Ein sensationell guter Bericht von
www.der-betze-brennt.de , wie ich finde. Sehr passend auch in diesem Thread.
Das schöne an dem Bericht ist, dass er irgendwie eine Mittelposition der verschiedenen Lager darstellt, damit kann ich jedenfalls sehr gut leben.
FCK 2007 - Eine kritische Bestandsaufnahme
Immerhin 14.500 Fans folgten der Dauerkarten-Kampagne des FCK
Der 1. FC Kaiserslautern durchläuft zurzeit die schwerste Krise seiner über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Noch nie standen die Roten Teufel vom Betzenberg auf einem Abstiegsplatz der zweithöchsten Spielklasse, noch nie war das Vertrauen der Anhänger in ihren Verein so erschüttert. Von vielen Seiten wird derzeit Geduld gepredigt. Doch wie sieht es mit dieser Geduld aus, wenn der FCK zur Winterpause immer noch „unter dem Strich“ steht? Ist es vielleicht sogar möglich, sportlich Geduld zu bewahren und gleichzeitig die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen? Eine kritische Bestandsaufnahme...
Die momentane Situation: Abstiegsplatz in Liga 2
Das traurige Gesicht des FCK wurde speziell in den Heimspielen gegen Greuther Fürth (0:1) und den SC Paderborn (0:0) sichtbar. Vor allem die Nullnummer gegen Paderborn sorgte für die ersten reißenden Geduldsfaden und gellende Pfiffe der nur noch spärlich anwesenden Fans. Doch wer kann ernsthaft eine andere Reaktion nach solchen Auftritten, für die es keine Entschuldigung gibt, fordern? Die Angestellten des Vereins jedenfalls nicht, egal ob Vorstand (Arndt Jaworski: „Natürlich brauchen wir Zeit, aber so etwas wie gegen Paderborn darf einfach nicht passieren“), Trainer (Kjetil Rekdal: „Wenn du nicht in der Lage bist, ausgepfiffen zu werden, musst du einen anderen Beruf wählen“) oder Spieler (Alexander Bugera: „Es gibt keinen Grund, die Situation zu beschönigen“).
Applaus nach wiederholt unterirdischen Leistungen wie gegen Paderborn dürfte auch niemand ernsthaft erwarten. Auch in den „guten, alten Zeiten“ wurden die Roten Teufel bei schlechten Spielen gnadenlos ausgepfiffen, exemplarisch seien hier nur Hans-Peter Briegel oder Klaus Toppmöller genannt. Doch diese FCK-Legenden bissen auf die Zähne, so wie es die heutige Elf hoffentlich auch tun wird, und antworteten mit guten Leistungen in den folgenden Spielen. Echte Männer, wahre Rote Teufel können auch mal Pfiffe vertragen, erst recht wenn sie sich an das Kollektiv und nicht an Einzelne richten - immerhin werden sie nach nur einem gewonnenen Heimspiel auch wieder gefeiert wie Helden, hoffentlich schon beim nächsten Versuch gegen den SV Wehen-Wiesbaden.
In Wirklichkeit gibt es keine leidensfähigeren und treueren Fans als die des 1. FC Kaiserslautern. Auch wenn die Zuschauerzahlen kontinuierlich sinken, besuchen nach neun Jahren Abwärtstrend immer noch mehr Menschen die Spiele des FCK als es bei fast jedem anderen Verein der Fall wäre. Viele Fans verloren in all den Jahren die Geduld, doch noch mehr Fans stehen treu wie eh und je bei jedem Spiel in der Westkurve. Nach neun Jahren mit über 40 Heimniederlagen…