1. FC Kaiserslautern heute mit neuem Trainer Hans-Werner Moser bei Arminia Bielefeld
Ein Wachhund für Ervin Skela
Kaiserslautern (zkk). Mit Leidenschaft Fußball spielen, mit Feuer Fußball arbeiten, mit viel Herz die Herzen der Fans gewinnen. Zielvorstellungen von Hans-Werner Moser, dem neuen Trainer des Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, vor dem Sonntagsspiel bei Arminia Bielefeld (Beginn: 17.30 Uhr).
„In den Trainingsspielen war viel Feuer drin. Ich erwarte, sicher wie mein Vorgänger auch, dass die Mannschaft diese Leistungen auf das Spiel überträgt und dann auch in der Lage ist, ihr Potenzial abzurufen", sagte Moser gestern Mittag nach dem Training. Gefehlt hat Timo Wenzel. Wegen starken Nasenblutens hatte der Trainer den Kapitän zum Arzt geschickt, der nach zwei Kollisionen im Training dieser Woche eine Gehirnerschütterung diagnostizierte. So trat der Ex-Stuttgarter die Dienstreise nach Ostwestfalen erst gar nicht an. Gespielt hätte Wenzel wahrscheinlich nicht. Als der neue Trainer am Freitag die gelben Leibchen, Signale für die Mitglieder der heutigen Startelf verteilte, war der Kapitän, der im Amt bleiben soll, außen vor. Stattdessen spielte Lucien Mettomo in der Vierer-Abwehrkette neben Ingo Hertzsch. Ein Indiz für den Wechsel. Mettomo, der seinen Platz in der Mannschaft nicht hätte verlieren dürfen, hat sich den Einsatz wacker erarbeitet. Wenzel aber ist nach einem medialen Kreuzfeuer auch ein Bauernopfer; denn das Tor zum 0:1 gegen Hannover, das viele dem Kapitän anlasteten, hatte Ingo Hertzsch auf seine Kappe genommen.
Als der Mannschaftsbus gestern vom Betzenberg rollte, waren auch Jochen Seitz, Bill Tchato, Ferydoon Zandi, Mika Nurmela und Hany Ramzy nicht an Bord. Seitz war letzten Samstag noch erste Wahl, Zandi spielte 45 Minuten ... Erstmals seit mehr als einem halben Jahr gehört stattdessen Christian Nerlinger wieder zum Kader der Lauterer. Nach seiner Zehengrundgelenk-Operation hatte der Ur-Bayer im Training stets Gas gegeben, bei Kurt Jara aber keine Berücksichtigung mehr gefunden. Belohnt für den Wirbel in den letzten drei Trainingstagen sieht sich Mihael Mikic. Der Flügelstürmer, bei seinen wenigen Einsätzen nicht effektiv, gehört wieder zum Kreis der 18 Nominierten. In Mosers Puzzle für Bielefeld spielt Kamil Kosowski eine tragende Rolle. Er übernimmt wohl den Part von Jochen Seitz.
In vorderster Front tendiert der neue Trainer zu einer Doppelspitze mit Carsten Jancker und Halil Altintop. Ioannis Amanatidis, nach seiner Verletzungsserie auf der Suche nach der Bestform, sitzt in der Schüco-Arena wohl in der Warteschleife. Spielen wird sein künftiger Mannschaftskollege Ervin Skela.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich nicht engagiert. Ich kenne ihn, er wird mit noch mehr Ehrgeiz spielen", vertraut Arminen-Erfolgstrainer Uwe Rapolder seinem Regisseur. Der künftige Lauterer könnte sich mit einem Manndecker konfrontiert sehen, deutete Hans-Werner Moser an. Wird ein Wachhund benötigt, hat Thomas Riedl eh eine Arbeitsplatzgarantie.
Im Gegensatz zu seinem Lauterer Kollegen plagt sich Rapolder mit Personalsorgen: Torjäger Delron Buckley machen Knieprobleme zu schaffen, der Einsatz von Benjamin Lense ist wegen einer Zerrung am Hüftbeuger fraglich, Sergio Pinto klagt wegen einer Knieprellung.
So spielen sie
Arminia Bielefeld: Lense (Rauw), Borges, Gabriel, Schuler - Kauf, Dammeier - Pinto, Skela, Buckley - Dalovic - Es fehlen:
Bogusz (Innenbandzerrung), Owomoyela (Knieoperation), Vata (Nasenbeinbruch), Wisio (Innenbandanriss)
1. FC Kaiserslautern: Ernst - Lembi, Hertzsch, Mettomo, Blank - Engelhardt, Riedl, Sforza, Kosowski - Altintop, Jancker - Ersatz: Macho, Grammozis, Nerlinger, Gjasula, Teber, Mikic, Amanatidis - Es fehlen: Wenzel (Gehirnerschütterung), Wiese (Kreuzbandriss)
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Vorrunde: 1:2