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Kriegsdienstverweigerung/Begründung

Garrincha

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Tagchen zusammen!



Ich habe die ehrenvolle Aufgabe einen Text zu verfassen, warum ich den Krieg an der Waffe nicht ausüben kann. Bin mir sicher dass hier Leute sind die gleiches auch schon gemacht haben. Wäre nett wenn mir jemand Tipps geben kann was alles dazugehört. Ansonsten haben wir hier ja auch generell sehr gebildete Menschen. Bin grad etwas verzweifelt.
 
Weil du es nich mit deinem Glauben / Religion / mit deiner pazifistischen weltanschauung vereinbaren kannst vielleicht?
 
Muss zugeben, dass mich das SEHR überrascht!
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Mich auch! Also du solltest das wie einen Lebenslauf angehn und dann einfach ein paar "prägende Ereignisse" (ACHTUNG KEYWORD) als Begründung für die jetzt von dir vertretene, gewaltablehnende Haltung angeben. Z.B. dass du nach dem Tod eines dir bekannten Menschen die Trauer der Verwandten und die hinterlassene Lücke sehr deutlich wahrgenommen hast.
 
Muss zugeben, dass mich das SEHR überrascht!
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Ich wusste das mindestens 1 Kommentar in diese Richtung geht
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Aber komischerweise sehe ich keinen Sinn darin mich an einer Waffe ausbilden zu lassen um im Notfall Menschen töten zu können. Solche Leute muss man natürlich haben zur Verteidigung des eigenen Landes - ich fühl mich dazu aber gewissensmäßig nicht im Stande.



@Ramser - ein tabellarischer Lebenslauf muss so und so noch beigefügt werden. Oder dachtest du jetzt eher daran die Begründung nach Ereignissen aufzubauen?
 
ich hab mich in meiner verweigerung damals auf ghandi und gewaltlosen widerstand in der ddr berufen. hat super funktioniert.
 
Tagchen zusammen!


Ich habe die ehrenvolle Aufgabe einen Text zu verfassen, warum ich den Krieg an der Waffe nicht ausüben kann. Bin mir sicher dass hier Leute sind die gleiches auch schon gemacht haben. Wäre nett wenn mir jemand Tipps geben kann was alles dazugehört. Ansonsten haben wir hier ja auch generell sehr gebildete Menschen. Bin grad etwas verzweifelt.


wenn du magst schick ich dir per email mal ein nettes pdf

tipps tricks und so weiter *zwinker*
 
naja, deine pazifistische einstellung kannst du gut mit einer erziehung durch deine eltern erklären, dazu vielleicht gespräche mit opa über den krieg und sowas.

religion ist sicher kein muß, hab ich auch nicht mit einbezogen soweit ich mich erinnere.

einzelne ereignisse sind immer gut, wie ramser schon geschrieben hat. durch beispiele kannst du deutlich machen, dass du den dienst an der waffe auf keinen fall mit deinem gewissen vereinbaren kannst.
 
@Ramser - ein tabellarischer Lebenslauf muss so und so noch beigefügt werden. Oder dachtest du jetzt eher daran die Begründung nach Ereignissen aufzubauen?


Ich meinte du fängst in der Begründung mit dem ersten relevanten Ereignis in deinem Leben an und endest mit dem aus der jüngsten Vergangenheit, genau.
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oder bring halt irgendwas schwule rein.. weis nur net ob die seuelle komponente da was bringt.. *lach*
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ansonsten machs wie ich, trickse bei der musterung.. mit der nadel in de finger steche und blut in die urinprobe mache ect.. man sollte es nur net übertreiben, sonst wollen die dich gleich ins krankenhaus liefern..
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haste schon irgendwelche schwere verletzungen gehabt ? selbst leute die "nur" KBRhatten, werden evtl. schon net mehr genommen, weil e angst vor weiteren verletzungen und folgezahlungen haben.. war bei mir so...
 
oder bring halt irgendwas schwule rein.. weis nur net ob die seuelle komponente da was bringt.. *lach*
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ansonsten machs wie ich, trickse bei der musterung.. mit der nadel in de finger steche und blut in die urinprobe mache ect.. man sollte es nur net übertreiben, sonst wollen die dich gleich ins krankenhaus liefern..
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haste schon irgendwelche schwere verletzungen gehabt ? selbst leute die "nur" KBRhatten, werden evtl. schon net mehr genommen, weil e angst vor weiteren verletzungen und folgezahlungen haben.. war bei mir so...


Schätzelein ich bin schon gemustert (schon vor 4 Jahren), damals zurückgestellt wegen der Ausbildung. Damals hab ich nicht verweigert. Mit den Lenzen hat sich meine Einstellung aber grundlegend geändert. Ausser dass ich mittlerweile zum 4. mal die Nase gebrochen habe, hatte ich noch keine Verletzungen.
 
oder bring halt irgendwas schwule rein.. weis nur net ob die seuelle komponente da was bringt.. *lach*
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ansonsten machs wie ich, trickse bei der musterung.. mit der nadel in de finger steche und blut in die urinprobe mache ect.. man sollte es nur net übertreiben, sonst wollen die dich gleich ins krankenhaus liefern..
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haste schon irgendwelche schwere verletzungen gehabt ? selbst leute die "nur" KBRhatten, werden evtl. schon net mehr genommen, weil e angst vor weiteren verletzungen und folgezahlungen haben.. war bei mir so...


Davon rate ich dringendst ab. Das steht dann in deiner Krankenakte und das kriegste nimmer raus. Wenn du ne Berufsunfähigkeits, Lebensversicherung, oder Krankenversicherung abschliesst wirst du nämlich nach deinem Krankheistverlauf gefragt und auch ob du vom Wehrdienst befreit wurdest.
 
Schonmal danke für die Hilfe hier bisher, danke auch an Sommerjunge für die Datei.

Ich setz mich morgen mal an den Füller und stell den Text mal ein. Hoffe dann auf ehrliche Meinungen und Hilfen.
 
Also ich habe damals noch Gespräche mit Opa über den 2.WK geschrieben, halt wie schlimm so ein Krieg wirklich ist. Und dann habe ich mich noch auf aktuelle Bilder aus dem Irak berufen, die mich sehr geschockt haben.



Ansonsten gibts im Internet inzwischen überall gute Tipps. Sollte insgesamt heutzutage aber kein Problem mehr sein.
 
Was auch immer gut kommt ist die Begründung, dass Du durch Reisen/ Auslandsaufenthalte viele Menschen anderer Kulturen kennen und schätzen gelernt hast und Dir nicht vorstellen könntest in einem wie auch immer gearteten Krieg auf diese scheißen zu können...



Viel Erfolg...
 
Denkt ihr es wird mir negativ ausgelegt dass ich jetzt erst den Kriegsdienst verweigere und mir besondere Beachtung geschenkt wird? Habe bei der Musterung damals nicht verweigert. Das ganze ist über 4 Jahre her und heute hab ich den Einberufungbescheid gekommen.
 
macht das überhaupt was aus? also kann man sagen: dieser verweigerungsbrief ist nicht "gut genug", den schicken wir trotzdem in die kaserne?
 
macht das überhaupt was aus? also kann man sagen: dieser verweigerungsbrief ist nicht "gut genug", den schicken wir trotzdem in die kaserne?


Das Bundesamt für Zivildienst kann deine Begründung ablehnen und du kannst es erneut versuchen. Bleibts dabei musst du zum Bund.
 
und besteht dieses risiko wirklich praktisch? also wie oft passiert das denn, wenn man nicht den letzen rotz da rein schreibt?
 
Passiert heutzutage aber eigentlich nicht mehr. Vor 30 oder 40 Jahren sah das anders aus, da musstest du noch extra zu solchen persönlichen Tests.



Hab mal Beispiel gehört: Du gehst in einem einsamen Wald mit der Freundin spazieren, dann springt hinter dem Baum ein Typ hervor, der deine Freunden töten/vergewaltigen will. ZUFÄLLIG liegt nun ein Gewehr am Wegesrand. Was machst du?
 
also ich glaube du musst dir keine gedanken machen. den brief wirste super schreiben, bist ja n helles kerlchen. und dass du damals nicht gleich verweigert hast, kann ich mir kaum vorstellen, dass das was ausmacht.

mein freun hatte auch ganz spät erst verweigert (lahmarsch). so spät, dasser sogar noch zwei wochen zum bund musste, bevor das ding durch war. hatte n mords spaß *hüstel* als alle anderen mit gewehr aufm boden robben mussten, hatte er nen besenstiel in der hand. von wegen keine waffe anfassen und so xD
 
Passiert heutzutage aber eigentlich nicht mehr. Vor 30 oder 40 Jahren sah das anders aus, da musstest du noch extra zu solchen persönlichen Tests.


Hab mal Beispiel gehört: Du gehst in einem einsamen Wald mit der Freundin spazieren, dann springt hinter dem Baum ein Typ hervor, der deine Freunden töten/vergewaltigen will. ZUFÄLLIG liegt nun ein Gewehr am Wegesrand. Was machst du?
War das wirklich SO? Denn dann wärs, im Grunde genommen, ne etwas andre Situation (du willst ja jmd schützen, der dir wichtig ist; hat auch etwas von notwehr und selbsterhaltungstrieb) als wahllos auf irgendjmd zu schiessen, nur damits einer weniger is (Krieg eben)..


Ansonsten wurds ja schon gesagt, moralische Gründe angeben (erziehung durch die Eltern; eigene (natürlich abschreckende) Gewalterfahrungen) warum du das nicht machen willst/kannst (!), diese am Besten mit nem Beispiel belegen (muss ja kein Roman werden) und fertig im Großen und Ganzen. Lebenslauf natürlich nicht vergessen dazu zuschreiben und abschicken. Warten auf Antwort, warten auf ne Mitteilung, bis wann du dir ne Stelle gesucht haben solltest (den Termin kannste aber noch endlos verschieben, wenn du nix findest) und fertig
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Das Bundesamt für Zivildienst kann deine Begründung ablehnen und du kannst es erneut versuchen. Bleibts dabei musst du zum Bund.


Ohne jegliche Häme: Wenn du als Kategorie-C-Fan irgendwo aktenkundig geworden sein solltest, dann müsste dir schon eine gute Erklärung einfallen. Dann hilft eigentlich nur noch die Läuterung vom Saulus zum Paulus...
 
eine seite sollte reichen als begründung. bei mir hats damals zumindest gereicht
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schreib halt, dass dir schon im kindergarten beigeracht wurde, dass gewalt keine lösung ist blablabla. mahatma gandhi hast du gelesen und das hat dich unheimlich geprägt (habe wirklich ein solches buch gelesen, das war damals nicht gelogen
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alles schön mit beispielen spicken. und zum ausdruck bringen, dass du dich nicht "drücken" willst, sondern einfach aus gewissensgründen keinen dienst an der waffe machen kannst, sondern aufgrund deiner persönlichkeit (da kannst du wieder den bogen spannen zu den bsp vorher) im sozialen bereich einen dienst am vaterland leisten kannst/willst.

so wirds ne runde sache...

im prinzip ist das mit ner ordentlichen begründung nur ne formalie
 
Ohne jegliche Häme: Wenn du als Kategorie-C-Fan irgendwo aktenkundig geworden sein solltest, dann müsste dir schon eine gute Erklärung einfallen. Dann hilft eigentlich nur noch die Läuterung vom Saulus zum Paulus...


Wenn er als Kategorie C Fan Aktenkundig wäre, dann würden sie ihn kaum einziehen wollen, selbst der Bund hat seine Ehre
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Nee, aber ne saubere Akte musste soweit ich weiss schon haben, zumindest keine Gewaltdelikte...



Das mit den 4 Jahren dürfte wohl egal sein, da die meisten erst verweigern, wenn es wirklich ernst wird... manchmal sogar erst wenn sie schon in der Kaserne sind...
 
Es ist ein Witz, dass man immer noch begründen muss, warum man vom Staat nicht lernen will wie man Menschen tötet. Ja oder Nein als Begründung müsste einfach reichen.
 
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