huch, ich dachte, hier seien die heutigen Berichte schon eingestellt ...
VOILÀ:
<span>Wolfs Rückkehr – nur ein Randaspekt </span>
Es ist kein Spiel wie jedes andere. Wenn der
1. FC KAISERSLAUTERN am Sonntag in Nürnberg antritt, geht es um mehr als drei Punkte gegen den Abstieg. Denn Trainer Wolfgang Wolf muss sich mit vielen Problemen auseinandersetzen.
Die Tabellensituation: Noch einmal kann sich der FCK so eine Pleite wie gegen Hertha ( 0: 2) nicht erlauben. Denn ständig werden ihm die Konkurrenten nicht den Gefallen tun, im Gleichschritt zu versagen. Eine weitere Niederlage und die Pfälzer müssen den Kampf um den Klassenerhalt womöglich für vorzeitig gescheitert erklären.
Um das zu verhindern, reist Trainer Wolfgang Wolf mit seiner Mannschaft bereits am Gründonnerstag nach Franken und bezieht in Herzogenaurach ein mehrtägiges Trainingslager. „ Wir haben uns in der letzten Zeit nicht so präsentiert, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Jetzt wollen wir alle Kraft bündeln und uns es noch mal bewusst machen, dass wir die Chance besitzen, aus eigener Kraft die Klasse zu halten. Die anderen Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen, sind doch auch nicht besser“, formuliert Wolf seine Ziele, die er mit dem Trainingslager erreichen will. Er schließt nicht aus, vor den anderen „ Endspielen“ erneut ins Hotel zu ziehen.
Die Personalsituation: Boubacar Sanogo wollte wegen eines Haarrisses im Zeh bereits gegen Hertha pausieren, ließ sich dann von Wolf überreden, als Reservist zur Verfügung zu stehen. Ein fünfzigminütiger Einsatz verschlimmerte die Beschwerden, nun wurde ein Ermüdungsbruch im linken Vorderfuß festgestellt – das vorzeitige Saisonende. In dieser Woche konnte Sanogo bisher nicht trainieren.
Ferydoon Zandi plagt eine Adduktorenverletzung, Marco Engelhardt ein Pferdekuss. Außerdem ist Fabian Schönheim angeschlagen. Wolf muss also erneut improvisieren.
Die Manager-Frage: Die Absage von Marc Wilmots, wodurch Wolf als Interimsmanager in eine ungewollte Doppelrolle gedrängt wird, reiht sich nahtlos ein in die Fehler, die von der Lauterer Führungsetage im Laufe der Saison gemacht wurden. Nach dem Hinspiel gegen den Club ( 1: 3) und der Entlassung von Michael Henke wurde eine Zäsur im Management versäumt, Vorstandsboss Rene C. Jäggi trat zurück, um später weiterzumachen. In dieser Woche beginnt die Sportdirektorsuche bei null. Dadurch wird die Gerüchteküche zusätzlich angeheizt. Spekulationen um die Zukunft von Trainer Wolfgang Wolf schießen ins Kraut. „ Mein Vertrag läuft bis 2008 und ich bin einer, der die Verträge eigentlich erfüllt“, sagt der Coach.
Die Rückkehr zum Club: Wenigstens hier hat der Trainer mal Grund zum Lachen. „ Ich freue mich auf die Leute und darauf, ihnen die Hand zu geben. Vom Präsident angefangen über die Spieler bis zum Zeugwart. Unsere Trennung ist abgelaufen, wie ein Trainerwechsel ablaufen muss, sofern er überhaupt notwendig ist“, betont Wolf. Woran er keine Zweifel hat. „ Es war für beide Seiten das Beste.“ Club* Sportdirektor Martin Bader, der einst auf Geheiß von Wolf geholt worden war: „ Die berühmten Mechanismen des Geschäftes lassen nun manchmal keinen Platz für Sentimentalitäten.“
MICHAEL EBERT
Quelle: KICKER ONLINE