Und immer mehr Bürger fragen sich: Warum reden wir eigentlich so viel über Minderheiten – und so wenig über die Mehrheit? Müssen wir künftig etwa auch die Werte des Islam achten? Wer denkt eigentlich an uns?
Hab' den Bild-Artikel nicht gelesen, aber dieser Satz reicht ja schon aus, um die Tiefe der demokratischen Empfindungsfähigkeit der verantwortlichen Schmierfinken zu ergründen. Das Wort "seicht" klingt passend.
...so mancher Mitbürger, der sich jetzt über diese Aussagen von Wulff erbost aufregt und seinen Tag der Deutschen Einheit beschmutzt sieht, schimpft Sonntags in der Kneipe....
....wenn er als guter deutscher Christ eigentlich in der Kirche "Hosianna" singen sollte...
...im Vorfeld hat ja ein Herr Altintop, der ja in KL bereits ein Opfer von Fremdenfeindlichkeit geworden war (und hier ja seines lebens agesichts so vieler Rechtsradikaler nicht mehr sicher war, daher nach Schalke geflüchtet ist), bereits Mesut Özil als Gehaltsorientiert bezeichnet, was ja angeblich seine einzige Motivation zur Deutschen Elf gewesen ist.
Da Herr Altintop leider nicht fähig ist, zu recherchieren, hier die Auflösung:
Özil lebt in der 3. Generation in deutschland und hat alle Jugenmannschaften des DFB durchlaufen.
Die Aussage von Altintop über Özil fand ich auch vollkommen überflüssig und geradezu dumm. Ich weiß jetzt nicht, ob das mglw aus dem Zusammenhang gerissen oder verstümmelt wiedergegeben wurde, aber es läßt schon tief blicken, wenn ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Fussballspieler, der aber für ein anderes Land vor den Ball tritt, einen Kollegen, welcher in dritter Generation in Deutschland lebt, in Bezug auf seine persönliche Nationalitäts-Entscheidung kritisiert. Wie überhaupt das ganze Gewese der letzten Tage bez Özil (der erstaunlich souverän mit der Geschichte umgegangen ist) kaum mehr erträglich ist. Es wurde so getan, als sei Özil ein Verräter an seiner Herkunft, etc... Tatsächlich könnte man das den Altintop-Brüdern oder Sahin mindestens ebensogut vorwerfen (was natürlich genauso sinnlos wäre).
Ich möchte die strikte Trennung von Staat und Religion aufrechterhalten und nicht in Frage gestellt sehen.
Das ist in Deutschland nicht 100% der Fall.
_ps: Einem Forum-Mitglied des Namens "Teufelsanbeterin" sollte man als Christ lieber garnichts glauben! Wo ist die "Ignore"-Funktion?!
Deutschland ist und soll ein Christlicher Staat bleiben
Ist es nicht.
Generell wurde ja schon oft in diversen Debatten daraufhingewiesen, daß man eindeutig zwischen
Islam und
Islamismus unterscheiden muß. Ist den meisten vermutlich viel zu anstrengend. - Auch bei mir war (christliche) Religion ein Pflichtfach - sogar bis zum Abitur. Dabei ging es allerdings keineswegs nur um das Christentum. Es war eher eine Mischung aus religionsspezifischen, sozialkundlichen und historischen Themenbereichen. Eigentlich gar nicht schlecht, unglücklicherweise fehlte aber der rote Faden, so daß das Interesse schon aufgrund der Darreichung gering ausfiel. Aus meiner heutigen Sicht wäre es besser einen strukturierten, allgemeinen Religions/Ethik-Unterricht anzubieten, der sich mit allen Weltreligionen auseinandersetzt und philosophische Ideen sowie moralische+gesellschaftliche Wertvorstellungen diskutiert.
Wie auch immer... "Luja sog i. Kruzifix Halleluja!"