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Auch der "Betze" ist ein Thema
Mainz 05 will der Uefa zwei Stadien melden / Herzlake-Trip fällt flach
Vom 08.06.2005
Bei der Suche nach einem Uefa-Cup-Standort hat Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 gleich mehrere Optionen im Auge. Neben dem heimischen Bruchwegstadion und der Frankfurter Commerzbank-Arena ist auch das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern in der engeren Auswahl.
Von
Ulrich Gerecke
Der Mainzer Manager Christian Heidel will am Donnerstag und Freitag Gespräche mit den Stadionbetreibern in Frankfurt und Kaiserslautern führen. "Wir sind nach allen Seiten offen. Wir werden ziemlich sicher zwei Stadien bei der Uefa melden, aber das geschieht möglicherweise erst nach der Auslosung der ersten Qualifikationsrunde", erklärte Heidel gestern gegenüber der AZ. Die besagte Ziehung findet am 24. Juni in Nyon statt.
Für Heidel wird das Unternehmen Uefa-Cup eine Rechnung mit mehreren Unbekannten. Bei einem Umzug nach Frankfurt wäre nach AZ-Informationen eine Stadionmiete im Bereich von 200000 bis 250000 Euro fällig. "Unser Problem ist, dass wir in Mainz nur etwas über 10000 Karten verkaufen können", erklärt Heidel den Spagat. "Aber wir werden kein wirtschaftliches Risiko eingehen. Und bei Stadionmieten in einer gewissen Größenordnung kann man sich ausmalen, wie viele Zuschauer kommen müssten. Wir wollen die Eintrittspreise ja auch nicht über Gebühr erhöhen." Die "Mutter aller Fragen" lautet also: Rennen die 05-Fans den Mainzern auch die Stadiontore ein, wenn es gegen FK Neftschi Baku aus Aserbaidschan oder IB Vestmannaeyjar aus Island geht?
Durch die Möglichkeit, neben dem Bruchwegstadion einen weiteren Spielort zu nennen, lässt sich das Risiko zumindest einschränken, allerdings müsste nach der Auslosung schnell eine Entscheidung fallen. In der Frankfurter Commerzbank-Arena würden die Mainzer jedenfalls mit offenen Armen empfangen. "Grundsätzlich ist das eine interessante Veranstaltung für uns", sagt Heinz Anders, der für den Stadionvermarkter Sportfive in Frankfurt als Teamleiter fungiert.
Sportfive hält übrigens auch die Fernsehrechte an den beiden Qualifikationsrunden des Uefa-Cups und sucht derzeit einen Sender für die Spiele. "Da dürfte das DSF Vorrang haben", vermutet Heidel, schließlich hat das Deutsche SportFernsehen schon die Rechte für den Gesamtwettbewerb erworben. Da Sportfive zudem viele ausländische Uefa-Cup-Rechte hält, wird vermutlich auch das Mainzer Auswärtsspiel gezeigt. Reichtümer gibt es in der Qualifikation allerdings nicht zu verdienen. Zum Vergleich: Dem Vernehmen nach bezahlt das DSF für Privatspiele nur rund 10000 Euro. Beim TV-Geld wird es also erst ab der Hauptrunde interessant.
Einen Tag vor der Auslosung der ersten Qualifikationsrunde am 24. Juni teilt die Uefa die 56 Teilnehmer in drei Zonen (Nord, Zentral, Süd) auf, die untereinander zu Paarungen zugelost werden. Mainz wird wohl im Nord- oder Zentral-Topf landen, nach Ansicht von Beobachtern wird der 05-Gegner tendenziell wahrscheinlich eher aus Osteuropa kommen.
Wie auch immer er letztlich heißt - ein "Opfer" hat das Mainzer Europa-Abenteuer schon gefordert, nämlich das Trainingslager in Herzlake. Statt ins Emsland werden sich Jürgen Klopp und sein Team nun voraussichtlich vom 5. bis 11./12. Juli sowie vom 17. bis 21. Juli im näheren Umland von Mainz zum Feinschliff zurückziehen. Dazwischen liegt das Uefa-Cup-Hinspiel, am 22. Juli sind die Profis wieder in Mainz, wenn das Fanfest auf dem Schillerplatz steigt.
Falkenmayer nach TrierBei aller Uefa-Cup-Euphorie dreht sich auch das Personenkarussell weiter. Gestern verabschiedete sich Michael Falkenmayer vom Bruchweg: Der 22 Jahre alte Abwehrspieler unterschrieb für zwei Jahre beim Regionalligisten Eintracht Trier (plus ein Jahr Option für die Zweite Liga). Der zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses lange Zeit außer Gefecht gesetzte Rechtsverteidiger hatte sich mit den Mainzern nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können.
Quelle: www.allgemeine-zeitung.de
Mainz 05 will der Uefa zwei Stadien melden / Herzlake-Trip fällt flach
Vom 08.06.2005
Bei der Suche nach einem Uefa-Cup-Standort hat Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 gleich mehrere Optionen im Auge. Neben dem heimischen Bruchwegstadion und der Frankfurter Commerzbank-Arena ist auch das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern in der engeren Auswahl.
Von
Ulrich Gerecke
Der Mainzer Manager Christian Heidel will am Donnerstag und Freitag Gespräche mit den Stadionbetreibern in Frankfurt und Kaiserslautern führen. "Wir sind nach allen Seiten offen. Wir werden ziemlich sicher zwei Stadien bei der Uefa melden, aber das geschieht möglicherweise erst nach der Auslosung der ersten Qualifikationsrunde", erklärte Heidel gestern gegenüber der AZ. Die besagte Ziehung findet am 24. Juni in Nyon statt.
Für Heidel wird das Unternehmen Uefa-Cup eine Rechnung mit mehreren Unbekannten. Bei einem Umzug nach Frankfurt wäre nach AZ-Informationen eine Stadionmiete im Bereich von 200000 bis 250000 Euro fällig. "Unser Problem ist, dass wir in Mainz nur etwas über 10000 Karten verkaufen können", erklärt Heidel den Spagat. "Aber wir werden kein wirtschaftliches Risiko eingehen. Und bei Stadionmieten in einer gewissen Größenordnung kann man sich ausmalen, wie viele Zuschauer kommen müssten. Wir wollen die Eintrittspreise ja auch nicht über Gebühr erhöhen." Die "Mutter aller Fragen" lautet also: Rennen die 05-Fans den Mainzern auch die Stadiontore ein, wenn es gegen FK Neftschi Baku aus Aserbaidschan oder IB Vestmannaeyjar aus Island geht?
Durch die Möglichkeit, neben dem Bruchwegstadion einen weiteren Spielort zu nennen, lässt sich das Risiko zumindest einschränken, allerdings müsste nach der Auslosung schnell eine Entscheidung fallen. In der Frankfurter Commerzbank-Arena würden die Mainzer jedenfalls mit offenen Armen empfangen. "Grundsätzlich ist das eine interessante Veranstaltung für uns", sagt Heinz Anders, der für den Stadionvermarkter Sportfive in Frankfurt als Teamleiter fungiert.
Sportfive hält übrigens auch die Fernsehrechte an den beiden Qualifikationsrunden des Uefa-Cups und sucht derzeit einen Sender für die Spiele. "Da dürfte das DSF Vorrang haben", vermutet Heidel, schließlich hat das Deutsche SportFernsehen schon die Rechte für den Gesamtwettbewerb erworben. Da Sportfive zudem viele ausländische Uefa-Cup-Rechte hält, wird vermutlich auch das Mainzer Auswärtsspiel gezeigt. Reichtümer gibt es in der Qualifikation allerdings nicht zu verdienen. Zum Vergleich: Dem Vernehmen nach bezahlt das DSF für Privatspiele nur rund 10000 Euro. Beim TV-Geld wird es also erst ab der Hauptrunde interessant.
Einen Tag vor der Auslosung der ersten Qualifikationsrunde am 24. Juni teilt die Uefa die 56 Teilnehmer in drei Zonen (Nord, Zentral, Süd) auf, die untereinander zu Paarungen zugelost werden. Mainz wird wohl im Nord- oder Zentral-Topf landen, nach Ansicht von Beobachtern wird der 05-Gegner tendenziell wahrscheinlich eher aus Osteuropa kommen.
Wie auch immer er letztlich heißt - ein "Opfer" hat das Mainzer Europa-Abenteuer schon gefordert, nämlich das Trainingslager in Herzlake. Statt ins Emsland werden sich Jürgen Klopp und sein Team nun voraussichtlich vom 5. bis 11./12. Juli sowie vom 17. bis 21. Juli im näheren Umland von Mainz zum Feinschliff zurückziehen. Dazwischen liegt das Uefa-Cup-Hinspiel, am 22. Juli sind die Profis wieder in Mainz, wenn das Fanfest auf dem Schillerplatz steigt.
Falkenmayer nach TrierBei aller Uefa-Cup-Euphorie dreht sich auch das Personenkarussell weiter. Gestern verabschiedete sich Michael Falkenmayer vom Bruchweg: Der 22 Jahre alte Abwehrspieler unterschrieb für zwei Jahre beim Regionalligisten Eintracht Trier (plus ein Jahr Option für die Zweite Liga). Der zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses lange Zeit außer Gefecht gesetzte Rechtsverteidiger hatte sich mit den Mainzern nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können.
Quelle: www.allgemeine-zeitung.de