Amanatidis: "Die dümmere Elf"
Sein Nationaltrainer war eigens gekommen. Otto Rehhagel, zu Besuch bei Sohn Jens, Nachwuchskoordinator bei 96, erlebte die stümperhaften Bemühungen des Ioannis Amanatidis live mit. Seine erschreckende Bilanz: Ein Torschuss, zwei gewonnene Zweikämpfe, ansonsten nicht vorhanden bei dieser unansehnlichen Show unter dem Titel Sommerfußball.
"Ich als einziger Stürmer", beklagte sich der Grieche. Er habe es schwer gehabt. Wie er seine persönliche Leistung empfunden habe? Amanatidis mit aufreizender Selbstgefälligkeit: "Läuferisch war ich mit mir zufrieden. Nach der Pause habe ich mich zweimal abgesetzt." Hut ab für so ein unerschrockenes Urteil in eigener Sache.
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Ioannis Amanatidis
Dafür teilte Amanatidis heftig aus. "So kommen wir nicht weiter", lautete seine Kritik an die Kollegen. Gemeint war in erster Linie Jermaine Jones, der "Patzer-Mann" vor dem 0:1. Amanatidis: "Wenn wir solche Fehler machen, obwohl wir es häufig genug angesprochen haben . . ."
Schöne Grüße an Jones auch in dieser Interview-Passage: Nicht die schlechtere, sondern die "dümmere Elf" habe heute verloren. Wobei zumindest an diesem Punkt der Wahrheitsgehalt stimmte: Niemand wollte dem Zwei-Millionen- Einkauf, von Funkel unverständlicherweise nicht gegen Ex-Torjäger Arie van Lent ausgewechselt, da widersprechen: Eine reifere Elf als die Eintracht hätte 96 besiegt.