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Zum Umgang mit ausländischen Spielern

Jonny

Well-Known Member
Hiho,



mit großem Entsetzen haben wir von den Krawallen nach dem Dresden-Spiel lesen müssen. Einige User mussten sogar Umwege gehen und vor diesen Idioten flüchten (siehe Spieltagsthread). Gleichzeitig wird berichtet, dass einer unserer Jungs - Kwame Nsor - vom Betze in sein Hotel gehen musste und den Dresdenern fast in die Arme gelaufen wäre (danke Onkel Helmut, dass du da mit ihm gesprochen hast!).



Zeitgleich muss man lesen, dass Fortounis und Borysiuk wohl kaum Fortschritte machen, was das Lernen der deutschen Sprache anbelangt. Hier mögen die Spieler eine Mitschuld tragen. Gleichzeitig hat jedoch auch der Verein die Verantwortung den Spielern bei der Intregration zu helfen. Schließlich sind die beiden große Talente und haben Ablöse gekostet (über 2 Millionen!). Sie könnten vielleicht (noch) mehr zum großen Ziel beitragen, wenn der FCK etwas mehr für ihre (Sprach-)Integration tun würde. Diese Folgerungen beruhen zwar "nur" auch Berichten von Fans und der FCK wirft die mangelnden Sprachkenntnisse eher den Spielern vor, als sich selbst in der Verantwortung zu sehen.



Ich frag mich ob die Verantwortlichen selbstverschuldete Probleme verkennen und nicht genug für das Wohlbefinden und die Integration der ausländischen Spieler tun. Wie könnte man hier einen konstruktiven Dialog voranbringen?



Wie seht ihr die Situation?
 
Integration ist meiner Meinung nach von zwei Seiten abhängig, in unserem Fall vom Verein und dem Spieler selbst.

Der Verein bietet Sprachkurse an, die auch von verschiedenen Spielern genutzt werden. Das sind meinetwegen ein Paar Stunden die Woche. Aber die Frage ist: Wie läuft der Umgang mit der Sprache im Privaten ab, im Training? Da ist jeder Spieler selbst gefragt, im Training auch der Trainer, der Anweisungen auf Deutsch gibt, oder eben in Englisch, Spanisch etc.

Ich kenne das von diversen Schüleraustauschen: spreche ich in der Gastfamilie Englisch,lerne ich es. Spreche ich nur mit den Leuten, deren Sprache ich beherrsche, lerne ich nur wenig dazu.

Soviel von mir.
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Kurz gesagt: Der Verein muss Angebote bereitstellen - der Spieler muss sein eigenes Engagement aufbringen, die Sprache wirklich lernen zu wollen.



PS:Noch etwas: sehe ich Deutschland als Durchgangsstation für die Premier League, Italien oder Spanien, warum sollte ich dann die Sprache lernen?
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Das Schlimme ist, dass man das schon seit Jahren hört, gerade

bei Spielern, die der deutschen Sprache kaum oder gar nicht

mächtig sind. Irgendwo im Forum wurde da vor Jahren das schon

mal thematisiert, bzw. angesprochen. Geändert hat sich bis jetzt,

anscheinend, nix... -.-
 
Ich muss sagen, ich bin da sehr nahe bei Blank-Fan.

Der Verein ist offensichtlich schon um Integration bemüht.

Aber auch der betreffende Spieler muss seinen Teil dazu beitragen.

Sonst wird das nix.



Ansonsten handelt es sich in allen Fällen um erwachsene Männer.

Zwar noch recht jung und unerfahren, aber selbständig genug, den Schritt in ein anderes Land zu wagen.

Insoweit brauchen die kein "Rundum-sorglos-Paket".

Man muss sie sich ja nicht komplett selbst überlassen.

Aber die Eigenverantwortung kann man keinem Spieler abnehmen.
 
Ja man muß ihn aber net nach so einem Spiel, allein oder so früh ins Hotel gehen lassen, da seh ich schon eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Vereins gegenüber dem Spieler
 
Ja man muß ihn aber net nach so einem Spiel, allein oder so früh ins Hotel gehen lassen, da seh ich schon eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Vereins gegenüber dem Spieler




ich glaube nicht,dass der verein ihn direkt nach dem spiel ins hotel gechickt hat.

er hätte doch auch nach dem spiel zur mannschaft gehen können und gemeinsam den sieg feiern können...



falls er das nicht wollte,kann man ihn nicht fesseln.



es ist gestern so viel passiert,kinder und ältere menschen wurden misshandelt (körperlich und seelisch).

da versteh ich net,dass jetzt ein einzelner hervorgehoben wird nur weil er zum kader des vereins gehört.



er war einer von vielen der der gefahr ausgeliefert war.



und nur weil er aus einem anderen land kommt,hat er auch nicht mehr,oder weniger recht auf schutz!



auch er wird schon vor und während dem spiel das große polizeiaufgebot gesehen haben,und mitbekommen,dass die dresdner auf randale aus sind...



war ja schließlich net so,dass er plötzlich nach dem spiel mit einem hubschrauber eingeflogen wurde und mitten im dresdner pulk abgeworfen wurde.



der verein kann auch nicht nach jedem spiel,jeden einzelnen spieler an die hand nehmen und nach hause begleiten...
 
und nur weil er aus einem anderen land kommt,hat er auch nicht mehr,oder weniger recht auf schutz!


Dass er gerade deshalb ein besonderes Ziel gewesen wäre ist dir aber schon klar? Lass mal noch einen erkennen dass er Lizenzspieler des Gastgebers ist und dann ist es doch "Ehrensache" für jeden Dynamo-Hool, den aufzumischen... sind halt Wxxxer, fertig. Da muss der Verein im Vorfeld agieren, alles weitere ist Sache der Polizei.



Den Vergleich zu Austausschülern finde ich gut, würde ihn aber erweitern: bei jeder vernünftigen Austauschorganisation bekommt man vor der Ausreise, im Ausland, und nach der Rückkehr mehrfach Schulungen, dazu kommt ein fester Ansprechpartner/Betreuer im Gastland. Ob der FCK das ähnlich handhabt (vielleicht zwei Tage "Grundlagen Fußballdeutschland", Kontakte herstellen zu Studenten an der Uni KL, die aus dem gleichen Land kommen und sich hier auskennen - wurde schonmal irgendwo angesprochen)? Ich weiß nur von Leverkusen, dass sie ihren jungen Südamerikanern solche Angebote zur Verfügung stellen, und das hat sich über die Jahre ja schon mehrfach bewährt.



Nur zu sagen: "Die verdienen mit 18 viel Geld, sollen sie halt mal die Sprache lernen!" greift auf jeden Fall zu kurz!
 
also ich finde der fck macht von aus betrachtet und natürlich von meiner subjektiven wahrnehmung aus schon durchaus viel für die integration ausländischer spieler. borysiuk und swierczok hatten in der letzten rückrunde beispielsweise einen polnischen trainer zur seite bekommen, sodass die integration der beiden jungen einfacher gelingt. dazu war mit micanski ein spieler im kader, der schon länger im verein war und deren sprache sprach. fortounis hatte, wenn ich das richtig in erinnerung habe, bei seiner tante in karlsruhe gewohnt bzw. unterstützung von ihr erhalten, dazu war mit petsos ein deutsch-grieche hier, der ihm sicher auch geholfen hat. nach diesem jahr bzw. der rückrunde sollten doch beide soweit sein, auch ohne die intensive betreuung sich im alltag zurecht zu finden. sicher kann es bei so jungen spielern immer mal wieder schwierigkeiten geben, aber dafür ist dann ja noch roger lutz da, der auch behördengänge mit den jungs erledigt usw. ich finde für angesichts dessen, dass für fortounis und borysiuk durchaus einiges getan wurde über einen längeren zeitraum. irgendwann müssen die beide aber dann auch mal alleine auf den füßen stehen. ist sicherlich aber auch eine alters- und charakterfrage. bei torrejon habe ich beispielsweise nicht den eindruck, dass er integrationsprobleme hat und mit der sprache scheint es bei ihm ja auch voranzugehen. rodnei hatte sich aber auch nach drei jahren in deutschland noch dolmetschen lassen bei pks, auch wenn er privat wohl sehr passabel deutsch spricht.



lange rede kurzer sinn. so ein thema ist immer im einzelfall zu betrachten und ich finde auch, dass ein spieler seinen beitrag zur integration leisten muss. wenn ich mich für einen wechsel in ein fremdes land entscheide, dann sollte ich doch auch den anspruch haben, mich zumindest soweit zu integrieren, dass ich im alltag bestehen kann mit meinen sprachkenntnissen.
 
Um jetzt mal beim Spieler Nsor zu bleiben. Grundsätzlich müssen sich Menschen wohl fühlen, um Leistung bringen zu können.



Wenn er immer noch im Hotel wohnt, nach einem Sieg vorzieht sich ins Hotelzimmer zu legen anstatt mit der Mannschaft zu feiern, dann fühlt er sich sicher nicht wohl und dann läuft was falsch.



Aber man weiß ja nicht, vielleicht wollte er sich auch nur Schick machen gehen, um mit den anderen Jungs saufen zu gehen
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Um jetzt mal beim Spieler Nsor zu bleiben. Grundsätzlich müssen sich Menschen wohl fühlen, um Leistung bringen zu können.


Wenn er immer noch im Hotel wohnt, nach einem Sieg vorzieht sich ins Hotelzimmer zu legen anstatt mit der Mannschaft zu feiern, dann fühlt er sich sicher nicht wohl und dann läuft was falsch.


Das sehe ich übrigens auch kritisch - warum mag er nicht bei den Jungs oder wenigstens im VIP Bereich sein? Hört sich nicht an, als fühle er sich wohl.
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War richtig erschrocken als ich das mit Nsor gelesen habe, kaum auszudenken wenn er in den Assi Mob geraten wäre und einer von den Idioten ihn als FCK Spieler erkannt hätte.

Zudem ist es nicht das erste mal wo man Nsor sich selbst überlässt, erinnere mich noch an das eine Testspiel wo er alleine im Abseits unter den Fans stand, gab glaub sogar ein Foto davon.

Ich weiß ja nicht wie der Integrationsprozess von jungen Spielern bei uns aussieht, aber Marco Haber mit einer "german for dummies" DVD zu den Spielern schicken oder sie 1x pro Woche zum Deutschunterricht bringen, reicht mit Sicherheit nicht aus.

Gerade junge Spieler brauchen professionelle Betreuung und viel Zuspruch um sich in einem fremden Land zurecht zufinden und eine neue Sprache zulernen, vorallem da "deutsche Sprache,schwere Sprache!"
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Ich kann mir jedoch nicht vorstellen das wir einen solchen Aufwand betreiben.
 
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