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[G8-Gipfel] Diskussion

Eine echte Alternative zu den Ausschreitungen haben wir in den letzten Tagen allerdings auch erlebt: Die gewaltfreien Blockaden der Zufahrtswege nach Heiligendamm. Es ist ohne Gewalt gelungen, direkt zum Zaun zu kommen, den ja kein Demonstrant je zu gesicht kriegen sollte. Es ist ohne Gewalt gelungen, diese Blockaden tagelang aufrecht zu erhalten. Es ist ohne Gewalt gelungen, das verbrecherische Treffen der Staatsoberhäupter massiv zu behindern. Dazu kommen hervorragende Aktionen von Greenpeace, die z.B. mit Booten in die Sperrzone eingedrungen sind. All das ist gelungen, und das ist meines Erachtens die Alternative zur Gewalt von letzten Samstag.

Insofern ist die Behauptung, der schwarze Block hätte den wichtigen Protest zerstört, einfach falsch!



Ich möchte nochmal daran erinnern, dass die G8 mit ihren Beschlüssen zum Klimaschutz das Ende der Welt, wie wir sie kennen beschlossen haben! 2050 wird alles zu spät sein, die Welt eurer Kinder und Enkel wird eine Hölle sein! Ein Land wie die Niederlande ist in seiner Existenz bedroht, eigentlich müssten die den Verteidigungsfall ausrufen... Ebenso ganz Afrika! Und wir regen uns auf über ein paar schwarz gekleidete Steinewerfer. Genauso die Sache mit dem geistigen Eigentum: Für Millionen Afrikander bedeutet dies, dass sie keinen Zugang zu günstigen Medikamenten bekommen werden, dass tradiertes Wissen zu Privatbesitz wird,... . Es kommt der Tag, an dem sie sich wehren werden. Und dann werden wir etwas erleben, wogegen die Ereignisse in Rostock eine Kindergartenveranstaltung waren!



Wie gesagt, man kann am schwarzen Block vieles kritisieren, fast alles gar, aber dennoch ist diese Gewaltdiskussion völlig verfehlt.



Ich bin außerdem gespannt, was in den nächsten Tagen und Wochen alles ans Licht kommt. Würde mich nicht wundern, wenn es ein agent provocateur der Polizei war, der den ersten Stein geworfen hat... Bei den Blockaden wurde es ja auch versucht!


Eine Frage was nützt es uns oder Afrika, wenn die G8 sich nicht treffen? Wird dann die Welt besser? Ich finde es grob fahrlässig die Revolutionen mit diesen Gewalttaten zu vergleichen. Diese Regierungen sind legitimiert!! Dies war eben 1789 z.B. nicht der Fall.

Der schwarze Block möchte seine(!!!) Ziele erreichen. Wären es die wichtigsten Ziele aller Leute in Deutschland, dann sollen sie eine eigene Partei gründen und die einzig wirkliche Alternative bieten.



Wenn ein Polizist den erten Stein geworfen hat, dann finde ich es eine Sauerei, weil er damit alle Polizisten gefährdet hat, aber hat er denn dann die Meute gezwungen, Steine zu werfen?
 
geb ich auch nochmal meinen Senf dazu:



Das große Problem an den G8 Gipfeln ist in meinen Augen, dass sich ein Großteil derer die auf die Straßen gehen und Dinge fordern nicht oder nur wenig mit den aktuellen Geschehnissen außeinandersetzt. Es sind Leute unter den Demonstraten die in einer Zeit/Welt leben, die sie mit allen Mitteln niemals erreichen werden, weil sie absurd und fern jeder Realität ist.

Ich bewundere jeden, der sich Gedanken macht und eine gerechtere Globalisierung fordert. Wer den kompletten Stopp oder die "Abschaffung" der Globalisierung fordert lebt in einer anderen Welt. Globalisierung hat es seit jeher gegeben. Selbst ein römischer Reiter, ein Bote, war ein Träger der Globalisierung, anderes wäre ein solches Reich gar nicht zu beherrschen gewesen. Die Welt wie wir sie heute haben hat jeder einzelne von uns zu verantworten. Nur mal ein kurzer Hinweis: Geiz ist geil ist keine Erfindung der Politik, sondern eine Erfindung der Menschen! Und Geiz ist ein großer großer Faktor der Globalisierung...



Das größte Thema ist ja in fast allen Foren Afrika: Das Problem an Afrika ist nicht der West, sind nicht die G8-Staaten, das größte afrikanische Problem ist immer noch Afrika selbst und daran wird sich auch nichts ändern, so lange in unseren Breiten immer mehr Geld für Afrika gefordert wird. Ich bin genau der gegensätzlichen Meinung. Man muss den Geldhahn für die afrikanischen Regierungen endlich abdrehen, kein Geld mehr, keinen einen Cent mehr an afrikanische Regierungen. Stattdessen ein Programm der Patenschaften, nach dem Prinzip, dass die größten Wirtschaftsnationen den Bevölkerungsreichsten und unterentwickelsten Ländern Afrikas helfen. Alles rein über Patenschaften, keine Selbstbestimmung mehr sondern eine strikte Kontrolle durch die Wirtschaftsnationen. 1.000 Milliarden Dollar sind in den letzten Jahren in Afrika investiert worden. Mit einem mehr als erschreckenden Ergebnis. Die Kriege in Afrika sind zu großem Teil auch die Schuld der Entwicklungshilfe. Man gibt Gelder an korrupte Regierungen die sich mit den Geldern ihre Macht sichern, ihre eigenen Armeen hochrüsten und der Meinung sind sie müssen den halben Kontinent in Schutt und Asche legen. Man muss vom Gießkannenprinzip weg und dem Land langfristig helfen, so etwas geht nur über Patenschaften! Es muss ein langfristiger Plan her um Afrika auf die Beine zu bringen und das geht meiner Meinung nach nur wenn man diesen Plan auch überwacht und nur noch gezielte und sinnhaltige Projekte unterstützt..



Jeder der mehr Geld für die "Ärmsten der Armen" fordert sollte sich auch kritisch damit außeinandersetzen wie es eingesetzt wird. Ich habe absolut kein Verständnis dafür wenn Deutschland die Palästinenser unterstützt, mit zig Millionen € und das über mehrere Jahre, ohne dass es jemanden ersichtlich stört, dass das ganze Geld bei Yassir Arafat versickerte oder jetzt an die Hamas geht..



Ich bin der festen Überzeugung, dass man mit einer gezielten wirtschaftlichen und bildungspolitischen Unterstützung Afrika in schneller Zeit auf die Beine helfen kann, dafür bringt der Kontinent geradezu ideale Voraussetzungen mit sich
 
Warum schreibt eigentlich fast jeder den Satz "Auch wenn viele hier meiner Meinung nicht beipflichten werden", obwohl genau darüber hier ein breiter Konsens herrscht?



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Nein, du bist nicht der Einzige.... . Die Autonomen wollen nicht, dass die G8 einen Schuldenerlass für die dritte Welt beschließen, Geld nach Afrika schicken, etc. pp., die wollen eine völlig andere Gesellschaftsform, die nur durch eine wie auch immer geartete Revolution zu erreichen ist. Es geht um eine Welt ohne G8, ohne Staaten, ohne soziale Ungleichheit usw.


Danke für den Beitrag!



Ich hoffe auch, man würde Afrika endlich mal sich selbst überlassen. Ohne die Ausbeuter, aber auch ohne die Gutmenschen! Die werden schnell genug herausfinden was sie wollen. Afrika hat selbst alles was man braucht.
 
Wer träumt nicht von einer Welt ohne Staaten, keine Ausbeutung, keine sozialen Ungleichheiten. Aber dafür ist der Mensch zu egoistisch und zu sehr auf sich selbst bezogen. Daher wird es nie funktionieren. Der Kommunismus an sich ist eine super Sache, nur es gibt nicht die Menschen für ihn
 
Genau so ist es- der Kommunismus ist auch kläglich gescheitert.

Und so ist es auch mit der staatenlosen Idee.

Der Mensch ist unterschiedlich- das macht die Natur. Natürlich sollten Menschen gleichbehandelt werden (vom Gesetz) aber nur in vergleichbaren Situationen.

Und da nun mal der eine blonde Haare hat und der andere braune und jeder immer das will was er grade nicht hat, wird so was auch nie funktionieren.

Das nennt man Neid und ist der älteste und größte Feind der Menschheit.

Doch diesen Begleiter werden wir wohl niemals los.



Zum Thema Einsatz von Gewalt:

Ein klares nein! Wie bereits sehr richtig gesagt ist sowohl unsere als auch die anderen Regierungen legitimiert durch Wahlen.

Wenn eine kleine Gruppe meint ihre Idde gegen die Mehrheit der Bevölkerung gewaltsam durchsetzen zu dürfen, dann haben sie keine Legitimation. Auch keine moralische!!!!! Und wenn hier Verhältnismäßigkeitsdebatten angefangen werden ist das quatsch. Denn andere Gewalt macht diese nicht besser und auch nicht verhältnismäßig tolerierbarer!

Und hier von Revolution zu sprechn ist der Witz!

Es ist weder die Meinung noch der Wille der Allgemeinheit -> keine Revolution- so was nennt man Putsch!!! Ist n ziemlich großer Unterschied.



Abgesehen davon:

Die Leute die immer von Spirale der Gewalt reden findens jetzt ok?!?



NEIN!!! EVOLUTION statt REVOLUTION.

Blutvergiessen ist nie der richtige Weg.
 
oder was meins du mit verbrecherich


Damit meine ich z.B. die Tatsache, dass man beschlossen hat, vielleicht irgendwann mal darüber nachzudenken, ob man es nicht mittel- bis langfristig in Erwägung ziehen sollte, sich über das Thema Klimaschutz ernsthafte Gedanken zu machen. Ich wiederhole mich: 2050 ist es zu spät. Ich bin dann ein alter Mann, oder vielleicht auch schon Tod, aber einige User hier haben Kinder, und es sind deren ganz materielle Lebensgrundlagen, die hier den Interessen der Industrielobbys geopfert werden. Die Wirtschaft an sich könnte nämlich auch von einem Umschwung auf regenerative Energie enorm profitieren, nur bestimmte, sehr mächtige Kreise wie die Öllobby nicht... Für mich ist das ein Verbrechen an der gesamten Menschheit!




Ich finde es grob fahrlässig die Revolutionen mit diesen Gewalttaten zu vergleichen. Diese Regierungen sind legitimiert!! Dies war eben 1789 z.B. nicht der Fall.
Der schwarze Block möchte seine(!!!) Ziele erreichen. Wären es die wichtigsten Ziele aller Leute in Deutschland, dann sollen sie eine eigene Partei gründen und die einzig wirkliche Alternative bieten.



Wenn ein Polizist den erten Stein geworfen hat, dann finde ich es eine Sauerei, weil er damit alle Polizisten gefährdet hat, aber hat er denn dann die Meute gezwungen, Steine zu werfen?


Die Regierungen sind gewählt, schon richtig. Wenn man aber nicht an de repräsentative Demokratie glaubt, kann man ihnen jedoch keine Legitimation zusprechen. Das ist eine Frage des Standpunkts. Zudem soll sich die erwähnte Revolution gegen die kapitalistische Gesellschaftsform richten, die von den Autonomen nicht als alternativlos angesehen wird, und es auch meiner Meinung nach nicht ist!



Zu der Sache mit dem ersten Stein: Man kann einen sehr großen Teil des schwarzen Blocks wohl der "Kategorie B" zuordnen, d.h. auf Gewalt wird bereitwillig mit Gegengewalt geantwortet. Ein ohne erkennbaren Grund eingesetzter Wasserwerfer kann da ausreichen. Das sage ich ohne Wertung, nur zum besseren Verständnis.



@redcity: Guter Beitrag! Deine Überlegungen zu Afrika kann man größtenteils so stehen lassen, ich will aber nochmal auf den Begriff "Globalisierung" eingehen. Dabei handelt es m.E. eher um einen Kampfbegriff der friedlich demonstrierenden Gutmenschen, zudem ist er anschlussfähig für die Nazis. Auch die machen mittlerweile gerne mal Demos gegen Globalisierung. Ich selber bin überhaupt kein Globalisierungsgegner, ich mache mich nur stark gegen das Wie, was z.B. Handelsbeschränkungen, Patente auf "geistiges Eigentum", Ausbeutung und Kriegsgewinnlerei angeht. Eine grundlegend andere Politik der reichen und mächtigen Staaten würde es z.B. Afrika wesentlich erleichtern, sich selbst zu helfen.




Genau so ist es- der Kommunismus ist auch kläglich gescheitert.
...

Und hier von Revolution zu sprechn ist der Witz!

Es ist weder die Meinung noch der Wille der Allgemeinheit -> keine Revolution- so was nennt man Putsch!!! Ist n ziemlich großer Unterschied.


Der Kommunismus kann nicht gescheitert sein, da es ihn nie gegeben hat! Weder in der UdSSR noch in China, weder auf Kuba noch in Vietnam gab es kommunistische Systeme, das waren oder sind alles neue, andere Ausbeutungsverhältnisse.

Um es klarzustellen: Die Ausschreitungen in Rostock haben natürlich nichts mit Revolution zu tun, das ist das Hauptproblem der radikalen Linken. Zu einer echten Revolution fehlt ihr leider nicht nur der Rückhalt der Massen, der unbedingt notwendig ist, da hast du Recht, sondern auch eine Utopie, die für viele Menschen tragbar ist. Stattdessen neigt man stark dazu, den eigenen Szenelifestyle verallgemeinern zu wollen. Das dies schlichtweg scheiße ist, braucht man mir nicht zu sagen, das kritisiere ich seit Jahren schon.



@satanischefärse: Deiner Signatur zufolge müsste das ein Thema sein, wo wir ausnahmsweise sehr unterschiedlicher Meinung sind. Wenn dem nicht so ist, und wir in wesentlichen Punkten Gemeinsamkeiten haben, finde ich das sehr erfreulich!



Übrigens sollte man noch die Camps erwähnen, in denen die andere Welt praktiziert wurde: Da gibt es z.B. selbstorganisierte Kollektive, die in der Lage sind, für Tausende Menschen Essen zu kochen, und das nicht nur Bio, sondern auch noch lecker. Überhaupt war jegliche Organisation in den Camps frei von Hierarchie, und es funktioniert. Ganz so unmöglich scheint es ja doch nicht zu sein!



Schließlich will ich noch etwas allgemeines zu diesem Thread loswerden: Dass bisher keiner die Lügen von Bild und Co. nachgeplappert hat, spricht imho sehr für dieses Forum. Vielen Dank und weiter so!
 
Damit meine ich z.B. die Tatsache, dass man beschlossen hat, vielleicht irgendwann mal darüber nachzudenken, ob man es nicht mittel- bis langfristig in Erwägung ziehen sollte, sich über das Thema Klimaschutz ernsthafte Gedanken zu machen. Ich wiederhole mich: 2050 ist es zu spät. Ich bin dann ein alter Mann, oder vielleicht auch schon Tod, aber einige User hier haben Kinder, und es sind deren ganz materielle Lebensgrundlagen, die hier den Interessen der Industrielobbys geopfert werden. Die Wirtschaft an sich könnte nämlich auch von einem Umschwung auf regenerative Energie enorm profitieren, nur bestimmte, sehr mächtige Kreise wie die Öllobby nicht... Für mich ist das ein Verbrechen an der gesamten Menschheit!




Guter Punkt und den lasse ich so stehen. Gehen wir über zu einem weiteren Punkt. Wie du gesagt hast, haben viele hier Familien und vielleicht werden wir auch einmal Kinder haben und diese wiederrum Kinder. Was ist mit den Schulden? Sollen die Steuern gesenkt werden, mehr Schulden aufgebaut werden und unsere Kinder diese bezahlen? Und dann fordern viele Steuersenkungen vor allem die Linke, bei gleichzeitig verbessern der Sozialsysteme. DAS ist genauso Raubbau an den kommenden Generationen und genauso zu verurteilen.




Die Regierungen sind gewählt, schon richtig. Wenn man aber nicht an de repräsentative Demokratie glaubt, kann man ihnen jedoch keine Legitimation zusprechen. Das ist eine Frage des Standpunkts. Zudem soll sich die erwähnte Revolution gegen die kapitalistische Gesellschaftsform richten, die von den Autonomen nicht als alternativlos angesehen wird, und es auch meiner Meinung nach nicht ist!!


Interessanter Minderheitenschutz. Also sollen 80 Millionen Deutsche auf die Demokratie verzichten, weil 2000 Autonome gegen Demokratie sind?

Nenne mir bitte ein besseres Modell als Demokratie.




Zu der Sache mit dem ersten Stein: Man kann einen sehr großen Teil des schwarzen Blocks wohl der "Kategorie B" zuordnen, d.h. auf Gewalt wird bereitwillig mit Gegengewalt geantwortet. Ein ohne erkennbaren Grund eingesetzter Wasserwerfer kann da ausreichen. Das sage ich ohne Wertung, nur zum besseren Verständnis!


Auf Gewalt wird mit Gegengewalt geantwortet? Aber wenn doch der Provozierer aus den Reihen der Autonome(verkleidet) kommt? Dann war es doch gar keine GEwalt gegen sie. Ich bezweifle, dass direkt nach einem Steinwurf schon Wasserwerfer usw. eingesetzt werden.








Der Kommunismus kann nicht gescheitert sein, da es ihn nie gegeben hat! Weder in der UdSSR noch in China, weder auf Kuba noch in Vietnam gab es kommunistische Systeme, das waren oder sind alles neue, andere Ausbeutungsverhältnisse.

Um es klarzustellen: Die Ausschreitungen in Rostock haben natürlich nichts mit Revolution zu tun, das ist das Hauptproblem der radikalen Linken. Zu einer echten Revolution fehlt ihr leider nicht nur der Rückhalt der Massen, der unbedingt notwendig ist, da hast du Recht, sondern auch eine Utopie, die für viele Menschen tragbar ist. Stattdessen neigt man stark dazu, den eigenen Szenelifestyle verallgemeinern zu wollen. Das dies schlichtweg scheiße ist, braucht man mir nicht zu sagen, das kritisiere ich seit Jahren schon.



Übrigens sollte man noch die Camps erwähnen, in denen die andere Welt praktiziert wurde: Da gibt es z.B. selbstorganisierte Kollektive, die in der Lage sind, für Tausende Menschen Essen zu kochen, und das nicht nur Bio, sondern auch noch lecker. Überhaupt war jegliche Organisation in den Camps frei von Hierarchie, und es funktioniert. Ganz so unmöglich scheint es ja doch nicht zu sein!




Kommunismus funktioniert dort, wo alle Leute ihn haben wollen. Siehst du ja an Hippiehäuser. Das ist richtig löblich und finde ich wirklich super, nur was ist mit den Leuten, die ihn eben nicht wollen? Warum sollten Bauern viel arbeiten, wenn sie nur einen gewissen Teil ihrer ernte behalten dürfen und den Rest hergeben müssen, ohne Geld dafür zu bekommen? Ich würde den Teil arbeiten, der für mich ist und die restlichen Sachen machen andere. So würde sehr viele Leute denken und daher wird der Kommunismus leider(!!) nie funktionieren. Die Menschen sind noch(?) nicht bereit dazu
 
Zustimmung.

Der Kommunismus ist in seiner Idealform eine Utopie, da er als System schlicht an der menschlichen Natur bzw. dem Egoismus weniger Leute scheitert. Es ist ja in jeder Sozialstruktur bzw. größeren Gruppe so, dass es Menschen gibt, die sich altruistisch verhalten. Genauso gibt es aber auch IMMER Egoisten. Und die bringen so ein System zum Einsturz, da sie die große Mehrheit, die nicht so veranlagt ist, ausbeuten bzw. ausnutzen. Genau das ist ja bisher immer der Fall gewesen, wenn in irgendeinem Land der Kommunismus propagiert und als System ausgerufen wurde.Das funktioniert einfach nicht - KANN nicht funktionieren.

Der Kommunismus setzt zu seinem Funktionieren voraus, dass alle Mitglieder des Systems mit den gleichen altruistischen Motiven und Charaktereigenschaften an die Sache rangehen und sich das Projekt so trägt. das funktioniert bei kleinen Gruppen in Familiengröße, aber nicht bei ganzen Völkern.

Deswegen ist der Kommunismus eine schicke Idee, aber das wars dann auch.
 
Auf Gewalt wird mit Gegengewalt geantwortet? Aber wenn doch der Provozierer aus den Reihen der Autonome(verkleidet) kommt? Dann war es doch gar keine GEwalt gegen sie. Ich bezweifle, dass direkt nach einem Steinwurf schon Wasserwerfer usw. eingesetzt werden.


Wie gesagt, es geht um die Gewaltwahrnehmung. Da es mittlerweile gängige Polizeitaktik ist, Straftäter, und dazu reicht es , wenn sich jemand vermummt hat oder Stahlkappenschuhe trägt, mit Festnahmetrupps aus Demos rauszugreifen. Selbst für "unbescholtene Normalbürger" ist der Grund oft nicht sichtbar. Dies wird daher immer als Gewalt gegen die Demo wahrgenommen. Nur selten führt dies zu Steinwürfen.

Und selbstverständlich gibt es auch bei den Autonomen eine Kategorie C, die selbst mit der Gewalt beginnt. Andere bekommen dies nicht mit, sondern nur den folgenden Polizeieinsatz, antworten darauf mit weiterer Gewalt, und schon sind wir mittendrin! Nur so als Erklärung des Ablaufs.



Die nächsten drei Punkte beantworte ich mal im Zusammenhang:




Wie du gesagt hast, haben viele hier Familien und vielleicht werden wir auch einmal Kinder haben und diese wiederrum Kinder. Was ist mit den Schulden? Sollen die Steuern gesenkt werden, mehr Schulden aufgebaut werden und unsere Kinder diese bezahlen? Und dann fordern viele Steuersenkungen vor allem die Linke, bei gleichzeitig verbessern der Sozialsysteme. DAS ist genauso Raubbau an den kommenden Generationen und genauso zu verurteilen.



Interessanter Minderheitenschutz. Also sollen 80 Millionen Deutsche auf die Demokratie verzichten, weil 2000 Autonome gegen Demokratie sind?
Nenne mir bitte ein besseres Modell als Demokratie.



Kommunismus funktioniert dort, wo alle Leute ihn haben wollen. Siehst du ja an Hippiehäuser. Das ist richtig löblich und finde ich wirklich super, nur was ist mit den Leuten, die ihn eben nicht wollen? Warum sollten Bauern viel arbeiten, wenn sie nur einen gewissen Teil ihrer ernte behalten dürfen und den Rest hergeben müssen, ohne Geld dafür zu bekommen? Ich würde den Teil arbeiten, der für mich ist und die restlichen Sachen machen andere. So würde sehr viele Leute denken und daher wird der Kommunismus leider(!!) nie funktionieren. Die Menschen sind noch(?) nicht bereit dazu


Dein erstes Argument trifft aber vor allem die reformistische Linke, also Gewerkschaften, Linkspartei, WASG, auch Attac. Hier findet man vor allem ein rückwärtsgewandtes Denken, man will zurück ins Sozialstaatsparadies der 60er bis 80er. Das dies nicht mehr geht, ist klar!

Die radikale Linke will aber etwas ganz anderes, nämlich eine Gesellschaftsform, die nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet ist, sondern auf die Bedürfnisse der Menschen. Darauf zielen deine anderen Argumente.



Zunächst aber zum Begriff Demokratie. Selbstverständlich gibt es nichts besseres, das habe ich auch nie behauptet! Ich sprach einerseits davon, dass die radikale Linke die repräsentative Demokratie ablehnt, trotzdem ist man selbst hyperdemokratisch organisiert. Die von dir so genannten "Hippiehäuser", wir nennen uns selbst "Hausprojekte", funktionieren z.B. basisdemokratisch. Man wählt keine Vertreter, die die Entscheidungen treffen, sondern man trifft sie selbst. Genau das will die radikale Linke auf alle Lebensbereiche ausgeweitet sehen. Dass man so natürlich keinen Eisenbahnverkehr zwischen Kaiserslautern und Berlin, ja noch nicht mal den ÖPNV von Kaiserslautern organisieren kann, steht außer Frage. Es wäre aber falsch anzunehmen, dass sich kein basisdemokratisches Modell entwickel lässt, das funktioniert.



Weiterhin habe ich davon gesprochen, dass ich den Kapitalismus nicht für alternativlos halte, und dabei bleibe ich! Das hat mit der Demokratiefrage nichts zu tun, denn ein undemokratisches System verdient es niemals, Kommunismus genannt zu werden. Ich schließe an dieser Stelle definitiv aus, dass wir das Ende der Geschichte und das endgültige und beste aller Systeme erreicht haben. Es gibt keinen Grund, das anzunehmen.

Schön ist dein Beispiel mit dem Bauern. Im Grunde sagst du, der Bauer müsste im Kommunismus für weniger Geld mehr arbeiten. Ich musste da sofort an die Turbokapitalisten von der Telekom denken...

In den linksradikalen Utopien ist es eher so, dass der Bauer Überschuss für diejenigen erwirtschaft, von deren Dienstleistungen und Gütern er profitiert. Es steht im auch frei, nur soviel zu tun, wie er selbst benötigt, dann kann es aber passieren, dass ihm niemand das Dach decken will.



Eines ist klar: Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass irgendwann eine Revolution kommt, und dann ist alles gut. Aber es darf und wird sicher nicht immer so bleiben, wie es jetzt ist. Irgendwann wird es ganz gewaltig knallen, und was dann kommt, muss nicht zwangsläufig der Kommunismus sein, es muss auch nichts Gutes sein, aber es wird das Ende des Kapitalismus in seiner heutigen Form sein!
 
Jetzt kann ich mit deinem Post leben und ihm auch ziemlich zustimmen. Irgendwann wird es knallen und die kleinen Leute sich erheben. Was daraus entstehen wird, werden wir sehen. Es kann gut sein oder auch schlecht aber die Welt dreht sich immer weiter und mit ihnen kommen veränderungen. Ob sie gut sind oder schlecht, liegt im Auge des Betrachters. Jemand hat mal zu recht gesagt, Demokratie ist schlecht, aber das beste System, welches wir haben. Dem kann ich im Moment zustimmen, weil wir Menschen zu egoistisch sind, für ein gutes Modell. Wären wir nicht egoistisch, dann würden wir gar nicht über den Kapitalismus diskutieren
 
Bis es zum Knall kommt sind unsere Kinder zu fett
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Die Gesellschaft wird doch immer träger und politisch uninteressierter. Die können dir alle Alben von Daniel Küblböck und die letzten 10 Teilnehmer von DSDS nennen, aber nicht die letzten 3 Bundeskanzler + Prasidenten.

Und seis Friedendemo oder Gegen G 8, ist es bei vielen keine Auseinandersetzung mit der Sache sondern ein Hinterherlaufen einer Eventkultur.

Das ist das schlimme an der ganzen Sache- ich wäre mir nicht so sicher ob sich die sprichwörtlichen "Massen" tatsächlich erheben.



Noch kurz zu einer Aussage von Berliner Teufel:

Wie gesagt, es geht um die Gewaltwahrnehmung. Da es mittlerweile gängige Polizeitaktik ist, Straftäter, und dazu reicht es , wenn sich jemand vermummt hat oder Stahlkappenschuhe trägt, mit Festnahmetrupps aus Demos rauszugreifen.



Du hast vollkommen Recht wenn Du sagst, dass es ausreicht wenn man vermummt ist, um aus der Demo gezogen zu werden. Ganz einfach aus dem Grund, dass das Versammlungsgestz dies nicht erlaubt. Das ist keine Willkür. Wer demonstriert sollte sich darüber informieren oder ein guter Demoleiter sollte dies durchsagen.

Das hat nichts mit Polizeiwillkür zu tun.

Und bewaffnet darf man nun mal auch nicht sein- daher können Stahlkappenschuhe zu Problemen werden.

Aber mir erschliest sich auch nicht, warum an einer Demo Sicherheitsschuhe getragen werden müssten oder man vermummt sein sollte???

Das sind doch dann auch keine Menschen die an einer friedlichen Demonstration interessiert sind bzw. die sich um die friedlichen unbescholtenen Mitbürger scheren, wenn sie geltendes Recht missachten und damit Block B provoziert wird.
 
Überlegt euch doch mal wo ihr überwacht werdet, wann ihr erfasst werdet.

- Beim Geld abheben und ausgeben

- im Bahnhof, Flughafen, Hafen etc.

- Fußballstadion

- auf dem Weg dorthin

- in den Fußgängerzonen

- auf den Autobahnen/Bundesstraßen

- durch Fotohandys, Bilder landen für alle sichtbar im Internet

- im Internet



Tolle Freiheit die wir haben. Möchte nicht darüber nachdenken was passiert, wenn jemand auf dumme Gedanken kommt. (1984 ist ein Scheiss dagegen)!

Und alles soll man einfach so hinnehmen?
 
Überlegt euch doch mal wo ihr überwacht werdet, wann ihr erfasst werdet.
- Beim Geld abheben und ausgeben

- im Bahnhof, Flughafen, Hafen etc.

- Fußballstadion

- auf dem Weg dorthin

- in den Fußgängerzonen

- auf den Autobahnen/Bundesstraßen

- durch Fotohandys, Bilder landen für alle sichtbar im Internet

- im Internet



Tolle Freiheit die wir haben. Möchte nicht darüber nachdenken was passiert, wenn jemand auf dumme Gedanken kommt. (1984 ist ein Scheiss dagegen)!

Und alles soll man einfach so hinnehmen?


Jeder dürfte ungefähr diese Auflistung kennen und du hast noch einiges vergessen. Nur in Zukunft wird es noch schlimmer und schlimmer werden. Die wenigstens dürften glücklich darüber sein nur was hat dies mit G8 zu tun?
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Jeder dürfte ungefähr diese Auflistung kennen und du hast noch einiges vergessen. Nur in Zukunft wird es noch schlimmer und schlimmer werden. Die wenigstens dürften glücklich darüber sein nur was hat dies mit G8 zu tun?
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Einfach damit, dass unsere Freiheitsrechte immer mehr eingeschränkt werden und dass man das, an den Dingen die vor und während des Gipfels gelaufen sind festmachen kann.
 
Einfach damit, dass unsere Freiheitsrechte immer mehr eingeschränkt werden und dass man das, an den Dingen die vor und während des Gipfels gelaufen sind festmachen kann.


Ok Punkt für dich
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nur was eben schlimm ist, dass Schäuble dank dem G8 Gipfel neue Argumente bekommen hat.
 
Ok Punkt für dich
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nur was eben schlimm ist, dass Schäuble dank dem G8 Gipfel neue Argumente bekommen hat.


Die Argumente gibt es schon seit den Protesten gegen die Wiedereinführung der Bundeswehr in den 50igern. Nur gab es damals viele Politiker und "normale" Bürger die sich auch getraut haben solchen Mist anzusprechen und dagegen zu arbeiten! Heutzutage versuchen doch die Meisten (Politiker und Bürger) mit den Mächtigen pissen zu gehen und merken nicht, dass sie sich selbst nass machen und von denen dazu auch noch!
 
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