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Gericht spricht im Pascal - Prozess alle Angeklagten frei

Schön, so differenzierte Beiträge zu lesen. Scheint so, als hätten einige Lynchjustiz-Anhänger diesen Thread bisher übersehen....




Besser isses!
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echt?
ist ja der hammer!

dann muss man sich nur halbwegs geschickt beim beseitigen

der leiche anstellen und hat dann sozusagen freie hand beim töten.






In den USA gilt das angelsächsiche Rechtssystem. Es gibt gerade bei Kapitalvebrechen also keine verbindlichen Verfahrensweisen des Gerichts und keine Gesetzesbücher wie bei uns z.B. das BGB und Strafgesetzbuch.



Schuldig oder nicht schuldig entscheidet meist eine Jury und das Strafmaß wird vom Richter anhand anderer Urteile festgelegt.



Die Aussage, dass man in Texas zur Verurteilung eines Mörders eine Leiche braucht ist daher nur in diesem einen Fall richtig, lässt ich aber nicht auf alle anderen Fälle übertragen.



Aus diesem Grund gibt es auch diese Sammlungen von angeblich merkwürdigen Gesetzen in den USA, Das sind eben keine Gesetze, sondern Urteilssprüche, meist noch aus dem 19.Jahrhundert.
 
Dieser Thread ist auf jeden Fall eine Menge pos. Karma wert. Wenn an diesem Urteil irgendetwas ungeheuerlich ist, dann die Tatsache, dass es nicht gelungen ist, eine ausreichende Beweislage herzustellen, um die Angeklagten verurteilen zu können.



Onkel Helmut bringt es auf den Punkt:


Mögen demjenigen, der diese Sauerei auf dem Gewissen hat, langsam und qualvoll die Eier abfaulen.
 
bei so nem fall scheiss ich auf ein funktionierendes

rechtssystem, wenn es so endet.

sorry aber die elten springen den richtern wohl mit den füssen ins gesicht, wenn sie´s könnten.
 
@Doc: Was kann der Richter dazu, dass die Beweise fehlen. Sie sollten wenn der Staatsanwaltschaft ins Gesicht springen; sie hat die Beweise zu liefern, dir zur Verurteilung führen sollen. Der Richter hat nur darüber zu entscheiden, wie er den Fall beurteilt. Berliner Teufel hat es genau richtig erfasst.
 
naja, wenn zuerst gestanden wird und es den verurteilten dann gelingt,

dieses geständnis zu revidieren, kann doch was net stimmen.



im zdf sagten sie, dass über das urteil 5 richter abgestimmt haben.

eine einfache mehrheit würde nicht reichen, es müssten mind. 4 für eine

verurteilung oder schuldigsprechung stimmen.



vielleicht bin ich aber auch zu sehr vater bei solchen fällen von kindesmisshandlung
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naja, wenn zuerst gestanden wird und es den verurteilten dann gelingt,
dieses geständnis zu revidieren, kann doch was net stimmen.



im zdf sagten sie, dass über das urteil 5 richter abgestimmt haben.

eine einfache mehrheit würde nicht reichen, es müssten mind. 4 für eine

verurteilung oder schuldigsprechung stimmen.



vielleicht bin ich aber auch zu sehr vater bei solchen fällen von kindesmisshandlung
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Naja - ein Geständnis zu revidieren, ist für den Beschuldigten ganz einfach. Er muss es nämlich einfach nur widerrufen, also im Sinne von "ah nee so war's doch nicht."

Dass bei einer großen Strafkammer, der neben 3 Berufsrichtern auch zwei zivile Laienrichter angehören (das wird so gemacht, damit das Urteil nicht nur von reinen Juristen gefällt wird), keine einfache Mehrheit von 3:2 ausreicht, kommt ganz einfach daher, dass in diesem Fall die 2 unausgebildeten Laien z.B. zusammen mit nur einem Berufsrichter durch ihr Abstimmungsverhalten letzten Endes das Urteil bestimmen könnten. Und das kann man verständlicherweise nicht wollen.

Zudem soll die erforderliche Mehrheit von 4:1 die Rechtssicherheit eines Urteils untermauern und es weniger angreifbar machen. Man will eben bei solch gravierenden Urteilen die eventuellen Fehlerquellen auf ein absolutes Minimum reduzieren.
 
naja, wenn zuerst gestanden wird und es den verurteilten dann gelingt,
dieses geständnis zu revidieren, kann doch was net stimmen.


die geständnisse sind wohl auch nicht so ganz freiwillig zustande gekommen. es wurde wohl von seiten der polizei etwas druck ausgeübt. zusammen mit der tatsache, dass die angeklagten offensichtlich suboptimal gebildet sind, hat die verteidigung hier einen punkt gefunden wo sie ansetzen konnte. der vorwurf geht also nicht an die richter, die meiner meinung nach konsequent und richtig geurteitl haben (niemand darf aufgrund von vermutungen und meinungen verurteilt werden), sonder vielmehr an die staatsanwaltschaft und die polizei. diese haben es versäumt beweise und fakten zu liefern aufgrund dessen die angeklagten zweifelsfrei überführt und damit verurteilt werden konnten.
 
Das Urteil ist eine einzige Katastrophe, für die Staatsanwaltschaft und auch für die meisten Menschen in Deutschland. Der Fall ist durch die Medien gegangen wie kaum ein anderer Fall von Kindesmissbrauch und den Berichten der Medien folgend musste man ja zu dem Entschluss kommen, dass die Angeklagten diese Tat begangen haben.

Ich glaub Kindesmissbrauch oder ein Mord an Kindern ist die Straftat die am meisten Unverständnis und am meisten Abscheu in der Bevölkerung verursacht, zu Recht!

Kinder sind die Gruppe der Bevölkerung die von uns allen am Besten geschützt werden müssen, sie sind mit den Alten und Behinderten der Teil unserer Gesellschaft die sich am wenigstens wehren können, die gegen einen Angreifer nur sehr sehr wenige Chancen haben.

Bei Straftaten an Kindern spielt immer eine emotionale Haltung mit rein und jeder fordert eine "bessere" Gerechtigkeit, im Sinne der Kinder.

Im Fall Pascal kann man aber eigentlich nur den Hut vor dem Richter ziehen, der den Mut hatte dieses Urteil zu fällen, denn eine Verurteilung wegen Mordes und mehrfachem Missbrauch kann nicht ohne Beweise ausgesprochen werden. Ein Geständnis abzugeben und es dann zurück nehmen hat natürlich einen sehr faden Beigeschmack aber man muss auch den Angeklagten schützen, denn ich kann mir vorstellen, dass vor allem geistig Behinderte im Zuge eines Verhörs etwas zugeben, was sie gar nicht begangen haben. Man müsste eben hier sehen wie dieses Geständnis zu Stande gekommen ist, wenn hierbei Dinge gestanden wurden die nur der mögliche Täter wissen könnte wird es natürlich immer deutlicher, dass dort etwas gewesen ist.

Andererseits, dass eine Ansammlung von Menschen der sozialen Unterschicht in der Lage ist den perfekten Missbrauch und Mord, also ohne Leiche, ohne jegliche Spuren zu begehen fällt auch schwer.

Für den Rechtsstaat ein Sieg - für die Menschen eine Niederlage, so hart es auch sein mag
 
es ist schon seltsam:



im fall marco ist das ganz eindeutige Volkesmeinung: Wie kann man den armen Jungen da so lange eingesperrt lassen, das hat der nicht verdient, der erleidet doch einen schaden fürs leben usw..

im fall pascal sagt man: wie kann man diese leute bloß frei lassen?



dabei ist die beweislage in beiden fällen absolut nicht eindeutig.. aber

scheinbar scheint hier entweder allein die ANKLAGE als Kinderschänder ausreichend, nach dem motto: wird schon was dran sein,

während marco wohl "die türken bieten dem eh kein faires verfahren" zu gute kommt..



also ich finde das gericht hat alles richtig gemacht.. die revison der Staatsanwaltschaft ist ihr gutes Recht, nur da die Revision keine Tatsachen Instanz ist, wird da wenig zu holen sein.. wenn sich nicht noch neue Sachen ergeben (Leichenfund oder so) denke ich, das urteil wird bestätigt.



wenn hier fehler gemacht worden sind, dann eher bei den ermittlungen..

man wird den eindruck nicht los, das man möglichst alle die irgendwie ins schema passen möglichst mal schnell anklagen wollte nach dem motto: im prozess wird sich alles weitere schon ergeben, und die medien tun den rest..
 
Die Gleichsetzung der Fälle "Pascal" und "Marco" halte ich für sehr gewagt - um nicht zu sagen: daneben. Auf der einen Seite steht die systematische mehrfache Vergewaltigung eines kleinen Jungen durch Erwachsene mit anschließender Tötung und Beseitigung des Opfers - und auf der anderen der möglicherweise einvernehmliche sexuelle Kontakt zweier Teenager. Selbst wenn Anzeige und Anklage zu Recht erfolgt sein sollten, lässt sich der Vergleich m.E. nicht aufrecht erhalten.
 
genau das ist doch der ansatz den ich meine..



warum schreibst du nicht: auf der einen seite steht das ungeklärte verschwinden eines jungen, auf der anderen die rücksichtslose vergewaltigung

einer 13 jährigen?



mir ist auch klar, das die wahrscheinlichkeit das marco unschuldig ist größer ist als die das es die leute in dem anderen fall sind. aber solange das nicht bewiesen ist sehe ich keinen grund warum man den einen angeklagten schlechter behandeln sollte als den anderen..
 
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