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WM macht Elsa zum „heißen Feger”

Mathias

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Kaiserslautern - Dass sie einst als Model für die Fußball- Weltmeisterschaft 2006 werben würde, hätte sich die 69-jährige Elsa nicht träumen lassen.



Inzwischen ist das Konterfei der sympathischen Seniorin in Kaiserslautern jedoch überall zu sehen.



Elsa soll den Bürgern des kleinsten WM-Spielortes im Rahmen einer Werbekampagne zeigen, wie sich eine perfekte Gastgeberin verhält. Sie tut dies bei Veranstaltungen sowie auf zahlreichen Postkarten und Plakaten. Tausendfach ist ihr Gesicht in der Stadt präsent. Mit dem Rummel um ihre Person hat sich die 69-Jährige, die zuvor nie „gemodelt” hat, schnell abgefunden. „Ich genieße es”, sagt die munter wirkende Dame mit dem schlohweißen Haar.



Elsa soll eine „Omi” verkörpern, bei der sich alle gut aufgehoben fühlen. Das war die Idee der 36-jährigen Sabine Muders, deren Werbeagentur im Auftrag der Stadt eine „Sympathiekampagne” für die WM entworfen hat. Denn zur WM habe es auch negative Stimmen gegeben, sagt Muders. „Diese negativen Stimmen aus der Bevölkerung wollten wir in positive umwandeln.”



Beim Nachdenken darüber, von welcher Person das WM-Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden” am besten verkörpert werden könne, kam sie auf das Omi-Klischee. „Jeder hat eine Oma und kennt die sicherlich auch als unvoreingenommen, als immer positiv gestimmt, die uns jeden Wunsch von den Lippen abliest”, erklärt Muders. Als Werbe-Omi fiel ihr Elsa ein, die Mutter einer Bekannten. „Sie ist für mich die beste Gastgeberin”, sagt Muders.



Am 9. Dezember begann für Elsa der öffentliche Teil ihrer neuen Karriere: Bei einer Veranstaltung zur WM-Gruppenauslosung stellte sie in Kaiserslautern den WM-Fußball vor. Es folgten Auftritte, bei denen sie für das Begrünen der WM-Stadt warb oder Bürger dazu aufrief, privat Zimmer für WM-Gäste zur Verfügung zu stellen. Der vorerst letzte Auftritt ist für den 29. April geplant und dem Thema „saubere Stadt” gewidmet: Auf dem dazu gehörenden Plakat posiert Elsa mit Kehrblech und Handfeger. Die Überschrift lautet: „Wenn die Welt kommt, werd ich zum heißen Feger.”



Ihre Auftritte bringen Elsa viel Aufmerksamkeit ein. Ein japanisches TV-Team hat über sie berichtet, in Restaurants, an der Supermarktkasse und im Theater wird sie als WM-Model erkannt. Elsa, deren Nachname von den Machern der Kampagne geheim gehalten wird, reagiert darauf offen und freundlich. „Ich habe schon immer mit Menschen zu tun gehabt”, erklärt die dreifache Mutter und Großmutter, die mal mit einem Gastronomen verheiratet war und früher auch im Textilgroßhandel arbeitete. Nach ihren Angaben sind die Nachbarn in ihrem Heimatdorf im Donnersbergkreis und auch ihr Ex-Mann stolz auf ihre Arbeit.



Privat ist Elsa bei den Landfrauen sowie im Pfälzerwaldverein aktiv und auch an Fußball interessiert: Das in Kaiserslautern geplante WM-Achtelfinalspiel will sie mit ihrem Bruder besuchen. Die Anhängerin des 1. FC Kaiserslautern drückt dem deutschen WM-Team die Daumen, sieht aber auch die Brasilianer gerne spielen. Die anderen WM-Partien will sie sich auf einer Großleinwand in der Stadt ansehen.



WM-Erfahrung hat Elsa bereits: 1974 sah sie das WM-Endspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in München live. Starke Sicherheitsvorkehrungen habe es damals gegeben, erinnert sie sich. „Da lagen alle eineinhalb Meter Scharfschützen auf dem Dach.” Bewegt erinnert sie sich an das Führungstor der Niederländer. „Es war grausam, es war eine Katastrophe.” Doch die deutsche Elf schaffte den Ausgleich und nach bangen Minuten des Wartens das Siegtor. „Das war das erlösende Tor von Gerd Müller”, sagt Elsa. Sie selbst war früher auch sportlich aktiv, machte Leichtathletik und fuhr Ski. 23 Preise habe sie in ihrer sportlichen Laufbahn gesammelt.



Von Jasper Rothfels, dpa



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Quelle: Rhein-Zeitung
 
jau...





69.. da fällt mir brasilien ein und das bild: vergleich mit türkei
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da würden ganz andere werben
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aber nunja..
 
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