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Islamist Breininger getötet

Wieder ein weggeworfenes Leben mehr. Mein Beileid den Eltern und Angehörigen...
 
Ich hatte ja auch ein paar Fragen aufgeworfen, die komischerweise unbeantwortet blieben.



Ich frage also nochmal. Darf man Hitlers, Stalins oder ähnlicher Typen Tod nicht positiv sehen?


auf die frage hab ich absichtlich ned geantwortet, weil das so eine frage is, aus der ich nur als depp rausgehn kann.

entweder ich sag man soll hitler respektieren -> bin ich der depp

oder ich sag man soll ihn nicht respektieren -> hab ich meine eigene aussage widerlegt -> bin ich wieder der depp
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deswegen gibts zu dieser frage on mir keine weitere antwort

man ergleicht ja auch ned n kleine welle, die irgendwie ganz dumm nen surfer aufs riff drückt, so dass er sich das genick bricht mit nem tsunami der hunderttausende menschen umbringt



edit: ich seh grad, dass du schreibst, ob man etwas posities sehn kann daran. hab ich mich erlesen. das is klar mit einem 'ja' zu beantworten! aber ich glaube im ersten post hast du noch gefragt ob man respekt or ihnen haben sollte.
 
Hallo zusammen,



ich finde die Diskussion interessant. Da man ja von vorne herein nicht unbedingt damit rechnet in einem Fußballforum eine ethische Diskussion zu führen.



Ich denke, die Argumente beider Seiten kann man verstehen und nachvollziehen, auch wenn es höchstwahrscheinlich keinen gemeinsamen Nenner gibt.



Jedoch hat mich diese Diskussion direkt zu einem OT-Einwand bewegt:

Wenn wir hier über Ethik,Respekt und Moral gegen über einem Terroristen und seinen Angehörigen sprechen, sollten wir nicht erst mal über Ethik, Respekt und Moral gegenüber lebenden und anwesenden Personen sprechen.

Wenn gegnerische Spieler, Trainer, Fans zum Teil aufs Übelste während des Spiels mittelst primitivster Schmähgesänge persönlich beleidigt werden, dann finde ich es verwerflicher wie die Aussage "wieder einer weniger".




"Wieder einer weniger" ist für mich eine menschenverachtende Aussage, die Nachgang ja auch damit belegt wird, dass man Breiniger die Menschenwürde abspricht. Schaut mal ins GG. Das gilt auch für alle. Ausnahmslos.

.


Wir sollten DA damit anfangen, anderen Respekt zu zollen, in dem wir uns benehmen, den FCK anzufeuern und nicht die Persönlichkeit andere (auch wenn man sie wirklich nicht mag) zu verletzen.



denn diese haben ebenfalls das Recht auf Menschenwürde.





Wenn wir das packen, dann können wir den Finger heben und auf andere zeigen.



Grüße

Hergerger
 
Ok, dann hol ich mal etwas weiter aus. Beim Afghanistan-Konflikt und beim Konflikt mit der Al-Quaida handelt es sich jeweils um einen asymetrischen Konflikt. In diesem haben die Al Quaida und auch die Taliban als materiell unterlegener, irregulärer Gegner westlicher und afghanischer Streitkräfte nicht die Möglichkeiten, diesen Konflikt auf herkömmliche Weise zu entscheiden - und das wollen sie auch nicht. Ziel ist eine Destabilisierung der politischen und Staatlichen Verhältnisse, um mit eigenen Ressourcen in das entstehende Machtvakuum vorzustoßen. Die Taliban machen das als örtliche Warlords und ersetzen regional das staatliche Gewaltmonopol. Die Al Quaida wiederum ist nicht an solcher Macht interessiert, sondern nutzt die entstandenen weitgehend rechtsfreien Räume als Rückzugs- und Ausbildungsgebiet für ihre Kämpfer. Die Asymetrie ist als der eigentliche Zweck, nicht der militärische Sieg über den Gegner.

Die Al Quaida versucht überall dort, wo staatliche Strukturen zerfallen, diese weiter zu destabilisieren, um für sich solche geeigneten Verhältnisse herzustellen. Im Jemen sind sie fast soweit, in Afghanistan werden sie nur noch durch westliches und Afghanisches Militär daran gehindert, und auch in Pakistan, das schon lange ein Pulverfass ist, hat sich die Al Quaida schon bedenklich ausgebreitet und bewegt sich faktisch unbehelligt ständig über die Grenze nach Afghanistan und wieder zurück.

Wenn man die westlichen Truppen aus Afghanistan im jetzigen Zustand abzieht, dann kannst du Gift drauf nehmen, dass dieses Land völlig zusammenbricht, da die einheimischen Sicherheitskräfte bei weitem noch nicht in der Lage sind, auch nur ein Minimum an Sicherheit zu gewährleisten.

Das würde sich 100%tig weiter destabilisierend auf die Lage in Pakistan auswirken. Und Pakistan besitzt Atomwaffen, wie man ja weiß. Dann ist es nur noch eine Zeitfrage, wann dort die Taliban, die bekanntlich eng mit der Al Quaida zusammenarbeiten, die Macht übernehmen. Und dann Gute Nacht.


@Onkel_Helmut: Bravo!!! (*hut zieh*)

Die Situation perfekt eingeschätzt. Wenn es um die Frage geht "Warum verteidigen wir Deutschland am Hindukusch?", denken einfach viele nur von sich bis zu ihrer Nasenspitze. Du hast genau die Erklärung abgegeben, warum wir dort sind, auf die ich die schon die ganze Zeit schon von der Politik erwarte.



Gruß

Hergerger
 
willkommen hegerger!

deswegen mag ich das forum übrigens so, weils hier ab un an mal solche diskussionen gibt
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zu deinem punkt:

find ich gerade nicht. im stadion ist das leben anders. solange es keine gewalt gibt und nicht irgendwer aufgrund seiner herkunft diskriminiert wird ist für mich alles erlaubt. und zwar weil es den betroffenen nicht wirklich trifft wenn ich ihm zubrülle er sei ein arschloch, wichser, hurensohn, dass seine mutter hässlich sei oder er sich erpissen soll. sowas tut nur weh, wenns on den eigenen fans kommt und das sollte auch nicht orkommen. ansonsten lenkt es ihn höchstens ab un raubt ihm hoffentlich ein wenig die konzentration, weil es ihn ärgert oder sonstwas.
 
Hallo heyt.



Zuerst mal: Kauf dir bitte eine neue Tastatur, die auch 'v's enthält:
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Sehe ich leider anders. Ich möchte zum Beispiel von nie als Arschloch, Wixer, Hurensohn bezeichnet werden. Ich denke du hättest auch etwas dagegen, wenn ich es jetzt zu dir sagen würde.



Und da sind wir wieder beim GG.



Und was noch hinzu kommt: Der Anstand. Allein dieser gebietet eine Achtung des Individuums.



Gruß

Thorsten



Edit: OOps, du warst schneller mit dem Einwand der Tastatur ...
 
willkommen hegerger!
deswegen mag ich das forum übrigens so, weils hier ab un an mal solche diskussionen gibt
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zu deinem punkt:

find ich gerade nicht. im stadion ist das leben anders. solange es keine gewalt gibt und nicht irgendwer aufgrund seiner herkunft diskriminiert wird ist für mich alles erlaubt. und zwar weil es den betroffenen nicht wirklich trifft wenn ich ihm zubrülle er sei ein arschloch, wichser, hurensohn, dass seine mutter hässlich sei oder er sich erpissen soll.


Grundsätzlich stimm ich dir eigentlich 100% zu. Der Betze ist schliesslich nicht das Pfalztheater.
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Allerdings scheint mir das bei objektiver Betrachtung nicht ganz so einfach.
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Wenn du mit der Relativiererei einmal anfängst, musst du anderen das auch zugestehen, und so kommt jeder zu unterschiedlichen Ergebnissen, unter Berufung auf seinen gesunden Menschenverstand. Einheitliche, klare Grenze??

Die meisten Spieler sind Schmährufe des gegnerischen Publikums ja sicher gewöhnt. Allerdings ist das auch immer unterschiedlich...

Man denke nur an Zidane und seinen Kopfstoß. (Seine Mutter wurde beleidigt)
 
Grundsätzlich stimm ich dir eigentlich 100% zu. Der Betze ist schliesslich nicht das Pfalztheater.
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Allerdings scheint mir das bei objektiver Betrachtung nicht ganz so einfach.
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Wenn du mit der Relativiererei einmal anfängst, musst du anderen das auch zugestehen, und so kommt jeder zu unterschiedlichen Ergebnissen, unter Berufung auf seinen gesunden Menschenverstand. Einheitliche, klare Grenze??


Hallo Bet, klar sind die Spieler das gewohnt. Aber muss es so sein? Ich gehe seit 1980 auf den Betze, aber ich finde es trotzdem nicht gut. Am meisten "geschockt" war ich beim ersten Spiel nach der WM 2006. Wenn man die Spiele hier der Australier gesehen hat, oder ich war bei Italien - USA. Da wurde Bobenstimmung gemacht, das eigene Team bedingungslos nach vorne gepeitscht und das OHNE das Beleidigen der Anderen auf tiefsten Niveau...



Oh, darf ich bei dem Thread überhaupt das Wort "Bombenstimmung" verwenden ?
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Gruß

Hergerger
 
Allgemeine Frage:
Findest du es zeugt von Diskussionskultur, wenn man sich auf einen moralisch hohen Standpunkt stellt und Respekt und Toleranz predigt, aber dabei andere Leute selbst respektlos behandelt?
Schwer zu sagen, der von mir zitierte Beitrag von TAin würde zum ersten Teil passen, zeigt aber auch dass es ohne den zweiten geht. Ansonsten les ich besser noch mal wo genau du dich respektlos behandelt gefühlt hast.




Du hingegen hast zwar sarkastische Kommentare abgegeben, hast solche Äußerungen jedoch vermieden. Dich hat meine Argumentation geärgert, was du auch so geäußert hast, mich wiederum ärgert dein Sarkasmus, weil ich mich gerne inhaltlich mit dir auseinandersetzen würde.


Musst du aber gar nicht, denn ich teile deine Meinung zum Thema gewaltbereite Extremisten so wie du sie in deinem zweiten Post dargelegt hast. Ich finde zwar die Bezeichnung "gewaltbereit" und "Extremist" wird seit dem 11. September inflationär verwendet, aber dass ist dann schon wieder ein anderes Thema. Das der Typ es (als Europäer) besonders ernst nahm kann man ja auch in dem von orschel geposteten Artikel lesen.

Wie auf deinen ersten Post reagiert kann ich allerdings auch nachvollziehen. Ich hätte es nicht so wie Du in deinem ersten Post geschrieben. Der Rest war Empörung ob deiner übertriebenen Metaphern.
 
Schwer zu sagen, der von mir zitierte Beitrag von TAin würde zum ersten Teil passen, zeigt aber auch dass es ohne den zweiten geht. Ansonsten les ich besser noch mal wo genau du dich respektlos behandelt gefühlt hast.


Ich fühle mich genau dann respektlos behandelt, wenn ich trotz ausführlicher und begründeter Darstellung meiner Sichtweise absichtlich als menschenverachtend, Menschenwürde-ablehnend und als mich freuend über den Tod anderer Menschen dargestellt werde. Dass so eine Darstellung nichts mit den Tatsachen zu tun hat, kann man ja obig nachlesen. Und sowas ärgert mich.

Mit deiner Art Statement - also mit "das ärgert mich" und mit konstruktiver Kritik im Sinne von "das hätte man anders formulieren können/sollen" kann ich hingegen gut umgehen. Das ist konstruktive Kritik, die ich annehmen und daraus Konsequenzen ziehen kann.

Dass meine Formulierung für einige an bzw. über der Geschmacksgrenze war, habe ich gemerkt und daher genau erklärt, wie es gemeint war. Kritik an der Formulierung muss ich hinnehmen - Beleidigungen aber nicht.
 
Onkel Helle, ich glaube, du beziehst einige statements zu unrecht auf dich bzw. interpretierst einiges hinein, was gar nicht gemeint ist.



Mein von der Wildsau zitierter Beitrag z.B. bezog sich im zweiten Teil (die Fanatiker betreffend) auf die katholischen Fundamentalisten, speziell auch auf den Beitrag von Jonny86, der hier als bekennender Christ und Katholik unterwegs ist, wozu dann eine Äußerung wie "wieder einer weniger" wie die Faust aufs Auge passt. Sowas stößt mir generell sehr übel auf, wenn man hehre christliche Werte mit hohem moralischem Anspruch für sich in Anspruch nimmt und dann solche Dinger raushaut.
 
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