Wolfgang lass die Teufel (endlich wieder) raus.... Teil 2
Und wieder sind ein paar Tage der Sommerpause vergangen…und obwohl keine Aussicht auf baldiges Ende der fußballfreien Zeit besteht: Die Spannung steigt!
Schließlich ist die Sommerpause auch die Zeit in der Spieler hin und her transferiert werden, wie die Würstchen beim Fleischer! Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Die Spielerberater kennen kein Weihnachten, dieser eine Feiertag wurde getauscht, er wurde ersetzt durch die Sommerpause! Wie jedes Jahr reiben sich die Spielervermittler die Hände…auslaufende Verträge sind immer eine neue Chance (auf Millionen)! Dabei wird der Spieler oftmals zur Marionette der Wittmanns dieser Welt! Da hat der Spieler gerade ein Haus gebaut, die Kinder haben eine neue Schule gefunden…die Frau hat endlich den lang ersehnten Stammfriseur gefunden, bei dem es neben einem netten Plausch auch einen guten Cafe-Latte gibt, und schon ists vorbei mit der Gemütlichkeit! Zur „Karriereverbesserung“ empfiehlt der Spielerberater doch unbedingt einen Vereinswechsel, mehr Geld wäre da auch zu holen und so eine Chance dürfe man sich kaum entgehen lassen. Der Spieler, dem das Stadion gefällt, der von den Fans geliebt wird und der beim Trainer seinen Stammplatz sicher hat, bekommt eine 1-A-Gehirnwäsche verpasst! So verkündet der ein oder andere, dass er den Verein dringend verlassen müsse, er sich nicht richtig verstanden fühle und sowieso bei seinem Verein zu wenig Respekt genießt! Ist es wirklich der Spieler der so redet? –Nein, der Spieler ist als Instrument zu betrachten, als Instrument von geldgeilen Raffzähnen, die eine Lizenz zur Spielerberatung durch die FIFA erhalten haben. Sicher nicht jeder Spieler würde auf Geld verzichten um bei seinem Verein weiterzuspielen, viele, das ist sicher, würden es aber doch machen, aber wofür wird den der Berater bezahlt, wenn man sowieso nicht auf ihn hören sollte?
Wenige Spieler haben den Willen und den Durchblick um ihre Karriere selbst zu planen, selbst zu entscheiden was das Beste ist! Zu schnell der Schritt von Regionalliga in Bundesliga in Nationalmannschaft, zu schnell der Betrag auf dem Konto gewachsen, zu schnell Sprechchöre im Stadion mit dem eigenen Namen gehört! Wer kann bei so etwas den Durchblick behalten, diese Jungs haben gerade die Schule beendet, die Lebenserfahrung ist gering, umso schlimmer, dass sie dann zum Teil von schlechten Beratern „ver“raten und nicht beraten werden! –Weiß ein Podolski was gut für ihn ist? Ist ihm bewusst, dass er bei den Bayern vorläufig nur die zweite Geige spielen wird? Weiß er, dass aus diesem Grund seine Anschlussverträge schlechter sein könnten? Informiert ihn der „Berater“ wirklich über diese Ungewissheiten, oder sieht dieser nur das schnelle Geld?
Jede Sommerpause das gleiche Spiel, der Spieler verkommt zur Ware, der Berater wird zum Marktschreier, welcher seine Ware anbietet…
Doch zurück zur Spannung, die steigt, wie ich sagte, denn auch der FCK beteiligt sich, selbstverständlich und notwendigerweise, am Transferkarussell!
Gesucht: Ein Stürmer! Die Ansprüche, die an ihn gestellt werden sind gering: mindestens 15 Saisontore, viel Erfahrung, aber nicht älter als 24, deutschsprachig, mindestens 1,90 groß und kopfballstark, aber auch schnell und beweglich, dribbelstark, nicht zu teuer (max. 1 mio. € Ablöse) und: dieser Starstürmer sollte auch in die 2. Liga wechseln sollen.
Es ist richtig, dass hohe Ansprüche an unsere neue Sturmhoffnung geknüpft sind, zu stark waren die Sturmduos der Vergangenheit! Aber einen Stürmer wie beschrieben wird man nicht finden, nicht auf dem Markt für die 2. Liga! Nicht mit FCK-Budget! Doch man hat schließlich einen Spieler im Kader der diese Ansprüche erfüllen kann. Und wenn der FCK sich dazu entschließt Boubacar Sanogo zu halten so bleibt nur zu hoffen, dass er zu den Spielern gehört, die für sich selbst denken und die keinen Berater für sich haben, der auf das schnelle Geld schielt….
…in diesem Sinne, auf ein weiteres Transfer-Gerüchte-Raten in der kommenden Zeit!
Heute mal mit einer etwas ernsteren Kolumne, euer
öcherteufel