Der FC Hansa hat den tatsächlich veröffentlicht. Hier der Artikel:
OZ vom 12.06.2007
Machtkampf bei Hansa blockiert Spielertransfer
Drei Wochen vor dem Trainingsauftakt beim FC Hansa tritt der Disput zwischen Cheftrainer und Manager immer deutlicher zu Tage.
Der FC Hansa Rostock scheint sich drei Wochen vor Beginn der Vorbereitung auf die Erstliga-Saison selbst Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Manager Stefan Studer musste gestern einen Rückschlag hinnehmen: Der Transfer von Daniel Schulz von Regionalligist 1. FC Union Berlin zu den Hanseaten wird wohl nicht zustande kommen. Der Druck auf den Manager wächst. Er hat vom Aufsichtsrat den Auftrag, bis zum 30. Juni fünf Neuverpflichtungen unter Dach und Fach zu bringen. Bislang hat Studer nur Torhüter Stefan Wächter vom Hamburger SV zu Hansa gelotst – mit kräftiger Unterstützung des Trainers. Studers Nerven scheinen angespannt: Er hätte einen weiteren Neuzugang, der auf der Wunschliste von Trainer und Aufsichtsrat gestanden habe, präsentieren können. Doch plötzlich sei ihm vom Trainer signalisiert worden, der Spieler sei zu langsam für den FC Hansa und komme als Neuverpflichtung doch nicht in Frage. Weitere Kommentare dazu wollten weder Studer noch Frank Pagelsdorf abgeben.
Unerfreulich, dass der Wechsel des U 21-Nationalspielers Daniel Schulz wohl geplatzt ist. Studer und Unions Sportdirektor Christian Beeck konnten sich gestern abermals nicht auf eine Ablösesumme für das Talent einigen. Während im Vertrag des Berliners eine Transfersumme von 250 000 Euro festgeschrieben ist, hatte Hansa dem Hauptstadtclub zunächst 100 000 Euro angeboten. „Ich habe nochmals mit Christian Beeck telefoniert und ihm unser Angebot unterbreitet. Es sah vor, dass wir beim Klassenerhalt des FCH etwas draufgelegt hätten“, berichtete Studer.
„Wir haben versucht Daniel Schulz den Wunsch zum Wechsel nach Rostock zu erfüllen“, erklärte Christian Beeck nach dem Telefonat mit Studer. Schulz, der Hansas Viererkette verstärken sollte, hat bei Union einen bis 2010 datierten Vertrag, wollte aber schon kommende Saison mit den Rostockern erstklassig spielen.
Beeck versicherte, er habe sich bei den Verhandlungen mit Studer flexibel gezeigt. Doch Unions Forderung und Hansas Angebot lagen wohl immer noch zu weit auseinander. Beeck: „Wir hatten klare Vorstellungen. Die haben sich mit denen von Hansa nicht in Übereinstimmung bringen lassen.“
Hansa-Trainer Pagelsdorf nahm den geplatzten Transfer äußerlich gelassen zur Kenntnis. „Ich werde öffentlich nicht über Neuverpflichtungen sprechen und damit den Preis möglicherweise in die Höhe treiben. Ich möchte das nicht kommentieren“, erklärte der 49-Jährige.
Stefan Studer will sich trotz erneuter Rückschläge nicht beirren lassen: „Es gibt weitere Namen auf der Liste möglicher Neuverpflichtungen. Ich werde daran weiter arbeiten.“
Quelle:
www.fc-hansa.de