FCK alleine an Spitze
BASKETBALL: 93:80-Pflichtsieg gegen Rastatt
Von unserem Mitarbeiter
Karsten Kalbheim
KAISERSLAUTERN. Pflicht erfüllt: Mit 93:80 (48:43) besiegten die Zweitliga-Basketballer des 1. FC Kaiserslautern gestern Abend den Aufsteiger TV Rastatt und eroberten die alleinige Tabellenführung.
Die „Roten Teufel" nutzten die Gunst der Stunde und zogen am BV Chemnitz vorbei, der tags zuvor überraschend sein Heimspiel gegen Jena verlor. „Als Tabellenführer nach Jena zu fahren, ist einfach sensationell. Wenn wir dort gewinnen, wäre das ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft. Allerdings müssen wir uns dazu im Vergleich zu heute alle noch steigern", erklärte Lauterns Michael Skender.
FCK-Neuzugang Ronald Taylor hatte zunächst mit Startschwierigkeiten zu kämpfen und vergab in der ersten Spielminute zwei Freiwürfe. Den wahren Taylor bekamen die 600 Zuschauer im ausverkauften Schulzentrum Nord dann aber im zweiten Viertel zu sehen, als er innerhalb weniger Minuten drei Dreier markierte und der FCK auf 40:25 (15.) davonzog. „Ronald hat defensiv und offensiv einen guten Job gemacht", lobte FCK-Headcoach Uwe Sauer den US-Amerikaner, der insgesamt 23 Punkte erzielte und einen gelungenen Einstand feierte.
Am etatmäßigen Spielmacher Whit Holcomb-Faye lief die Partie über weite Strecken vorbei. Bezeichnend eine Szene in der 23. Spielminute, als er nach einem vergebenen Korbleger einfach stehen blieb und nicht mit zurück lief. „Whit hat zu keinem Zeitpunkt seinen Rhythmus gefunden. Bei einigen Würfen hatte er dann auch noch Pech", analysierte Sauer, der mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein konnte.
Besonders im ersten Durchgang ließen die „Roten Teufel" über weite Strecken die nötige Aggressivität vermissen und ließen von außen immer wieder offene Würfe zu. Hiervon profitierte vor allem Rastatts Jevon Clarke, der 17 seiner 22 Punkte schon vor dem Seitenwechsel markierte. Danach hatte ihn Michael Skender gut im Griff und engte die Kreise des agilen US-Amerikaners spürbar ein.
Im dritten Viertel schien der Korb für die Rastatter wie vernagelt zu sein, und die Badener ließen zahlreiche einfache Punkte liegen. Dennoch steckten sie zu keinem Zeitpunkt auf und boten den Lauterern einen großen Kampf. Mit einem 19:3-Lauf setzten sich die Pfälzer bis zum Beginn des Schlussabschnitts auf 71:53 ab und und verwalteten in den letzten zehn Minuten routiniert ihren Vorsprung.
So spielten sie
1. FC Kaiserslautern: Arigbabu (24), Taylor (23), Skender (17), Robbins (14), Damjanovic (6), Holcomb-Faye (4), Schwartz (2), Kreis, Fotsing-Kamden
Spielfilm: 15:15 (6.), 27:15 (8.), 40:25 (15.), 45:43 (20.), 63:53 (27.), 71:53 (30.), 87:71 (36.) - Beste Spieler: Arigbabu, Taylor, Skender - Zuschauer: 600 - Schiedsrichter: Pelzer/Vukic.
WEHNERO / WEHNERO
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ