Wirrwarr um Ismael-Transfer
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Der Wechsel des französischen Abwehrspielers Valérien Ismael von Werder Bremen zum FC Bayern München ist entgegen anders lautender Meldungen vom Dienstag noch nicht perfekt. Dies stellte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs in einer Stellungnahme nochmals nachdrücklich fest.
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Der eine geht, der andere auch? Neu-Schalker Fabian Ernst und Valerien Ismael.Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte zunächst via Sport-Bild (Mittwoch-Ausgabe) den Deal als bereits vollzogen eingestuft und dabei die Ablösesumme, die der deutsche Meister und Pokalsieger für Ismael bezahlen müsse, "viel billiger als zehn Millionen Euro" bezeichnet.
Allofs nahm dies mit "großer Verwunderung" entgegen. "Fakt ist jedoch, dass noch nichts unterschrieben ist", so der Ex-Nationalspieler auf der Website des SVW.
"Wir haben mit den Bayern lediglich eine Absprache getroffen, in der der finanzielle Rahmen eines Transfers für den Fall abgesteckt wurde, dass wir eine sportlich zufriedenstellende Lösung für Werder finden", so Allofs zum Stand der Dinge weiter. Uli Hoeneß' Vorstoß in dieser Angelegenheit war somit etwas vorschnell, wie Allofs weiter klarstellt.
So wurde zwischen beiden Vereinen eine garantierte Ablösesumme vereinbart, die jedoch noch um weitere erfolgsbezogene Zahlungen erweitert werden soll. "Insgesamt ergäbe es die von uns eingeforderte finanziell interessante Situation", gab Allofs zu Protokoll.
Am Nachmittag ruderte dann auch der FCB ein Stück zurück. Uli Hoeneß erklärte gegenüber fcbayern.de aus seinem Urlaubsdomizil in Frankreich: "Wir sind auf einem guten Weg, aber der Transfer von Ismael ist auf keinen Fall über die Bühne. Sobald wir Ergebnisse erzielt haben, werden wir diese mitteilen."
Der SV Werder bemüht sich bereits intensiv um potenziellen Ersatz für Ismael, der im Sommer 2003 aus Straßburg an die Weser gewechselt war und prompt Meisterschaft und Pokal unter Trainer Thomas Schaaf gewann. In der abgelaufenen Runde, in der die Bremer Platz drei erreichten, landete der Franzose in der kicker-Top-Spieler-Liste der Bundesliga auf Rang elf (kicker-Durchschnittsnote: 2,95).
Ein heißer Kandidat auf die möglicherweise frei werdende Stelle in der Werder-Abwehr ist der Franzose Sylvain Monsereau vom FC Sochaux (der kicker berichtete). Der Ligue-1-Vertreter verlangt jedoch für den 24-Jährigen angeblich über vier Millionen Euro Ablöse.
Bei der Rückholaktion von Torsten Frings, der mit seinem Bayern-Salär von geschätzten drei Millionen Euro nicht ins Bremer Gehaltsgefüge passt, wird bei Werder indes über eine Abstandszahlung des Meisters diskutiert, wovon man in München jedoch nichts wissen will.
Ein Kandidat für die rechte Abwehrseite ist bekanntlich der junge Mainzer Matthias Abel (23), der bei den Rheinhessen allerdings noch bis 2006 unter Vertrag steht und daher nur gegen eine Ablöse zu haben wäre.
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