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Kriegsdienstverweigerung/Begründung

neben den "klassikern" wie religioese erziehung und gespraeche mit opa ueber wk2 waren bei mir die "praegenden erlebnisse" der austausch mit aelteren bekannten, die schon beim bund waren und es toll fanden auf pappscheiben zu schiessen, waehrend ich "erkannte", dass dies im ernstfall "echte" menschen wie du und ich waeren, die ich auf befehl toeten muesste und zum anderen das erlebnis, wie unser kater in meinen armen sterben musste, als er von einem tierquaeler angeschossen war und ich ihn sterbend fand ... (man muss ja nicht immer ganz bei der wahrheit bleiben ...
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bzgl. der vier jahre verzug wuerde ich mir keinen kopp machen ... du kannst ja jetzt auf die "dienenden" in deinem bekanntenkreis verweisen, mit denen du die letzten jahre ueber deren "sinnhafte" ausbildung gesprochen hast ... wobei die begruendung ja nicht sein darf, dass du keinen sinn darin siehst ... das muessen schon moralisch/religioese gruende sein ...



in diesem sinn: gute reise und draufgeschissen ...
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Sag doch einfach du bist Mainz Fan und musst zu deinem Verein stehen, jetzt wo die Erfolgsfans alle abwandern. Bestimmt mustern sie dich dann mit einem mitleidigen Grinsen aus.
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Bist du schon gemustert worden?

Warst du vorher beim Arzt bzgl. irgendwelcher Atteste?

Also bei mir wars so, dass ich mich zuerst auf mein Glück verlassen habe, was nicht funktionierte: T2. Da ich aber keinen Bedarf auf ein mMn "verschenktes" Jahr hatte und 90% meines Freundeskreises (darunter Modellathleten und andere Gesunde) ging ich zum Orthopäden und ließ mir mal alle Kleinigkeiten und Abnormalitäten aufschreiben, die zwar vorhanden sind aber keine Auswirkungen auf mein Leben haben. Hab dann den Befunde hingeschickt und wurde plötzlich T5 eingestuft. Soviel dazu.



Hat mir also noch mehr gebracht als son paar Seiten langes Schreibsel. Weiß sowieso net was die davon haben? Machts den Spaß seitenlange Aufsätze von deutschen Jugendlichen zu lesen (und die oftmals noch zurückzuschicken sie seien nicht lang genug etc.)?
 
Bist du schon gemustert worden?
Warst du vorher beim Arzt bzgl. irgendwelcher Atteste?

Also bei mir wars so, dass ich mich zuerst auf mein Glück verlassen habe, was nicht funktionierte: T2. Da ich aber keinen Bedarf auf ein mMn "verschenktes" Jahr hatte und 90% meines Freundeskreises (darunter Modellathleten und andere Gesunde) ging ich zum Orthopäden und ließ mir mal alle Kleinigkeiten und Abnormalitäten aufschreiben, die zwar vorhanden sind aber keine Auswirkungen auf mein Leben haben. Hab dann den Befunde hingeschickt und wurde plötzlich T5 eingestuft. Soviel dazu.



Hat mir also noch mehr gebracht als son paar Seiten langes Schreibsel. Weiß sowieso net was die davon haben? Machts den Spaß seitenlange Aufsätze von deutschen Jugendlichen zu lesen (und die oftmals noch zurückzuschicken sie seien nicht lang genug etc.)?


Wenn ich diesen Tipp lese sträuben sich mir echt die Haar. Ich finde es extrem fahrlässig und gefährlich in jungen Jahren schon krampfhaft zu versuchen ne Krankenakte zu designen. Ich verweise mit absoluter Ernsthaftigkeit nochmal auf meinen bereits hier geposteten Beitrag. Ich kenn einige Fälle von Selbständigen die in jungen Jahren die Ausmusterung provozierten, die jetzt aber mit Mitte 30 ohne Absicherung im Falle der Berufsunfähigkeit dastehen. Wenn jetzt irgend ne Gesundheistgeschichte kommt, die den Job unmöglich machen, sind diejenigen zwangsläufig HartzIV-Empfänger.




Davon rate ich dringendst ab. Das steht dann in deiner Krankenakte und das kriegste nimmer raus. Wenn du ne Berufsunfähigkeits, Lebensversicherung, oder Krankenversicherung abschliesst wirst du nämlich nach deinem Krankheistverlauf gefragt und auch ob du vom Wehrdienst befreit wurdest.
 
ich würde mir da gar keinen kopf machen. ich will nicht wissen, wieviel verweigerungen das kreiswehrersatzamt vorliegen hat, in denen wort für wort das gleiche drinsteht, weil die sich das irgendwo ausm netz kopiert haben.



ich habe damals auch ne verweigerung von nem kumpel fast komplett übernommen, welcher zu dem zeitpunkt schon zivildienst am ableisten war.



und da wir auf dem gleichen katholischen gymnasium waren, und diese zeit uns beide zu gottesfürchtigen, friedliebenden menschen erzogen hat, hab ich noch nicht mal mehr gelogen
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ich wurde mit T1 gemustert und habe dann aber auch verweigert.

mein erstes schreiben habe ich von einem kumpel abgeschrieben, welches bei ihm akzeptiert wurde. bei mir wurde dieses schreiben aus mehreren gründen abgelehnt. musste dann nochmal was schreiben und gut wars. jetzt muss ich "nur" noch zivildienst ableisten
 
Müsst ich sowas schreiben, würd ich etwas in die Richtung schreiben, dass ich es mit mir nicht vereinbaren kann, für ein Land, welches ich nicht als mein Vaterland erachte, mich an der Waffe ausbilden zu lassen.

Soweit der wahre Teil.

Wäre die Frage, was passieren würde, wenn Deutschland als Besatzungsmacht und der Status Quo als Fremdherrschaft Berlins über die Pfalz konstruiert würde.

Einzug oder Ausmustern und als Spinner abstempeln?

Das nur als "Zu Ende Denken".

Die Vaterlandsgeschichte ist dafür evtl. brauchbar.
 
Hat eigentlich jemand mal einen Tipp/Link wo die ganze Thematik Wehrdienst/Verweigerung dargestellt ist?



Meine beiden Jungs haben nämlich heute Post vom Kreiswehrersatzamt bekommen....
 
Wenn ich diesen Tipp lese sträuben sich mir echt die Haar. Ich finde es extrem fahrlässig und gefährlich in jungen Jahren schon krampfhaft zu versuchen ne Krankenakte zu designen. Ich verweise mit absoluter Ernsthaftigkeit nochmal auf meinen bereits hier geposteten Beitrag. Ich kenn einige Fälle von Selbständigen die in jungen Jahren die Ausmusterung provozierten, die jetzt aber mit Mitte 30 ohne Absicherung im Falle der Berufsunfähigkeit dastehen. Wenn jetzt irgend ne Gesundheistgeschichte kommt, die den Job unmöglich machen, sind diejenigen zwangsläufig HartzIV-Empfänger.




Ach immer diese Geschichte!

1. Bin ich beim Bund net als (als Bsp.) "schwer herzkranker Diabetiker mit Epilepsie" eingetragen.

2. Soll das heien, dass alle die ausgemsuster wurden keine Berufsunfähigkeistversicherung mehr bekommen?

3. Haben die dort festgehaltenen Krankheitsbilder keinerlei Auswirkungen auf mein Wohlbefinden und somit auch nicht auf eine mögliche Berufsausübung. Arbeitgeber hat es sowieso (soweit ich weiß) nur begrenzt, wenn nicht sogar gar nicht, zu interessieren was in meiner Krankenakte steht.

4. Wird sich der Verischerungskram schon in Grenzen halten.

5. Is es immernoch meine Sache und bin jedenfalls froh ein Jahr gespart zu haben, was mir eher noch finanzielle Vorteile bringt.
 
Ich habe mich erfolgreich verweigert durch:



- Verweis auf Erziehung, humanistische Werte

- Ausführliches Zitat aus Immanuel Kants "Zum ewigen Frieden" -> Textstelle:


3. »Stehende Heere (miles perpetuus) sollen mit der Zeit ganz aufhören.«







Denn sie bedrohen andere Staaten unaufhörlich mit Krieg, durch die Bereitschaft, immer dazu gerüstet zu erscheinen; reizen diese an, sich einander in Menge der Gerüsteten, die keine Grenzen kennt, zu übertreffen, und, indem durch die darauf verwandten Kosten der Friede endlich noch drückender wird als ein kurzer Krieg, so sind sie selbst Ursache von Angriffskriegen, um diese Last loszuwerden; wozu kommt, daß zum Töten, oder getötet zu werden in Sold genommen zu sein einen Gebrauch von Menschen als bloßen Maschinen und Werkzeugen in der Hand eines andern (des Staats) zu enthalten scheint, der sich nicht wohl mit dem Rechte der Menschheit in unserer eigenen Person vereinigen läßt.
 
Wurdes du schon gemustert? Ich war nach allen möglichen Trick-Versuchen incl. Schmerzen in allen Körperteilen
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tauglich, bis ich denen gesagt hab, dass ich ADHS hab und nach einem Nachweis dessen (Attest des damals behandelnden Arztes) war ich raus...
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5. Is es immernoch meine Sache und bin jedenfalls froh ein Jahr gespart zu haben, was mir eher noch finanzielle Vorteile bringt.


Naja diese eine Jahr mal richtig was schaffen als Zivi im Kinderheim/Altenheim oder Krankenhäuser oder Behindertenheime bringen einen ein Leben lang voran. Ich habe von der Zeit sehr viel mitgenommen. Auch hat sich mein Berufswunsch noch geändert nach der Zeit, ich habe gemerkt, dass ich nicht so die Nerven habe für die Betreuung der Kinder.



Aber Hauptsache die Kasse stimmt.
 
Wenn du nicht mit 'nem Zweizeiler anrückst und offenkundig Mist schreibst, dann ist die Verweigerung kein Problem.

Ich habe damals eine Wette mit einem Freund abgeschlossen, wer die längste Verweigerung abliefert: ich war nach 14 Seiten fertig (etwas längere Ausführungen über die indischen Unabhängigkeitsbestrebungen und einige Rückgriffe auf Kant und Co.). Mein Kumpel brachte es auf 17 Seiten und ich war 'ne Kiste Bier los
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Wurdes du schon gemustert? Ich war nach allen möglichen Trick-Versuchen incl. Schmerzen in allen Körperteilen
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tauglich, bis ich denen gesagt hab, dass ich ADHS hab und nach einem Nachweis dessen (Attest des damals behandelnden Arztes) war ich raus...
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Ernsthaft? Na dann brauch ich den ins Auge gefasste Staatsbürgerschaftsantrag für Polen ja ned mehr.
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Denkt ihr es wird mir negativ ausgelegt dass ich jetzt erst den Kriegsdienst verweigere und mir besondere Beachtung geschenkt wird? Habe bei der Musterung damals nicht verweigert. Das ganze ist über 4 Jahre her und heute hab ich den Einberufungbescheid gekommen.


mach dir keine gedanken, ich habe meinen wehrdienst abgeleistet, war alarmreserve und habe dann anschließend noch den kriegsdienst verweigert. geht alles. nach meinem schreiben wurde ich zur anhörung vorgeladen (ist aber standard bei der vorgehensweise) und es wurden ein paar blöde fragen gestellt - dann war ich raus aus dem spiel. seit dem bin anerkannter verweigerer. wenn du infos brauchst oder vielleicht ansprechpartner in deiner nähe dann schau mal hier nach. dort findest du bestimmt jemanden der dir hilfestellung geben kann.
 
Ach immer diese Geschichte!
1. Bin ich beim Bund net als (als Bsp.) "schwer herzkranker Diabetiker mit Epilepsie" eingetragen.

2. Soll das heien, dass alle die ausgemsuster wurden keine Berufsunfähigkeistversicherung mehr bekommen?

3. Haben die dort festgehaltenen Krankheitsbilder keinerlei Auswirkungen auf mein Wohlbefinden und somit auch nicht auf eine mögliche Berufsausübung. Arbeitgeber hat es sowieso (soweit ich weiß) nur begrenzt, wenn nicht sogar gar nicht, zu interessieren was in meiner Krankenakte steht.

4. Wird sich der Verischerungskram schon in Grenzen halten.

5. Is es immernoch meine Sache und bin jedenfalls froh ein Jahr gespart zu haben, was mir eher noch finanzielle Vorteile bringt.


Lies meinen Post richtig und informier dich mal. Ich habe damit beruflich seit Jahren zu tun, habe von 3 konkreten Fällen geschrieben - und du antwortest lapidar "das wird sich schon in Grenzen halten". Meine Fresse.....da fehlen mir echt die Worte ob dieser Arroganz eines 18jährigen (Stichwort meine Sache - es geht hier nicht um dich sondern um jemanden der um rat gefragt hat).
 
Bereits in meiner Kindheit legten meine Eltern sehr viel Wert darauf, mich zu rücksichtsvollem und tolerantem Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen zu erziehen, obgleich welcher Rasse, Herkunft, Hautfarbe oder religiösen und politischen Auffassung.


das "ob" solltest du weglassen. Noch besser wäre eventuell: "unabhängig von Herkunft etc...." Auch der Begriff "Rasse" ist eher verpönt (und mit Herkunft und Hautfarbe auch sinngemäß abgedeckt).



Insgesamt finde ich deinen Text schlüssig und erfolgversprechend.
 
das "ob" solltest du weglassen. Noch besser wäre eventuell: "unabhängig von Herkunft etc...." Auch der Begriff "Rasse" ist eher verpönt (und mit Herkunft und Hautfarbe auch sinngemäß abgedeckt).


Insgesamt finde ich deinen Text schlüssig und erfolgversprechend.


Gut, dankeschön. Wenn sonst Wörter auffallen die besser durche andere ersetzt werden bitte sagen
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Ich suche oft Wörter, bei denen ich weiss, dass es sie gibt aber mir nicht einfällt wie sie heißen
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Ansonsten kann man erkennen warum ich verweigern will? Sprich was Gewissen für mich ist und was ich damit verbinde?
 
...In dieser Zeit nahm ich an dem freiwilligen Kommunionsunterricht, sowie dem Firmunterricht teil...


...Ich war jahrelang, jeden Sonntag als „Messdiener“ in unserer Gemeinde tätig...



...Eines, der 10 Gebote besagt: „Du sollst nicht töten“. Aufgrund meiner Zugehörigkeit zu der Kirche kann ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, gegen dieses Gebot zu verstoßen, wozu die Ausbildung an der Waffe letztendlich bestimmt ist...


Da is doch was gescheites dabei rausgekommen
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Im ersten Satz würd ich das Komma weglassen, hört sich für mich ohne besser an.

Beim zweiten würd ich anstatt Messdiener Ministrant schreiben, das klingt professioneller;)

Und beim letzten würd ich schreiben, dass es das 5. Gebot ist, und wenn du es so lässt, mach das Komma weg;) Und als letztes noch würd ich anstatt "zu der Kirche" "zur Kirche" schreiben.



Aber ansonsten find ich das echt gut:!:
 
Aufgrund mehrerer Schlüsselereignisse in näherer und weiterer Vergangenheit wecken in mir noch schlimme Erinnerungen. S


der satz ist so nicht verständlich, lies den nochmal durch. ich nehme mal an du meinst "verschiedene ereignisse in der vergangenheit...." - schau dir das nochmal an. wenn mir noch was auffällt, schreib ich es.
 
Damit mein ich den Vorfall des Soldaten vor wenigen Wochen (nahe Zukunft) und der Tod von Verwandten in weiterer Zukunft d.h. schon etwas länger her.
 
Damit mein ich den Vorfall des Soldaten vor wenigen Wochen (nahe Zukunft) und der Tod von Verwandten in weiterer Zukunft d.h. schon etwas länger her.


das ist klar, aber die grammatik stimmt nicht. es müsste richtig heißen:

"Mehrere Schlüsselereignisse in näherer und weiterer Vergangenheit wecken in mir noch schlimme Erinnerungen."
 
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