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Was Wolfgang Wolf von Karlheinz Feldkamp lernte
Wolfgang Wolf praktiziert, was er bei seinem Förderer Karlheinz Feldkamp lernte: „Ein*sätze junger Spieler zu dosieren, damit sie nicht verheizt werden.“ Der heutige Lauterer Trainer (48 ) war 20, spielte bei den Amateuren, ehe ihn Feldkamp ins Profiteam beorderte, an den Bundesligaalltag heranführte. „Ich habe eine große Verantwortung gegenüber Talenten. Manchmal muss ich sie schützen, indem ich sie nicht aufstelle“, erläu*tert Wolf seine Philosophie.
Für viele unter den 40 051 Zuschauern beim Auftaktspiel gegen Essen war nicht nachvollziehbar, warum Wolf mit Sebastian Reinert (19 ) und Axel Bellinghau*sen (23 ) zunächst nur zwei seiner „jungen Wilden“ aufgeboten hatte. Fabian Schönheim (19 ), Daniel Halfar (18 ), Florian Fromlowitz (20), Marcel Ziemer (21 ) und Steffen Bohl (22) – die Hoffnungsträger für eine neue Generation „Roter Teufel“ saß auf der Ersatzbank. Stattdessen spielten zwei Franzosen (Demai und Béda), ein Finne (Riihilahti), ein Burkinese (Ouattara), ein Ungar (Hajnal), ein Algerier (Daham), ein Argentinier (Pavlovich) und ein Österreicher (Macho). Der 1. FCK aufs Neue eine Multi-Kulti-Truppe, auf halbem Weg die Abkehr von der neuen Linie, wieder vermehrt auf Eigengewächse zu setzen?
Wolf wehrt sich gegen derartige Vorwürfe: „Es geht nicht, nur dem Jugendwahn zu verfallen!“ Aus eigener Erfahrung weiß er, durch welche Wellentäler junge Spieler müssen. U-21-Nationalspieler Schönheim erlebte am Ende der Abstiegssaison, was es heißt, wenn der Körper ausgelaugt ist, streikt. Im „Endspiel“ in Wolfsburg musste er passen, weil er sich leer im Kopf und kraftlos in den Beinen fühlte.
Welche Anforderungen die Vorbereitung bei den Profis stellt, erfuhr die junge Pfälzer Garde in den ersten Wochen dieser Saison. Reinert fand als Erster den Weg aus dem Leistungstief, zeigte gegen Essen, dass er auch in der 2. Liga eine feste Größe sein kann. „Das ist jetzt ein ganz anderes Leben. Daran müssen sich die Jungs erstmal gewöhnen.“ Wolf wird seinen Talenten auch in Zukunft Zeit und Pausen geben, um sich Schritt für Schritt entwickeln zu können.
Schönheim und Halfar drückten in der Rückrunde noch die Schul*bank, spielten quasi nebenbei Bundesliga. Morgens Unterricht, nachmittags Training – an den neuen Rhythmus mit Fußball als Vollzeitberuf gilt es sich erst noch zu gewöhnen. „Natürlich setzen wir den Weg mit Eigengewächsen fort. Wenn wir aber nur mit Jungen spielen, steigen wir noch einmal ab!“ Wolf und der 1. FCK wollen aber sofort aufsteigen, zurück in die Bundesliga. Ohne Verstärkungen oder Ergänzungen aus der Fremde war der große Umbruch auf dem Betzenberg für Lauterns Trainer nicht zu bewerkstelligen. Dass er neben Sven Müller (26) keinen weiteren deutschen Profi verpflichtete, begründet Wolf mit den begrenzten finanziellen Möglichkeiten im Neun-Millionen-Lizenzspieleretat: „Ich hätte gerne Thomas Broich geholt. Den kann sich der 1. FC Köln, aber nicht der 1. FC Kaiserslautern leisten.“ ULI GERKE
Stark gefordert: U-21-Nationalspieler Fabian Schönheim spürt die Strapazen des Profifußballs.
Wolfgang Wolf praktiziert, was er bei seinem Förderer Karlheinz Feldkamp lernte: „Ein*sätze junger Spieler zu dosieren, damit sie nicht verheizt werden.“ Der heutige Lauterer Trainer (48 ) war 20, spielte bei den Amateuren, ehe ihn Feldkamp ins Profiteam beorderte, an den Bundesligaalltag heranführte. „Ich habe eine große Verantwortung gegenüber Talenten. Manchmal muss ich sie schützen, indem ich sie nicht aufstelle“, erläu*tert Wolf seine Philosophie.
Für viele unter den 40 051 Zuschauern beim Auftaktspiel gegen Essen war nicht nachvollziehbar, warum Wolf mit Sebastian Reinert (19 ) und Axel Bellinghau*sen (23 ) zunächst nur zwei seiner „jungen Wilden“ aufgeboten hatte. Fabian Schönheim (19 ), Daniel Halfar (18 ), Florian Fromlowitz (20), Marcel Ziemer (21 ) und Steffen Bohl (22) – die Hoffnungsträger für eine neue Generation „Roter Teufel“ saß auf der Ersatzbank. Stattdessen spielten zwei Franzosen (Demai und Béda), ein Finne (Riihilahti), ein Burkinese (Ouattara), ein Ungar (Hajnal), ein Algerier (Daham), ein Argentinier (Pavlovich) und ein Österreicher (Macho). Der 1. FCK aufs Neue eine Multi-Kulti-Truppe, auf halbem Weg die Abkehr von der neuen Linie, wieder vermehrt auf Eigengewächse zu setzen?
Wolf wehrt sich gegen derartige Vorwürfe: „Es geht nicht, nur dem Jugendwahn zu verfallen!“ Aus eigener Erfahrung weiß er, durch welche Wellentäler junge Spieler müssen. U-21-Nationalspieler Schönheim erlebte am Ende der Abstiegssaison, was es heißt, wenn der Körper ausgelaugt ist, streikt. Im „Endspiel“ in Wolfsburg musste er passen, weil er sich leer im Kopf und kraftlos in den Beinen fühlte.
Welche Anforderungen die Vorbereitung bei den Profis stellt, erfuhr die junge Pfälzer Garde in den ersten Wochen dieser Saison. Reinert fand als Erster den Weg aus dem Leistungstief, zeigte gegen Essen, dass er auch in der 2. Liga eine feste Größe sein kann. „Das ist jetzt ein ganz anderes Leben. Daran müssen sich die Jungs erstmal gewöhnen.“ Wolf wird seinen Talenten auch in Zukunft Zeit und Pausen geben, um sich Schritt für Schritt entwickeln zu können.
Schönheim und Halfar drückten in der Rückrunde noch die Schul*bank, spielten quasi nebenbei Bundesliga. Morgens Unterricht, nachmittags Training – an den neuen Rhythmus mit Fußball als Vollzeitberuf gilt es sich erst noch zu gewöhnen. „Natürlich setzen wir den Weg mit Eigengewächsen fort. Wenn wir aber nur mit Jungen spielen, steigen wir noch einmal ab!“ Wolf und der 1. FCK wollen aber sofort aufsteigen, zurück in die Bundesliga. Ohne Verstärkungen oder Ergänzungen aus der Fremde war der große Umbruch auf dem Betzenberg für Lauterns Trainer nicht zu bewerkstelligen. Dass er neben Sven Müller (26) keinen weiteren deutschen Profi verpflichtete, begründet Wolf mit den begrenzten finanziellen Möglichkeiten im Neun-Millionen-Lizenzspieleretat: „Ich hätte gerne Thomas Broich geholt. Den kann sich der 1. FC Köln, aber nicht der 1. FC Kaiserslautern leisten.“ ULI GERKE
Stark gefordert: U-21-Nationalspieler Fabian Schönheim spürt die Strapazen des Profifußballs.