stiller
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Und noch ein ernsthafter Gedanke dazu, den man nicht vergessen darf: http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/2012/01/03/unwuerdig/http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/2012/01/03/unwuerdig/
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Es ging nie um den Privatkredit an sich, natürlich kann ein Ministerpräsident grundsätzlich einen Kredit von einer Privatperson aufnehmen. Es ging darum dass er die Anfrage des Landtags bezüglich seiner Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens scheinbar mit einer Lüge beantwortet hat und Konstrukte (Abwicklung über ein Pseudo-Konto der Ehefrau) aufbaute, um die Wahrhheit zu verschleiern. Im folgenden versickerte und versickert Wulff immer mehr im Korruptionssumpf. Die Wut-Anrufe und Drohungen zeigen deutlich, dass ihm der Arsch auf Grundeis geht und er genau weiß, dass er mächtig Dreck am stecken hat und dem Untergang geweiht ist.allerdings find ich es auch schon typisch Deutsch und auch lächerlich, das er vorher wegen eines Privatkredites wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird, nur weil er wärend des Kredites Ministerpräsident war. (oder gibt es noch andere Anschuldigungen?)
Naja, die Berichterstattung betraf aber sein politisches Amt. Und wenn er die unterbinden will ...
Wenn über mich eine Zeitung zu der ich immer ein gutes Verhältnis gepflegt habe - von diesen guten Verhältnissen lebt ja vor allem die Springer-Presse - dann werde ich die eben das nächste mal nicht mehr zur Gartenparty einladen. So einfach ist das...
Wulff will sich in Fernsehinterview erklären
Der Druck auf den Bundespräsidenten wird immer stärker - nun geht er erneut an die Öffentlichkeit. Christian Wulff wird sich in einem Interview mit ARD und ZDF zu den Vorwürfen rund um Kreditaffäre und Anrufe bei Tageszeitungen äußern.
ganz so einfach ist das vermutlich nicht, wenn es um die bild geht. diese zeitung ist mächtig genug, um dich vielleicht in ein amt zu heben, aber sie reisst dich eben auch wieder runter, sobald es ihr (oder wem auch immer) in den plan passt.
Klar ist Springer so mächtig, das bestreit ja niemand. Es muss dir aber trotzdem frei bleiben - egal welches Amt du in diesem Land inne hast - ob du mit dieser Zeitung arbeiten möchtest oder nicht. Wenn du das nicht möchtest, dann kann dir daraus auch kein Strick gedreht werden.![]()
@redskin
Naja, politisch motivierter Akt ist gut. Die wollte einen der letzten Widersacher in der Partei loswerden.
Der Wulff soll den Hut nehmen und fertig. Ich erhoffe mir einen sauberen Rücktritt, befürchte aber das der noch solange klammert bis ihm die Merkel unter der Hand einen lukrativen Job in der CDU anbietet wenn er zurücktritt.
Edit: Von seinem Verhalten her gibt er sich wie so´n typischer Sozi!![]()
hier ist noch ein ganz interessantes interview mit einer politikberaterin im deutschlandfunk, indem auch angemerkt wird es gäbe da "noch ein dossier über die gattin", über das ja schon lange gerüchte kursieren. mag vielleicht ein grund sein, dass wulff so in panik gerät, wenn er jetzt ploetzlich keine rückendeckung aus dem hause springer hat.
Meine, recht subjektive und persönliche Einschätzung, zu diesem Mann: Er steht gern im Mittelpunkt, ohne dabei etwas leisten zu müssen. Also war das BuPrä-Amt genau das richtige für ihn und er wollte sich damals mit diesen Aussagen darum bewerben.
Wobei es ja nicht darum ging, ob er mit der Bildzeitung zusammenarbeiten möchte oder nicht, sondern er wollte verhindern, dass Informationen veröffentlicht werden. Und das als 1. Mann im Staat. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Sicher ein Unterschied aber ich sehe das nicht verwerflich, je nachdem wie er es gesagt hat.
Wenn er sagt "Hör mal zu Döpfi, lasst den Scheiss sein, sonst gibts Krieg und ihr könnt die nächste Gartenparty vor der Haustür feiern und Infos gibts auch keine mehr." Dann ist das in meinen Augen legitim. Das ist Geschäft, ein Geben und Nehmen. Geht er hin und sagt: "Herr Döpfner, als Bundespräsident sage ich Ihnen, dass sie die Veröffentlichung zu unterlassen haben, sonst gibt es Krieg und ich werde Ihre Zeitung fertig machen." Dann war das nicht nur dumm, sondern es wäre ein wirklicher Eingriff in die Pressefreiheit gewesen, der dann auch nicht zu tollerieren ist
Wie gesagt, das ist mein Standpunkt, da kann man sich ja dann im Kreis drehen, wer Recht hat.Da Wulff ja nicht in der Telefonzentrale des Bundespräsidialamtes sitzt, sondern an dessen Spitze, macht es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied, in welcher Form er seinen Telefonanruf mit der Bildzeitung geführt hat. Genauso verhält es sich auch mit seinem Privatkredit und späteren Kredit zu supergünstigen Konditionen sowie zu seinen Reisen. Das hat - gilt für seine jetziges Amt und das Amt des Ministerpräsidenten - immer ein "Geschmäckle". Das muss einem Privatmann recht unverfänglich anmuten, aber nicht für einen Wulff, der sowohl in der Staatskanzlei als auch jetzt in Berlin entsprechend machtvolle Ämter inne hat bzw. hatte.
Die Frage nach dem Privatkredit stellt sich ja für mich gar nicht. Die Sache geht nicht, schon gar nicht in so einem Amt, weil es eben nach Vorteilsnahme riecht. Es muss ja daraus kein Vorteil für den Kreditgeber entstehen aber ein Geschmäckle hat es eben dennoch. Wobei ich eben manche Dinge auch nicht so dramatisch sehen würde, beispielsweise die gemeinsamen Urlaube. Da ist für mich einfach die Frage, ob das etwas neues ist, was offensichtlich durch das Amt kommt oder ob es da eine historische Bindung gibt. Wenn der Wulff seit 20 Jahren mit Familie X Urlaub macht, dann soll er das von mir aus auch weiterhin tun, auch wenn Herr X eben Unternehmer ist. Kommt das aber erst während oder nach der Bewerbung für ein Amt zustande, dann wirkt auch das deutlich negativ.Ich bin selbst Beamter und versuche mir gerade auszumalen, wie weit sie mir den Allerwertesten aufreißen würden, wenn ich mich von beispielsweise einem an einer Ausschreibung beteiligten Unternehmen ganz unverfänglich zu einem Abendessen einladen lassen würde.
Er macht natürlich einen sehr schlechten Eindruck. Vor allem treibt er es dann immer auf die Spitze. Da kommt er in der Weihnachtsansprache mit der Pressefreiheit und dann wird bekannt, dass er vorher bei der Bild angerufen hat, das ist schon sehr merkwürdig, bzw. schwierig einzuordnen...Wulff hat für mich in der Summe aller Einzelheiten überzogen.
Wulff hat daneben ein Krisenmanagement an den Tag gelegt, das ich - gerade nach dem noch frischen Eindruck der zu-Guttenberg-Geschichte, keinem Spitzenpolitiker so schnell danach zugetraut hätte.
Und Wulff hat m. E. damit ziemlich deutlich gezeigt, dass er mit dem nicht zu unterschätzenden Amt des Bundespräsidenten überfordert ist bzw. damit nicht umgehen kann.
Wie gesagt, das ist mein Standpunkt, da kann man sich ja dann im Kreis drehen, wer Recht hat.So lange er nicht als Bundespräsident droht oder die Arbeit der Presse einschränkt, in dem er eine bestimmte Zeitung aus öffentlichen Informationen ausgrenzt, mache ich ihm keinen Vorwurf.![]()
Die Frage nach dem Privatkredit stellt sich ja für mich gar nicht. Die Sache geht nicht, schon gar nicht in so einem Amt, weil es eben nach Vorteilsnahme riecht. Es muss ja daraus kein Vorteil für den Kreditgeber entstehen aber ein Geschmäckle hat es eben dennoch. Wobei ich eben manche Dinge auch nicht so dramatisch sehen würde, beispielsweise die gemeinsamen Urlaube. Da ist für mich einfach die Frage, ob das etwas neues ist, was offensichtlich durch das Amt kommt oder ob es da eine historische Bindung gibt. Wenn der Wulff seit 20 Jahren mit Familie X Urlaub macht, dann soll er das von mir aus auch weiterhin tun, auch wenn Herr X eben Unternehmer ist. Kommt das aber erst während oder nach der Bewerbung für ein Amt zustande, dann wirkt auch das deutlich negativ.
Aber die Angst vor Korruption nimmt ja in deutschen Amtsstuben erschreckende Ausmaße an. Man kann ja nicht einmal einen Kalender annehmen...
Er macht natürlich einen sehr schlechten Eindruck. Vor allem treibt er es dann immer auf die Spitze. Da kommt er in der Weihnachtsansprache mit der Pressefreiheit und dann wird bekannt, dass er vorher bei der Bild angerufen hat, das ist schon sehr merkwürdig, bzw. schwierig einzuordnen...
Alles in allem muss man eben einfach festhalten, dass er wahrscheinlich das Gleiche gemacht hat, wie viele viele andere Politiker auch, er hat sich eben nur dabei dümmer angestellt...
Amt des Bundespräsidenten tritt von Christian Wulff zurück
Berlin (dpo) – Es ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik: Heute Mittag erklärte das Amt des Bundespräsidenten seinen Rücktritt von Christian Wulff sowie von sämtlichen verfassungsmäßigen Rechten und Pflichten.
Will Schaden von sich abwenden: Amt
Das bisherige oberste Staatsamt ließ in einer Presseerklärung mitteilen, die nachhaltige Beeinträchtigung seines Ansehens durch den gegenwärtigen Amtsinhaber wiege zu schwer. Nur durch einen Verzicht des Amtes auf Christian Wulff und damit auf seine grundgesetzliche Position lasse sich weiterer Schaden von Deutschland abwenden.
"Ich habe 62 Jahre lang als angeblich höchstes Staatsamt ohne wirkliche Macht den Deppen für Deutschland gespielt und wurde in dieser Zeit auch von manchem Versager bekleidet, aber so einer wie Wulff ist mir noch nicht untergekommen", sagte das Amt des Bundespräsidenten, das mit Wulff inzwischen nur noch über dessen Anwälte kommuniziert.
Wie es nach dem überraschenden Rücktritt des Verfassungsorgans weitergeht, ist unklar, klafft nun doch eine große Lücke zwischen Artikel 53a und 62 des Grundgesetzes. Immerhin: Die Aufgabe, neue Gesetze zu unterzeichnen, könnte Verfassungsrechtlern zufolge auch ein einfacher Beamter mit Stempel oder eine Maschine übernehmen.
Edit: Von seinem Verhalten her gibt er sich wie so´n typischer Sozi!![]()
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