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WM 2006 in Kaiserslautern

redskin

Well-Known Member
Ministerpräsident Kurt Beck hat am 02.05.2005 eine Regierungserklärung zum Thema "Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Rheinland-Pfalz - Chancen für unser Land" abgegeben. Die gesamte Erklärung steht unter www.rlp.de als pdf-Dokument zum Download bereit.



Da die Frage "Was bringt die WM für Kaiserslautern und das Land" sowie der Punkt "Kosten des Stadions" schon häufiger in unserem Forum diskutiert wurden, habe ich einige Passagen hierzu aus der Erklärung hier eingefügt:









"Die WM 2006 als Wachstumsmotor



Wissenschaftlich fundierte prognostische Studien haben - auch auf der Basis intensiver Analysen früherer Fußballweltmeisterschaften und Olympischer Spiele - ergeben, dass die WM 2006 dem deutschen Wirtschaftskreislauf eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von bis zu acht Milliarden Euro bescheren kann. Neuesten Prognosen zu Folge soll das Bruttosozialprodukt sogar um bis zu 40 Milliarden Euro steigen. Hiervon wird - wir sind bei solchen Kennzahlen in den meisten Fällen ein „Fünf-Prozent-Land“ - ein nicht unerheblicher Teil in Rheinland-Pfalz hängen leiben. Neben allen Sparten der Sportbranche werden vor allem Baugewerbe, Gastronomie, Hotellerie, Touristik, Einzelhandel und Informationsdienstleister von den Investitionen für die WM und vom Besucherstrom der Spiele profitieren. Allein in der Tourismusbranche, so eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, werden ca. drei Milliarden Euro Umsatzplus erwartet. Für den Spielstandort Frankfurt am Main z.B. erwartet die dortige Industrie- und Handelskammer ca. 10.000 befristete zusätzliche Jobs, wovon bis zu 2.000 als dauerhafte Arbeitsstellen erhalten bleiben könnten. Eine Studie für München ergab jüngst noch etwas höhere Zahlen.



...



Ein modernes, funktionelles Stadion als Basis aller Erfolg



...Bei den für eine Weltmeisterschaft notwendigen Ausbaukosten liegt das Fritz-Walter-Stadion im unteren Mittelfeld aller zwölf WM-Stadien. (Erheblich höhere Ausbaukosten z.B. in Gelsenkirchen 192 Mio. €, Leipzig 90 Mio. €, München 340 Mio. €, Köln 110 Mio. €; weniger nur in Dortmund 36 Mio. €, Nürnberg 56 Mio. € und Stuttgart 52 Mio. €)



Nichts, was dort gebaut wird, ist Ausdruck von Luxus oder übertriebenem

Prestigedenken! Ohne ein den FIFA-Anforderungen genügendes Stadion gäbe es keine WM-Spiele in Kaiserslautern!



...



Anfang dieser Woche war in der Presse zu lesen, dass die von der bayrischen Landesregierung kontrollierte LfA (Landesanstalt für Aufbaufinanzierung; eine Bank, die den Mittelstand fördern soll) kurzfristig mit 40 Mio. € (!) eingesprungen ist, um die Endfinanzierung der Allianz-Arena in München zu sichern. Sie sehen, es gibt ähnliche Probleme auch bei anderen WM-Stadien, mit z.T. erheblich größeren

Dimensionen als in Kaiserslautern.



...



Ich will auch noch ein Wort an die über 1,6 Millionen organisierten Sportlerinnen und Sportler in Rheinland-Pfalz und an die Sportorganisationen richten. Ich weiß, dass nicht zuletzt aus den Reihen des Sports versteckte und manchmal auch offene Kritik am Engagement des Landes beim Ausbau des Fritz-Walter-Stadions geübt wurde. Aus diesen Äußerungen und aus manchen Schreiben, die ich erhalten habe, wurde vor allem deutlich, dass es Befürchtungen gab, dass die dafür zur Verfügung gestellten Mittel den Sportförderetat belasten würden. Ich sage noch einmal ganz deutlich - für diejenigen, die es vielleicht noch nicht wissen -, dass die Haushaltsmittel für diese Ausbaumaßnahmen nicht dem Etatansatz für die Sportförderung entstammen. Ganz im Gegenteil: Um deutlich zu machen, dass von einem solch großen Ereignis der gesamte Sport - und nicht nur der Fußball - profitieren muss, stellt die Landesregierung in den Jahren 2002 bis 2006 jährlich drei Millionen Euro zusätzlich für den allgemeinen Sportstättenbau, insbesondere für Vereinsanlagen, zur Verfügung. Diese 15 Millionen Euro, die zusätzlich fließen, entsprechen den ursprünglich veranschlagten originären Landesmitteln für den WMreifen Ausbau des Fritz-Walter-Stadions. ..."
 
Ha, do werd werre iwwerbewerd un iwwer de Kamm gescheerd. Was is mid de Infrastrukturausgabe die vorher gemach werre missen, wärn die a so gemachd wer? In wieweit kammer iwwerhaubd Date vun friere Veraschdaldunge als Beischbiel hernemme? Wann se in Japan bei de WM Ki-Rin und Sapporo gedrunk henn is des schumol annerschd wie bei uns, wo s statt Bischoff was vun Anhäuser Busch se dringe gebd (Pfui Deifel!).

Die Schwangunge zw. de Prognose wieviel Milliarde do reikumme sollen sin erschdaunlich groß, ob do ned irgend en iwerbezahlte Analidigger vun PWC e Kommaschdell verrudschd is? Wahrscheins werd des a noch alles no unne korrigierd wie die deidsche Wachstumsprognose...
 
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