Teufelsanbeterin
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Jäggi: Schlusspfiff nach WM
FUSSBALL: Noch-Vorstandschef des FCK lehnt Mandat im Aufsichtsrat ab - Fifa lobt Organisation in Kaiserslautern
KAISERSLAUTERN (zkk). Bestnoten für Kaiserslautern: Die Fifa lobt das Organisationsteam um René C. Jäggi. Der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern wird am 31. Juli nach Ablauf seines Vertrages gehen, den angebotenen Sitz im Aufsichtsrat des FCK nicht annehmen.
Helmut Sandrock (Abteilungsleiter Spielorganisation im OK) und Peter Schließer (Abteilungsleiter Stadien im OK), zwei Führungsfiguren des Welt-Fußballverbandes Fifa, zeigen sich eine Woche vor der Partie Australien - Japan, dem ersten von fünf Weltmeisterschaftsspielen im Fritz-Walter-Stadion, hoch zufrieden mit der Organisation. Schattenseite - die Kostenseite: Einst mit 48,3 Millionen Mark kalkuliert, kostet das neue Stadion 70 bis 80 Millionen Euro. „Lob für die Stadt Kaiserslautern und das Land. Sie haben - trotz aller Schwierigkeiten - all das gemeistert", sagt Schließer nach der Inspektion des Stadions. Schließer: „Wir kannten die Probleme, hatten in der Sache aber nie Zweifel, dass es klappt."
Die letzte große Baustelle sieht Schließer auf der Medientribüne, die auf der Nordtribüne angesiedelt ist. „Der Rasen liegt drin, jetzt geht es vor allem noch um den Feinschliff, die Dekoration", sagt Helmut Sandrock. „Hier läuft alles ohne Wenn und Aber! René C. Jäggi hat ein extrem gutes Team um sich", attestiert Sandrock den Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees (OK) in Kaiserslautern und seiner Mannschaft. Der Noch-Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern stützt sich auf seine Mitarbeiter vom 1. FC Kaiserslautern: Da ackert „Vize" Erwin Göbel mit, da ist Chef-Sekretärin Gabi Holzhauser fast rund um die Uhr am Ball, Pressechef Michael Novak auch für die Fifa tätig. Eine Schlüssel- und Hauptrolle spielt Harald Heidermann. Der Sicherheitsexperte kennt wohl jeden Winkel im Stadion, 14- bis 16-Stunden-Tage sind momentan die Regel, um alles zu überwachen, Regieanweisungen zu geben, anzupacken: Im Tribüneninneren sind Restaurants auf Zeit für für Tausende von VIPs und Gäste entstanden, im Medienbereich und im Kabinentrakt müssen noch Steckdosen gelegt werden. „Die letzten Handgriffe werden wohl am Spieltag erledigt", weiß Heidermann, der routinierte Libero des OK. Rico Ebling, der Platzwart, heißt jetzt Green-Keeper. „Sein" Rasen liegt wie ein Teppich.
Am Donnerstag hat Jim Stjerne Hansen von der Fifa das Kommando im Stadion übernommen. „Es hat sich so viel verändert, ich war erstmals vor Jahrzehnten im Uefa-Cup gegen Sheffield hier", erzählt der Däne. In diesem Jahr war er beim Bundesligaspiel des FCK gegen den VfB Stuttgart da, erlebte den folgenschweren Ausgleich des VfB durch Gomez. Der Sargnagel für den FCK war eingeschlagen ...
Trotz allen WM-Wirbels, Glanz und Glitter - der Abstieg des Vereins schmerzt Jäggi. „Ich bin total kaputt. Hätten wir es geschafft, wären es am Ende vier geniale Jahre gewesen, so sind es nur vier gute Jahre", bilanziert der Schweizer. Er wird das angebotene Mandat im FCK-Aufsichtsrat nicht annehmen: „Wären wir drin geblieben, hätte ich es wahrscheinlich gemacht. So aber ist es besser, den Platz für einen Neuanfang freizumachen. Ich versuche aber zu helfen, dem Verein neue Mittel zuzuführen."
„Ich will hier bis zum Ende eine gute Arbeit abliefern", betont Jäggi, der das große Ziel erreicht sieht: „Der Verein lebt noch. Wer die Fakten kennt, hält das fast für ein Wunder!"
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
FUSSBALL: Noch-Vorstandschef des FCK lehnt Mandat im Aufsichtsrat ab - Fifa lobt Organisation in Kaiserslautern
KAISERSLAUTERN (zkk). Bestnoten für Kaiserslautern: Die Fifa lobt das Organisationsteam um René C. Jäggi. Der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern wird am 31. Juli nach Ablauf seines Vertrages gehen, den angebotenen Sitz im Aufsichtsrat des FCK nicht annehmen.
Helmut Sandrock (Abteilungsleiter Spielorganisation im OK) und Peter Schließer (Abteilungsleiter Stadien im OK), zwei Führungsfiguren des Welt-Fußballverbandes Fifa, zeigen sich eine Woche vor der Partie Australien - Japan, dem ersten von fünf Weltmeisterschaftsspielen im Fritz-Walter-Stadion, hoch zufrieden mit der Organisation. Schattenseite - die Kostenseite: Einst mit 48,3 Millionen Mark kalkuliert, kostet das neue Stadion 70 bis 80 Millionen Euro. „Lob für die Stadt Kaiserslautern und das Land. Sie haben - trotz aller Schwierigkeiten - all das gemeistert", sagt Schließer nach der Inspektion des Stadions. Schließer: „Wir kannten die Probleme, hatten in der Sache aber nie Zweifel, dass es klappt."
Die letzte große Baustelle sieht Schließer auf der Medientribüne, die auf der Nordtribüne angesiedelt ist. „Der Rasen liegt drin, jetzt geht es vor allem noch um den Feinschliff, die Dekoration", sagt Helmut Sandrock. „Hier läuft alles ohne Wenn und Aber! René C. Jäggi hat ein extrem gutes Team um sich", attestiert Sandrock den Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees (OK) in Kaiserslautern und seiner Mannschaft. Der Noch-Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern stützt sich auf seine Mitarbeiter vom 1. FC Kaiserslautern: Da ackert „Vize" Erwin Göbel mit, da ist Chef-Sekretärin Gabi Holzhauser fast rund um die Uhr am Ball, Pressechef Michael Novak auch für die Fifa tätig. Eine Schlüssel- und Hauptrolle spielt Harald Heidermann. Der Sicherheitsexperte kennt wohl jeden Winkel im Stadion, 14- bis 16-Stunden-Tage sind momentan die Regel, um alles zu überwachen, Regieanweisungen zu geben, anzupacken: Im Tribüneninneren sind Restaurants auf Zeit für für Tausende von VIPs und Gäste entstanden, im Medienbereich und im Kabinentrakt müssen noch Steckdosen gelegt werden. „Die letzten Handgriffe werden wohl am Spieltag erledigt", weiß Heidermann, der routinierte Libero des OK. Rico Ebling, der Platzwart, heißt jetzt Green-Keeper. „Sein" Rasen liegt wie ein Teppich.
Am Donnerstag hat Jim Stjerne Hansen von der Fifa das Kommando im Stadion übernommen. „Es hat sich so viel verändert, ich war erstmals vor Jahrzehnten im Uefa-Cup gegen Sheffield hier", erzählt der Däne. In diesem Jahr war er beim Bundesligaspiel des FCK gegen den VfB Stuttgart da, erlebte den folgenschweren Ausgleich des VfB durch Gomez. Der Sargnagel für den FCK war eingeschlagen ...
Trotz allen WM-Wirbels, Glanz und Glitter - der Abstieg des Vereins schmerzt Jäggi. „Ich bin total kaputt. Hätten wir es geschafft, wären es am Ende vier geniale Jahre gewesen, so sind es nur vier gute Jahre", bilanziert der Schweizer. Er wird das angebotene Mandat im FCK-Aufsichtsrat nicht annehmen: „Wären wir drin geblieben, hätte ich es wahrscheinlich gemacht. So aber ist es besser, den Platz für einen Neuanfang freizumachen. Ich versuche aber zu helfen, dem Verein neue Mittel zuzuführen."
„Ich will hier bis zum Ende eine gute Arbeit abliefern", betont Jäggi, der das große Ziel erreicht sieht: „Der Verein lebt noch. Wer die Fakten kennt, hält das fast für ein Wunder!"
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ