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FCK olé – Siebter Tag und jede Menge Abwechslung!
14.01.2007
Es war ein Samstag, der es in sich hatte. Und er begann pünktlich um Mitternacht. Als die Spieler noch friedlich in ihren Betten schlummerten, hatte der gesamte Trainer- und Betreuerstab noch eine ganz wichtige Aufgabe zu erledigen. Zeugwart Wolfgang Wittich wurde am 13. Januar 50!
Natürlich war es eine Selbstverständlichkeit, dem wohl besten Zeugwart im deutschen Fußball persönlich zu diesem Ereignis zu gratulieren. Verstärkt wurde die Gratulantenschar von Vorstand Arndt Jaworski, der am Freitag in Spanien eingetroffen war.
Allerdings spielte Wittich seinen runden Geburtstag ein wenig runter: „Geburtstag hat man jedes Jahr, aber einen Aufstieg in die erste Liga nicht!“ Im Übrigen ist das sein größter Wunsch: „In diesem Sommer der Aufstieg, das wäre für mich die absolute Krönung!“
Doch wer gedacht hatte, dass sich die Mannschaft an Wittichs Ehrentag nichts einfallen ließe, sah sich getäuscht. Unter fadenscheinigen Gründen musste er auf einem Stuhl Platz nehmen und ehe er sich versah, wurde er gefesselt und war nun in den Händen der Spieler gefangen. Diese trugen ihn dann wie ein König auf einer Senfte zum Trainingsplatz und platzierten ihn da mitten auf dem Spielfeld. …und ließen ihn dort auch sitzen!
Von seinem „Thron“ konnte er unbeweglich und ohne Möglichkeit zu fliehen dem Training „seiner“ Profis zuschauen. Erst nach für ihn unendlich langer Zeit, hatten die Spieler ein Einsehen und Wittich wurde noch vor Trainingsende befreit.
Und dieses Training leitete zum Großteil Heinz Schell, ein Fachmann für osteopathische Behandlung. Seine Übungen, überwiegend statisches Dehnen, dienten der schnelleren, muskulären Regeneration. Eine Einheit, die vielleicht nicht so viel Spaß bringt, für die Profis aber sehr wichtig ist.
Eine schlechte Nachricht gab es nach dem Training doch zu vermelden: es gibt einen Verletzten mehr im spanischen Trainingslager. Bei einem lockeren Trainingsspiel kam es zum Zweikampf zwischen Trainer Wolfgang Wolf und Tamás Hajnal, in dem der Coach den Kürzeren zog. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und einer Muskelverhärtung beendete Wolf das Training.
Für die FCK-Profis stand nach dem Mittagessen erholsame Pflege auf dem Programm. Der Trainer- und Betreuerstab, mit Ausnahme vom verletzten Coach, traf sich um 15.00 Uhr unter der Leitung des Geburtstagskindes Wittich zu einem außergewöhnlichen Fußballspiel.
Zwar war die Leistung nicht unbedingt außergewöhnlich, aber die Spielzeit. Kuriose 3x15 Minuten wurde auf dem Trainingsplatz gekickt. Für die Aktiven aber gefühlte 90 Minuten. Die Anzahl der Tore konnte keiner mehr zählen, so viele waren es. Doch das Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Am Ende gab nur ein mehr geschossenes Tor den Ausschlag. Den entscheidenden Treffer des Tages schoss Filigrantechniker Frank Aehlig.
Doch auch dieses Spiel hatte „seinen“ Verletzten. Ex-Profi Kay Friedmann hatte es erwischt. Einmal richtig rein gegangen und schon hatte er den x-ten Muskelfaserriss seiner Karriere. „Ich muss mir nun genau überlegen, ob ich jetzt für immer die Fußballschuhe an den Nagel hänge“, so der Physiotherapeut.
Abends wurde der abwechslungsreiche Tag mit einem gemeinsamen Essen von Fans und Mannschaft beschlossen. Circa 60 FCK-Anhänger wollten dabei sein, um mal in ungezwungener Atmosphäre hautnah bei den Spielern zu sein und ihnen angenehme und unangenehme Fragen zu stellen. Natürlich durften jede Menge Fotos und Autogramme nicht fehlen. Für viele ein besonderes Souvenir aus einem interessanten Urlaub mit der Hoffnung Ende Mai noch einmal mit den Spielern zu feiern – nämlich dann die große, gemeinsame Aufstiegsfeier!
Edit: Quelle natürlich
www.fck.de