Na, Runjaic kam ja erst Mitte der Hinrunde. Die selbe Zeit wäre dann also zur Winterpause...
Mein "Optimalfall" wäre:
- Man schafft vor der Sommerpause neue Strukturen im Verein (Kuntz weiter VV, dazu aber wie von "bertikoks" begründet ein Spord- und ein Finanzdirektor im Stile eines Buchhalters).
- Dann sollte Runjaic schauen, mit wem im Kader (plus die Leih-Rückkehrer) er seine Idee von Fußball verwirklichen kann. Diejenigen, die weg können sollten bestmöglich abgegeben werden und um die übrigen 3 Leute sollte dann federführend durch den SD in enger Abstimmung mit Runjaic und auch mit Kuntz eine neue Mannschaft aufgebaut werden mit sinnvollen Zugängen (erfahrener Spieler als geplanter Stammspieler A für Position X, unerfahrenes Talent B als Herausforderer für Position Y und die jungen Spieler C und D mit ersten Profierfahrungen als Konkurrenten für Position Z).
- Der FD (Finanzdirektor) achtet darauf, dass die Kalkulationsgrundlage für eine schwarze Null zum Saisonende eingehalten wird. Ein erneuter kalkulierter Verlust mit der Hoffnung, durch einen eventuellen Aufstieg wieder über den Strich zu kommen, ist Kamikaze!
- Wir werden immer noch ein höheres Budget haben als Paderborn dieses Jahr, sollten aber solides Wirtschaften über alles stellen - das bringt zwangsläufig mit sich, dass mehr auf günstige und junge Spieler gesetzt wird und weniger auf ältere Erstligaspieler mit entsprechenden Gehaltsgewohnheiten.
- Das alles offen kommuniziert und klar machen, dass man unter diesen Voraussetzungen keinesfalls zu den ersten Aufstiegsanwärtern zählt.
- Hat man ein junges, hungriges Team, was sich zerreißt aber durch Unerfahrenheit auch mal Spiele vergeigt, wird die Zuschauerresonanz wohl kaum schlechter sein als dieser doch sehr erfahrenen Mannschaft, von der man das Gefühl hat, um die absoluten Grundtugenden betrogen zu werden.
- Der Trainer steht erst zur Debatte, wenn es nach Unten hin eng wird, oder es zwischen Mannschaft und Trainer zu unüberbrückbaren Differenzen kommt.
Die Devise lautet also: Mittelfristige Rückkehr in die erste Liga, organisches Wachstum einer entwicklungsfähigen Mannschaft. Das ist mit dem Risiko behaftet, dass wir ähnlich "enden" wie 60 München und längere Zeit mit dem Aufstieg nichts zu tun haben werden. Eine Beibehaltung der aktuellen Leitlinie, bei der wir mit finanzieller Kraftanstrengung den Aufstieg erreichen würden, wäre aber in meinen Augen ein viel höheres Risiko.