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Diskussion zu Pyro und Rauch

Also ich bin mit meinen 41 Jahren nun schon über 30 Jahre Stadiongänger und bin im Kopf jung geblieben.

Das sich die Ultraszene heutzutage für die wichtigste und beste Fangruppierung hält, ist nix anderes als es früher auch war. Da gab es genauso Hardcore-Fanclubs und es wurde auch gesungen, der Unterschied zu Heut ist, damals lief da keiner mit Megafon rum, sondern wenn einer meinte es würde mal nen Lied passen hat er es angestimmt. Was damals nicht gemacht wurde, sind die Choreos.



Grad bei uns ist ja nun "Weltbekannt" was es für die Gegner hieß auf den Betze mit den Fans.. Hexenkessel und was weiß ich wurde das Betzestadion damals genannt, das war nicht weil wir ( und auch weit vor meiner Zeit) leise waren und nur Tore bejubelt haben.



Eigentlich kann man folgendes sagen , bei uns hat sich die letzten 50 Jahre nicht viel getan, wir haben immer komplett unsere Elf nach vor gepeitscht. Was sich geändert hat, die anderen Vereine und ihre Fans haben nachgezogen und sind nun auf Augenhöhe, für die mag das Neuland sein.
 
Gibt auch genug Engländer, die regelmäßig nach Deutschland fliegen um Spiele im Stadion zu besuchen - kommt die dann billiger als daheim. Gab mal eine Reportage über engliche Besucher bei St. Pauli - weiß nur nicht mehr wo.
Die Reportage lief im WDR (Sport Inside) Ein von der exzessiven Kommerzialisierung frustrierter (ehemaliger) Liverpool-Fan fliegt mit seinem Sohn regelmäßig nach Hamburg. Ist für ihn billiger! Und die Stimmung am Millerntor sei besser als an der Anfield Road...
 
Die Reportage lief im WDR (Sport Inside) Ein von der exzessiven Kommerzialisierung frustrierter (ehemaliger) Liverpool-Fan fliegt mit seinem Sohn regelmäßig nach Hamburg. Ist für ihn billiger! Und die Stimmung am Millerntor sei besser als an der Anfield Road...


Genau. Danke schön!






Sehr guter Kommentar, danke auch dafür!
 
Das ganze Problem ist eigentlich ganz einfach und doch unlösbar.



A)

Der Fußball braucht die Stimmung im Stadion. Und die Stimmung kommt aus Fan- und Gästekurve. Ohne Stimmung lässt sich Fußball dauerhaft nicht vermarkten und die Grundlage für das Geldverdienen ist enzogen.



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Randale macht den Fußball kaputt; weil durch Randale der interessierte Fußballzuschauer (z.B. Familien mit Kindern) abgeschreckt werden.



Für A) braucht man Stimmungsmacher; für
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sorgen Krawallmacher.



Und jetzt kommt es. Es wird wohl nie gelingen, die Stimmungsmacher ins Stadion zu holen (und zu subventionieren), und gleichzeitig sicherzustellen, das Krawallmacher draußen bleiben.



Was erschwerend hinzukommt ist, dass es bzgl. der Abgrenzung zwischen Krawallmacher und Stimmungsmacher in unserer Gesellschaft keinen Konsenz gibt. Wenn wir hier eine Umfrage starten, wird es unterschiedliche Ansichten geben über den "Pyrotechniker". Wann ist der Fangesang noch (originell) "political incorrect", wann ist er peinlich und wann kommt er einem traftatbestand nahe?



Einer Lösung nahe kommen können nur wir Fans, in dem wir uns auf eine Art Kodex abstimmen und denen unter uns, die deutlich über die Stänge schlagen, deutlich auf die Finger klopfen (natürlich nur verbal).



Dann kann ein Generalbundesanwalt erst gar nicht auf soche abartigen Ideen wie "Fußfesseln" kommen....
 
Also ich bin mit meinen 41 Jahren nun schon über 30 Jahre Stadiongänger und bin im Kopf jung geblieben.
Das sich die Ultraszene heutzutage für die wichtigste und beste Fangruppierung hält, ist nix anderes als es früher auch war. Da gab es genauso Hardcore-Fanclubs und es wurde auch gesungen, der Unterschied zu Heut ist, damals lief da keiner mit Megafon rum, sondern wenn einer meinte es würde mal nen Lied passen hat er es angestimmt. Was damals nicht gemacht wurde, sind die Choreos.



Grad bei uns ist ja nun "Weltbekannt" was es für die Gegner hieß auf den Betze mit den Fans.. Hexenkessel und was weiß ich wurde das Betzestadion damals genannt, das war nicht weil wir ( und auch weit vor meiner Zeit) leise waren und nur Tore bejubelt haben.



Eigentlich kann man folgendes sagen , bei uns hat sich die letzten 50 Jahre nicht viel getan, wir haben immer komplett unsere Elf nach vor gepeitscht. Was sich geändert hat, die anderen Vereine und ihre Fans haben nachgezogen und sind nun auf Augenhöhe, für die mag das Neuland sein.


Naja... würde ich ein wenig differenzierter angehen. Die Stimmung hat sich definitiv verändert. Sie ist weniger spielbezogen als zum Beispiel anfang der 90er noch, dafür werden mehr Lieder gesungen und das teilweise unabhängig vom Spielstand. Mir war der alte spielbezogene Support deutlich lieber. Allerdings muss man auch sagen, dass das mit dem Sing Sang bei anderen Vereinen noch wesentlich schlimmer ist und sich die Ultragruppen in der West diesbezüglich noch einigermaßen zurückhalten. Das ist definitiv eine Stärke von uns, auch wenn es weniger wird. Jetzt meinen die, die in anderen Stadien den Dauersingsang bewundern, bei uns sei es zeitweise zu leise und die die einen spielbezogenen Support bevorzugen es sei nicht aggressiv genug...

Aber immerhin haben wir da ne Mischform gefunden.
 
Ich weiß nicht wie oft du zum Fußball gehst und zu welchen Spielen aber ein "immer gereiztes und aggresives" Klima kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Sicherlich, punktuell trifft das auf einzelne Spiele oder Spielsituationen zu aber ich bin der Meinung, dass man zu allen Fußballspielen fahren kann, ohne dass man Angst um Leib und Leben haben müsste....
Ich gehe regelmäßig zu Bundesligaspielen, sehe mir außerdem wöchendlich Spiele von ambitionierten Amateuren bis zu Hobbykickern an, und vor allem sehr viele Jugendspiele. Ich kenne den Betzenberg noch aus Zeiten, in denen Fankrawalle kein Thema war, welches ständig als Bedrohung irgendwo im Hintergrund stand, und in denen 20 Polizisten an einem Spielsamstag ausgereicht hatten.



Es gab auch damals schon die Westkurve mit den "besonderen Fans", aber auch denen ging es in erster Linie um das Spiel, das unbedingt gewonnen werden sollte, und dafür taten die alles. Heute sind da für mich leider zu viele Selbstdarsteller, die sich selbst wichtiger nehmen, als die Mannschaft.



Deutschland ist ein Fußballland. Vergleiche mit anderen Ligen zu ziehen, ein denen es ruhiger zugeht, bringen gar nichts. Ich bin überzeugt, wenn sich alles wieder auf den reinen Sport konzentrieren würde, kämen noch ganz andere Zuschauergruppen zum Fußball, die es derzeit vorziehen, bestimmten Bevölkerungskreisen lieber aus dem Weg zu gehen. Die Stadien wären noch voller, das glaube ich, ich halte mich aber nicht für allwissend, und kann mich natürlich täuschen.
 
Ich gehe regelmäßig zu Bundesligaspielen, sehe mir außerdem wöchendlich Spiele von ambitionierten Amateuren bis zu Hobbykickern an, und vor allem sehr viele Jugendspiele. Ich kenne den Betzenberg noch aus Zeiten, in denen Fankrawalle kein Thema war, welches ständig als Bedrohung irgendwo im Hintergrund stand, und in denen 20 Polizisten an einem Spielsamstag ausgereicht hatten.


Es gab auch damals schon die Westkurve mit den "besonderen Fans", aber auch denen ging es in erster Linie um das Spiel, das unbedingt gewonnen werden sollte, und dafür taten die alles. Heute sind da für mich leider zu viele Selbstdarsteller, die sich selbst wichtiger nehmen, als die Mannschaft.



Deutschland ist ein Fußballland. Vergleiche mit anderen Ligen zu ziehen, ein denen es ruhiger zugeht, bringen gar nichts. Ich bin überzeugt, wenn sich alles wieder auf den reinen Sport konzentrieren würde, kämen noch ganz andere Zuschauergruppen zum Fußball, die es derzeit vorziehen, bestimmten Bevölkerungskreisen lieber aus dem Weg zu gehen. Die Stadien wären noch voller, das glaube ich, ich halte mich aber nicht für allwissend, und kann mich natürlich täuschen.


Ich habe das Gefühl, dass es wie bei vielen Dingen im Leben ist. Je sicherer etwas ist, desto unsicherer fühlen sich viele Leute. Wohl auch aus Angst diese Sicherheit wieder zu verlieren. Die Anzahl der Gewalttaten in Deutschland sinkt ständig, aber die Leute fühlen sich immer unsicherer. Wie kommt das? Wahrscheinlich ist ein großer Teil von dieser Unsicherheit auf die aktuelle Mediensituation zurückzuführen. Es gab einfach keine 50 sender, die alle meinten ihre Kunden mit den neusten Sensationen versorgen zu müssen.



Ähnlich sehe ich die Sache im Fussball. in den 80ern gab es regelmäßig wirkliche Krawalle in den Stadien und nicht irgendwelche Kids, die ein paar Bengalos hochhalten. Das gibt es in dem Sinne quasi nicht mehr. Zumindest in den oberen beiden Ligen. (Selbst bei Derbies bleibt es im Allgemeinen im Stadion ruhig). Ausnahmen bestätigen die regel. Ausserdem kam es z.B. in der Innenstadt in Lautern gerne mal zu Jagdszenen zwischen den Hools der jeweiligen Vereine... ich weiß nicht, wie oft die alte Bahnhofskneipe trotz Polizeiaufgebot auseinandergenommen wurde. Und das alles mit einem Bruchteil an Zuschauern.



Heute wird jede kleine Abnormalität gleich als Krawall oder Randale bezeichnet. DAS ist das Problem. Die Stadien sind sicher wie nie und auch in den Städten und auf dem Weg in die Stadien passiert selten etwas. Auch hier sind Derbies ausnahmen. Aber, da inzwischen quasi jeder einzelne Bengalo in 30 Nachrichtensendungen aus 4 Blickwinkeln gezeigt und mit dem Wort Ausschreitungen verbunden wird, ist ein himmelweiter Unterschied zw. subjektiver Wahrnehmung und der Realität. In den unteren Ligen ist das Aggressionspotential weit höher...

Die Einzige Schlägerei in die ich im Verband mit einem Fussballspiel mal reingekommen bin war bei einem Kreisligaspiel... Derbytime in Südhessen
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@philos: Für Deine Theorie spricht einiges. Dagegen spricht jedoch, dass die poliz. Einsatzkräfte immer zahlreicher benötigt werden, und sich dadurch ein Szenario der gegenseitigen Bedrohung eingespielt hat. Früher konnte man durchaus mal zuschauen, und die beiden Lager sich "verkloppen" lassen. Heute würde das zu Massenspektakeln und Toten führen. Dass es wesentlich gefährlicher geworden ist, wird nur durch die übermäßige Präsenz der Polizei kaschiert.



Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die "Qualität" der Außeinandersetzungen sich dramatisch verändert, und zwar im Negativen, und es zur Katastrophe kommt. Denn die Selbstdarsteller werden sicher nicht ruhen, und versuchen, sich nach einer Zeit der Beruhigung und "Gewöhnung" wieder vermehrt in Szene zu setzen.



Die Zeiten haben sich geändert, Statistiken, auch die von Dir zitierte "Anzahl der Gewalttaten" sagen bei weitem nicht immer die Wahrheit.
 
Der Unterschied von Früher zu heute ist, die Hools haben sich immer ausserhalb des Stadions und damit auch der meisten Fernsehkameras geprügelt. Das wurde immer berichtet aber die wenigsten Leute haben davon wirklich etwas gesehen.

Heute schmeißen Idioten im Spiel Bengalos oder zünden Raketen und richten sie auf andere Blöcke, das kann jede Kamera schön einfange und damit sieht es auch jeder TV-Zuschauer



Früher konntest Du absolut gesichert im Stadion Fussball schauen, bist einfach einen Block weiter weg gegangen und hast nach dem Spiel noch ne halbe Stunde gewartet ne Bratwurst gegessen und bist dann gegangen.

Heute kannst halt im Stadion nicht mehr sicher sitzen, weil keiner weiß wo der nächste Bengalo hinfliegt oder die nä Rakete landet, ich denke das ist auch ein großes Problem grad auch wenn es darum geht Kinder mit ins Stadion zu nehmen. Da lob ich mir echt meine Kindheit, wo das Problemlos möglich war.



Natürlich denkt jetzt mancher, na das ist aber übertrieben, das mag sein aber willst Du Deinem Kind später mal erklären, warum die Brandnarben in seinem Gesicht da sind und ob das nötig gewesen wäre?
 
Der Unterschied von Früher zu heute ist, die Hools haben sich immer ausserhalb des Stadions und damit auch der meisten Fernsehkameras geprügelt. Das wurde immer berichtet aber die wenigsten Leute haben davon wirklich etwas gesehen.
Heute schmeißen Idioten im Spiel Bengalos oder zünden Raketen und richten sie auf andere Blöcke, das kann jede Kamera schön einfange und damit sieht es auch jeder TV-Zuschauer



Früher konntest Du absolut gesichert im Stadion Fussball schauen, bist einfach einen Block weiter weg gegangen und hast nach dem Spiel noch ne halbe Stunde gewartet ne Bratwurst gegessen und bist dann gegangen.

Heute kannst halt im Stadion nicht mehr sicher sitzen, weil keiner weiß wo der nächste Bengalo hinfliegt oder die nä Rakete landet, ich denke das ist auch ein großes Problem grad auch wenn es darum geht Kinder mit ins Stadion zu nehmen. Da lob ich mir echt meine Kindheit, wo das Problemlos möglich war.



Natürlich denkt jetzt mancher, na das ist aber übertrieben, das mag sein aber willst Du Deinem Kind später mal erklären, warum die Brandnarben in seinem Gesicht da sind und ob das nötig gewesen wäre?


Also, das ist jetzt ziemlicher Populismus... in den allerseltesten Fällen fliegen Bengalos... das dazu... und zudem sicher nicht in Bereichen in denen Kinder sitzen... Die Jungs die Bengalos abbrennen sind im Normalfall keine Mörder...

Raketen sehe ich heutzutage auch wesentlich seltener als Ende der Achtziger... da sind in jedem Spiel min. 2-3 von den kleinen Dingern auf den Platz geflogen. Schau dir mal den Platzsturm in Köln bei der Meisterschaft 91 an. Da kam auch aus der Ecke der Kölner eine Rakete geflogen und zwar gezielt auf die Zuschauer! Das ist zwar in Rostock auch passiert, also Pauli dort spielte, aber ist eine absolute Ausnahme! Ich wüsste nicht, wann ich das letzte mal live im Stadion eine Rakete gesehen hätte... müsste so Anfang der 90er gewesen sein...

Und in "früher" hats auch durchaus regelmäßig im Stadion und hinter der Tribüne richtig gekracht... Die Sicherheit ist auch durch die mordernen Stadien deutlich höher geworden.

Dir Ultrakiddies mögen vielleicht martialisch im Auftreten sein, es mögen ein paar Vollhonks darunter sein und man darf die Art von Selbstdarstellung und Support durchaus kritisch sehen (was ich alles auch tue), aber in den meisten Fällen ist das doch eher die "Hunde die bellen beißen nicht" Fraktion...



@Borat: Es gibt eine Statistik wonach aus Schulungszwecken vor der WM 06 das Polizeiaufgebot deutlich aufgestockt wurde. Dabei waren eben auch viele Beamte, die mit Fussball davor nichts am Hut hatten. Im gleichen Maße, wie Polizisten aufgestockt wurden, gingen auch die Ordnungswiedrigkeiten nach oben. Da wurden einfach mehr Sachen verfolgt, die durch andere Beamte wahrscheinlich nicht verfolgt worden wären. Danach schreckte man bei der Polizei auf, weil die Zahlen nach oben gingen und... setzte noch mehr Beamte ein... Folge... Zahlen steigen weiter...

In Hannover setzt man auf deutlich weniger Abschreckung durch sichtbare Beamte, die Fans am besten gleich mit Helm und Maske empfangen und siehe da... es gibt deutlich weniger Ärger... auch in der Schweiz wird das in mehreren Städten inzwischen mit Erfolg so gehandhabt...
 
Zu der Kampagne gegen Stehplätze ein paar angenehme Stellungnahmen von Vereinen:




"Nur weil wir 12.000 Bekloppte haben, darf es keine Bestrafung von 54 Millionen Fußballfans geben."



"Wir verwahren uns gegen die dümmlichen Aussagen von Polizei-Gewerkschaftern und gegen die Kurzsichtigkeit von einigen Innenministern, die alles mit Verboten regeln wollen."



"Der Wegfall der Stehplätze würde für uns - mit der weltweit größten Stehplatz-Tribüne - ein fußballkulturelles Desaster bedeuten. Borussia muss alles dafür tun, seine Stehplatz-Kultur zu bewahren."


Quelle: Kicker
 
Übrigens mal ein wirklich guter Kommentar, von jemanden der sich auszukennen scheint...



http://www.spiegel.de/sport/fussbal...nahmen-wegen-gewalt-im-fussball-a-836480.htmlhttp://www.spiegel.de/sport/fussball/politiker-diskutieren-massnahmen-wegen-gewalt-im-fussball-a-836480.html





Die Gewalt in und um Fußballstadien nimmt zu. Stimmt nicht, sagt Fan-Forscher Gerd Dembowski. Es ist nur häufiger Thema in der Öffentlichkeit. Politiker geraten dadurch unter Druck und diskutieren fragwürdige Maßnahmen. Dabei wäre Dialog der richtige Weg.
 
Cool das was der Fanforscher sagt hab ich hier ja auch schon so in etwa geschrieben und ich bin kein Fanforscher, sondern nur Fan mit nen guten Schuß Objektivität
 
Der Unterschied von Früher zu heute ist, die Hools haben sich immer ausserhalb des Stadions und damit auch der meisten Fernsehkameras geprügelt. Das wurde immer berichtet aber die wenigsten Leute haben davon wirklich etwas gesehen.
Heute schmeißen Idioten im Spiel Bengalos oder zünden Raketen und richten sie auf andere Blöcke, das kann jede Kamera schön einfange und damit sieht es auch jeder TV-Zuschauer



Früher konntest Du absolut gesichert im Stadion Fussball schauen, bist einfach einen Block weiter weg gegangen und hast nach dem Spiel noch ne halbe Stunde gewartet ne Bratwurst gegessen und bist dann gegangen.

Heute kannst halt im Stadion nicht mehr sicher sitzen, weil keiner weiß wo der nächste Bengalo hinfliegt oder die nä Rakete landet, ich denke das ist auch ein großes Problem grad auch wenn es darum geht Kinder mit ins Stadion zu nehmen. Da lob ich mir echt meine Kindheit, wo das Problemlos möglich war.



Natürlich denkt jetzt mancher, na das ist aber übertrieben, das mag sein aber willst Du Deinem Kind später mal erklären, warum die Brandnarben in seinem Gesicht da sind und ob das nötig gewesen wäre?



Cool das was der Fanforscher sagt hab ich hier ja auch schon so in etwa geschrieben und ich bin kein Fanforscher, sondern nur Fan mit nen guten Schuß Objektivität


Naja... so ganz dann wohl auch nicht
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Eigentlich eher das Gegenteil...
 
Die Gewalt in und um Fußballstadien nimmt zu. Stimmt nicht, sagt Fan-Forscher Gerd Dembowski. Es ist nur häufiger Thema in der Öffentlichkeit. Politiker geraten dadurch unter Druck und diskutieren fragwürdige Maßnahmen. Dabei wäre Dialog der richtige Weg.


Im Grunde ist das genau der übliche "politsch-pawlowsche Reflex":



Ein "Aufreger" - medial ausgeschlachet - sorgt für politische Aufgeregtheit bzw. Aktionismus und starke Forderungen.

Mücken werden unterm Mikroskop zu Elefanten.

Ist bei den Themen "Gewalt gegen Kinder", "Amokläufe an Schulen" etc. auch nicht anders.



Nur schade, dass das alles dann wenig mit den tatsächlichen Verhältnissen und Vorgängen zu tun hat...
 
Die "Strafe" Stehplatzabschaffung trifft natürlich bei weitem nicht die 54 Millionen Fußballfans, sondern eigentlich nur den Teil, der die Stehplätze auch wirklich "konsumiert". Ich sehe mich selbst durchaus als Fußballfan, aber weder stören mich die Stehplätze, noch liegt mir sehr viel an denen, jedenfalls was das Erlebnis Fußball an sich angeht.



Ich z.B. sehe aus dem Familienblock heraus gar nicht, ob die in der Westkurve auch wirklich stehen. Ebensowenig stören mich die Fahnen und Transparente dort, denn ich habe trotzdem freie Sicht auf den Rasen, und alleine auf den kommt es mir an.



Noch mal zum Beispiel England, da gibt es keine Stehplätze, trotzdem wird dort Fußball gespielt. Das wäre im Verbotsfall hier genauso.



Dass es für einen bestimmten Teil der Fans aber nichts anderes als einen Stehplatz geben kann, ist eben ein kleiner Teil der Freiheit, die ganz wichtig ist. Deshalb wäre es in der Tat schade, wenn nur aufgrund einiger ganz weniger, die es wirklich übertreiben, ein weiteres Stück dieser Freiheit verloren ginge.



Ich war gegen die Helmpflicht beim Motorradfahren als Bevormundung, gegen die Gurtpflicht im Auto, und deshalb bin ich auch im Prinzip gegen die Sitzplatzvorschrift. Wer stehen will, soll stehen. Wer sich nicht an die Ordnung hält, soll halt die Konsequenzen tragen. Aber die friedlichen Fans, die stehen wollen, die müssen das auch können dürfen, basta.
 
Noch mal zum Beispiel England, da gibt es keine Stehplätze, trotzdem wird dort Fußball gespielt. Das wäre im Verbotsfall hier genauso.


Ja, die spielen da auch Fussball, aber zu welchem Preis?

Eine Dauerkarte in der West kostet ~150 €. Pack dort Sitzschalen rein, wird der Preis sich mit Sicherheit verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen. Mir fallen auf anhieb nicht viele Auszubildende oder Studenten ein, die sich das leisten können. Zudem find ich, das die generelle Stimmung im Stadion zu 90 % von den Stehplätzen ausgehen. Haben wir oft genug auf dem Betze erlebt. Macht die West nix, ist Stimmung wie auf einer Beerdigung und viele der Leute auf den Sitzpätzen gehen auch hin, um die Stimmung mitzuerleben.
 
Scheisse, Pyro am Ring beim Hosenkonzert! Sofort abbrechen, die Täter für immer wegsperren und Wiederholungskonzert beantragen! Skandal sowas! Morgen is bestimmt die ganze Bildzeitung voll mit Skandalberichten! Wir brachen einfach mehr Sicherheit bei Hosenkonzerten, schafft endlich die Stehplätze ab und teilt jedem Besucher nen festen Sitzplatz zu!



€: Campino!
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"Uns wurde schon angedroht wenn die das heute hier machen (Pyro) müssen wir zwei Geisterkonzerte in Düsseldorf austragen. Zuschauen dürfen dann nur die Verantalter und die Polizei"
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Macht die West nix, ist Stimmung wie auf einer Beerdigung und viele der Leute auf den Sitzpätzen gehen auch hin, um die Stimmung mitzuerleben.


Beide Aussagen muss ich glatt mit "glaube ich nicht beantworten"!



Die meisten Zuschauer sitzen nun mal auch auf dem Betzenberg auf den anderen Tribünen und auf Sitzplätzen, also ist ihnen die Stimmung dort auch "ausreichend". Das, was von der Westkurve kommt, nimmt man meistens zwar interessiert und natürlich auch positiv auf, aber der Stellenwert ist nicht so riesig. Die Weltuntergangsstimmung wegen einem drohenden Stehplatzverbot teilen diejenigen, die sowieso nicht im Stadion stehen, und auch gar nicht stehen wollen, kaum.



Die Leute in den Fankurven nehmen sich, ich wiederhole mich da, größtenteils selbst etwas zu wichtig, aber das liegt ja in der Natur des Menschen! Dass die ihren Spaß da haben wollen, ist doch ok, aber der Gedanke "ohne uns geht es gar nicht" entbehrt in dem Fall jeder Legitimation!
 
Was ein Schmarrn, von wegen zu wichtig. Ohne West wäre der Betze tot,

hat man mehr als oft gesehn. Genauso wie die Bundesliga ohne Stehplätze

tot wäre, siehe Dortmund, Schalke usw. Die meiste , beste und lauteste

Stimmung kommt nun mal aus den Stehplatzbereichen, da gibts gar nix zu

diskutieren.



Und, wir sind net England. Sollte es so kommen, würden 70-80% der derzeitigen

Stehplatzbesucher sicherlich net mehr kommen, weil man es sich nicht mehr

leisten könnte. Das wäre dann auch der Tod der Stimmung in den Stadien. Freuen

würden sich hingegen Ho$$ und Konsorten, wie Lev., Wob. , RB usw., den die

haben dann DAS Klientel, dass sie haben wohl, plus sterille Stadien, kühl, ohne

Stimmung, Emotionen, mit Champus, Kavie und Hors d´euvre.



Da aber selbst ein Uli Hoeneß das nicht möchte, bzw. sich so zielmlich alle Präsis

dagegen stellen glaub ich kaum, dass das wirklich passieren wird. Vorher müßte

noch viel mehr passieren. Hier wird eh ein viel zu großes Faß aufgemacht.

Es passiert definitiv net mehr wie früher, nur gibt es mehr Beachtung durch die

Medien.
 
wer weiss, wieviele herrschaften auf den teuren plätzen daheim blieben,

wenn es die "show" auf den stehrängen nicht mehr zu sehen und zu hören gäbe.
 
Mal Hand aufs Herz, wer glaubt das wirklich, dass der Fußball in Deutschland durch die Bedrohung, die Stehplätze könnten verboten werden, in seiner Existenz gefährdet ist?



Ich kenne natürlich die Ansichten bestimmter Fankreise. Aber ich bin trotzdem weiter davon überzeugt, dass sich echte Fans des Fußballs und der Vereine (nicht krawallgeile Selbstdarsteller) auch eine teurere Sitzplatzkarte vom Munde absparen würden, und trotzdem zu den Spielen kämen.



Ich bin ja grundsätzlich dagegen, Stehplätze abzuschaffen. Jede unnötige Beschneidung von Freiheiten und Bevormundung ist eine Frechheit.



Aber ich bin wirklich davon überzeugt, dass die Vereine keinen Schaden deswegen erleiden werden, weil immer noch genügend Zuschauer da sein werden. Diejenigen, die danach streiken, sind erstens keine große Zahl, und werden zweitens durch die ersetzt, die momentan die Hosen voll haben, und nicht (mehr) in die Stadien gehen, weil sie Ausschreitungen befürchten (ja, die gibt es tatsächlich, dieses Argument höre ich oft)!



"Feine Herrschaften", die nur wegen der Show in den Fankurven kommen? Das halte ich für ein Gerücht!
 
ich habe nicht gesagt, dass sie NUR wegen der show kommen.

das gesamterlebnis fussballspiel würde um einiges geschmählert!

und wenn man diese stadionluft mit allem drum und dran nicht

schnuppern möchte, dann kann man das vom mund abgesparte geld

auch an sky überweisen.
 
Diejenigen, die danach streiken, sind erstens keine große Zahl, und werden zweitens durch die ersetzt, die momentan die Hosen voll haben, und nicht (mehr) in die Stadien gehen, weil sie Ausschreitungen befürchten (ja, die gibt es tatsächlich, dieses Argument höre ich oft)!


ach komm, solche argumente wie du sie beschrieben hast, kann doch nur kommen vom netten familienvater, am besten noch SAP-mitarbeiter, der sich gerne mit blauem trikot auf einen möglichst bequemen sitzplatz setzen will, mit ner cola und ner tüte popcorn und ein schönes spiel sehen will mit 10 toren (für wen egal, hauptsache tore) und aufstehen jubeln ist auch verboten, denn dann könnte der nette herr ja 2sec nicht das ganze spielfeld verfolgen.



wenn dass das ziel ist, wo der deutsche fußball hin soll, dann gute nacht...



ps: eine meiner ersten westkurve-erfahrungen waren anfang der 90er (genaues jahr weiß ich nimmer) gegen gladbach, als haufenweise gladbacher hinter die westkurve kamen und alles was das rumlag richtung aufgänge geworfen haben. da sind mir doch die selbstdarsteller um einiges lieber!!
 
da sind mir doch die selbstdarsteller um einiges lieber!!
Man muss ja nicht die einen gegen die anderen aufrechnen. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, es geht der großen Mehrheit so, dass sie die Verrückten mit ihren Rauchbomben und dem ganzen Mist einfach nichtmehr sehen will.


Schöne, spannende Spiele und schöne Tore, das ist es, was den Fußball ausmacht. So ist er zum Volkssport bei uns geworden, nicht mit Nebelgranaten.
 
Ich bin jedenfalls davon überzeugt, es geht der großen Mehrheit so, dass sie die Verrückten mit ihren Rauchbomben und dem ganzen Mist einfach nichtmehr sehen will.


Schöne, spannende Spiele und schöne Tore, das ist es, was den Fußball ausmacht. So ist er zum Volkssport bei uns geworden, nicht mit Nebelgranaten.


halte ich persönlich für eine gewagte prognose, denn zu den spannenden spielen und schönen toren gehört das, was es in einem persönlich weckt. und das ist leidenschaft mit aller seiner freude, schmerzen, trauer, wut, usw. und DAS ist es was den fußballsport in deutschland als volkssport ausmacht. aber das ist nur meine meinung
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und meine tiefes EDIT sagt mir gerade: ich ****** auf spannende spiele! ich will den fck siegen sehen, wie ist mir pups
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=> alles außer lautern ist ******e!!
 
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