Splitter-Meldungen zum Bundesliga-Schlager
Rund um das immergrüne Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FC Bayern München gibt es auch vor der 68. Auflage jede Menge Anekdoten und wissenswerter Geschichten. Hier eine kleine Auswahl, zum Beispiel zum bevorstehenden Jubiläum für FCK-Keeper Thomas Ernst....
Thomas Ernst vor Jubiläum
Vor seinem 100. Bundesligaspiel steht Thomas Ernst. Seinen ersten Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse absolvierte der jetzt 37 Jahre alte Torwart des 1. FC Kaiserslautern vor fast 18 Jahren, am 17. September 1987 im Trikot von Eintracht Frankfurt beim FC Homburg. Damals wurde Thomas Ernst anstelle von Hans-Jürgen Gundelach eingewechselt, erlebte bei seinem Debüt aber eine 2:5-Niederlage. In der Bundesliga stand er auch für den VfL Bochum und den VfB Stuttgart zwischen den Pfosten. Zum FCK kam Thomas Ernst im Sommer 2003.
Ausverkauftes Haus
Wohl das Doppelte an Eintrittskarten hätte der 1. FC Kaiserslautern für das Top-Spiel am Samstag gegen den FC Bayern München verkaufen können. Seit vielen Wochen schon sind alle 40.721 Tickets vergriffen. Mehr Zuschauer fast das Fritz-Walter-Stadion durch die Umbau-Maßnahmen in Richtung der WM 2006 derzeit nicht. Nach der Fertigstellung wird die Kapazität bei 48.500 Sitzplätzen liegen.
Schiedsrichter-Quartett
Schiedsrichter im Fritz-Walter-Stadion wird am Samstag Thorsten Kinhöfer aus Herne sein. Der 36 Jahre alte Referee leitete seit 2002 bislang 35 Bundesligaspiele. Der Unparteiische, beruflich als Controller tätig, kommt vom RSV Wanne im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Seine Assistenten an der Linie werden Rainer Werthmann (Bochum) und Christian Schräer (Emsdetten) sein. Als vierter Offizieller wurde Detlef Scheppe (Wenden) benannt.
Bei beiden Klubs aktiv
Auf beiden Seiten stehen Spieler, die auch schon beim Kontrahenten vom Samstag gespielt haben. Beim 1. FCK sind dies Christian Nerlinger, Ciriaco Sforza und Carsten Jancker, beim FC Bayern ist allein Michael Ballack ein früherer „Roter Teufel“.
Alte Bekannte
Alte Bekannte sind die Trainer Hans Werner Moser und Felix Magath, der seinen jetzigen Kollegen – damals als Manager – vom 1. FC Kaiserslautern zum Hamburger SV holte. „Ich denke, dass wir die gleiche Grundeinstellung haben, was Fußball anbetrifft, dass man viel tun muss, um etwas zu erreichen“, äußert der FCK-Coach, der herausstellt, „mit welcher Begeisterung Felix Magath Fußball lebt“.
Medien-Rummel
Riesig ist der Medien-Rummel beim Top-Spiel auf dem Betzenberg, entsprechend groß die prominente Besetzung bei den einzelnen Sendern. Für Premiere kommentiert Marcel Reif live vom Betzenberg, die ARD-„Sportschau“ ist mit Moderator Waldemar Hartmann und Kommentator Gerd Rubenbauer vertreten, für das ZDF bereitet sich Johannes B. Kerner im Fritz-Walter-Stadion auf das „Sportstudio“ am Abend vor.
Hans Werner Moser: „Wollen nicht zusehen, wie Bayern Meister wird“
Einen Sieg aus den letzten vier Spielen braucht der FC Bayern München noch, dann steht er praktisch als Meister fest. Die Bundesligaprofis des 1. FC Kaiserslautern wollen alles daran setzen, dass es dem Team von Felix Magath nicht gelingt, den Titel schon am Samstagnachmittag im Fritz Walter-Stadion klarzumachen.
Seit vielen Wochen ist das Fritz-Walter-Stadion mit 40.721 Zuschauern bereits ausverkauft, obwohl man erst seit dem vergangenen Spieltag weiß, dass im Klassiker zwischen den „Roten Teufeln“ und dem FC Bayern die endgültige Entscheidung im Rennen um die Deutsche Meisterschaft fallen kann.
„Das Interesse in ganz Deutschland ist sehr groß an diesem Spiel, bei dem Bayern München den ersten Matchball verwandeln will“, sagt FCK-Trainer Hans Werner Moser, der betont, dass die Partie auch für die Lauterer einen ganz hohen Stellenwert hat: „Es ist das Top-Spiel des Jahres, bei dem wir die Mehrzahl der Zuschauer im Rücken haben und bei dem wir nicht zusehen wollen, wie Bayern Meister wird.“
Auch Nationalspieler Marco Engelhardt will alles daran setzen, den Bayern die Meistersuppe zu versalzen: „Wir können einen Großen ärgern und der Liga ein bisschen Hoffnung geben“, sagt der 24-Jährige.
Wie man den Bayern beikommen kann, das weiß kaum einer so gut wie Ciriaco Sforza, selbst schon zwei Mal bei den Münchnern unter Vertrag: „Totale Verbissenheit gegen diese Bayern-Mannschaft mit ihren vielen Top-Leuten ist falsch; wenn man verkrampft an diese Aufgabe herangeht, dann läuft es nicht.“
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist laut Hans Werner Moser die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor: „Es gibt für uns Möglichkeiten, auch gegen diese bärenstarke Mannschaft zu bestehen. Dazu muss aber alles passen. Zum Beispiel müssen wir konsequent die wenigen Chancen nutzen, die Bayern uns lassen wird.“
Beim 1. FC Kaiserslautern fehlt aus dem Lizenzspielerkader nur Tim Wiese (Kreuzband-Riss), wieder zur Verfügung stehen die zuletzt wegen der jeweils 5. Gelben Karte gesperrt gewesenen Stefan Blank und Hervé Lembi, dazu Timo Wenzel (nach Nasen-Operation). Auch die angeschlagen gewesenen Halil Altintop, Lucien Mettomo und Thomas Riedl sowie Ingo Hertzsch (nach Grippe) sind einsatzbereit.
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer, geboren am 27. Juni 1968. Wohnort: Herne. Bundesligaschiedsrichter seit 2002, 35 Bundesligaspiele.
Statistik: Hinspiel 3:1 für Bayern. Der FCK konnte keines der letzten fünf Heimspiele gegen die Münchner gewinnen und blieb dabei auch jedes Mal ohne Tor (nur zwei Mal 0:0). Letzter Sieg auf dem "Betze" am 13.4.1999 (2:1). Bilanz: 17 FCK-Heimsiege – 10 Remis – 11 Bayern-Erfolge, 62:45 Tore. Gesamtbilanz: 21 Lauterer Triumphe – 14 Unentschieden – 42 Münchner Siege.
www.fck.de