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ich kann deiner Meinung folgen - kann mir aber die etwas makabere Ironie nicht verkneifen: Bis 1989 wären die meisten derartigen Straftaten auch von "Ausländern" begangen worden (1990 - Wiedervereinigung !)Ich denke einfach, dass es ein Schichtenproblem ist.
Viele der Täter haben weder etwas zu verlieren, wenn sie zuschlagen, noch etwas zu gewinnen, wenn sie nicht zuschlagen.
Die meisten (nicht alle) Jugendtäter, auf die die aktuelle Diskussion zielt, gehören der sogenannten "bildungsfernen Unterschicht" an.
Dieses Problem ist absolut komplex und durch keine Stammtischparole zu lösen.
Es sind Veränderungen in der Bildungspolitik (individuelle Lernarbeit mit denen, die "durchs Raster fallen"), in der Sozialpolitik (mehr Sozialarbeiter, offene Jugendhäuser, etc.), in der Zuwanderungspolitik (wer kommt wie rein) und in der Sicherheitspolitik (mehr Stellen für Polizisten).
Auch unsere Asylpolitik ist stark verbesserungswürdig.
Zum einen werden viele Asylsuchende in Deutschland nicht als "asylwürdig" betrachtet, obwohl sie in ihrer Heimat tatsächlich von Gewalt bedroht sind-
Zum anderen haben viele Ausländer in Deutschland eine befristete Duldung.
Diese Duldung macht es ihnen sehr schwer (wenn nicht gar unmöglich) Arbeit zu finden, wenn sie dies wollen. Wer stellt schon jemanden ein, der in 2 Wochen vielleicht abgeschoben wird?!