Wolf Favorit auf Henke-Nachfolge - Briegel sagt ab
München - Nach dem Rauswurf von Trainer Michael Henke und dem Rücktritt von Vereinsboss Rene C. Jäggi steht der 1. FC Kaiserslautern führungslos da.
Zumindest auf der Trainerbank soll sich das aber schnell ändern. Jäggi, der vorerst kommissarisch im Amt bleibt, kündigte "eine Entscheidung in drei bis vier Tagen" an.
Favorit ist nach Sport1-Informationen der frühere FCK-Profi Wolfgang Wolf, mit dem offenbar bereits Kontakt aufgenommen wurde..
Angeblich soll er schon am Montag vorgestellt werden. "Ich gebe dazu keinen Kommentar ab", sagte Wolf auf Anfrage von Sport1.de.
Auch mit Toppmöller angeblich schon Gespräche
Außerdem soll es auch Gespräche mit Klaus Toppmöller gegeben haben. Der ehemalige Lauterer Torjäger hatte mehrfach Interesse an einem Job bei seinem Heimatklub bekundet, war aber von Jäggi abgelehnt worden.Darüber hinaus liegt ihm ein Angebot als Nationaltrainer Israels vor.
"Wolfgang Wolf wäre eine von drei richtigen Lösungen - dazu gibt es noch Klaus Toppmöller und Hans-Peter Briegel", meinte Mario Basler, der selber nicht auf die Henke-Nachfolge spekuliert.
Briegel: "Ich habe kein Interesse"
Der dritte Kandidat sagte allerdings im Gespräch mit Sport1.de ab. "Ich habe kein Interesse", erklärte Briegel, der zudem noch bis Sommer 2006 einen Vertrag als albanischer Nationaltrainer besitzt.
"Ich bin aus dem Verein ausgetreten und will mit den Leuten in der Führung nichts mehr zu tun haben. Erst müssen da einige Leute weg, vor allem ein paar Opportunisten aus dem Aufsichtsrat."
Bis Dezember 2003 hatte Briegel, der bei den "Roten Teufeln" auch Spieler und Sportdirektor war, dem Gremium angehört. Dann war der Ex-Nationalspieler nach einem Zerwürfnis mit Jäggi und seinen Aufsichtsratskollegen über eine Installation von Karl-Heinz Feldkamp als Sportdirektor zurückgetreten und hatte später auch den Verein verlassen.
"Beide würden dem FCK gut zu Gesicht stehen"
Zu den beiden Top-Kandidaten sagt er: "Beide würden dem FCK gut zu Gesicht stehen. Ich denke, dass Wolfgang Wolf gut zu der Region passt. Ob er es macht, ist wieder eine andere Frage."
Nach Angaben von FCK-Aufsichtsratsboss Walter Ruda muss der neue Mann aber nicht zwangsläufig regional verwurzelt sein. "Einen Trainer zu suchen, der aus der Pfalz kommt, ist nur eine von vielen Überlegungen", sagte er im DSF-Doppelpass.
Als weitere Kandidaten gelten daher neben den früheren Publikumslieblingen Stefan Kuntz und Bruno Labbadia (derzeit Darmstadt) auch Winfried Schäfer (Al-Ahly Dubai), Werner Lorant (Sivasspor/Türkei) und der kürzlich bei Hannover 96 entlassene Ewald Lienen.
Quelle: Sport1.de