft, fällt plötzlich auf, dass wenig Lauterer in der Mannschaft sind. Dann kommt gleich ,Scheiß-Millionäre"". Aber auch auf anderen Ebenen läuft nach Ansicht des Experten nicht alles rund. „Realismus hat im Fußball noch nie geschadet, aber so richtig verbreitet war er in Deutschland in den letzten Jahren nicht", spielte der in Zürich lebende Reif auf den finanziellen Kollaps von Borussia Dortmund an, den er auch auf Schalke zukommen sieht. Im Erfolgsfall funktionierten die Vereine nach einem Kettenbrief-Muster. „Kommt der Erfolg, kommt Erfolg, kommt Erfolg - und wenn einer dann den Brief nicht weiterschickt, macht"s batsch. In einer Stadt wie Kaiserslautern wünsche ich mir, dass so etwas nie passiert." Und damit hatte er den Besuchern der Veranstaltung aus dem Herzen gesprochen.







Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ
 
Ich hab zwar gewusst das Reif ein FCKler ist, aber das er so tief mit dem Verein verwurzelt ist wusste ich net.
 
Kann der Marcel Reif nicht vielleicht Presse-Sprecher und Fan-Beauftragter beim FCK werden?



Und was Henke angeht sind es zwar wieder nur Worte, aber meines Erachtens hat er verstanden, was auf ihn zukommt und wie er es anzupacken hat. Mehr als Worte kann er z. Zt. halt nicht machen.
 
Henke ist dabei sich ganz toll in seinen Job einzuarbeiten:

auf dem Platz wie neben dem Platz!

Er hat verstanden, auf was es in der Pfalz und beim 1.FCK ankommt.

Diese Eigenheiten will er beibehalten, ausbauen und als Ansporn für die Mannschaft nutzen!

In diesem Fall ist es sehr angebracht zu sagen: Weiter so !!!

Das wird ein guter Weg.

tosoe
 
ich denke mal henke weiss auf was er sich eingelassen hat...bin mir sicher, dass er das der mannschaft vermitteln kann. Ich wünsche ihm, dass es klappt. Denn bei Jara z.B. kam nichts dergleichen...deshalb hat er in d Hinsicht schon mal einen Pluspunkt bei uns ans. Ich hoffe, dass die Pessimistien und Henke-Verneiner ihm ne chance geben und ein wenig Geduld haben. Nicht dass ich nach 4 verlorenen Spielen wieder die ersten Henke-Raus-Rufe hören muss. Ich denke mit dieser Einstellung hat er das nicht verdient. Ich denke, wenn er die Mannschaft erreicht, und die aufm Platz das umsetzen was er ihnen im Training beibringt, dann bekommen wir unsere Fussballhölle wieder...



Zu Reif: er wäre der beste mentale Trainer für die Mannschaft....
 
Ich würde so langsam einmal aufhören den Henke kiloweise Zucker in den Hintern zu blasen, statt der ganzen Interviews und so weiter, sollte der Mann lieber die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft studieren, damit er zum Trainingsbeginn den Figer da in die Wunde legen kann, wo es nötig ist.
 
Henke bereitet vor der Vorbereitung mit den Spielern, sein Umfeld in Kaiserslautern. Das ist taktisch im Umgang mit Medien und Fans sicher sehr geschickt. Er hat mit Sicherheit mitbekommen, dass in Kaiserslautern gegen Fans und die Medien nicht zu arbeiten ist. Wenn er diese Nähe aufrichtig als richtig empfindet, ist er auf einem guten Weg. Wenn nicht, wird man früher oder später merken, dass er eine Show abgezogen hat und dann ist auch er schneller weg als er denkt.



default_icon_cool.gif
 
Hab mir grad das Buch von Reif bestellt.

Ist bestimmt interessant. Einerseits eine aussergewöhnliche Familiengeschichte und dann seine Zeit beim FCK als Jugendlicher und Fan.



Ich werde wenn ichs gelesen hab eine kurze Rezension reinstellen.
 
Ich würde so langsam einmal aufhören den Henke kiloweise Zucker in den Hintern zu blasen, statt der ganzen Interviews und so weiter, sollte der Mann lieber die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft studieren, damit er zum Trainingsbeginn den Figer da in die Wunde legen kann, wo es nötig ist.


hat er ja gemacht. laut rheinpfalz hat er sich alle saisonspiele auf video angesehn.
 
Weil er immer gerne schwierige Sachen gemacht habe, wäre der FCK rein theoretisch wohl ein Fall für „Schlappi", wie der 65-Jährige anklingen ließ. „Ein Trainer, in dem Stadion, mit den Fans, der braucht in der Kirche keine Kerze anzünden", machte Schlappner den Globus-Besuchern Mut, Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ


Ich glaube, jetzt geh ich mal ausnahmsweise in Kirche und zünd ne Kerze an! Gott sei Dank ist dieser Kelch an uns vorübergezogen und Schlappner nicht Trainer in Lautern.



Ist aber schon interessant, wer sich alles irgendwie mit dem FCK verbunden fühlt: erst Ede Geyer und jetzt Schlappi.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben