Neues von Jäggi:
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«Das Gewinnen ist eine Gewohnheit»
Unternehmer René Jäggi sprach über Erfolg
Der ehemalige Chef von Adidas und Präsident des FC Basel sprach im Iwaz von Gewinnergenen und Biotreibstoffen.
Ueli Frey
«Erfolg?» stand auf einer der ersten an die Wand projizierten Folien. Neben dem Schriftzug stemmte Roger Federer einen Pokal in die Höhe. René C. Jäggi setzte an und präsentierte Antworten auf das Fragezeichen, versuchte den Erfolg zu ergründen. Dabei bediente er sich reichlich aus dem an Geschichten schier unerschöpflichen Fundus der Sportgeschichte. «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel» hiess der Titel des von der Region Zürcher Oberland der Schweizer Kader Organisation veranstalteten Vortrags im Iwaz in Wetzikon.
Jäggi machte keinen Hehl daraus, dass er zu den ganz Grossen im Business gehört, der die Geschichten, die er erzählte, miterlebt oder gar mitgeprägt hat. Nach Jahren in der Geschäftsleitung von Adidas wurde Jäggi Präsident des FC Basel. Anschliessend schaffte der Unternehmer den Schritt, von dem viele Schweizer Fussballer nur träumen: Der Basler wurde gerufen, um den 1. FC Kaiserslautern vor dem Konkurs zu retten.
Wie er seine eigenen Erfolge in das Referat einbaute, wirkte etwas abgehoben. «Irgendwie deutsch», charakterisierte ein Herr beim anschliessenden Apéro das Auftreten des Baslers. «Wer ist denn ein typischer Schweizer?» - «Köbi Kuhn.» Gelächter und Zustimmung.
Sport als grosses Geschäft
Doch zurück zum Erfolg: «Es gibt Leute, die haben ein Gewinnergen», sagte Jäggi, «Christian Gross oder Ottmar Hitzfeld zum Beispiel haben dieses Gen.» Das Gewinnen sei eine Gewohnheit. Immer wieder zog Jäggi Parallelen vom Sport zur Wirtschaft - wo dies überhaupt noch nötig war, denn der Sport ist in den letzten Jahren zum grossen Geschäft mutiert. Er erläuterte, wie die Zahnräder in der Geldmaschine des Fussballs ineinander greifen.
Doch der 60-jährige Unternehmer zeigte auch die Grenzen des Geldes im Sport auf: «Visionen sind nach wie vor gefragt. Mit elf Ich-AGs auf dem Platz kann man keinen Titel gewinnen.» Und alles, auch die Konklusion, fiel auf die eingangs erwähnte Gewinnermentalität zurück. Ein Satz, den er über sich selbst sagte, fasste die fünf Punkte, die am Schluss sozusagen als Anleitung für den Erfolg im Raum standen, zusammen: «Ich habe Spass an Dingen, die nicht funktionieren. Sachen, die niemand für möglich hält.»
Biodiesel aus Äthiopien
In diese Richtung geht auch sein neustes Projekt: Jäggi ist Aufsichtsratsvorsitzender einer Firma, die in Äthiopien Jatropha-Bäume und Castorpflanzen zur Gewinnung von biologischem Diesel anbaut.
Mit Nachdruck verwies Jäggi auf den Klimawandel, auf die Notwendigkeit von alternativen Energiequellen und auf die Armut in Äthiopien. «In diesem Projekt diktiert das Herz und nicht der Verstand.» Es erfülle ihn, einmal etwas für Menschen zu machen. Nach dem Referat begann der Teil, der für viele der rund 50 Anwesenden wohl im Vordergrund stand. Weisswein trinken, Kärtchen tauschen, Smalltalk - Networking eben. Jäggis Projekt in Äthiopien gab zu Diskussionen Anlass. Was er wohl für einen Wagen fährt?
Quelle:
http://www.zo-online.ch/article7374/Ressorts/Regionalwirtschaft/Das-Gewinnen-ist-eine-Gewohnheit.htm
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Kommentar erspar ich mir erstmal, der wäre in diesem ersten Moment zu fies. Außerdem ist mir jetzt schlecht...
Nur eins: Hoffentlich müssen wir den Satz nicht irgendwann in nem neuen Kontext lesen: "Der Basler wurde gerufen, um den 1. FC Kaiserslautern vor dem Konkurs zu retten."