Oberliga-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern empfängt den Spitzenreiter aus Worms
Im direkten Aufeinandertreffen war es gerade einmal ein Freistoß, der den Unterschied zwischen beiden Mannschaften ausmachte. Am Ende des Jahres lagen zwischen dem 1. FC Kaiserslautern II und Wormatia Worms, dem Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Südwest, satte 16 Punkte. Morgen (15.30 Uhr, Platz 4) haben die Lauterer die Chance, in der ersten Begegnung des Jahres diese Kluft zu verringern und mit einem Erfolgserlebnis vielleicht doch noch den Zug Richtung Regionalliga zu erwischen.
Beim 1. FCK ist die Hoffnung groß, die Hauptursachen für die mangelnde Konstanz, die viele unnötige Punkte kostete, endlich bereinigt zu haben. „Wir haben jetzt viel mehr Struktur in der Mannschaft, das ganze Gefüge ist viel gefestigter", ist sich Alois Schwartz sicher, dass die Vorbereitungsphase der letzten Woche Früchte trägt. Die Indizien, an denen der Trainer seine These aufhängt, sind nicht nur die Ergebnisse der zuletzt sämtlich erfolgreichen Testspiele, sondern vielmehr deren Verlauf. „Es tat gut zu sehen, dass wir uns auch durch Rückstände nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen lassen, sondern ein Spiel auch drehen können", erkennt Schwartz einen Reifeprozess, der dadurch begünstigt wird, dass die als Führungsspieler vorgesehenen Routiniers wie Marco Grimm, Nico Weißmann und Torsten Reuter ihre Anpassungs- beziehungsweise Verletzungsprobleme hinter sich haben und mit gutem Beispiel vorangehen.
Die Zuversicht, die nun über Wochen befeuert worden ist, soll morgen nach 90 Minuten gegen den aktuellen Tabellenführer nicht gleich aufgebraucht sein. Die angepeilte Aufholjagd auf die ersten vier Plätze lässt wenig Platz für Niederlagen. „Deswegen ist es egal, gegen wen wir zuerst antreten. Wir dürfen uns nicht viel erlauben und wollen am liebsten direkt einen Dreier einfahren", will sich Schwartz nicht auf Diskussionen um die Stärke des Gegners einlassen.
Sebastian Stachnik wird nicht helfen können, die Wormatia zu besiegen. Eine entzündete Bauchspeicheldrüse ließ kein Training des Stürmers zu. Abstellungen von oben sind in diesem Mannschaftsteil auch nicht zu erwarten. Nach dem Ablauf der Sperre Matthieu Bedas könnte lediglich ein Manndecker in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Ansonsten wird die Elf, die gegen Pfullendorf aufgelaufen ist, weitestgehend auch morgen auf dem Spielberichtsbogen vermerkt werden. Die Partie wurde vorsorglich vom Freitagabend auf den Samstag gelegt, um etwaige Probleme mit der defektanfälligen Flutlichtanlage auf Platz vier zu umgehen. Beim FCK II setzt man darauf, nach der Partie strahlende Gesichter statt Scheinwerfer präsentieren zu können. (dbo)
GALLS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung