TylerDurden78
Active Member
"Stefan Kuntz hat immer an mich geglaubt"
"In einem dramatischen Saisonfinale gelang dem 1.FC Kaiserslautern der Klassenerhalt. Mit zwei Toren entschied Marcel Ziemer das letzte Spiel gegen den 1.FC Köln. Im Interview mit bundesliga.de blickt er auf diese Momente zurück.
bundesliga.de: Herr Ziemer, am letzten Spieltag der Saison mussten Sie gegen den gerade aufgestiegenen 1.FC Köln antreten. Nur ein Sieg bedeutete den Klassenerhalt gegen diesen starken Gegner. Wie sind Sie bzw. wie ist man im Verein mit dieser extremen Drucksituation umgegangen?
Marcel Ziemer: Wir haben uns in den letzten Spielen immer auf unser Spiel konzentriert. Das war das ausschlaggebende zum Schluss, dass wir wieder herangekommen sind. Wir haben uns selbst auch wenig Druck gemacht. Klar war der Druck da, aber nicht von uns. Es war gerade das Gute, dass wir es aus eigener Kraft schaffen konnten. Der Verein hat uns dabei keinen Druck gemacht.
bundesliga.de:: Wie haben Sie das 1:0 von Josh Simpson erlebt?
Ziemer: Klar ist die Last in dem Moment von den Schultern gefallen, als der Ball drin war. Wir konnten dann ein bisschen ruhiger aufspielen und schauen, dass wir dranbleiben und vielleicht noch ein Tor nachlegen. Auf jeden Fall war der Druck weg, als das Tor fiel.
bundesliga.de: Anschließend wirkte die Mannschaft völlig befreit. Sie haben mit Ihren zwei Treffern dann das Spiel entschieden. Würden Sie sagen, dass diese beiden Tore die wichtigsten in Ihrer bisherigen Profilaufbahn waren?
Ziemer: Das war für mich persönlich das Allergrößte, was in meiner Karriere bis jetzt passiert ist. Das waren auch die wichtigsten Tore für mich. Mit dem 2:0 und 3:0 war der Sack dann zu und wir konnten in der Liga bleiben.
bundesliga.de: Unter dem vorherigen FCK-Trainer Kjetil Rekdal wurden Sie zwei Mal aussortiert. Wie geht man als Profi mit einer solchen Situation um?
Ziemer: Ich wurde in die 2.Mannschaft ausgemustert und habe trotzdem immer weiter an mich geglaubt. Meine Familie hat an mich geglaubt. Das war für mich das Wichtigste, dass ich immer an mich glaube, dass ich weiter im Training Vollgas, hundert Prozent gebe, egal, wo ich bin. Ich hätte das auch durchgezogen bis zum Schluss. Damals hatte ich halt Glück, dass Milan Sasic kam und mich wieder hoch geholt hat.
bundesliga.de: Milan Sasic hat stark auf Sie gebaut. Worin liegen seine Qualitäten?
Ziemer: Er hat einfach ein Gespür und die Motivation, die er mitgibt. Die Leidenschaft, die er rüberbringt. Das nimmt man einfach alles mit. Der ist immer ehrlich, das ist ganz wichtig. Und er sieht genau, wo es gefehlt hat, auch im Training. Man kann ihn als Vaterfigur beschreiben. Er ist mit Herz und mit Leidenschaft dabei.
bundesliga.de: Nach dem Spiel gegen Hoffenheim am 27. Spieltag wurde das Team von den eigenen Fans zur Rede gestellt. Hat dieser Moment im Angesicht der Fans etwas in der Mannschaft ausgelöst?
Ziemer: Wir wollten es immer schaffen und die Fans wollten es auch. Die standen immer hinter uns, aber wir haben es nie geschafft zu Hause zu gewinnen. Gegen Hoffenheim haben wir ein Riesenspiel gemacht und wieder nicht gewonnen. Wir haben gelitten, die Fans haben gelitten. Wenn man dann den Fans ins Gesicht schaut, das tut weh. In den Spielen haben wir versucht weiter Vollgas und nach vorne zu spielen. Es ist uns dann gelungen, zu Hause zu gewinnen. Das war das Wichtigste, dass wir unten rauskommen.
bundesliga.de: Wie hat die Mannschaft den Klassenerhalt gefeiert?
Ziemer: Das war schon lustig. Auf dem Stiftsplatz waren so viele Fans. Das war das allergrößte Erlebnis in meinem Leben bis jetzt.
bundesliga.de: Welche Bedeutung hat die Verpflichtung von Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzenden des FCK? Hat diese Personalentscheidung die Mannschaft im Schlussspurt beeinflusst?
Ziemer: Das hat uns auch noch mal gepusht, dass wir sehen, ein Stefan Kuntz steht hinter uns. In dieser schweren Situation kommt der zu uns und will uns helfen. Ich habe viele Einzelgespräche auch vor dem Spiel mit ihm gehabt. Er hat immer an mich geglaubt und gesagt, dass ich irgendwann die entscheidenden Tore mache und dann ist es egal, wie viele Chancen man vorher vergeben hat. Gegen Köln ist es passiert. Das ist riesig.
bundesliga.de: Die Saison ist zu Ende. Doch Zeit zum Genießen des Klassenerhalts bleibt kaum. Was wird sich beim FCK in den kommenden Wochen und Monaten Ihrer Meinung nach tun?
Ziemer: Ich denke, dass wir uns verstärken werden und dass es weiter so geht wie die letzten Spiele. Dass wir mit Leidenschaft und mit Kampf spielen, wie der alte FCK immer war." Quelle bundesliga.de
Das Gespräch führte Alexander Baunach
Gerade die letzte Aussage stimmt mich positiv das Cello seinen Vertrag verlängern wird!
"In einem dramatischen Saisonfinale gelang dem 1.FC Kaiserslautern der Klassenerhalt. Mit zwei Toren entschied Marcel Ziemer das letzte Spiel gegen den 1.FC Köln. Im Interview mit bundesliga.de blickt er auf diese Momente zurück.
bundesliga.de: Herr Ziemer, am letzten Spieltag der Saison mussten Sie gegen den gerade aufgestiegenen 1.FC Köln antreten. Nur ein Sieg bedeutete den Klassenerhalt gegen diesen starken Gegner. Wie sind Sie bzw. wie ist man im Verein mit dieser extremen Drucksituation umgegangen?
Marcel Ziemer: Wir haben uns in den letzten Spielen immer auf unser Spiel konzentriert. Das war das ausschlaggebende zum Schluss, dass wir wieder herangekommen sind. Wir haben uns selbst auch wenig Druck gemacht. Klar war der Druck da, aber nicht von uns. Es war gerade das Gute, dass wir es aus eigener Kraft schaffen konnten. Der Verein hat uns dabei keinen Druck gemacht.
bundesliga.de:: Wie haben Sie das 1:0 von Josh Simpson erlebt?
Ziemer: Klar ist die Last in dem Moment von den Schultern gefallen, als der Ball drin war. Wir konnten dann ein bisschen ruhiger aufspielen und schauen, dass wir dranbleiben und vielleicht noch ein Tor nachlegen. Auf jeden Fall war der Druck weg, als das Tor fiel.
bundesliga.de: Anschließend wirkte die Mannschaft völlig befreit. Sie haben mit Ihren zwei Treffern dann das Spiel entschieden. Würden Sie sagen, dass diese beiden Tore die wichtigsten in Ihrer bisherigen Profilaufbahn waren?
Ziemer: Das war für mich persönlich das Allergrößte, was in meiner Karriere bis jetzt passiert ist. Das waren auch die wichtigsten Tore für mich. Mit dem 2:0 und 3:0 war der Sack dann zu und wir konnten in der Liga bleiben.
bundesliga.de: Unter dem vorherigen FCK-Trainer Kjetil Rekdal wurden Sie zwei Mal aussortiert. Wie geht man als Profi mit einer solchen Situation um?
Ziemer: Ich wurde in die 2.Mannschaft ausgemustert und habe trotzdem immer weiter an mich geglaubt. Meine Familie hat an mich geglaubt. Das war für mich das Wichtigste, dass ich immer an mich glaube, dass ich weiter im Training Vollgas, hundert Prozent gebe, egal, wo ich bin. Ich hätte das auch durchgezogen bis zum Schluss. Damals hatte ich halt Glück, dass Milan Sasic kam und mich wieder hoch geholt hat.
bundesliga.de: Milan Sasic hat stark auf Sie gebaut. Worin liegen seine Qualitäten?
Ziemer: Er hat einfach ein Gespür und die Motivation, die er mitgibt. Die Leidenschaft, die er rüberbringt. Das nimmt man einfach alles mit. Der ist immer ehrlich, das ist ganz wichtig. Und er sieht genau, wo es gefehlt hat, auch im Training. Man kann ihn als Vaterfigur beschreiben. Er ist mit Herz und mit Leidenschaft dabei.
bundesliga.de: Nach dem Spiel gegen Hoffenheim am 27. Spieltag wurde das Team von den eigenen Fans zur Rede gestellt. Hat dieser Moment im Angesicht der Fans etwas in der Mannschaft ausgelöst?
Ziemer: Wir wollten es immer schaffen und die Fans wollten es auch. Die standen immer hinter uns, aber wir haben es nie geschafft zu Hause zu gewinnen. Gegen Hoffenheim haben wir ein Riesenspiel gemacht und wieder nicht gewonnen. Wir haben gelitten, die Fans haben gelitten. Wenn man dann den Fans ins Gesicht schaut, das tut weh. In den Spielen haben wir versucht weiter Vollgas und nach vorne zu spielen. Es ist uns dann gelungen, zu Hause zu gewinnen. Das war das Wichtigste, dass wir unten rauskommen.
bundesliga.de: Wie hat die Mannschaft den Klassenerhalt gefeiert?
Ziemer: Das war schon lustig. Auf dem Stiftsplatz waren so viele Fans. Das war das allergrößte Erlebnis in meinem Leben bis jetzt.
bundesliga.de: Welche Bedeutung hat die Verpflichtung von Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzenden des FCK? Hat diese Personalentscheidung die Mannschaft im Schlussspurt beeinflusst?
Ziemer: Das hat uns auch noch mal gepusht, dass wir sehen, ein Stefan Kuntz steht hinter uns. In dieser schweren Situation kommt der zu uns und will uns helfen. Ich habe viele Einzelgespräche auch vor dem Spiel mit ihm gehabt. Er hat immer an mich geglaubt und gesagt, dass ich irgendwann die entscheidenden Tore mache und dann ist es egal, wie viele Chancen man vorher vergeben hat. Gegen Köln ist es passiert. Das ist riesig.
bundesliga.de: Die Saison ist zu Ende. Doch Zeit zum Genießen des Klassenerhalts bleibt kaum. Was wird sich beim FCK in den kommenden Wochen und Monaten Ihrer Meinung nach tun?
Ziemer: Ich denke, dass wir uns verstärken werden und dass es weiter so geht wie die letzten Spiele. Dass wir mit Leidenschaft und mit Kampf spielen, wie der alte FCK immer war." Quelle bundesliga.de
Das Gespräch führte Alexander Baunach
Gerade die letzte Aussage stimmt mich positiv das Cello seinen Vertrag verlängern wird!