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Das allerdings ist in Leverkusen leichter gesagt als getan. Lauterns letzter Sieg bei Bayer glückte am 19. August 1994. [...]
Erstes Saisontor von Pletsch, zuletzt traf er am 30. Oktober 2004 ( damals noch für Gladbach gegen die Bayern)
Béda, Schönheim und Borbély als letzte Trumpfkarten
1 „ Wenn wir nicht absteigen, haben wir viel, viel Glück gehabt.“
Wolfgang Wolf wird keinen fi nden, der ihm widerspricht. Der Trainer weiß: Würden die Konkurrenten Mainz, Wolfsburg und Frankfurt keine Nerven zeigen, nicht mit versagen, der FCK könnte längst planen: für die 2. Liga! 1: 5 in Hannover bei Wolfs Amtsantritt im November, jetzt ein 1: 5 in Leverkusen vier Monate später.
Die Gründe, warum der Trainer mit einem oft überforderten Team auf der Stelle tritt: Im Kader ist zu wenig erstklassige Qualität! Damit muss Wolf bis zum Saisonende leben. Zumal Alternativen in allen Mannschaftsteilen fehlen.
Trotzdem schaut der Coach nicht in den Abgrund, nur nach vorne: „ Wir können den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schaffen.“ Nicht mehr als eine Durchhalteparole, die nach 28 Spieltagen dennoch nach wie vor der Realität entspricht.
Dabei treten die „ Roten Teufel“ auswärts zuletzt das Glück regelmäßig mit Füßen. Katastrophal in Hamburg ( 0: 3), desolat in Dortmund trotz eines schmeichelhaften 1: 2, desaströs in Leverkusen, wo man mit einem 1: 5 noch gut bedient war. Zweitklassige Darbietungen in der Fremde enttäuschen Wolf ein ums andere Mal, entmutigen ihn allerdings nicht: „ Wir stehen ja nicht umsonst mit diesem Kader auf einem Abstiegsplatz.“ Zahlen lügen nicht. Von 26 eingesetzten Pfälzer Feldspielern weisen nur Altintop ( 3,64), Béda ( 3,50), Halfar ( 3,71) Lembi ( 3,91), Reinert ( 3,75), Sanogo ( 3,76) und Schönheim ( 3,42) einen besseren kicker- Notenschnitt als vier auf.
Hilfl os, kampfl os, wehrlos. Auswärts nur noch Punktelieferant? Wolfs Erklärung für den peinlichen Auftritt: „ Wenn Eckpfeiler ausfallen, ist das momentan nicht zu verkraften.“ Mit Mathieu Béda ( 24, Wadenzerrung) und Fabian Schönheim ( 19, Muskelfaserriss im Oberschenkel) fehlte der Abwehr das Herzstück. „ Béda schiebt von hinten raus, dadurch wird das Mittelfeld sicherer.“ In Wolfs Rettungsplan spielt der Winter- Zugang eine bedeutende Rolle. Béda, Schönheim und Bálasz Borbely – stechen die Trumpfkarten, kann Lautern doch noch überleben.
Diese Saison ist eigentlich fast alles schief gelaufen, was schieflaufen konnte.
Das sehe ich nicht so. Ich finde wir sind die Saison vom Verletzungspech (der Eindruck der letzten Wochen verzerrt dieses Bild vielleicht etwas) weitestgehend verschont geblieben. Also aus der Ecke hätte der Gegenwind schärfer sein können.
Das heisst aber doch auch nur, dass wir viel zu wenig Chancen erarbeiten - oder?
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