Kaiserslauterer Zweitligist zeigt gegen BG Karlsruhe lausige Trefferquote
Die Würfel sind gefallen: Schwache Schiedsrichter und eine lausige Trefferquote kosteten die Zweitliga-Basketballer der Kaiserslautern Braves am Samstag den Sieg - der Traum vom Aufstieg ist durch die 72:73 (32:35)-Heimniederlage gegen die BG Karlsruhe geplatzt.
„Die Enttäuschung ist groß, meine Mannschaft wurde von den Unparteiischen alles andere als fair behandelt. Was heute abgelaufen ist, war schlicht und einfach ungerecht", machte Braves-Coach Vladimir Bogojevic seinem Ärger Luft. Die Lauterer fühlten sich verschaukelt und um den Lohn ihrer Arbeit gebracht. Durch die Siege des Spitzenduos Nördlingen/Cuxhaven, können sie jetzt maximal noch Dritter werden. „Karlsruhe hat heute auf alles die passende Antwort gehabt", gestand Braves-Sportdirektor Jan Christmann, der von einer „vermeidbaren Niederlage" sprach.
Die Gäste hatten dank der besseren Trefferquote zunächst mehr vom Spiel. Ehe sich die Braves versahen, lagen sie bereits mit 6:17 (6.) im Hintertreffen. Die Reboundstärke von Chris Oliver und Tim Schwartz verhinderte in dieser Phase Schlimmeres. Speziell von außen (0/5) glückte den Gastgebern im ersten Viertel nichts. Whit Holcomb-Faye hielt seine Farben mit Einzelaktionen im Spiel. Der US-Amerikaner verhinderte fast im Alleingang einen höheren Rückstand.
Während Karlsruhe darum bemüht war, das Tempo zu verschleppen, machten die Braves jetzt ordentlich Dampf. Schwartz hämmerte zwei krachende Dunkings in die gegnerische Reuse und riss sein Team erfolgreich aus der Lethargie. Ein Dreier von Hunt, dem ansonsten nichts gelang, brachte die Lauterer bis zum Seitenwechsel wieder auf Tuchfühlung. „Immer wenn es uns gelang das Spiel schnell zu machen, waren wir erfolgreich", analysierte Bogojevic, dessen Mannschaft die Führung kurz nach dem Seitenwechsel zurück eroberte.
Im Schlussabschnitt plätscherte das Spiel eine ganze Weile vor sich hin, ehe Schwartz ein weiteres Glanzlicht zündete: Der 20-Jährige stahl seinem verdutzten Gegenspieler den Ball und gab eine weitere Kostprobe seiner Sprungkraft (63:63/37.). Dank Clifford Crawford rissen die Gäste die Führung schnell wieder an sich. Obwohl dem nächsten BG-Treffer zum 69:63 ein klares Foul an Holcomb-Faye vorausging, blieb die Pfeife der Unparteiischen stumm. Es folgten wütende Angriffe der Lauterer, die dank Dimitri Kreis und Chris Oliver kurz vor Schluss auf 70:71 verkürzen konnten. Ein weiterer umstrittener Pfiff gegen Holcomb-Faye brachte den Bundesliga-Absteiger 37 Sekunden vor dem Ende endgültig auf die Siegerstraße. Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert und wütenden „Schieber"-Rufen des Lauterer Publikums verwandelte Crawford die beiden Freiwürfe ohne mit der Wimper zu zucken. Die Antwort von Holcomb-Faye ließ nicht lange auf sich warten - 72:73. Karlsruhe hätte im Gegenzug den Sack zumachen müssen, vergab jedoch überhastet. Der Abpraller landete bei Holcomb-Faye, doch dessen Wurf verfehlte sein Ziel mehr als deutlich.
So spielten sie
Braves: Holcomb-Faye (20), Oliver (17), Schwartz (9), Kreis (
, Robbins (6), Oppland (5), Hunt (5), Skender (2), Schoo - Spielfilm: 4:13 (4.), 24:25 (16.), 39:37 (22.), 53:53 (30.), 63:69 (38.), 70:71 (40.) - Beste Spieler: Oliver, Schwartz, Holcomb-Faye - Zuschauer: 950 - Schiedsrichter: Tietz/Freiwald/Wegner.
KONZOKH
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau