Am Sonntag um 17.00 Uhr ist in der Heidelberger OSP-Halle Derbytime angesagt. Der noch immer im Kampf um den Klassenerhalt befindliche USC Heidelberg empfängt am 25. Spieltag der ProA-Saison 2007/2008 den Tabellendritten Kaiserslautern Braves. Beide Seiten freuen sich auf diesen Derbyklassiker und wollen mit einem Sieg ihre jeweilige Ausgangsposition verbessern. Für die Heidelberger wäre ein Erfolg gegen die Pfälzer natürlich ein willkommener Bonus im Kampf gegen den Abstieg, während die Lauterer mit einem Sieg ihrerseits bestens gerüstet in die letzten fünf Saisonspiele gehen könnten. USC-Trainer Torsten Daume versprach letzte Woche nach der 72:86-Niederlage seines Teams in Nördlingen, den Fans aus dem Ries Schützenhilfe ...
... im Aufstiegskampf in Form eines „Pflichtsieges“ gegen die Braves. Die Mannschaft von Headcoach Vladi Bogojevic wird freilich alles daran setzen, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden und die Punkte aus dem Olympiastützpunkt mitzunehmen.
Die Kaiserslautern Braves behielten in der vergangenen Saison zweimal die Oberhand gegen die Neckarstädter. Auch das Hinspiel am 10. Spieltag entschieden die Pfälzer für sich. Jedoch geriet das letzte Aufeinandertreffen zu einem wahren Krimi, den die Lauterer lediglich mit einem hauchdünnen, glücklichen 87:86 zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Noch zur Pause deutete beim Stand von 52:37 alles auf einen deutlichen Braves-Erfolg hin, aber nach der Verletzung von Stuart Robbins verlor man den Rhythmus und brach ihm dritten Viertel regelrecht ein. Heidelberg nutzte seine Chance zur Aufholjagd und hatte in der hochdramatischen Schlussphase bis zur letzten Sekunde die Möglichkeit, einen Überraschungscoup zu landen.
In diesem Hinspiel schenkten der inzwischen abgewanderte John Bynum, Sebastian Adeberg und der frisch gekürte P4two Spieler des Monats Februar, Peter Huber-Saffer, den Pfälzern je 19 Punkte ein. Auch Alexander Starr und Michael Jones trafen mit 16 beziehungsweise 13 Zählern zweistellig. Es waren vor allem Topscorer Chris Oliver und Mike Oppland, die mit ihren Double-Doubles die Lauterer im Spiel hielten. Der USC steckt zwar noch immer mitten im Kampf um den Klassenerhalt und hat lediglich zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, aber die Formkurve der Daume-Truppe zeigte in den vergangenen Spielen durchaus nach oben. Den Abgang von Leistungsträger John Bynum hat man gut kompensieren können. In Hagen gelang am 20. Spieltag ein vielbeachteter 91:77-Erfolg. Kurz darauf unterlag der USC nur knapp beim Spitzenteam aus Rhöndorf. Auch gegen die Mannschaft der Stunde, den seit elf Spielen ungeschlagenen Tabellenzweiten Nördlingen, agierten die Heidelberger am letzten Samstag drei Viertel lang auf Augenhöhe, ehe sie sich im Schlussabschnitt doch noch den VPV Giants beugen mussten.
Heidelberg spielt zuletzt mit einer 8er-Rotation mit Center Peter Huber-Saffer, Michael Jones, Alexander Starr, Sebastian Adeberg, Bynum-Ersatz Jamie McNeilly, Bryant Nash, dem erfahrenen Point Guard Tobi Stoll sowie dem kurz vor Wechselfristende verpflichteten Amerikaner Ben Sullivan gehören. Der Neuzugang deutete in Nördlingen an, das er eine weitere Verstärkung unter den Körben sein kann. Der USC vermag geschickt den Gegner durch wechselnde Verteidigungen (Halbfeldpresse, Ganzfeldpresse, Zonenverteidigung oder wie zuletzt in Nördlingen Triangle and Two) aus dem Rhythmus zu bringen.
„Für uns wird es am Sonntag ganz wichtig sein, im Angriff schnell unseren Rhythmus zu finden und die Defenseleistung gegenüber den letzten beiden Partien gegen Schalke und Bremen deutlich zu verbessern“, betont Braves-Sportdirektor Jan Christmann. Die Gefahr, dass in den Hinterköpfen der Spieler möglicherweise bereits das Spitzenspiel am Karfreitag gegen Nördlingen steckt, sieht man seitens der Braves gebannt. „Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die Partie beim USC und denken von Spiel zu Spiel. Alles andere wäre fahrlässig und könnte wertvolle Punkte kosten. Es gilt im Saisonendspurt, in dem vieles im Kopf entschieden wird, die Intensität zu steigern, ohne dabei übermotiviert und verkrampft zu sein. Bei diesem Derbyklassiker hoffen wir, wie schon bei den Spielen in Lich und Düsseldorf, auf zahlreiche Unterstützung durch unsere Fans und wollen unseren achten Auswärtssieg einfahren“, gibt Christmann die Devise für Sonntag aus.
Quelle: KL-BRAVES
PS: Wer fährt alles nach Heidelberg? jemand aus dem Forum der hinfärt? Ich bin auf jedenfall dabei =)