Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

[1/4-Finale] DEUTSCHLAND - Italien 7:6 (1:1; 1:1; 0:0) n.E.

Auf Basis einer Grundgesamtheit von zwei(!) verlorenen Spielen darauf zu schließen, dass auch Deutschland verloren hätte (was sie beinahe taten ob der Menge an verschossenen Elfmetern; trotz oder ob der Umstellung), ist aber wissenschaftlich genauso wertvoll wie ein religiöser Kontext
default_icon_wink.gif

Das war jetzt sehr schwere Kost zu solch fortgeschrittener Stunde.
 
vor 3 Stunden schrieb uppsala:




Auf Basis einer Grundgesamtheit von zwei(!) verlorenen Spielen darauf zu schließen, dass auch Deutschland verloren hätte (was sie beinahe taten ob der Menge an verschossenen Elfmetern; trotz oder ob der Umstellung), ist aber wissenschaftlich genauso wertvoll wie ein religiöser Kontext
default_icon_wink.gif


Ich stimme Dir insofern zu, dass auch mit meiner Argumentation letztendlich kein Beweis erbracht werden konnte. Ich habe mich aber insofern kurz halten wollen, als die von Scholl und anderen vorgebrachte Argumentation noch weniger stichhaltig und argumentativ untermauert ist (ich habe ja zuvor schon ausführlicher geschrieben, warum es Sinn ergab, mit 3 IV zu spielen). Ehrlich gesagt sehe ich hinter dieser Sichtweise lediglich eine Emotion der Stärke ("Wir sind der Weltmeister"), die zu der Fehldeutung führt, man müsse sich nicht entsprechend dem Gegner taktisch einstellen; eine rationale Begründung zumindest für seine Meinung liefert Scholl nicht, mit ähnlicher Einstellung ist schon Klinsmann in München gescheitert.




Für mich hat der Großteil von dem, was Scholl hier äußert, Stamm-Tisch-Niveau und ich denke, er hat sich in Bezug auf künftige Beschäftigungsmöglichkeiten als Chef-Trainer sicher auch keinen Gefallen getan. Meiner Ansicht nach hat Löw bewiesen, dass er kein schlechter Trainer ist und vorrausschauend aus den Fehlern der Belgier und Spanier gelernt. (und eigentlich habe ich von Löw nie viel gehalten und er ist mir absolut unsympathisch)
 
Hier mal ein recht guter Kommentar zum "Scholl-Gate" bei Spiegel Online:



Zitat



<div>

Kommentar zu Scholls Kritik: Komplett daneben



Ein Kommentar von Lukas Rilke




 




Joachim Löws Taktik gegen Italien wertete Mehmet Scholl als Zeichen von Schwäche. Damit liegt der ARD-Experte schlicht falsch. Erst Anpassungsfähigkeit brachte der DFB-Elf großen Erfolg.



</div>


Quelle und weiter: http://www.spiegel.de/sport/fussball/mehmet-scholls-kritik-an-joachim-loew-komplett-daneben-a-1101104.html




Bis auf den Teil zur Guardialo bei Barcelona, der ähnlich wie Löw früher stur am Ballbesitzfußball festgehalten hat und ob der Qualität des Kaders damit erfolgreich bleiben konnte, ist das soweit alles richtig.




Hier noch eine etwas tiefer gehende Analyse bei welt.de, die aber dennoch verständlich bleibt:



Zitat



<div>
<div>
Sport


Scholls Taktik-Kritik




03.07.16



 

</div>


Löw hat gegen Italien alles richtig gemacht



Mehmet Scholl geht nach Deutschlands Sieg auf Joachim Löw los. Dabei war dessen Umstellung der Schlüssel zum Sieg. Er hat aus Fehlern anderer Trainer gelernt und auch im Spiel sehr gut taktiert.


</div>


Quelle und weiter: http://www.welt.de/sport/fussball/em-2016/article156766120/Loew-hat-gegen-Italien-alles-richtig-gemacht.html:




 




An dieser Stelle mal  ein Lob an unsere Medien, als dass man Schreiber in den eigenen Reihen hat, die taktisch versierter sind als so mancher "Trainer" oder "Experte". Wobei ich es erschreckend finde, dass Scholl für diesen Unsinn noch recht viel Zuspruch bekommen hat, dass sich also zu der Thematik geäußert wird, ohne die taktischen Ausrichtungen von 2008, 2010, 2012, 2014 zumindest im Allgemeinen noch vergegenwärtigt zu haben - also quasi das gleiche, was Scholl auch getan hat. Bei ihm wiegt das umso schwerer, als dass er es eigentlich besser hätte wissen sollen, denn dafür bekommt er ja eigentlich sein Geld. Vielleicht setzt ja irgendwann doch die Erkenntnis ein, dass es eben zum "Experten" nicht ausreicht, hin und wieder einen dollen Spruch rauszuhauen.
 
Für mich war eher der Zeitpunkt der Kritik nach dem Spiel unpassend. So ziemlich alle in meiner Umgebung haben geschnauft, als die Aufstellung bekannt wurde, zu diesem Zeitpunkt hätte dann auch Scholl ansetzen müssen. Nach dem Spiel, noch dazu als Sieger und dem spannenden Elfmeterschießen, das uns letztlich ja Neuer und Greenhorns gewonnen haben, wirkte es deplatziert. Andererseits soll ein Experte ja zum Nachdenken anregen, das hat Scholl geschafft. 
 
Nach einem Sieg ist eine Kritik an einer Aufstellung oder Taktik doch mutiger als nach einer Niederlage, oder?




Mir hat übrigens die Form der Kritik auch nicht gefallen, das hörte sich wie eine persönliche Abrechnung an ...
 
Zurück
Oben