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Warum wir Weltmeister werden

schnokes

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Wie Totti den Gegner vollquatscht



26. Jun 07:14



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Ich, Francesco Totti...

Foto: dpa

Man kann ein Fußballspiel ganz gut sehen. Hören kann man es leider immer noch nicht. Schade, denn Weltmeister wird man nicht bloß mit den Füßen...



Von Michael Angele



Da heißt es nun, super gespielt, Deutschland, super Abwehr, super Tempofußball, super Kombinationsfußball. Alles richtig. Aber mit diesen Mitteln allein gewinnt man im modernen Fußball nichts.



El Ventrilocuo



Es braucht schon auch ein gutes Mundwerk. Nehmen wir Brasilien. «Ah! Hier kommt der Außerirdische!» ruft die Welt, wenn sie Ronaldinho sieht. Seine Teamkameraden wissen es besser, in Barcelona nennen sie ihn El Ventrilocuo, den Bauchredner.

Die Wahrheit ist nämlich, dass Ronaldinho mit der Bauchredekunst auf vertrautem Fuß steht. Er kann gleichzeitig grinsen, quasseln und verrückte Pässe schlagen. Dabei erzählt er lang und breit von all den Telenovelas, die ihn so glücklich machen. Das hält kein vernünftiger Gegenspieler aus. Grinst El Ventrilocuo nicht, blüht der Gegner auf.



Wie ich mein Wadenbein zusammenleimte



Oder Italien. Praktisch unersetzbar sei Francesco Totti, heißt es. Spielt er nicht, könne Italien nicht gewinnen.

Richtig, aber weshalb kann Italien nicht gewinnen? Weil Totti während des Spiels eine unglaubliche Geschichte nach der anderen auftischt. Wie ich, Francesco Totti, einmal fünf Fernseh-Moderatorinnen gleichzeitig schwängerte. Wie ich, Francesco Totti, 500 Anhänger von Lazio eigenhändig aus meinem geliebten Rom warf. Wie ich, Francesco Totti, gegen Empoli mein gebrochenes Wadenbein in der Pause selbst zusammenleimte und dann weiterspielte. Und so weiter und so fort, bis der Gegner stehend k.o. ist.

Riquelme foltert seine Gegenspieler mit düsteren Anekdoten aus dem Leben des Cornelio Judas Tadeo de Saavedra Rodríguez (1759-1829). Rooney kann auf eine feine Sammlung alter Flüche aus dem Familienbesitz zurückgreifen.



In falscher Reihenfolge



Aber die deutsche Mannschaft braucht sich auch auf diesem Feld nicht zu verstecken. Es ist die Aufgabe von Jogi Löw gewesen, die Spieler im verbalen Bereich zu trainieren. Mit Erfolg. Christoph Metzelder, der ehemalige Ministrant, nervt den Gegner durch das Absingen der 150 Psalmen in falscher Reihenfolge. Philipp Lahm zwingt ihn durch Neuigkeiten aus seiner Hasenzucht in die Knie. Und Bernd Schneider kennt auf dem Rasen nur noch ein Thema: Seine Playstation zwei.





Quelle
 
Das is Verarsche oder?

Kann ich mir als jemand der selbst schon Fußfall gespielt hat nicht vorstellen!
 
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