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Gauck soll neuer Bundespräsident werden

Für mich ist Wulff erledigt. Dieses unsägliche "Blasen ist kein Sex" und herumgeeiere, darüber hinaus dieser peinliche Anruf...es wird Zeit für einen gepflegten Rücktritt!
 
Ich hab die Sache mit Wulff nicht verfolgt, weil es mich schlichtweg nicht interessiert hat. Das er diese Anrufe gemacht hat, war nicht besonders geschickt, allerdings find ich es auch schon typisch Deutsch und auch lächerlich, das er vorher wegen eines Privatkredites wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird, nur weil er wärend des Kredites Ministerpräsident war. (oder gibt es noch andere Anschuldigungen?)
 
allerdings find ich es auch schon typisch Deutsch und auch lächerlich, das er vorher wegen eines Privatkredites wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird, nur weil er wärend des Kredites Ministerpräsident war. (oder gibt es noch andere Anschuldigungen?)
Es ging nie um den Privatkredit an sich, natürlich kann ein Ministerpräsident grundsätzlich einen Kredit von einer Privatperson aufnehmen. Es ging darum dass er die Anfrage des Landtags bezüglich seiner Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens scheinbar mit einer Lüge beantwortet hat und Konstrukte (Abwicklung über ein Pseudo-Konto der Ehefrau) aufbaute, um die Wahrhheit zu verschleiern. Im folgenden versickerte und versickert Wulff immer mehr im Korruptionssumpf. Die Wut-Anrufe und Drohungen zeigen deutlich, dass ihm der Arsch auf Grundeis geht und er genau weiß, dass er mächtig Dreck am stecken hat und dem Untergang geweiht ist.



Analog zu Guttenberg kann man übrigens auch hier sagen, dass ein Unionspolitiker an seinem eigenen katastrophalen Krisenmanagement gescheitert ist. Mit einem offenen und reumütigen Verhalten hätten sich beide im Amt halten können, da sie eine Kanzlerin im Rücken haben, die Konflikt und Veränderung scheut und Dinge gerne aussitzt. Sie schaufeln sich einfach ihr eigenes Grab.
 
"Nicht besonders geschickt" ist untertrieben. Wenn ich als STaatsoberhaupt bei der Presse rumtelefoniere und versuche, Artikel zu unterdrücken ... wo kommen wir denn da hin? Zumal der Herr Bundespräsident noch in seiner Weihnachtsansprache die Bedeutung und Wichtigkeit der Pressefreiheit für unsere Demokratie gelobt hat.



Heute verbietet der Bundespräsident einen Artikel über Persönliches, morgen ruft die Bundeskanzlerin bei der BILD an und will einen kritischen Artikel über ihre Arbeit verhindern und eine Woche später droht die von der Leyen dem SPIEGEL mit Strafanzeigen, wenn er wieder über falsche Arbeitslosenstatistiken berichtet.



Das ist kein Kavalierdelikt mehr, das untergräbt einen Eckpfeiler eines demokratischen Staates.
 
Da hast du schon Recht SaarBetzi aber es ist eben irgendwo auch ein "Geben und Nehmen" in dem Geschäft, von daher sehe ich den Anruf eher von der Privatperson Wulff getätigt, als von der Position des Bundespräsidenten aus. Und da würde ich dem Blatt wohl auch mit "Krieg" drohen, heißt, ich würde ihm keine bevorzugte Stellung mehr einräumen und ihn eben auch nicht mehr an meinem Privatleben teilhaben lassen - was wohlgemerkt sein gutes Recht ist.



Es hat sich ja auch kein Bundespräsident über die positive Haltung des Springer-Konzerns zu einem der Bieter für Opel zu Wort gemeldet. Da könnte man ja auch vermuten, dass es mit der Freiheit der Presse nicht so weit, bzw. dass diese etwas über ihre Informationspflicht hinausschießt...
 
Naja, die Berichterstattung betraf aber sein politisches Amt. Und wenn er die unterbinden will ...


Ich weiß ja nicht was er gesagt.

Wenn er der Bild sagt, wenn ihr die Story so bringt, dann gibt es Krieg, dann kriegt ihr von mir keine Sonderstellung und keine privaten Einblicke mehr, dann ist das seine Privatsache. Wenn über mich eine Zeitung zu der ich immer ein gutes Verhältnis gepflegt habe - von diesen guten Verhältnissen lebt ja vor allem die Springer-Presse - dann werde ich die eben das nächste mal nicht mehr zur Gartenparty einladen. So einfach ist das...

Er hat sich für die Sache auch entschuldigt und Springer hat diese Entschuldigung wohl auch angenommen, mit dem Verweis, dass man dennoch weiter recherchieren will. Von daher ist auch ein in meinen Augen absolut unwürdiges Verhalten der Medien, wenn man diese Geschichte jetzt aus der Schublade holt, wo diese Affäre ein wenig abebbt. Wenn ich eine Entschuldigung annehmen, dann kann ich das hinterher niemandem mehr negativ auslegen, so viel Anstand muss ich auch mitbringen.



Dass die Sache in sich absolut dämlich ist, sein Verhalten vor dem Landtag wohl nicht korrekt war dürfte außer Frage stehen und die CDU-Truppe mal wieder durch mangelndes Krisenmanagment auffällt steht ja auch fest aber so ganz ohne Schuld sehe ich die Presse dabei nicht...
 
Natürlich hat sich auf Diekmann daneben benommen, streite ich ja auch nicht ab. Das ändert aber nichts an Wulffs Verhalten.
 
Wobei es ja insgesamt so ist, dass unser Bundespräsident nicht wegen einer Sache in die Klemme geraten ist bzw. sich selbst in die Klemme gebracht hat, sondern die Summe der Einzelteile schon ein erhebliches Gewicht erreicht.



Soweit es um sein 'Pressefreiheitsverständnis' geht, kommt ja auch noch die "Welt-am-Sonntag-Sache" hinzu.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,806867,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,806867,00.html



Für mich erweckt er insgesamt den Eindruck, als seien im die Schuhe "Bundespräsident" einfach 2-3 Nummern zu groß.

Er ist auch nur in dieses Amt gegkommen, weil das ein politisch motivierter Akt unserer Kanzlerin war.

Das ist kein guter Start bzw. kein gutes Fundament.



Und zum Schluss:



Da dies ja ein eher lustiger Thread ist, wir aber bereits ziemlich tief in eine inhaltliche Diskussion eingestiegen sind, suche ich mal einen passenden Thread raus, in den ich die Beiträge verschiebe.
 
Wenn über mich eine Zeitung zu der ich immer ein gutes Verhältnis gepflegt habe - von diesen guten Verhältnissen lebt ja vor allem die Springer-Presse - dann werde ich die eben das nächste mal nicht mehr zur Gartenparty einladen. So einfach ist das...


ganz so einfach ist das vermutlich nicht, wenn es um die bild geht. diese zeitung ist mächtig genug, um dich vielleicht in ein amt zu heben, aber sie reisst dich eben auch wieder runter, sobald es ihr (oder wem auch immer) in den plan passt.



hier ist noch ein ganz interessantes interview mit einer politikberaterin im deutschlandfunk, indem auch angemerkt wird es gäbe da "noch ein dossier über die gattin", über das ja schon lange gerüchte kursieren. mag vielleicht ein grund sein, dass wulff so in panik gerät, wenn er jetzt ploetzlich keine rückendeckung aus dem hause springer hat.

http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2012/01/03/drk_20120103_0748_1367b142.mp3http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2012/01/03/drk_20120103_0748_1367b142.mp3
 
ganz so einfach ist das vermutlich nicht, wenn es um die bild geht. diese zeitung ist mächtig genug, um dich vielleicht in ein amt zu heben, aber sie reisst dich eben auch wieder runter, sobald es ihr (oder wem auch immer) in den plan passt.


Klar ist Springer so mächtig, das bestreit ja niemand. Es muss dir aber trotzdem frei bleiben - egal welches Amt du in diesem Land inne hast - ob du mit dieser Zeitung arbeiten möchtest oder nicht. Wenn du das nicht möchtest, dann kann dir daraus auch kein Strick gedreht werden.
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@redskin

Naja, politisch motivierter Akt ist gut. Die wollte einen der letzten Widersacher in der Partei loswerden. Von daher ist es auch verständlich, dass sie sich nicht über Gebühr für ihren Kandidaten einsetzt. Im Grunde hat sie ihr Ziel ja damit erreicht. Wobei sie nun das Problem hat, dass das eben auch auf sie zurückfällt. Man hätte ja gleich Gauch nehmen können, der sicher eine bessere Wahl gewesen wäre...
 
Klar ist Springer so mächtig, das bestreit ja niemand. Es muss dir aber trotzdem frei bleiben - egal welches Amt du in diesem Land inne hast - ob du mit dieser Zeitung arbeiten möchtest oder nicht. Wenn du das nicht möchtest, dann kann dir daraus auch kein Strick gedreht werden.
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Wobei es ja nicht darum ging, ob er mit der Bildzeitung zusammenarbeiten möchte oder nicht, sondern er wollte verhindern, dass Informationen veröffentlicht werden. Und das als 1. Mann im Staat. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
 
Am besten ist, wenn er sich erst wieder zu Wort meldet, um seinen Rücktritt verlauten zu lassen. Alles andere wäre wenig ratsam.
 
Der Wulff soll den Hut nehmen und fertig. Ich erhoffe mir einen sauberen Rücktritt, befürchte aber das der noch solange klammert bis ihm die Merkel unter der Hand einen lukrativen Job in der CDU anbietet wenn er zurücktritt.



Edit: Von seinem Verhalten her gibt er sich wie so´n typischer Sozi!
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@redskin
Naja, politisch motivierter Akt ist gut. Die wollte einen der letzten Widersacher in der Partei loswerden.


1 Präsident, 3 Meinungen
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Ich meine es war kein politischer Akt und er war erst recht kein Widersacher mehr. Wulff hatte keine Lust mehr auf Machtpolitik. Er hat doch in diesem Bunte (?) Interview gesagt, dass ihm der Punch zum Kanzler fehlt. Dass er nicht dieses Streben nach höchster Macht verspührt. Mit so Äußerungen bist du auch in Niedersachsen nicht mehr wählbar.



Meine, recht subjektive und persönliche Einschätzung, zu diesem Mann: Er steht gern im Mittelpunkt, ohne dabei etwas leisten zu müssen. Also war das BuPrä-Amt genau das richtige für ihn und er wollte sich damals mit diesen Aussagen darum bewerben.
 
Der Wulff soll den Hut nehmen und fertig. Ich erhoffe mir einen sauberen Rücktritt, befürchte aber das der noch solange klammert bis ihm die Merkel unter der Hand einen lukrativen Job in der CDU anbietet wenn er zurücktritt.


Edit: Von seinem Verhalten her gibt er sich wie so´n typischer Sozi!
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Und im Prinzip sollte Frau M. das Selbe machen... Sie hat ihn mit aller Macht in dieses Amt gehieft um einen ungeliebten Konkurrenten loszuwerden... Wirft mal wieder ein tolles Bild auf ihre Arbeit... Sie hat keine Vorraussicht, keinen Gespür für sich ankündigende Probleme, selbst wenn diese ein blinder sieht... das Einzige was diese frau kann ist machterhalt und dem ordnet sie einfach alles unter...
 
hier ist noch ein ganz interessantes interview mit einer politikberaterin im deutschlandfunk, indem auch angemerkt wird es gäbe da "noch ein dossier über die gattin", über das ja schon lange gerüchte kursieren. mag vielleicht ein grund sein, dass wulff so in panik gerät, wenn er jetzt ploetzlich keine rückendeckung aus dem hause springer hat.


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Meine, recht subjektive und persönliche Einschätzung, zu diesem Mann: Er steht gern im Mittelpunkt, ohne dabei etwas leisten zu müssen. Also war das BuPrä-Amt genau das richtige für ihn und er wollte sich damals mit diesen Aussagen darum bewerben.


bei dem absatz davor hab ich schon gezuckt, hier stimme ich dir voll zu.
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wulff ist in dem maße machtpolitiker, dass er die aufmerksamkeit der oeffentlichkeit und die moeglichkeiten, mächtige freunde zu haben, geniesst.

das zeichnete sich wohl auch schon auf seinem weg durch niedersachsen ab, wenn man seinen parteifreunden da glauben kann, und es bestätigt sich jetzt, wenn er sich an sein amt klammert.



edit: @uni: ja, das ist wohl wirklich das große thema. großartige provokation der titanic, nachdem wulff ja zuletzt wegen weniger geklagt hat.
 
Wobei es ja nicht darum ging, ob er mit der Bildzeitung zusammenarbeiten möchte oder nicht, sondern er wollte verhindern, dass Informationen veröffentlicht werden. Und das als 1. Mann im Staat. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.


Sicher ein Unterschied aber ich sehe das nicht verwerflich, je nachdem wie er es gesagt hat.

Wenn er sagt "Hör mal zu Döpfi, lasst den Scheiss sein, sonst gibts Krieg und ihr könnt die nächste Gartenparty vor der Haustür feiern und Infos gibts auch keine mehr." Dann ist das in meinen Augen legitim. Das ist Geschäft, ein Geben und Nehmen. Geht er hin und sagt: "Herr Döpfner, als Bundespräsident sage ich Ihnen, dass sie die Veröffentlichung zu unterlassen haben, sonst gibt es Krieg und ich werde Ihre Zeitung fertig machen." Dann war das nicht nur dumm, sondern es wäre ein wirklicher Eingriff in die Pressefreiheit gewesen, der dann auch nicht zu tollerieren ist
 
Sicher ein Unterschied aber ich sehe das nicht verwerflich, je nachdem wie er es gesagt hat.
Wenn er sagt "Hör mal zu Döpfi, lasst den Scheiss sein, sonst gibts Krieg und ihr könnt die nächste Gartenparty vor der Haustür feiern und Infos gibts auch keine mehr." Dann ist das in meinen Augen legitim. Das ist Geschäft, ein Geben und Nehmen. Geht er hin und sagt: "Herr Döpfner, als Bundespräsident sage ich Ihnen, dass sie die Veröffentlichung zu unterlassen haben, sonst gibt es Krieg und ich werde Ihre Zeitung fertig machen." Dann war das nicht nur dumm, sondern es wäre ein wirklicher Eingriff in die Pressefreiheit gewesen, der dann auch nicht zu tollerieren ist


Da Wulff ja nicht in der Telefonzentrale des Bundespräsidialamtes sitzt, sondern an dessen Spitze, macht es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied, in welcher Form er seinen Telefonanruf mit der Bildzeitung geführt hat. Genauso verhält es sich auch mit seinem Privatkredit und späteren Kredit zu supergünstigen Konditionen sowie zu seinen Reisen. Das hat - gilt für seine jetziges Amt und das Amt des Ministerpräsidenten - immer ein "Geschmäckle". Das muss einem Privatmann recht unverfänglich anmuten, aber nicht für einen Wulff, der sowohl in der Staatskanzlei als auch jetzt in Berlin entsprechend machtvolle Ämter inne hat bzw. hatte.



Ich bin selbst Beamter und versuche mir gerade auszumalen, wie weit sie mir den Allerwertesten aufreißen würden, wenn ich mich von beispielsweise einem an einer Ausschreibung beteiligten Unternehmen ganz unverfänglich zu einem Abendessen einladen lassen würde.



Wulff hat für mich in der Summe aller Einzelheiten überzogen.

Wulff hat daneben ein Krisenmanagement an den Tag gelegt, das ich - gerade nach dem noch frischen Eindruck der zu-Guttenberg-Geschichte, keinem Spitzenpolitiker so schnell danach zugetraut hätte.

Und Wulff hat m. E. damit ziemlich deutlich gezeigt, dass er mit dem nicht zu unterschätzenden Amt des Bundespräsidenten überfordert ist bzw. damit nicht umgehen kann.
 
Da Wulff ja nicht in der Telefonzentrale des Bundespräsidialamtes sitzt, sondern an dessen Spitze, macht es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied, in welcher Form er seinen Telefonanruf mit der Bildzeitung geführt hat. Genauso verhält es sich auch mit seinem Privatkredit und späteren Kredit zu supergünstigen Konditionen sowie zu seinen Reisen. Das hat - gilt für seine jetziges Amt und das Amt des Ministerpräsidenten - immer ein "Geschmäckle". Das muss einem Privatmann recht unverfänglich anmuten, aber nicht für einen Wulff, der sowohl in der Staatskanzlei als auch jetzt in Berlin entsprechend machtvolle Ämter inne hat bzw. hatte.
Wie gesagt, das ist mein Standpunkt, da kann man sich ja dann im Kreis drehen, wer Recht hat.
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So lange er nicht als Bundespräsident droht oder die Arbeit der Presse einschränkt, in dem er eine bestimmte Zeitung aus öffentlichen Informationen ausgrenzt, mache ich ihm keinen Vorwurf.




Ich bin selbst Beamter und versuche mir gerade auszumalen, wie weit sie mir den Allerwertesten aufreißen würden, wenn ich mich von beispielsweise einem an einer Ausschreibung beteiligten Unternehmen ganz unverfänglich zu einem Abendessen einladen lassen würde.
Die Frage nach dem Privatkredit stellt sich ja für mich gar nicht. Die Sache geht nicht, schon gar nicht in so einem Amt, weil es eben nach Vorteilsnahme riecht. Es muss ja daraus kein Vorteil für den Kreditgeber entstehen aber ein Geschmäckle hat es eben dennoch. Wobei ich eben manche Dinge auch nicht so dramatisch sehen würde, beispielsweise die gemeinsamen Urlaube. Da ist für mich einfach die Frage, ob das etwas neues ist, was offensichtlich durch das Amt kommt oder ob es da eine historische Bindung gibt. Wenn der Wulff seit 20 Jahren mit Familie X Urlaub macht, dann soll er das von mir aus auch weiterhin tun, auch wenn Herr X eben Unternehmer ist. Kommt das aber erst während oder nach der Bewerbung für ein Amt zustande, dann wirkt auch das deutlich negativ.

Aber die Angst vor Korruption nimmt ja in deutschen Amtsstuben erschreckende Ausmaße an. Man kann ja nicht einmal einen Kalender annehmen...




Wulff hat für mich in der Summe aller Einzelheiten überzogen.

Wulff hat daneben ein Krisenmanagement an den Tag gelegt, das ich - gerade nach dem noch frischen Eindruck der zu-Guttenberg-Geschichte, keinem Spitzenpolitiker so schnell danach zugetraut hätte.

Und Wulff hat m. E. damit ziemlich deutlich gezeigt, dass er mit dem nicht zu unterschätzenden Amt des Bundespräsidenten überfordert ist bzw. damit nicht umgehen kann.
Er macht natürlich einen sehr schlechten Eindruck. Vor allem treibt er es dann immer auf die Spitze. Da kommt er in der Weihnachtsansprache mit der Pressefreiheit und dann wird bekannt, dass er vorher bei der Bild angerufen hat, das ist schon sehr merkwürdig, bzw. schwierig einzuordnen...



Alles in allem muss man eben einfach festhalten, dass er wahrscheinlich das Gleiche gemacht hat, wie viele viele andere Politiker auch, er hat sich eben nur dabei dümmer angestellt...
 
Wie gesagt, das ist mein Standpunkt, da kann man sich ja dann im Kreis drehen, wer Recht hat.
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So lange er nicht als Bundespräsident droht oder die Arbeit der Presse einschränkt, in dem er eine bestimmte Zeitung aus öffentlichen Informationen ausgrenzt, mache ich ihm keinen Vorwurf.




Die Frage nach dem Privatkredit stellt sich ja für mich gar nicht. Die Sache geht nicht, schon gar nicht in so einem Amt, weil es eben nach Vorteilsnahme riecht. Es muss ja daraus kein Vorteil für den Kreditgeber entstehen aber ein Geschmäckle hat es eben dennoch. Wobei ich eben manche Dinge auch nicht so dramatisch sehen würde, beispielsweise die gemeinsamen Urlaube. Da ist für mich einfach die Frage, ob das etwas neues ist, was offensichtlich durch das Amt kommt oder ob es da eine historische Bindung gibt. Wenn der Wulff seit 20 Jahren mit Familie X Urlaub macht, dann soll er das von mir aus auch weiterhin tun, auch wenn Herr X eben Unternehmer ist. Kommt das aber erst während oder nach der Bewerbung für ein Amt zustande, dann wirkt auch das deutlich negativ.

Aber die Angst vor Korruption nimmt ja in deutschen Amtsstuben erschreckende Ausmaße an. Man kann ja nicht einmal einen Kalender annehmen...





Er macht natürlich einen sehr schlechten Eindruck. Vor allem treibt er es dann immer auf die Spitze. Da kommt er in der Weihnachtsansprache mit der Pressefreiheit und dann wird bekannt, dass er vorher bei der Bild angerufen hat, das ist schon sehr merkwürdig, bzw. schwierig einzuordnen...



Alles in allem muss man eben einfach festhalten, dass er wahrscheinlich das Gleiche gemacht hat, wie viele viele andere Politiker auch, er hat sich eben nur dabei dümmer angestellt...


Wulff ist Bundespräsident, ist Bundespräsident, ist Bundespräsident. Den Privatmann gibt es da nicht mehr! Und dessen ist sich ein Politiker, der dieses Amt ausübt auch bewusst.

Wenn bei Dir jemand anruft, dessen Amt und die dazugehörige macht Du kennst, dann kannst Du das nicht mehr voneinander trennen. Denn auch wenn er dir als Privatmann droht, weißt Du immer, welche Mittel er einsetzen könnte...



Ausserdem ist es absolut unerheblich ob der Privatmann Wulff oder der bundespräsident versucht die Pressefreiheit einzuschränken... es ist des amtes, dass er vertritt einfach nicht würdig und er ist somit nicht tragbar...
 
Breaking news:




Amt des Bundespräsidenten tritt von Christian Wulff zurück


Berlin (dpo) – Es ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik: Heute Mittag erklärte das Amt des Bundespräsidenten seinen Rücktritt von Christian Wulff sowie von sämtlichen verfassungsmäßigen Rechten und Pflichten.

Will Schaden von sich abwenden: Amt

Das bisherige oberste Staatsamt ließ in einer Presseerklärung mitteilen, die nachhaltige Beeinträchtigung seines Ansehens durch den gegenwärtigen Amtsinhaber wiege zu schwer. Nur durch einen Verzicht des Amtes auf Christian Wulff und damit auf seine grundgesetzliche Position lasse sich weiterer Schaden von Deutschland abwenden.



"Ich habe 62 Jahre lang als angeblich höchstes Staatsamt ohne wirkliche Macht den Deppen für Deutschland gespielt und wurde in dieser Zeit auch von manchem Versager bekleidet, aber so einer wie Wulff ist mir noch nicht untergekommen", sagte das Amt des Bundespräsidenten, das mit Wulff inzwischen nur noch über dessen Anwälte kommuniziert.

Wie es nach dem überraschenden Rücktritt des Verfassungsorgans weitergeht, ist unklar, klafft nun doch eine große Lücke zwischen Artikel 53a und 62 des Grundgesetzes. Immerhin: Die Aufgabe, neue Gesetze zu unterzeichnen, könnte Verfassungsrechtlern zufolge auch ein einfacher Beamter mit Stempel oder eine Maschine übernehmen.


wieder mal vom besten nachrichtenportal der republik:

http://www.der-postillon.com/2012/01/amt-des-bundesprasidenten-tritt-von.htmlhttp://www.der-postillon.com/2012/01/amt-des-bundesprasidenten-tritt-von.html
 
Ich habe die Sache jetzt nicht großartig verfolgt,es ist aber ähnlich wie bei Gutenberg und anderen Affären.

Würden die Leute von Beginn an die Wahrheit sagen und die Karten auf den Tisch legen, so könnte man sogut wie alles verzeihen, denn jeder macht mal Fehler, aber dazu scheint keiner mehr die EIER zuhaben.

Von daher: Weg mit ihm und next five please!
 
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