"Zwölf Teams sind stärker"
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus traut der DFB-Auswahl bei der WM nicht viel zu und erneuert seine Kritik am Bundestrainer.
Frankfurt/Main - Die meisten Spieler ohne das notwendige Potenzial, der Bundestrainer ohne Stil und Routine.
43 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft im eigenen Land hat Lothar Matthäus ein düsteres Bild für die deutsche Nationalmannschaft gemalt und die Kritik an Jürgen Klinsmann erneuert.
Entscheidung pro Lehmann nachvollziehbar
"Wenn dem Jürgen die Nase von jemandem nicht passt, dann hat der bei ihm keine Chance. Das ist jetzt bei Mehmet Scholl so, das war bei Christian Wörns so und auch bei Oliver Kahn", sagte Matthäus bei einem Sponsorentermin in Frankfurt/Main, schränkte aber auch ein: "Die Entscheidung für Jens Lehmann als Torwart Nummer eins kann ich aus sportlicher Sicht nachvollziehen."
Der Rekordnationalspieler warf Klinsmann, mit dem er 1990 den WM-Titel errungen hatte, zudem mangelnde Kommunikation mit seinen Spielern sowie den Bundesliga-Trainern vor.
"Das ist nunmal das Problem, wenn man so selten in Deutschland ist. Die Abstimmung mit den Trainern der Klubs müsste viel besser sein. Außerdem müsste Jürgen viel mehr das Gespräch mit seinen Spielern suchen", meinte Matthäus.
Für die WM (9. Juni bis 9. Juli) sieht der 45-Jährige deshalb schwarz.
"Wir haben drei bis vier Weltklassespieler. Unsere zwei Torhüter, mit Abstrichen Miroslav Klose sowie Michael Ballack - und der hat den Kopf wegen seiner ungewissen Zukunft nicht frei", sagte Matthäus:
"Es gibt mindestens zwölf Teams, die stärker sind als wir. Selbst so eine Mannschaft wie die Schweiz ist besser organisiert."
"Argentinien wird Weltmeister"
Trotz Heimbonus wäre das Erreichen des Finales für Matthäus ein Wunder.
"Ich bin ehrlich und die Wahrheit will man oft nicht hören, aber ich denke, dass wir im Achtelfinale ausscheiden werden. Wenn es gegen Schweden oder England geht, wird es sehr schwer", erklärte der gebürtige Franke.
Sein Weltmeistertipp: "Argentinien mit Jung-Star Lionel Messi! Durch ein 1:0 im Endspiel gegen Italien."
Matthäus begrüßt Nowotny-Comeback
Begrüßen würde Matthäus die Rückkehr von Jens Nowotny. "Er ist gut in Form, hat Ausstrahlung und könnte der Abwehr helfen", sagte Matthäus über den Leverkusener, der zuletzt beim Fitnesstest in Düsseldorf wieder zum Kreis der DFB-Auswahl gestoßen war.
Auch die Bundesligavereine nahm Matthäus in die Kritik: "Da geben sich viele Verantwortliche mit Ausnahme des FC Bayern München zu schnell zufrieden."
Hoffnung für den deutschen Fußball
Eine Rückkehr nach Deutschland kann sich Matthäus, der zuletzt beim brasilianischen Klub Atletico Paranaense nach einem Monat das Handtuch geschmissen hatte, zwar vorstellen, aber "nicht auf Teufel komm raus".
Dem deutschen Fußball machte Matthäus mittelfristig trotzdem Hoffnung.
"Auch die Franzosen haben eine Durststrecke durchgemacht und sind dann Welt- und Europameister geworden", meinte Matthäus und fügte scherzend hinzu: "Den größten Fehler hat Franz Beckenbauer gemacht, dass er die WM schon 2006 nach Deutschland geholt hat."
Quelle: www.sport1.de
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus traut der DFB-Auswahl bei der WM nicht viel zu und erneuert seine Kritik am Bundestrainer.
Frankfurt/Main - Die meisten Spieler ohne das notwendige Potenzial, der Bundestrainer ohne Stil und Routine.
43 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft im eigenen Land hat Lothar Matthäus ein düsteres Bild für die deutsche Nationalmannschaft gemalt und die Kritik an Jürgen Klinsmann erneuert.
Entscheidung pro Lehmann nachvollziehbar
"Wenn dem Jürgen die Nase von jemandem nicht passt, dann hat der bei ihm keine Chance. Das ist jetzt bei Mehmet Scholl so, das war bei Christian Wörns so und auch bei Oliver Kahn", sagte Matthäus bei einem Sponsorentermin in Frankfurt/Main, schränkte aber auch ein: "Die Entscheidung für Jens Lehmann als Torwart Nummer eins kann ich aus sportlicher Sicht nachvollziehen."
Der Rekordnationalspieler warf Klinsmann, mit dem er 1990 den WM-Titel errungen hatte, zudem mangelnde Kommunikation mit seinen Spielern sowie den Bundesliga-Trainern vor.
"Das ist nunmal das Problem, wenn man so selten in Deutschland ist. Die Abstimmung mit den Trainern der Klubs müsste viel besser sein. Außerdem müsste Jürgen viel mehr das Gespräch mit seinen Spielern suchen", meinte Matthäus.
Für die WM (9. Juni bis 9. Juli) sieht der 45-Jährige deshalb schwarz.
"Wir haben drei bis vier Weltklassespieler. Unsere zwei Torhüter, mit Abstrichen Miroslav Klose sowie Michael Ballack - und der hat den Kopf wegen seiner ungewissen Zukunft nicht frei", sagte Matthäus:
"Es gibt mindestens zwölf Teams, die stärker sind als wir. Selbst so eine Mannschaft wie die Schweiz ist besser organisiert."
"Argentinien wird Weltmeister"
Trotz Heimbonus wäre das Erreichen des Finales für Matthäus ein Wunder.
"Ich bin ehrlich und die Wahrheit will man oft nicht hören, aber ich denke, dass wir im Achtelfinale ausscheiden werden. Wenn es gegen Schweden oder England geht, wird es sehr schwer", erklärte der gebürtige Franke.
Sein Weltmeistertipp: "Argentinien mit Jung-Star Lionel Messi! Durch ein 1:0 im Endspiel gegen Italien."
Matthäus begrüßt Nowotny-Comeback
Begrüßen würde Matthäus die Rückkehr von Jens Nowotny. "Er ist gut in Form, hat Ausstrahlung und könnte der Abwehr helfen", sagte Matthäus über den Leverkusener, der zuletzt beim Fitnesstest in Düsseldorf wieder zum Kreis der DFB-Auswahl gestoßen war.
Auch die Bundesligavereine nahm Matthäus in die Kritik: "Da geben sich viele Verantwortliche mit Ausnahme des FC Bayern München zu schnell zufrieden."
Hoffnung für den deutschen Fußball
Eine Rückkehr nach Deutschland kann sich Matthäus, der zuletzt beim brasilianischen Klub Atletico Paranaense nach einem Monat das Handtuch geschmissen hatte, zwar vorstellen, aber "nicht auf Teufel komm raus".
Dem deutschen Fußball machte Matthäus mittelfristig trotzdem Hoffnung.
"Auch die Franzosen haben eine Durststrecke durchgemacht und sind dann Welt- und Europameister geworden", meinte Matthäus und fügte scherzend hinzu: "Den größten Fehler hat Franz Beckenbauer gemacht, dass er die WM schon 2006 nach Deutschland geholt hat."
Quelle: www.sport1.de