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[G8-Gipfel] Diskussion

Wenn nämlich nur 100% konsequente Leute ein Recht auf ne Meinung hätten dürfte sich gar niemand mehr zu Wort melden. Es is einfach 'ne Scheiß Art zu diskutieren, das wollte ich jetz mal loswerden...


Der Meinung bin ich zwar grundsätzlich auch, dennoch finde ich, dass jemand, der sehr offensiv und anderen gegenüber verurteilend und beschuldigend seine Meinung vertritt, sich also als ethisch-moralisch überlegen betrachtet, sich gerade um der Art willen, wie er andere be- und verurteilt, daran messen lassen muss, ob er in seiner Haltung konsequent auftritt. Denn genau da liegt der Hund begraben. Denn sonst kann ja jeder seine Meinung wechseln wie seine Unterhosen.

In meinen Augen machen es sich gerade die Leute besonders einfach, die besonders scharf eine Meinung vertreten, ohne das mit einem konsequenten Hintergrundverhalten zu tun. Denn je schärfer man auftritt, umso schärfer muss man es sich gefallen lassen, auch beurteilt zu werden.

Denn wer für andere sehr hohe Maßstäbe anlegt, muss sich selbst auch an solchen messen lassen. Man kann und darf nicht behaupten anders und besser als andere zu sein, wenn man es nicht wirklich ist.

Und wer diese Maßstäbe dann nicht erfüllt, den nehme ich persönlich dann auch nicht wirklich ernst.
 
Der Meinung bin ich zwar grundsätzlich auch, dennoch finde ich, dass jemand, der sehr offensiv und anderen gegenüber verurteilend und beschuldigend seine Meinung vertritt, sich also als ethisch-moralisch überlegen betrachtet, sich gerade um der Art willen, wie er andere be- und verurteilt, daran messen lassen muss, ob er in seiner Haltung konsequent auftritt. Denn genau da liegt der Hund begraben. Denn sonst kann ja jeder seine Meinung wechseln wie seine Unterhosen.
Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann, oder?

Wenn Mutter Theresa noch am Leben wär würde sie bei Christiansen von so Typen wie Glos und Co gleich mit ihrer Swingervergangenheit konfrontiert. So zu diskutieren is nicht schwer und Leute die eh schon in eine Richtung denken fühlen sich ganz schnell bestätigt. Man muß auch nicht mehr an sich selbst arbeiten, denn sonst is ja auch keiner perfekt... Ich verurteile diese Herangehensweise, da vergeht mir ganz schnell die Lust mich auf eine Diskussion einzulassen.
 
Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann, oder?
Wenn Mutter Theresa noch am Leben wär würde sie bei Christiansen von so Typen wie Glos und Co gleich mit ihrer Swingervergangenheit konfrontiert. So zu diskutieren is nicht schwer und Leute die eh schon in eine Richtung denken fühlen sich ganz schnell bestätigt. Man muß auch nicht mehr an sich selbst arbeiten, denn sonst is ja auch keiner perfekt... Ich verurteile diese Herangehensweise, da vergeht mir ganz schnell die Lust mich auf eine Diskussion einzulassen.


Ich habe nicht damit gemeint, dass ich der ansicht bin, dass sich menschen niemals glaubwürdig ändern können, sondern ich meine damit, dass es in meinen augen ein unding ist, wenn Leute andere Menschen moralisch in den Senkel stellen und hohe maßstäbe anlegen, die sie im gleichen Zeitpunkt aufgrund mangelnder eigener Konsequenz nicht erfüllen. Das ist was anderes. Niemand muss sich seine Vergangenheit vorwerfen lassen, wenn er einen glaubwürdigen entwicklungs- und änderungsprozeß durchlaufen hat.

Nochmal: Damit war nicht gemeint, dass menschen wie betonköpfe immer eine meinung vertreten sollen und sich nie ändern dürfen.

Ich hoffe der Unterschied ist deutlich geworden.
 
So dann sag ich auch mal was schlaues
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Auch hier muss man erstmal differenzieren.

Der schwarze Block ist ein Zusammenschluss Krimineller. Da gibt es nichts zu verharmlosen. Lest mal beim Spiegel was für Parolen da an Häuserwände gespayt sind: "Zwischen Helm und Nasenbein passt immer noch ein Pflasterstein."

Danke - das reicht als Aussage. Diese Menschen wollen auch gar keinen Dialog. Die von denen, die wirklich hinter einer Idee stehen, wollen sie mit Gewalt durchsetzen - woraus auch immer sie legitimiert sind?!? - und der Rest ist Hooliganlike einfach nur geil auf Randale.

Ich denke da sind wir uns auch alle einig- so Leute gehören weggesperrt, da sie keinen Respekt vor anderen Menschen, deren Eigentum, Gesundheit und Leben haben. (Den auch Polizisten sind Menschen)

Und was kann Opa Schulze dafür, dem sein Auto abgefackelt wird.

So Leute demonstrieren auch nicht, denn wer vermummt ist bekennt sich zu nix!!! Da muss man schon Gesicht zeigen, wenn man wirklich zu was steht. Und Passanten anspucken, anpöbeln, den Rucksack voller Steine packen, Flaschen und Messer werfen,etc... Das hat mit demo nix zu tun.

Und wo kamen die Molotow-Cocktails her? Die wurden offenbar ja auch mitgeführt- sieht so freie Meinungsäußerung aus???



Nun zur Demo an sich.

Die Bundesrepublik hat mit der Einführung der Grundrechte aus der Vergangenheit gelernt. Dazu gehört die Versammlungsfreiheit, genauso wie die Meinungsfreiheit. Das ist nicht nur gut so- sondern auch wichtig.

Niemand kann immer im voraus wissen was gut und richtig ist. Galileo hat die Menschen auch erst mal schocken müssen, dass die Welt keine Scheibe ist.

Und daher ist es wichtig die Minderheiten zu schützen und jedem eine Stimme zu geben.

Aber Gehör finden kann nur wer sich an gewisse Regeln hält; wie es die friedlichen Demonstranten getan haben und daher ist zunächst einmal egal wie man zu deren Weltansicht steht, dies nicht nur zu tolerieren, sondern ein Beitrag zu unser aller Wohl.

Denn ein Wahrnehmen demokratischer Rechte stellt auch eine Sicherung der Demokratie an sich dar.



Und genau hier ist das Problem: Gleichgültigkeit.



Im Vorfeld wurde ein gewisser Hype um den Gegen G8-Gipfel gemacht.

Eine politische Popkutur entwickelt. Auf einmal war jeder gegen G8, die Politiker und "Bullen" Verbrecher und auch hier wird von einem Polizeistaat geredet.

Aber wie kommt es dazu?

Warum wurden Wohnungen durchsucht. Warum werden Menschen durchsucht?

Warum wird Post durchsucht?

Polizeiwillkür???

Nein- Rostock hat gezeigt, dass solche Maßnahmen keine Willkür ist, sondern eine Notwendigkeit zum Schutz der Allgemeinheit.



Der allgemeine Schmusekurs und die Naivität im Vorfeld haben sich auch während der Demo fortgesetzt.

Wer der friedlichen Demonstranten hat den was gesagt, als Steinplatten zertrümmert und in Rücksäcke gepackt wurden. Wer hat sich distanziert. Wie im Vorfeld war die Blauäugigkeit treuer Begleiter.



Und da muss man beide Seiten sehen:

Man stelle sich mal vor, man ist einer der Polizisten die im Steinhagel offene Brüche erleiden.

Oder auch nur Opa Schulz dem sein schönes Auto abgefackelt wird. Und die Versicherung ist kein Argument- weil Opa Schulzes Auto schon 20 Jahre alt war, aber ers top gepflegt hatte und jetzt noch ganze 350 € von der Versicherung bekommt und sich damit nicht viel mehr, als 4lagiges Toilettenpapier für die verkohlte Hutablage holen kann.



Meiner Meinung nach hat die Medienlandschaft, wie auch viele Organisatoren versagt!! Es war gerade zu unverantwortlich Familien, Kinder, Rentner neben solchen Kriminellen in eine Demo zu schicken.

Der von ihnen ausgerufene und praktizierte Krieg fordert wie jeder Krieg Verluste auch bei Unbeteiligten. Und Menschen die in gute Absicht dorthin fuhren und um einer guten Sache nachzugehen sind die Dummen.



Selbst wenn sie keine eigenen Verletzungen davontrugen, so war dies ein Verrat an der Sache. Niemand redet über die 20.000/ 80.000 friedlichen Menschen in Rostock. Nur weil Menschen wie Gysi sich nie von einem Teil ihres Wahlklientels distanziert haben/ werden.



Und so geht eine Demokratie zu grunde...

Es gibt keinen Platz für Toleranz für Gewalttäter- auch wenns Stimmen kostet.

Und wer rechts oder links nach Stimmen fischt verkauft die Demokratie!!! ( Ich meine ausserhalb des demokratischen Verständnis befindlich)

Und diese Demo wurde in der Nachbetrachtung von den Organisatoren teils aufgrund Naivität teils wissend, aber hoffend dass es irgendwie schon gutgehe, verkauft!

Denn, dass der schwarze Block anreist war bekannt. Und spätestens als die Demo begann hätte man dafür sorgen können, dass sie nicht teilnehmen und da nicht mitlaufen. Denn bewaffnet und vermummt darf nach Versammlungsrecht keiner zu einer Demo.



Soweit mal meine Nachbetrachtung.
 
@ Master69



Sehr schön gesagt.

Wir scheinen uns hier ja weitestgehend einig zu sein, was die Bewertung der Gewalt und der Differenzierung zwischen Verbrechern und friedlichen Demonstranten angeht...
 
ich bin wohl der Einzige, der sowohl mit den Globalisierungskritikern als auch mit dem schwarzen Block sympathisiert.



Ich empfinde es als angenehm zu wissen, dass es eine Linke gibt, die sich knallhart gegen den Polizeistaat stellt. Wenn ich mich für den Beruf als Polizisten entscheide, entscheide ich mich dafür die Staatsmacht zu repräsentieren. Dann muss ich mit Gewalt durch Staatsgegner rechnen. Und ich kann "linke Staatsgegner" in gewissem Maße verstehen, auch wenn ich mich selbst nicht als einen ansehe.
 
ich bin wohl der Einzige, der sowohl mit den Globalisierungskritikern als auch mit dem schwarzen Block sympathisiert.


Ich empfinde es als angenehm zu wissen, dass es eine Linke gibt, die sich knallhart gegen den Polizeistaat stellt. Wenn ich mich für den Beruf als Polizisten entscheide, entscheide ich mich dafür die Staatsmacht zu repräsentieren. Dann muss ich mit Gewalt durch Staatsgegner rechnen. Und ich kann "linke Staatsgegner" in gewissem Maße verstehen, auch wenn ich mich selbst nicht als einen ansehe.


Ahja..geile Ansicht. Der Polizist, der die Staatsmacht repräsentiert muss sich also von irgendwelchen dahergelaufen Leuten mit Steinen bewerfen lassen? Das ist für mich nahe am versuchten Totschlag, sehr nahe! Oder meinst du der Stein tut nicht weh? Gegenfrage: Lehrer, Beamte, Zoll, Feuerwehr, Sanitätsdienste repräsentieren auch den Staat, dürfen diese auch mit Gewalt rechnen, nur weil sie ihren Job machen?

Ich will dich mal sehen wenn du auf eine Demo gegen Rechts gehst oder meinetwegen auf der Straße überfallen wirst und der Polizist sagt dir dann "Tja sie sind gegen den Staat, sie können nicht erwarten, dass ich ihnen hier jetzt helfe"
 
ich bin wohl der Einzige, der sowohl mit den Globalisierungskritikern als auch mit dem schwarzen Block sympathisiert.


Ich empfinde es als angenehm zu wissen, dass es eine Linke gibt, die sich knallhart gegen den Polizeistaat stellt. Wenn ich mich für den Beruf als Polizisten entscheide, entscheide ich mich dafür die Staatsmacht zu repräsentieren. Dann muss ich mit Gewalt durch Staatsgegner rechnen. Und ich kann "linke Staatsgegner" in gewissem Maße verstehen, auch wenn ich mich selbst nicht als einen ansehe.


Für So eine Meinung habe ich überhaupt kein Verständnis. Das wäre dasselbe, wie wenn ich sagen würde, du bist ultralinks und alleine deswegen musst du eben damit rechnen, dass du von Nazis verhauen wirst - denn damit muss man als Linker eben rechnen.



So ein Blödsinn.
 
Das wäre dasselbe, wie wenn ich sagen würde, du bist ultralinks und alleine deswegen musst du eben damit rechnen, dass du von Nazis verhauen wirst - denn damit muss man als Linker eben rechnen.


So ein Blödsinn.
Wieso Blödsinn?

Auf 'nem Weinfest in Zell hat ein guter Freund von mir (absolut unpolitisch) hat von Faschos den Arm gebrochen bekommen, die auf ihn los sind weil er Dreads hatte...
 
Wieso Blödsinn?
Auf 'nem Weinfest in Zell hat ein guter Freund von mir (absolut unpolitisch) hat von Faschos den Arm gebrochen bekommen, die auf ihn los sind weil er Dreads hatte...


Ich glaub der Onkel meinte, auf dich übertragen:



Dein Freund hat wegen seiner Frisur damit rechnen müssen = analog zur Aussage von wollitz.
 
Ahja..geile Ansicht. Der Polizist, der die Staatsmacht repräsentiert muss sich also von irgendwelchen dahergelaufen Leuten mit Steinen bewerfen lassen? Das ist für mich nahe am versuchten Totschlag, sehr nahe! Oder meinst du der Stein tut nicht weh? Gegenfrage: Lehrer, Beamte, Zoll, Feuerwehr, Sanitätsdienste repräsentieren auch den Staat, dürfen diese auch mit Gewalt rechnen, nur weil sie ihren Job machen?
Ich will dich mal sehen wenn du auf eine Demo gegen Rechts gehst oder meinetwegen auf der Straße überfallen wirst und der Polizist sagt dir dann "Tja sie sind gegen den Staat, sie können nicht erwarten, dass ich ihnen hier jetzt helfe"


ich bin so teils deiner meinung,

finde es gut das es diese demos gibt,

auch wenn es nicht viel bringt.

Wenn die Demos friedlich bleiben ist es ok,

aber einem politzist steine überzuwefen

ist dann schon frustablass und aggressiv unnötig.

Pro friedliche demos gegen G8

Kontra gewalt demos gegen G8

ich hab zwar nicht so viel ahnung aber bin

auch gegen den g8 gipfel,warum muss

da so ein aufstand gemacht werden??

wofür gibt es internetkonferenzen?

ok die könnten Hacker mitlesen/hören.

dann solln se halt die G8 gipfelscheiße in

China machen da intressierts kaum welche und

man könnte wenn man so vernanstaltungen

in china oder in so ländern wie in asien oder

afrika den ganzen demos und übertriebene

Schutzmaßnahmen die teuer geld kosten

aus dem Weg gehen. oder?
 
Was haltet ihr von den mutmaßlichen Provokateuren des Staates, die Demonstranten zum Steinewerfen auffordern?



Das Video (http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18864,00.htmlhttp://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18864,00.html) und die Artikel von stern und spiegel (<___base_url___>/showpost.php?p=659008&postcount=5http://www.roteteufel.de/showpost.php?p=659008&postcount=5 und <___base_url___>/showpost.php?p=659188&postcount=7http://www.roteteufel.de/showpost.php?p=659188&postcount=7) scheinen ja recht eindeutig zu sein.



Sowas geht ja gar nicht - das Aftreten der Polizei (auch bei der Eskalation) scheint ja alles andere als gut zu sein.

Wozu brauchen die denn40 Pressesprecher? Das die sich da gegenseitig widersprechen, ist doch klar.



Und die gezielten Desinformationen von Polizeiseite sind ja nur erbärmlich!

Den Demonstrante glaubt man das meistens ja eh nicht, aber wenn die Polizei nun schon anfängt zu lügen, dann sehe ich wirklich in einen staatlichen Abgrund...
 
Was haltet ihr von den mutmaßlichen Provokateuren des Staates, die Demonstranten zum Steinewerfen auffordern?


Also mir hatt schon vor längerer Zeit mal ein Arbeitskollege von solchen Aktionen bei Demos erzählt. Der sinn soll sein, die "Demonstranten" zu Gewalttaten zu treiben um dann die Demos auflösen zu können.
 
solche gerüchte gab es auch über genua.



dieser mann soll angeblich auch ein agent provocateur sein, weil er auf diesem bild im gespräch mit polizisten zu sehen ist.



inwiefern solche bzw. gerade diese geschichte(n) der wahrheit entsprechen kann ich auch nicht sagen, vorstellen könnte ich es mir aber durchaus.
 
Halte das auch für denkbar. Mit zunehmendem Alter reift leider auch die Erkenntnis, dass man gut daran tut, nichts auszuschließen. Erst recht nicht, wenn es sich um die Skrupellosigkeit der Mächtigen handelt.

Dennoch: Der schwarze Block bestand mit Sicherheit nicht *nur* aus agents provocateures - und zur Randale zwingen konnte und musste man wohl auch niemanden...
 
solche gerüchte gab es auch über genua.


dieser mann soll angeblich auch ein agent provocateur sein, weil er auf diesem bild im gespräch mit polizisten zu sehen ist.



inwiefern solche bzw. gerade diese geschichte(n) der wahrheit entsprechen kann ich auch nicht sagen, vorstellen könnte ich es mir aber durchaus.


In dem Video das ich eine seite vorher gepostet hatte, werden diese Gerüchte eindeutig bestätigt. Sollte sich jeder mal anschauen wirklich sehr interessant!
 
In dem Video das ich eine seite vorher gepostet hatte, werden diese Gerüchte eindeutig bestätigt. Sollte sich jeder mal anschauen wirklich sehr interessant!


Nicht nur sehr interessant, sondern auch sehr erschütternd. Unter dem Eindruck solcher Bilder relativiert sich auch ein Pflasterstein in der Hand
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@ Onkel Helle:



Ich habe mir deinen langen Beitrag aufmerksam durchgelesen. Auf alles einzugehen, würde den Rahmen sprengen, in einigen Dingen stimme ich dir zu, aber andere möchte ich nicht unwidersprochen lassen.



Einige deiner Kommentare:




-viele Leute heutzutage selbst lächerlich machen.
-einfach bloß Blödsinn

-wo leben die Leute bzw. wie kommen die auf so einen Bullshit.

-völlig unrealistisch oder aber auch schlicht falsch

-gequirlter Käse


finde ich ganz schön selbstgewiss. Sicher gibt es auch in den Reihen der Globalisierungsgegner Leute mit abstrusen Vorstellungen und Ansichten, aber es wirkt nicht sehr souverän, sich ausgerechnet diese paar Leute auszusuchen, um anhand deren nicht ernstzunehmenden Aussagen mit den Kritikern des G8-Gipfels abzurechnen.






Und solche Leute regen mich einfach auf, weil sie nicht zur Kenntnis nehmen WOLLEN, dass sie Teil einer Welt sind, die eben nach bestimmten Mechanismen funktioniert, und zwar nicht, weil es Regierungschefs so wollen, sondern weil es die Natur des Menschen so bestimmt.


Diesen Satz in seiner ganzen Naivität muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Natur des Menschen bestimmt, dass ein Teil der Welt in immensem Reichtum lebt, während die andere Hälfte immer ärmer wird, hungert, keinen Zugang zu Trinkwasser hat und deren Ressourcen von den Mächtigen dieser Welt für den eigenen Machterhalt und die Vermehrung des eigenen Reichtums ausgebeutet werden? Ich kanns nicht glauben. Nicht die Natur des Menschen bestimmt die Mechanismen, sondern die transnationalen Konzerne! Die Politik ist dabei doch längst nur noch das Ausführungsorgan der großen Unternehmen, und die Menschen nur noch interessant als passive Konsumenten.




Die G8 sind keine "Weltregierung" sondern schlicht und einfach ein Treffen der 8 reichsten Nationen, nicht mehr und nicht weniger. Zu den Blockzeiten haben diese Konferenzen uns den Frieden gesichert.


Und während uns der Frieden gesichert wurde, tobten und toben anderswo auf der Welt Hunderte von Kriegen, viele davon zynisch und gewinnbringend für die einheimische Waffenproduktion forciert und gefördert.



Und nochmal zu der von dir geleugneten Verantwortlichkeit der früheren Kolonialmächte für die heute selbständigen afrikanischen Staaten: Nicht nur, dass willkürliche Staatsgrenzen gezogen wurden, die den ursprünglichen Stammesgebieten überhaupt nicht entsprechen und schon allein deswegen Stammes- und Clankonflikte zwangsläufig produzierten, auch die Vorgaben der Weltbank beispielsweise, die den jungen Staaten auferlegten, vorrangig für den Weltmarkt zu produzieren, statt für die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sorgen, ist ein skandalöses Beispiel dafür, wie die Weltwirtschaft ihren Einfluss und ihre monetäre Macht schamlos ausnützt, um die Reichen noch reicher zu machen und den eigenen Einfluss zu festigen. Die Zeche zahlt die einfache Bevölkerung, deren korrupte Herrscher mit den Regierungen und den Konzernen der westlichen Welt und Chinas gemeinsame Sache machen.
 
Ein Wort noch zur Gewaltdiskussion: Es versteht sich von selbst, dass die Anwendung von Gewalt kein akzeptables Mittel ist. Aber das gilt auch für beide Seiten. Mir tut der Polizist, der mit Steinen oder Molotow-Cocktails beworfen wird, genauso leid wie der Demonstrant, der sitzblockadeweise seinen Protest zeigt und von gewaltbereiten Polizisten geschlagen und getreten wird.



Und noch etwas - ist es nicht auch Gewalt, die den Armen in der Welt angetan wird, wenn auf ihre Kosten Kriege geführt, Ressourcen gestohlen, ihre Lebensgrundlage vernichtet wird? Wenn Pharmakonzerne in unmässigem Gewinnstreben Medikamente zurückhalten, statt sie den Notleidenden zur Verfügung zu stellen? Und sind die Auswirkungen dieser Gewalt nicht doch weitaus schlimmer als das, was sich in Rostock ereignet? Gelegentlich fehlt es mir in der Gewaltdiskussion an der Verhältnismässigkeit....
 
Und während uns der Frieden gesichert wurde, tobten und toben anderswo auf der Welt Hunderte von Kriegen, viele davon zynisch und gewinnbringend für die einheimische Waffenproduktion forciert und gefördert.


Und wenn wir uns einmischen und versuchen die Regierung etwas zu stabilisieren, dann heißt es wieder, wir würden Krieg führen und sollten unsere Truppen zurückziehen. Ich möchte jetzt keine Diskussion über Afghanistan, darüber wurde schon oft genug geredet, nur ist es blöd wenn wir a fordern, aber wenn wir a brauchen b wollen
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Wobei ich dir auch recht gehen muss und die UN mittlerweile für sehr zahnlos halte. Was ist mit Darfur? Nichts passiert. Interessiert Europa nicht einmal wirklich. China erst recht nicht, weil China sehr gute Handelsbeziehungen hat... Die Waffenhändler sind auch Kriegstreiber und in dieser Hinsicht sollte etwas getan werden, aber Chancen gibt es da leider keine großen...






Und nochmal zu der von dir geleugneten Verantwortlichkeit der früheren Kolonialmächte für die heute selbständigen afrikanischen Staaten: Nicht nur, dass willkürliche Staatsgrenzen gezogen wurden, die den ursprünglichen Stammesgebieten überhaupt nicht entsprechen und schon allein deswegen Stammes- und Clankonflikte zwangsläufig produzierten, auch die Vorgaben der Weltbank beispielsweise, die den jungen Staaten auferlegten, vorrangig für den Weltmarkt zu produzieren, statt für die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sorgen, ist ein skandalöses Beispiel dafür, wie die Weltwirtschaft ihren Einfluss und ihre monetäre Macht schamlos ausnützt, um die Reichen noch reicher zu machen und den eigenen Einfluss zu festigen. Die Zeche zahlt die einfache Bevölkerung, deren korrupte Herrscher mit den Regierungen und den Konzernen der westlichen Welt und Chinas gemeinsame Sache machen.




Wir haben noch Verantwortung, aber man muss auch klar sagen, dass Afrika einige Jahre Zeit hatte und bisher relativ wenig auf die Beine gebracht hat. Wenn wir uns anschauen wie groß das BIP vor der Kolonisierung war und danach dann hat sich Afrika weiterentwickelt, wobei es viel zu viele Menschenleben gekostet hat!!!

Die Agrarsubventionen bei uns müssen weg. Wenn wir schon den Kapitalismus haben, dann sollte er für uns genauso gelten wie für Afrika und der Käufer entscheidet. Nur halte ich von dem Schuldenerlass absolut gar nichts genauso wie von den Millardenbeiträgen.

Mein Vertrauen auf eine faire Verteilung dieser Beiträge geht gen Null. Ich bin dafür, dass wir Leute in die armen Dörfer schicken und dort Brunnen graben und versuchen Fabriken zu gründen, die wir den Afrikanern überlassen und damit sie die Chance haben Geld zu verdienen und eventuell über diese Fabriken ihr ganzes Dorf zu einem gewissen Wohlstand bringen. Nur so haben wir die Chance Krieg zu verhindern und den Leuten wirklich zu helfen.
 
Die Agrarsubventionen bei uns müssen weg. Wenn wir schon den Kapitalismus haben, dann sollte er für uns genauso gelten wie für Afrika und der Käufer entscheidet. Nur halte ich von dem Schuldenerlass absolut gar nichts genauso wie von den Millardenbeiträgen.

Mein Vertrauen auf eine faire Verteilung dieser Beiträge geht gen Null. Ich bin dafür, dass wir Leute in die armen Dörfer schicken und dort Brunnen graben und versuchen Fabriken zu gründen, die wir den Afrikanern überlassen und damit sie die Chance haben Geld zu verdienen und eventuell über diese Fabriken ihr ganzes Dorf zu einem gewissen Wohlstand bringen. Nur so haben wir die Chance Krieg zu verhindern und den Leuten wirklich zu helfen.


Genau das.

Erstmal die Lebensbedingungen verbessern - Trinkwasser für jeden! Medizinische Infrastruktur verbessern.

Dann das nachhaltige und die Probleme lösende: Bildung auf breiter Front.

Schulen für die Kinder, Lehrgänge für Erwachsene, Stipendien an westlichen Unis für die klügsten Köpfe (nicht für die reichsten).

Wenn eine breite Schicht über Grundbildung verfügt, über Geschichtswissen, Politikwissen und wirtschaftliches Wissen, dann wird der Druck auf die Diktatoren ins unermessliche steigen.



Also Entwicklungshilfe von unten, anstatt oben Geld reinzustecken, was unten nie ankommt.



Dazu noch eine faire Behandlung in Sachen Kapitalismus von Seiten des Westens, Druck auf Pharmaunternehmen, Generika zuzulassen (hab hier oirgendwo nen Artikel zu den Gefahren von gefälschten Medikamenten gepostet).



Das sich unsere 8 Scheinheilige jetzt selbst in die Arme fallen, weil sie soviel Geld nach Afrika schicken ist einfach nur pervers.
 
@ Onkel Helle:


Ich habe mir deinen langen Beitrag aufmerksam durchgelesen. Auf alles einzugehen, würde den Rahmen sprengen, in einigen Dingen stimme ich dir zu, aber andere möchte ich nicht unwidersprochen lassen.



Einige deiner Kommentare finde ich ganz schön selbstgewiss. Sicher gibt es auch in den Reihen der Globalisierungsgegner Leute mit abstrusen Vorstellungen und Ansichten, aber es wirkt nicht sehr souverän, sich ausgerechnet diese paar Leute auszusuchen, um anhand deren nicht ernstzunehmenden Aussagen mit den Kritikern des G8-Gipfels abzurechnen.





Diesen Satz in seiner ganzen Naivität muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Natur des Menschen bestimmt, dass ein Teil der Welt in immensem Reichtum lebt, während die andere Hälfte immer ärmer wird, hungert, keinen Zugang zu Trinkwasser hat und deren Ressourcen von den Mächtigen dieser Welt für den eigenen Machterhalt und die Vermehrung des eigenen Reichtums ausgebeutet werden? Ich kanns nicht glauben. Nicht die Natur des Menschen bestimmt die Mechanismen, sondern die transnationalen Konzerne! Die Politik ist dabei doch längst nur noch das Ausführungsorgan der großen Unternehmen, und die Menschen nur noch interessant als passive Konsumenten.



Und während uns der Frieden gesichert wurde, tobten und toben anderswo auf der Welt Hunderte von Kriegen, viele davon zynisch und gewinnbringend für die einheimische Waffenproduktion forciert und gefördert.



Und nochmal zu der von dir geleugneten Verantwortlichkeit der früheren Kolonialmächte für die heute selbständigen afrikanischen Staaten: Nicht nur, dass willkürliche Staatsgrenzen gezogen wurden, die den ursprünglichen Stammesgebieten überhaupt nicht entsprechen und schon allein deswegen Stammes- und Clankonflikte zwangsläufig produzierten, auch die Vorgaben der Weltbank beispielsweise, die den jungen Staaten auferlegten, vorrangig für den Weltmarkt zu produzieren, statt für die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sorgen, ist ein skandalöses Beispiel dafür, wie die Weltwirtschaft ihren Einfluss und ihre monetäre Macht schamlos ausnützt, um die Reichen noch reicher zu machen und den eigenen Einfluss zu festigen. Die Zeche zahlt die einfache Bevölkerung, deren korrupte Herrscher mit den Regierungen und den Konzernen der westlichen Welt und Chinas gemeinsame Sache machen.




Zu Punkt 1:

Vielleicht hast du mich da etwas falsch verstanden: Mir liegt keineswegs daran, alle G8-Kritiker an den Pranger zu stellen. Vieles, was geäußert wird, wie zB Schuldenerlass, effektivere Entwicklungshilfe die auch was bringt, gleichberechtigte Behandlung ärmerer Länder sind durchaus Anliegen, die ich für meinen Teil durchaus unterstütze.

Was mir nicht behagt, ist - und da sind wir uns alle einig - zum einen die Art und Weise des Protestes von einem Teil der Kritiker (sprich Gewalt), und zum anderen schlicht die politische Grundausrichtung. Wenn man da manche hört, die die Demokratie und den Kapitalismus (wir haben ja nicht mal einen reinen Kapitalismus, sondern soziale Marktwirtschaft) abschaffen wollen, ein System, dass ihnen gerade erlaubt, frei ihre Meinung zu äußern und gewaltfrei zu demonstrieren, dann wird mir nur noch schlecht.



Zu Punkt 2:

Klar, die Dinge mit der Nahrung und dem Trinkwasser oder auch grassierendes Aids, das sind Probleme, die in Zukunft unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und Hegemonialpolitik angegangen werden müssen - ohne Ausflüchte.

In anderer Hinsicht stimme ich dir nicht zu: Meine Sichtweise ist nicht naiv, sondern nüchtern. Menschen sind grundsätzlich egoistisch. Das bedeutet, dass sie dort, wo weder durch die Politik oder durch Gesetze klare Regeln vorgegeben oder durchgesetzt werden (siehe Schwarzafrika), auf ihren eigenen Vorteil und ihre persönliche Bereicherung bedacht sind.

In welcher Form sich das jetzt äußert, ob durch machthungrige Politiker vor Ort, die sich die Taschen vollstopfen, oder durch Konzerne - bei denen ja auch Menschen in den Chefetagen sitzen, spielt dabei denke ich keine Rolle.

Die Politik ist meiner Ansicht nach (noch) nicht Spielball der Konzerne geworden. Sie ist gefährdet, dazu zu verkommen, aber noch ist es nicht soweit. Die Politik gibt immernoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen vor. Ich würde das eher als gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis sehen und nicht so krass wie du. Die Industrie hängt von der Politk ab und umgekehrt. Überall auf der Welt.



Zu Punkt 3

Ich habe nicht die Verantwortlichkeit der früheren Kolonialmächte für die Afrikanischen Länder generell geleugnet, sondern angeführt, dass die meisten Staaten länger als 30 Jahre unabhängig sind, und aus diesem Grund vielerorts sich mittlerweile eigene Strukturen entwickelt haben, für die man nicht mehr die Europäer ausnahmslos verantwortlich machen kann.

Mit den willkürlichen Staatsgrenzen hast du recht - das ist ein Punkt, der sich bis heute negativ auf die politischen Verhältnisse übertragen hat.

Auch die Stellvertreterkriege während der Blockzeit waren ein großes Problem - Wobei man anführen muss, dass sich die Zahl der Bürgerkriege und Konflikte seit dem Ende des kalten Krieges fast verdoppelt hat. Momentan gibt es mehr als 60 bewaffnete Konflikte auf der Welt, die meisten in Afrika.

Aber das alles hab ich auch nicht geleugnet (lies bitte nochmal die Stelle), sondern ich wollte lediglich darstellen, dass diese Dinge mittlerweile mehr 15 Jahre zurückliegen und es daher erlaubt sein muss, so ganz allmählich auch eine Entwicklung von Eigenverantwortung in diesen Staaten zu verlangen. Es gibt auch positive Beispiele in Afrika, was die staatliche Entwicklung angeht - Botswhana und Namibia stehen dafür.

Richtig und Wichtig ist, dass der Westen dort, wo er noch eine Verantwortung aus der Vergangenheit hat, zur Seite stehen und mithelfen muss, dieser gerecht zu werden und den betreffenden Ländern zu helfen.

Aber eine Generalverurteilung des Westens für alle Probleme in Afrika wäre genauso unfair wie ein pauschales an den Pranger stellen aller G8-Kritiker. Es gibt auch in Afrika hausgemachte Probleme.
 
ich bin wohl der Einzige, der sowohl mit den Globalisierungskritikern als auch mit dem schwarzen Block sympathisiert.


Nein, du bist nicht der Einzige.... . Ich weiß gerade nicht so genau, wo ich mit meinen Überlegungen anfangen soll, denn deine Begründung dieser Sympathie ist in der Tat ein bisschen zu dünn, wie redcity, Onkel Helmut und andere richtig bemerkt haben.

Um zu verstehen, warum der schwarze Block das tut, was er tut, muss man seine Ziele kennen. Und diese erschöpfen sich einfach nicht in den Platitüden, die auf der Rostocker Abschlusskundgebung am Samstag von der Bühne kamen. Die Autonomen wollen nicht, dass die G8 einen Schuldenerlass für die dritte Welt beschließen, Geld nach Afrika schicken, etc. pp., die wollen eine völlig andere Gesellschaftsform, die nur durch eine wie auch immer geartete Revolution zu erreichen ist. Es geht um eine Welt ohne G8, ohne Staaten, ohne soziale Ungleichheit usw.

Ein Blick in die Geschichte lehrt uns sehr schnell, dass Revolutionen meistens mit Gewalt verbunden waren. Einige Gewaltexzesse dieser Art werden in bestimmten G8-Staaten gar als Nationalfeiertag gefeiert. Logisch, ich denke an Frankreich. Der Unterschied ist nur der, dass hier nicht die Hungernden selber Gewalt anwenden, sondern dass die Autonomen es stellvertretend tun.



Vor diesem Hintergrund nun kann und muss man den schwarzen Block in vielfältiger Weise kritisieren, was den Ort, das Angriffsziel Polizei und auch die konkrete Ideologie angeht. Ich stehe der Szene nahe genug, um ihre Utopien zu kennen, und längst nicht mit allen kann ich mich anfreunden. Auch weiß ich, dass sich die Welt nicht ändert, wenn man Steine auf Polizisten wirft, erst recht nicht, wenn dies in der Rostocker Innenstadt passiert.

Was mich allerdings ärgert ist die Behauptung, die Autonomen seien nur Hooligans und Kriminelle. Dem ist nicht so, es handelt sich um Menschen, die glauben, ihre Ziele nur im realen Straßenkampf erreichen zu können.



Zumindest sind sie konsequenter als diejenigen, die glauben, irgendwelche Redebeiträge am Rostocker Stadthafen würden Putin, Bush und Co. mehr als ein müdes Lächeln entlocken.



Eine echte Alternative zu den Ausschreitungen haben wir in den letzten Tagen allerdings auch erlebt: Die gewaltfreien Blockaden der Zufahrtswege nach Heiligendamm. Es ist ohne Gewalt gelungen, direkt zum Zaun zu kommen, den ja kein Demonstrant je zu gesicht kriegen sollte. Es ist ohne Gewalt gelungen, diese Blockaden tagelang aufrecht zu erhalten. Es ist ohne Gewalt gelungen, das verbrecherische Treffen der Staatsoberhäupter massiv zu behindern. Dazu kommen hervorragende Aktionen von Greenpeace, die z.B. mit Booten in die Sperrzone eingedrungen sind. All das ist gelungen, und das ist meines Erachtens die Alternative zur Gewalt von letzten Samstag.

Insofern ist die Behauptung, der schwarze Block hätte den wichtigen Protest zerstört, einfach falsch!



Ich möchte nochmal daran erinnern, dass die G8 mit ihren Beschlüssen zum Klimaschutz das Ende der Welt, wie wir sie kennen beschlossen haben! 2050 wird alles zu spät sein, die Welt eurer Kinder und Enkel wird eine Hölle sein! Ein Land wie die Niederlande ist in seiner Existenz bedroht, eigentlich müssten die den Verteidigungsfall ausrufen... Ebenso ganz Afrika! Und wir regen uns auf über ein paar schwarz gekleidete Steinewerfer. Genauso die Sache mit dem geistigen Eigentum: Für Millionen Afrikander bedeutet dies, dass sie keinen Zugang zu günstigen Medikamenten bekommen werden, dass tradiertes Wissen zu Privatbesitz wird,... . Es kommt der Tag, an dem sie sich wehren werden. Und dann werden wir etwas erleben, wogegen die Ereignisse in Rostock eine Kindergartenveranstaltung waren!



Wie gesagt, man kann am schwarzen Block vieles kritisieren, fast alles gar, aber dennoch ist diese Gewaltdiskussion völlig verfehlt.



Ich bin außerdem gespannt, was in den nächsten Tagen und Wochen alles ans Licht kommt. Würde mich nicht wundern, wenn es ein agent provocateur der Polizei war, der den ersten Stein geworfen hat... Bei den Blockaden wurde es ja auch versucht!
 
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